Carsten Hensel - Wladimir Kramnik

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Wladimir Kramnik gilt als einer der größten Schachspieler aller Zeiten. Von 2000 bis 2007 hielt der Russe den Titel des klassischen Schachweltmeisters. Er trug maßgeblich zur Wiedervereinigung der Schachwelt bei und setzte Trends in der Eröffnungstheorie. Auch heute noch ist Kramnik einer der weltbesten Spieler. Dieses Buch erzählt seine Geschichte und gewährt eine aufregende Sicht hinter die Kulissen der Schachwelt. Dazu kommen Kommentare Kramniks zu den wegweisenden Partien seiner Karriere sowie ein ausführlicher Anhang mit u. a. sämtlichen WM-Partien Kramniks.

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Die Spielbedingungen und die Gagen hatten sich in dieser Periode des Profischachs erheblich verbessert – Bobby Fischer sei Dank, denn er hatte mit seinen Forderungen Maßstäbe gesetzt und die Veranstalter gezwungen, Bedingungen zu verändern und besonders die Interessen der Spieler viel mehr zu respektieren. Fischer wurde oft als verrückt bezeichnet. Im professionellen Sinne war er das keineswegs, auch für Wladimir Kramnik nicht. Die Topgroßmeister profitieren bis in die Gegenwart von seinen Initiativen. Fischers Nachfolger Anatoli Karpow und Garri Kasparow griffen den Ball auf, und ihre WM-Kämpfe taten ein Übriges zur Popularisierung. Ende der 1980er, Anfang der 1990er Jahre hätte man – ähnlich wie im Tennis (ATP) oder Golf (PGA) – den Grundstein für eine blühende Zukunft des Profischachs legen können. Dass diese gewaltige Chance verpasst wurde, lag einzig und allein am Weltverband.

Natürlich war der damalige Weltmeister Garri Kasparow ein schwieriger Partner. Schon 1985 zeigte er mit der Gründung der Großmeistervereinigung GMA erste Tendenzen zur Ablösung vom Weltverband, die er dann 1993 endgültig in die Tat umsetzte. Kasparow hatte jedoch gute Gründe, denn die FIDE verstand schon damals wenig bis gar nichts von der Vermarktung des Weltmeisterschaftszyklus und weiterer Topevents. Daran hat sich bis heute nicht sehr viel geändert, auch nicht hinsichtlich der zuweilen amateurhaften Präsentation und Organisation dieser Veranstaltungen.

Durch den Einzug der Computer in die Schachwelt veränderte sich die Atmosphäre Zug um Zug zum Negativen. Die Tendenz, sich großer Schachdatenbanken auf der jeweils aktuellsten Hardware zu bedienen, wurde zu Beginn der 1990er Jahre von Garri Kasparow mit Unterstützung der Firma ChessBase stark vorangetrieben. Kasparow war der Erste, der das Potenzial der neuen Entwicklung frühzeitig erkannte und die Rechner nutzte wie kein anderer. Seine Eröffnungsvorbereitung verschaffte ihm damit jahrelang einen Vorsprung gegenüber seiner Konkurrenz. Was er damals begann, ist heutzutage so selbstverständlich wie die Schachregeln selbst.

Der moderne Großmeister nutzt jede freie Minute für seine Eröffnungsvorbereitung mit dem Rechner. Gespräche und die Partieanalysen post mortem gibt es kaum noch. Die Schachsoftware ist mittlerweile selbst auf einem einfachen Notebook dem Weltmeister überlegen. In der Folge sind die Spielsäle meist nur spärlich besucht, weil auch das Publikum überwiegend lieber zu Hause vor dem Rechner sitzt, um die Partien im eigenen Wohnzimmer zu verfolgen. Sogar gestandene Schachjournalisten raffen sich immer weniger auf, vom Ort des Geschehens zu berichten.

Das alles ist nicht sonderlich attraktiv für kommerzielle Sponsoren. Es ist allerhöchste Zeit, dass es in einigen Bereichen ein drastisches Umdenken beim Weltverband und auch den freien Veranstaltern gibt. Zeitversetzte Internetübertragungen sowie hohe Qualitätsstandards hinsichtlich der Organisation und der Präsentation von Topereignissen sollten zwingend eingeführt werden. In den allermeisten Fällen erfüllen sie die Ansprüche an eine zeitgemäße Vermarktung nämlich nicht.

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Aber zurück zu Wladimir Kramnik: Als er 1992 seinen unaufhaltsamen Aufstieg in die Weltspitze mit Turniersiegen in Gausdal/Norwegen, beim Dortmund-Open und in Chalkidiki/Griechenland begann, war die Schachwelt noch in Ordnung. Für die Schacholympiade in Manila hatte ihn Garri Kasparow empfohlen. Auch Michail Botwinnik und Juri Rasuwajew zählten zu Kramniks Befürwortern. Seine Nominierung wurde innerhalb des russischen Schachverbands dennoch heiß diskutiert und löste teilweise heftige Kritik aus.

In Russland gab es damals 40 Großmeister, und Kramnik war dieser Titel noch nicht einmal verliehen worden. Er hätte noch mehrere Jahre bei den Juniorenturnieren dieser Welt spielen können, und nun brachte er die komplette Hierarchie durcheinander. Erschwerend kam hinzu, dass durch den Zusammenbruch der Sowjetunion den Russen mit der Ukraine, Armenien oder Lettland neue, starke Gegner bei Olympiaden und Team-WMs erwachsen waren. Ein Abonnement auf Goldmedaillen gab es fortan nicht mehr.

Kramnik durfte dennoch spielen und rechtfertigte das Vertrauen in einer Weise, dass selbst seine größten Kritiker Abbitte leisten mussten. Mit acht Siegen und einem Remis trug er an Brett vier wesentlich zum Mannschaftsgold der Russen bei. Am 25. Juni 1992, seinem 17. Geburtstag, wurde ihm das olympische Einzelgold für die beste Performance am vierten Brett verliehen. Sein Aufstieg in die erweiterte Weltspitze war so rasant, dass der FIDE keine Zeit blieb, ihm die Titel des Internationalen Meisters und des Großmeisters nacheinander zu verleihen. In Manila bekam er dann beide Titel gleichzeitig: ein Novum bis zum heutigen Tag.

In diesen Monaten des Jahres 1992 wurde der Schachwelt auch außerhalb Russlands das immense Talent Kramniks sehr präsent. Er war unverbraucht, enorm kreativ und bereits ausgestattet mit überragender Technik. Er gehörte de facto schon zu dieser Zeit zu den besten zehn Schachspielern der Welt. Offiziell tauchte er in den Top Ten der FIDEWeltrangliste dann erstmals am 1. Januar 1993 auf, und zwar gleich an Position sechs. Bis November 2014, als er nach einem kleinen Tief kurzzeitig auf Platz elf abrutschte, sollte er in den folgenden 22 Jahren den erlauchten Kreis der zehn Spitzenspieler nicht mehr verlassen.

Was Wladimir noch fehlte, war eigentlich nur die direkte Auseinandersetzung mit den absoluten Spitzenspielern. Bei Topturnieren und Schachweltmeisterschaften dauerhaft zu bestehen, sich dann weiterzuentwickeln, um irgendwann das volle Potenzial auszuschöpfen: Das war Kramniks Berufung, wenn auch die volle Entfaltung seiner Möglichkeiten noch einige Jahre auf sich warten lassen sollte.

Schon Ende 1992 intensivierten sich seine Kontakte zu Deutschland. Neben der fortan regelmäßigen Teilnahme an den Dortmunder Schachtagen verpflichtete ihn der Schachbundesligist Empor Berlin. Dort stieg er schnell zur Nummer eins auf und blieb im ersten Jahr bei acht Bundesligawettkämpfen ungeschlagen.

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1993 war auch das Jahr, in dem er erste Matcherfahrungen sammelte. In Cannes gewann er mit 4,5:1,5 leicht ein Duell gegen den französischen Spitzenspieler Joël Lautier. Mit dem gleichen Ergebnis besiegte er den Spanier Miguel Illescas. Mit Auxerre wurde er französischer Meister. In den Superturnieren von Dortmund und Belgrad belegte er jeweils ungeschlagen den zweiten Platz. Das Turnier in Madrid gewann er geteilt mit Wesselin Topalow und Viswanathan Anand. Nichts schien ihn mehr aufhalten zu können. In diesem Jahr besuchte ich die Turniere in Linares, Madrid, Tilburg und Groningen. Immer besser lernte ich die Szene und auch Wladimir Kramnik persönlich kennen.

Zwischenzeitlich hatte sich der Weltmeister Garri Kasparow endgültig mit der FIDE überworfen und die Spaltung herbeigeführt. Er besiegte in London den Engländer Nigel Short mit 12,5:7,5. Der Weltverband FIDE hatte ihm zwar den Titel entzogen, aber jedermann respektierte den Russen weiterhin als den wahren Schachweltmeister. Unter der aus Anlass ihres WM-Kampfes gegründeten »Professional Chess Association« – kurz PCA – veranstalteten Kasparow und Short mit Unterstützung des Titelsponsors Intel zunächst erfolgreich ihren eigenen Weltmeisterschaftszyklus.

1994 gelang Kramnik der erste Sieg in einer Turnierpartie gegen Garri Kasparow in Linares. Es war ein erster Meilenstein in Richtung London 2000, dem WM-Kampf der beiden russischen Spitzenspieler. In der Szene begann man bereits zu diskutieren: Würde sein außergewöhnliches Potenzial ihn bis zum WM-Titel führen? Die erste Partie gegen den Weltmeister zu gewinnen, noch dazu in einem so wichtigen Turnier, verlieh Kramnik ungeheures Selbstvertrauen. Fortan ließ er sich von Kasparow, im Gegensatz zu allen anderen Spitzenspielern, nicht mehr beeindrucken. Er sollte in der Zukunft zu Kasparows Nemesis werden. Einst würde er ihm den Titel abnehmen und bei Beendigung der Kasparow’schen Karriere gegen ihn eine positive Bilanz im seriösen, klassischen Schach vorweisen.

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