Thomas Harry - Echt und stark

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Christen, die sich in ihrem Dienst verausgaben und gesundheitlich darunter leiden, kann Thomas Härry lange Zeit nicht verstehen. Bis er selbst an unerklärlichen Schmerzen und Angstattacken leidet. So beginnt für ihn ein langer Prozess, in dem er seinen Glauben gründlich unter die Lupe nimmt.
In seinem Buch erklärt der Autor einfühlsam und gut verständlich, dass geistliche Reife dort entsteht, wo emotionale Gesundheit und geistlicher Tiefgang zusammen kommen. Er berichtet von seiner Reise zu einer Beziehung mit Gott, die echt und stark ist. Echt, weil sie unter die Oberfläche blickt und der eigenen Vergangenheit, den Schwächen und Wunden nicht länger ausweicht.
Stark, weil der Glaube ein festes Fundament und gesunde Ausdrucksformen gefunden hat. Dazu gehören die regelmäßige Bibellese, das ehrliche Gebet, die Abhängigkeit vom Heiligen Geist, die Einbettung in tragende Beziehungen etc.
Ein hilfreiches Buch für alle Christen, die einen ehrlichen Glauben mit Tiefgang finden wollen!

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Wir nutzen die Zeit, um einander zu erzählen, wer wir sind, woher wir kommen und was wir arbeiten. Max, einer der Pastoren, erzählt, dass er sich gerade in einer Phase der Neuorientierung befindet. Er überlegt, wieder in seinen alten Beruf als Ingenieur zu wechseln. Ich werde neugierig und frage ihn: »Was bewegt dich dazu?« Max, von dem ich noch nicht viel mehr als den Namen kenne, zögert einen Moment. »Das ist eine längere Geschichte«, sagt er schließlich, »ich weiß gar nicht, wo ich da am besten beginne.« Dann erzählt er seine Geschichte. Während Max erzählt, ist es mucksmäuschenstill im Wagen. Man hört nur seine Stimme, zuerst stockend, dann immer fließender. Und im Hintergrund das Dröhnen des alten Opels, der mit 140 Stundenkilometern durch Deutschland braust.

Max erzählt von Schlafstörungen, die ihn seit mehreren Monaten quälen. Von Tagen, an denen er wie gelähmt ist und kaum arbeiten kann. Dann ist er schon nach zwei Stunden Arbeit völlig erschöpft und hat auch für einfache Aufgaben kaum mehr Energie. Vor einigen Wochen begannen die Rückenschmerzen. Als er kaum noch sitzen kann, sucht er den Arzt auf. Es gibt mehrere Untersuchungen, weil der Arzt zunächst nicht herausfindet, welches die Ursachen von Max’ gesundheitlichen Problemen sind. Schließlich diagnostiziert sein Arzt massive Störungen im vegetativen Nervensystem. Er bekommt entsprechende Medikamente und ein Aufbautraining für seinen Rücken. Als sich der Zustand von Max trotz medikamentöser Behandlung nicht verbessert, raten ihm sein Arzt und Freunde zu einer beruflichen Neuorientierung. Das ist für Max ein sehr schwieriger Gedanke. Seit 15 Jahren ist er Pastor. Es ist der Beruf seiner Träume. Er kann sich nicht vorstellen, wieder als Ingenieur zu arbeiten, unter anderem auch deshalb nicht, weil er nicht weiß, wie er die massive digitale Entwicklung innerhalb seiner Branche aufholen soll. Nun kommt zu seinen gesundheitlichen Problemen noch die existenzielle Sorge um seinen Beruf und den Lebensunterhalt seiner Familie hinzu.

Ich höre zu, wie Max erzählt, und versuche, ihn zu verstehen. Es gelingt mir nicht. Ich selber bin noch jung, keine dreißig Jahre alt. Gerade habe ich eine neue Tätigkeit im Seminardienst einer christlichen Organisation begonnen. Ich sprühe vor Energie und bin wieder neu motiviert, mich für Gott und seine Sache zu engagieren. Für das, was Max von sich erzählt, existiert in meinem Denken und in meiner Erfahrung noch kein Zuordnungsraster. Ich kann darum nicht nachvollziehen, wie es dazu kommen kann, dass Christen sich so sehr in ihrem Dienst verausgaben, dass sie dabei ihre Gesundheit verlieren. Und dann fehlt mir vor allem Einfühlungsvermögen, um verstehen zu können, wie es zu einer Situation wie dieser kommen kann. In mir ist viel Überheblichkeit und Stolz. Natürlich ist mir das in diesem Moment nicht bewusst. Im Stillen aber wundere ich mich verständnislos über so viel falsch verstandenes christliches Dienstverständnis, das einen solchen Kollaps provoziert hat. Ein beinahe ruinierter Körper, psychische Probleme – das alles ist für mich zum damaligen Zeitpunkt Ausdruck eines grundlegenden Versagens. Irgendwo muss es im Leben von Max noch ein anderes Leck geben. Ein unstabiler Glaube vielleicht? Oder ungelöste persönliche Probleme? Vielleicht auch eine fehlende Sensibilität im Umgang mit sich selbst. Oder doch psychische Schwierigkeiten?

Wie gesagt, ich bin nicht fähig, die Situation von Max zu erfassen und einzuordnen. In meinen Gedanken macht sich eine selbstgerechte Verständnislosigkeit breit. Es kann doch unmöglich Gottes Wille sein, dass ein Christ dermaßen an die Grenzen kommt. Weshalb geben Menschen wie Max der übernatürlichen Kraft Gottes in ihrem Leben nicht mehr Raum? Weshalb rechnen sie nicht mit seiner heilenden, wiederherstellenden Kraft? Es kann nicht sein, dass von Gott bevollmächtigte Mitarbeitende auf einmal ihren Dienst quittieren müssen, weil solche unnötigen Hindernisse sie schachmatt setzen!

So wie ich damals über die Situation von Max rätselte, so rätsle ich heute über mich selbst und über die Art, wie ich damals dachte. Ich war kurzsichtig und unbarmherzig. Und vor allem unerfahren. Ich meinte, solche Situationen mit meinem geistlichen Scharfblick beurteilen zu können, und merkte nicht, wie unreif ich darin war.

Nur wenige Jahre später korrigierte mich Gott auf schmerzliche Weise. Diesmal war ich selbst an der Reihe. Auf einmal war ich in der Situation von Max. Innerhalb weniger Wochen zerbrach meine unreife fixe Vorstellung vom unerschütterlichen Leiter Gottes, der ich sein wollte. Noch lange wollte ich es nicht wahrhaben, dass es nun mich selbst erwischt hatte. Mit allen Kräften versuchte ich, mich dagegen zu wehren und die Katastrophe zu verhindern. Ohne Erfolg.

Was war geschehen? Ich war inzwischen vier Jahre in der Seminararbeit eines bekannten christlichen Werkes tätig. Ich schulte Mitarbeitende verschiedener Gemeinden und führte Seminare und Beratungen durch. Daneben unterrichtete ich teilzeitlich an einer theologischen Ausbildungsstätte.

Seit etwa zwei Jahren war ich in meiner Arbeit so richtig ausgelastet. Ich genoss es, Einblick in verschiedene Gemeinden zu haben und sie mit meinen Seminaren ein Stück begleiten zu können. Nebenberuflich nahm ich ein weiterführendes Theologiestudium in Angriff, um mich in meiner Lehrtätigkeit weiterentwickeln zu können.

Auch unser Familienleben war in Bewegung. Ich war sehr glücklich mit Karin, einer temperamentvollen Ostfriesin, verheiratet. Gerade war Fabienne, unsere zweite Tochter, geboren. Wir wohnten zusammen mit zwei Singles und einem Ehepaar als Lebensgemeinschaft in einem Mehrfamilienhaus. Im Nachbarort befand sich ein Frauengefängnis. Unsere Lebensgemeinschaft war mit der Absicht gegründet worden, Frauen in und nach dem Strafvollzug zu begleiten. Neben der Betreuung inhaftierter Frauen nahmen wir strafentlassene Frauen so lange bei uns auf, bis sie wieder selbstständig leben und arbeiten konnten.

Inmitten dieser intensiven Lebensphase kam ich langsam an meine Grenzen. Es begann mit Atemschwierigkeiten auf meinen regelmäßigen Joggingrunden. Als ich schon nach zehn Minuten meinen Lauf keuchend und nach Luft japsend abbrechen musste, ging ich zum Arzt. Dieser diagnostizierte eine leichte Form von Asthma. Er riet mir zu einer medikamentösen Kur. Ich lehnte die Einnahme von Medikamenten ab. Es war ja nur leichtes Asthma. Der Gedanke, aufgrund einer Krankheit regelmäßig auf Medikamente angewiesen zu sein, gefiel mir überhaupt nicht. Er passte nicht in mein Bild des vitalen, energiegeladenen Leiters. Also verdrängte ich die nun auftauchende Irritation.

Langsam, zunächst fast unmerklich, kamen weitere Symptome dazu. Ich konnte nicht mehr so gut schlafen wie früher. Tagsüber war ich sehr aufgedreht und explodierte fast vor Energie. Am Feierabend hatte ich immer noch das Bedürfnis zu arbeiten. Ich schrieb Berichte, bereitete Seminare vor oder las bis tief in die Nacht berufsbezogene Fachbücher und Zeitschriften. Wenn die Kinder im Bett lagen, feilte ich noch stundenlang an einem Vortrag weiter oder erledigte Telefonate.

In dieser Zeit war ich auffallend oft erkältet. Manchmal dauerte es wochenlang, bis ich einen harmlosen Schnupfen wieder los war. Eines Tages kamen stechende Schmerzen in der Herzgegend dazu. Zeitweise spürte ich dieses Stechen bis in die linke Hand herunter. Wenn ich mein Büro betrat, fing mein ganzer Körper seltsam zu kribbeln an. Dieses Kribbeln hörte nicht auf, wenn ich das Büro verließ. Es hielt an, wurde manchmal etwas schwächer und nahm dann wieder zu.

Und dann kamen diese grausamen Angstattacken. Entweder konnte ich nicht einschlafen oder erwachte mitten in der Nacht. Und dann war da plötzlich nackte Angst. Eine abgrundtiefe, dunkle Angst. Diffus, rational völlig unbegründet und nicht nachvollziehbar. Aber voll destruktiver Energie – ein unwiderstehlicher Sog in die Tiefe. Es war die Angst zu versagen. Einen Termin nicht einhalten zu können. Die Angst, meine Arbeit nicht bewältigen zu können. Die Angst, mich vor meinen Studierenden zu blamieren. Seltsamerweise war diese Angst tagsüber oft wie weggeblasen. Aber nachts krallte sie sich wie ein schwarzer Dämon in meinen Gedanken und Gefühlen fest.

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