Walther von Hollander - Therese Larotta

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"In einem der Seitentäler des Engadins, zwei Stunden etwa von Sils Maria und ebenso weit von Maloja entfernt, lag das alte 'Haus am Wasser'. Es war ein Engadiner Bauernhaus mit dicken Mauern, winzigen Fenstern, großer Diele und dunklen Stuben und Kammern, in die nur wenig Sonne hineinschien." In diesem Haus ziehen eines Tages der Bauer Peter Larotta und sein deutlich jüngere Frau Therese mit ihren beiden Jungen ein. Eine harte Aufbauzeit beginnt für die Eheleute mit großer körperlichen Anstrengungen, die beide voneinander entfremden. Es gibt nur wenige Momente des Glücks miteinander. Als dann Peter Larotta stirbt, übernimmt die junge, hübsche Witwe alleine die Verwaltung des Bauernhofes. Es kommen Tage, an denen sich Therese wünscht, früh zu altern, damit alles bald ein Ende hat. Aber es gibt auch Momente, die eine glückliche Zukunft versprechen.-

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Abends ging sie ins Berghotel zum Guggis hinaus. Sie sassen zusammen in der Küche, tranken Kaffee und sprachen gedämpft über den Toten, und die dicke kleine Frau Guggis vergoss sogar ein paar Tränen. Nachher gingen Therese und Herr Guggis in die Werkstatt im Keller und suchten Bretter für den Sarg zusammen. Es lagen dort schöne glattgehobelte Fichtenbretter, und nachdem Therese die Bretter gebeizt hatte, setzte Guggis sie geschickt und schnell zusammen. Eigentlich, so erzählte er, war er Sargtischler von Beruf. Aber das war schon Jahrzehnte her, und er hatte sich nicht träumen lassen, dass er seine Kenntnisse hier oben noch werde verwenden können. „Es macht ordentlich Spass, mal was Vernünftiges zu tun“, sagte er eifrig. „Nicht immer nur herumstehen und sagen, dass es bald wieder schönes Wetter gibt, wie die Spitze heisst und der Gletscher und ob der eine Spaziergang schöner ist als der andere. Müssiggängerarbeit!“

Er unterbrach sich, denn er hatte Therese weinen gesehen. Richtig, richtig! Für sie war ja dies Tischlern eine schmerzliche Sache. Er stand verlegen gegen einen Stapel Bretter gelehnt und sah die Frau prüfend an. „Nun müssen Sie nicht mehr weinen“, sagte er. „Das hat ja keinen Zweck. Sie sind jung, Sie sind hübsch, Sie sind auch nicht arm. Also, was wollen Sie?“

Therese stand unbeweglich und weinte. Die letzten Monate mussten erst mal weggeschwemmt werden, die ewige Todesangst, die Furcht vor dem Sterben und dem Sterbenden. Sie musste sich erst daran gewöhnen, dass sie weiterlebte. Sie allein mit ihren Jungen.

Guggis stand jetzt neben ihr. Er hatte ihr den Arm väterlich um die Schulter gelegt. „Wenn Sie mal einen Rat brauchen ...“, sagte er. Therese entzog sich dem schützenden Arm. „Vielen Dank“, flüsterte sie, „aber ich brauche keine Hilfe.“

„Gut ...“, sagte Guggis etwas gekränkt, „wenn Sie meinen, dass Sie allein durchkommen ...“

Therese nickte. Ja, sie wollte allein durchkommen. Ja, sie wollte allein leben. Sie hatte ja ihre Arbeit und ihre Jungen, und sonst wollte sie gar nichts mehr. Sie freute sich schon ein wenig auf ihr Leben.

Als sie über die Wiesen nach Hause ging, schien der Mond hell durch die Wolken. Man konnte den Weg gut übersehen, ihr Schatten ging getreulich neben ihr, ein breiter, etwas behäbiger Schatten mit einem grossen Schal um die Schultern, den der Wind heftig aufblies.

Zu Hause setzte sie sich auf den grossen Stuhl neben dem Ofen und schlief sofort ein. Nebenan im Totenzimmer brannten die Kerzen ruhig und hell.

7

Um fünf Uhr morgens kam der Kaplan mit den Messknaben und dem Viatikum. Sie waren in kurzen Hosen mit Schneereifen heraufgekommen und mussten im Windfang erst die Messkleider anziehen, ehe sie hereinkamen. Der Kaplan war etwas ärgerlich, dass er zu spät kam, trotzdem er mitten in der Nacht aufgebrochen war. Er konnte wenig anderes tun, als auf die Tröstungen der Religion für die Hinterbliebenen hinweisen und versichern, dass Gott den armen Peter Larotta bestimmt bei sich aufnehmen würde.

Therese blickte ernst und demütig auf den Gottesmann. Es war ihr bei aller ihrer Ungläubigkeit sehr feiertäglich zu Sinn, bei dem Gedanken, dass Gott sich ihres Mannes persönlich annehmen wollte und dass er sogar auf die beiden Jungen Peter und Paul ein Auge haben würde. Sie ging in die Küche und kochte einen riesigen Topf Kaffee und dann sassen sie eine halbe Stunde und frühstückten schweigend, der Kaplan, die Messknaben und die drei Larottas. Sie sprachen vom Wetter, von den Viehpreisen und wie schwierig es sei, die Milch im Winter loszuwerden, wenigstens ausserhalb der Saison. Sie sprachen davon, ob Therese denn wirklich alles allein schaffen konnte. Der Kaplan war ein Bauernjunge und seine Mutter, die Bäuerin, hatte es wohl fertig gekriegt, den Hof allein mit drei Kindern zu halten. Aber sie war dabei früh alt geworden und gestorben. Ob denn Therese auch so schnell altern wolle?

Therese nickte. Ja, das wolle sie. Der Kaplan wusste darauf nichts zu erwidern. Er verabschiedete sich und ging.

Am anderen Tag kamen die Verwandten. Der älteste Schwager, eine Schwägerin mit ihrem Mann und eine ledige Schwägerin. Sie verlangten, dass Therese mit dem Toten nach Promontogno herunterkomme, um ihn dort beizusetzen. Gino Larotta, der Familienpatriarch, hatte es so ungeordnet, und es war auch richtig so, denn seit hundert und mehr Jahren lagen alle Larottas in dem gleichen Winkel des gleichen Friedhofs.

Therese hatte aber schon den Begräbnisplatz gekauft, bei der kleinen Kapelle mittwegs nach Sils. Sie könne es nicht mehr ändern, und sie wolle das Grab auch in Pflege haben. Die Larottas sprachen lange auf sie ein. Dann schwiegen sie erbittert und sassen stumm in der grossen Stube. In der Abenddämmerung aber, als Therese gerade im Stall war, um die Kühe zu melken, spannten sie an, trugen den Sarg mit dem Toten auf ihren Wagen und fuhren im Trabe davon. Paul, der Jüngste, lief schreiend neben dem Wagen her, bis die Larottas ihn mit der Peitsche vertrieben wie eine lästige Bremse.

Peter aber, der Älteste, stürzte in den Stall und schrie: „Sie stehlen uns den Vater.“

Die Bäuerin lief hinaus und sah gerade noch, wie der Wagen in die Schlucht einbog. Sie begriff, dass sie allein nichts ausrichten konnte. Deshalb lief sie auf dem kürzeren Fussweg nach Sils hinunter, alarmierte den Ortsvorsteher und den Gemeindediener. Ein paar Einheimische schlossen sich an, „um es den Fremden zu zeigen.“ Mit Knüppeln und Laternen brach man auf wie zu einer richtigen Verbrecherjagd.

Sie fassten die Larottas an der Stelle, wo der Weg nach Maloja sich mit dem Weg nach Sils trifft. Sie wussten gerade nicht weiter, und der älteste Larotta war auf den Wegweiser geklettert, um die verwitterte Inschrift zu entziffern. Sie setzten sich nicht weiter zur Wehr, sondern lenkten den Wagen murrend zurück und trugen den Sarg wieder in die Kammer, aus der sie ihn geholt hatten. Dann fuhren sie grusslos ab. Die Silser aber blieben die Nacht über als Wache. Abwechselnd stand einer am Sarg, während die anderen in der Stube sassen, Glühwein tranken, das Zimmer vollqualmten und gegen den Schlaf ankämpften.

Am anderen Morgen fand die Beerdigung statt, nur das Ehepaar Guggis war erschienen, der Bauer vom Hang und die Silser Polizei. Es herrschte ein solches Schneetreiben, dass der Sarg während der Rede des Geistlichen ganz unter dem Schnee verschwand, als könnte der Tote nicht schnell genug verschüttet werden. Die Trauernden wurden auf der Windseite mit einer dicken Schneeschicht überzogen.

Der übrige Tag war dann noch mit einer grossen Bewirtung und allerlei unnützen Klagen besetzt, mit Bedauernsformeln, die allmählich unter dem Einfluss des Weines in anzügliches Mitleid übergingen. Therese war froh, als der letzte Trauergast das Haus verlassen hatte. Sie zog ihr schwarzes Kleid aus und begann mit Geschirrspülen ihr neues Leben.

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