Mythen entzaubert: Neue Einsichten der Forschung
Regeln folgen?– Selbst entscheiden!
Warum Salz und Kalium ein tolles Team sind
Hitliste: Kalium
Kalorien sparen?– Kalorien verbrauchen!
Energydrink?– Salbeitee!
So viel Koffein ist drin
Gehaltvoll?– Magen voll!
Nüsse und Kerne
Schlemmerfilet?– Gourmetessen!
Scharfer Trend: Chili heizt den Stoffwechsel an
Hitliste: Chili
Nippen?– Kippen!
Schnelles für die Lunchbox
California Rolls?– Maki-Sushi
Nach Lust?– Nach Liste!
Fisch: Rar und wertvoll
Aus der Werbung?– Aus der Natur!
Viele Vitamine?– Viel Gemüse!
Schmeckt nicht?– Ess‘ ich nicht!
Die 10 besten Quellen für Kalzium
Schnelle Körner
Käse-Croissant?– Ei-Brot!
Eiweißquellen: Es geht auch ohne Fleisch
Keine Stulle ohne Gemüse
Monokultur?– Artenvielfalt!
Ballaststoffe – gesund und nicht kleinzukriegen
Hitliste: Verdauung
Industrieflakes?– Getreideflocken!
B-Vitamine – im Team aktiv
Aus dem Topf?– Vom Blech!
Mariniert?– Pur!
Tolle Toppings zum Salat
Gemüsesuppen
Verbieten?– Verdrängen!
Für das Beste im Essen!
Krabbensalat?– Räucherfisch!
Wurst?– Schinken!
Qualität hat einen Namen
Gemüsesaucen
Alla carbonara?– Al pomodoro!
Süßes zum Trinken
Flopliste: Zucker
Eisberg?– Rucola!
Cremig-leicht?– Kräftig-bitter!
Instant-Kaffee?– Echter Kaffee!
Nur das Beste für mein Müsli!
Wie? Auf lange Sicht zufrieden sein
Essen ist (k)ein echter Glücksbringer
Mit Zwang?– Mit Lust!
Mensch, tu doch was!
Turbodiät?– Lieber langsam!
„Rundere“ Zeiten im Leben
Hygge?– Hormesis!
Wiegen?– Messen!
„Ich schaffe das!“
Schäfchen zählen?– In den Himmel gucken!
Warum Stress dick macht und wie man locker wird
Extremsport?– Nebenbei aktiv!
Wenn Pillen dick machen
Teure Matratze?– Dunkles Schlafzimmer!
Tipps für mehr Grips
Gründe für Übergewicht
Power-Kaffee?– Koffein sparen!
Essen als Seelentrost– Wege aus der Frustfalle
Zuckerstopp?– Abgewöhnen!
Ganz schön würzig!
Heimlich essen?– Gemeinschaft genießen!
Wut im Bauch?– Nicht ärgern!
Rauchfrei leben und das Gewicht im Griff behalten
Service
Rat und Hilfe per Mausklick
Stichwortverzeichnis
Impressum
WANN? IM OPTIMALEN RHYTHMUS ESSEN
Im Leben kommt es oft aufs Timing an. Sogar beim Abnehmen. Eine Rolle spielt nicht nur, was und wie viel wir essen – sondern auch, wann wir uns den Magen füllen! Neue Erkenntnisse aus der Forschung eröffnen die Chance, leichter und nachhaltiger abzunehmen. Gucken wir also auf die Uhr und essen wir zur richtigen Zeit. Dann geht der Körper an seine Fettreserven.
GENIAL EINFACH: URLAUB MACHEN VOM ESSEN
„Hallo, wo bleibt mein Snack? Geht das nicht schneller? Ich hab schließlich keine Zeit.“ So oder ähnlich denken viele von uns. Nahrungsaufnahme soll schnell gehen. Also erledigen wir das Thema zwischendurch oder nebenbei – ob am Schreibtisch oder unterwegs. Die Folge: Wir werden immer runder, vor allem der Bauch wächst.
Moderne Zeiten
Essen ist ein elementares Bedürfnis des Körpers, das sich zumindest zu einem Teil unserem bewussten Handeln entzieht. Bietet sich die Chance, greifen wir gern zu. Anbieter machen sich das zunutze. Hier wirbt ein Pizzadienst mit Riesenfoto, dort lachen uns vom Plakat Schokoriegel an. Täglich prasseln unzählige Angebote auf uns ein. Und wir? Können kaum widerstehen.
Nichts zu verlieren?
Wer sich diesem Schlaraffenland hingibt, hat schnell Extra-Pfunde auf den Rippen. Der Versuch, sie wieder loszuwerden, scheitert leider meist – die Erfolgsraten beim Abnehmen sind niedrig. Selbst zähe und zielstrebige Menschen brechen kalorienreduzierte Diäten nach einer Weile ab und bleiben frustriert auf ihren Rundungen sitzen.
So viel vorab: Es geht nicht um mangelnde Disziplin. Übergewicht ist kein Zeichen mangelnden Willens, sondern Folge komplexer Abläufe im Körper, an denen Gene, Stoffwechsel und Umwelt beteiligt sind. Entscheidend ist vor allem unser Gehirn.
Gesucht: ein neuer Weg
Im Laufe der Jahre beobachteten Gesundheitsexperten bei Frauen und Männern unzählige gescheiterte Versuche abzunehmen. Was sie nicht fanden war ein Patentrezept. Irgendwann war zumindest klar: Nährwerttabellen helfen nicht, da sie zu theoretisch sind. Zudem erfordern die meisten Diäten einen derart hohen Aufwand, dass sie sich im Alltag nicht durchhalten lassen.
Esspausen tun uns gut
Heute blicken Wissenschaftler nicht mehr auf einzelne Nährstoffe, sondern in die Tiefen unserer Zellen. Was löst üppiges Essen und Trinken darin aus – und was passiert, wenn wir nichts essen? Ergebnis: Zeiten, in denen unser Körper ohne Nahrung auskommen muss, tun ihm gut. Hier trifft aktuelle Forschung auf die Erfahrung alter Fastenärzte. Perioden, in denen es nichts oder fast nichts zu essen gibt, waren für unsere frühen Vorfahren viel selbstverständlicher als gehaltvolle Mahlzeiten.
ESSPAUSEN: IST IHR NUTZEN BEWIESEN?
NEUE FORSCHUNGSERGEBNISSEzeigen: Zeitlich begrenztes Fasten, oft auch „intermittierendes Fasten“ genannt, hat im Vergleich zu Dauerdiäten viele Vorteile. Auf den ersten Blick überraschend, stammen die Einsichten dazu weltweit meist aus Experimenten an Mäusen, Ratten und Affen. Gute Studien an Menschen sind rar – übrigens in jedem Ernährungsbereich. Der Grund: Über Monate oder Jahre wissenschaftlich genau zu erforschen, was wir essen, trinken und wie wir leben, ist mit enormem Aufwand verbunden.
ANDERS ALS ETWAin der Pharmaforschung geht es nicht nur um Fragen wie: „Ist dieser Wirkstoff heilsam?“ Es geht um die langfristige Wirkung unzähliger Inhaltsstoffe in der Vielfalt unserer Nahrungsmittel. Hinzu kommt der Einfluss des Lebensstils auf die Erbanlagen jedes Einzelnen.
FÜR DIESES BUCHhaben wir uns deshalb Unterstützung beim größten unabhängigen Ernährungsforschungsinstitut Europas geholt: dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DIfE) in Potsdam-Rehbrücke. Die dort tätigen Wissenschaftler kombinieren experimentelle und angewandte Forschung.
AUCH SIE STUDIEREN MÄUSE –beobachten aber auch Menschen und suchen im Labor nach Erkenntnissen, die uns helfen sollen, schlank und gesund zu werden. Entweder in gezielten kleinen Studien mit wenigen Personen oder in einer großen Beobachtungsstudie mit 27 000 Teilnehmern über viele Jahre.
Endlich einfach!
Die beste Diät ist eine, die sich durchhalten lässt. Nahrungsfreie Zeiten, nach denen man sich wieder satt essen kann, leuchten vielen Menschen ein. Sie begeistern sich für diesen neuen Weg des Abnehmens, weil er flexibel und selbstbestimmt ist. Zwar erfordert die Umstellung Willensstärke, doch wer durchhält, kommt bald an einen Punkt, an dem die Esspausen zum natürlichen Bestandteil seines Alltags werden. Selbst die ersten Wochen sind für viele leichter durchzuhalten als eine konventionelle Diät.
NÄHRWERTE HIN, TABELLEN HER:Im Alltag gelingt es kaum jemandem, sein Essen so penibel zu kalkulieren, dass die Rechnung am Ende aufgeht.
KALORIEN SIND HILFSGRÖSSEN.Sie passen gut in Tabellen, aber nicht zu den Verhältnissen im menschlichen Körper. Unserem Energiestoffwechsel entsprechen sie nur entfernt. Außerdem macht genaues Abwiegen und Berechnen Mahlzeiten unflexibel. Schlimmstenfalls kann die ganze Rechnerei sogar zu Störungen im Essverhalten führen. Denn vielen geht dabei der Sinn für Genuss und ihr natürliches Sättigungsgefühl verloren. Wichtiger als anhaltendes Kalorienknausern ist es, dass Essen lange Zeit zufrieden und leistungsfähig macht.
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