Carsten Hensel - Wladimir Kramnik

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Wladimir Kramnik gilt als einer der größten Schachspieler aller Zeiten. Von 2000 bis 2007 hielt der Russe den Titel des klassischen Schachweltmeisters. Er trug maßgeblich zur Wiedervereinigung der Schachwelt bei und setzte Trends in der Eröffnungstheorie. Auch heute noch ist Kramnik einer der weltbesten Spieler. Dieses Buch erzählt seine Geschichte und gewährt eine aufregende Sicht hinter die Kulissen der Schachwelt. Dazu kommen Kommentare Kramniks zu den wegweisenden Partien seiner Karriere sowie ein ausführlicher Anhang mit u. a. sämtlichen WM-Partien Kramniks.

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Botwinnik hatte zu dieser Zeit schon erhebliche Probleme hinsichtlich seiner Sehkraft und seines Gehörs. Er schien mir ein sehr bescheidener Mensch, der gleichzeitig wissbegierig war und uns in dem halbstündigen Gespräch viele Fragen stellte. Ich traf ihn nie wieder, Michail Botwinnik starb am 5. Mai 1995 in Moskau.

Übrigens feierten wir nach dem Turnier in Reggio Emilia mit dem damals 23-jährigen indischen Super-Großmeister und Weltmeisterschaftskandidaten Viswanathan Anand dessen Gesamtsieg. Anand war zu dieser Zeit noch unverheiratet und an der Seite von Albert Toby, der ihn in vielen Angelegenheiten unterstützte. Zu dieser Zeit ging es im Profischach noch ziemlich familiär und persönlich zu.

Jürgen Grastat und ich besuchten anschließend noch eine Diskothek im Zentrum von Reggio Emilia. Plötzlich wurde die Tür aufgerissen und die Tanzfläche von Bodyguards geräumt. Es erschien Grace Jones in einem pelzartigen Outfit. Die Sängerin und Schauspielerin war damals auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. So führte sich die Popikone auch auf. Sie hielt zwei oder drei Solotänzchen ab, und als sie nicht mehr genügend Aufmerksamkeit erregte, zog sie beleidigt wieder ab. Die italienische Jugend durfte weitertanzen.

Wladimir begann schon während des Jahres 1987 sein Ausnahmetalent und die Sicht Botwinniks weiter zu bestätigen. Mit nur zwölf Jahren gewann er die U16-Meisterschaft der UdSSR im aserbaidschanischen Baku durch einen Sieg in der allerletzten Partie gegen Sergei Schilow. Er befand sich in einer »Must-Win-Situation« und löste die Aufgabe bravourös. Dem blitzsauberen Schwarzsieg ging ein beeindruckendes Damenopfer voraus. Schon als Kind zeigte sich eine einzigartige Fähigkeit. Kramnik ist in der Lage, in den wirklich entscheidenden, allerletzten Momenten eines Wettbewerbs seine Kräfte zu bündeln, um wie auf Bestellung zuzuschlagen. Diese Stärke spielte er auch in seiner späteren Karriere in wirklich wichtigen Situationen wiederholt aus, und sie ermöglichte ihm gar zwei Titelverteidigungen im Rahmen seiner WMKämpfe.

1989 führte ihn eine seiner ersten Auslandsreisen nach Aguadilla (Puerto Rico). Dort belegte er bei der U14-WM den zweiten Platz hinter dem Bulgaren Wesselin Topalow. Mit nur 15 Jahren gewann er 1990 die russische Meisterschaft in Kuibyschew. Es war das Jahr, in dem der aktuelle Schachweltmeister Magnus Carlsen aus Norwegen das Licht der Welt erblickte. 1991 holte sich Wladimir den geteilten ersten Platz beim Turnier junger sowjetischer Meister in Cherson. Im gleichen Jahr gewann er die Junioren-Weltmeisterschaft im brasilianischen Guarapuava mit neun Punkten aus elf Partien. Bei sieben Siegen und vier Remis blieb er dabei ungeschlagen.

Die ersten 16 Jahre in Kramniks Leben waren schachlich natürlich geprägt von den großen WM-Kämpfen zwischen Karpow und Kasparow, die sich zwischen 1984 und 1990 fünf große Duelle lieferten.

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1991 war Kramnik erst 16 Jahre alt, und schon zu diesem für einen Schachprofi extrem frühen Zeitpunkt stand er kurz vor seinem internationalen Durchbruch. Es war das Jahr, in dem ich den damaligen Schachweltmeister Garri Kasparow bei der CEBIT in Hannover, seinen Vorgänger Anatoli Karpow und die drei Polgár-Schwestern an der Seite ihres rührigen Vaters erstmals traf.

Im gleichen Jahr erlebte ich mein erstes wirklich großes Schachereignis. In Brüssel wurden die Kandidatenwettkämpfe im Radisson SAS vom SWIFT-Manager Bessel Kok organisiert. Vor Ort sahen wir die unsterbliche Partie des aus Russland stammenden Weltklassespielers Artur Jussupow gegen Wassili Iwantschuk (Ukraine). Es war die Zeit, in der ich Dr. Helmut Pfleger, Großmeister und bekannter TVModerator, und viele andere Größen der Schachszene traf.

Während wir in Brüssel mit der Organisation einer Pressekonferenz zu tun hatten, fand gleichzeitig an Kramniks Wohnsitz in Moskau ein Putsch gegen Michail Gorbatschow statt. Im August 1991 zeigten Panzer Präsenz auf dem Roten Platz, und das Weiße Haus wurde beschossen. Der Putsch einiger machtvoller Funktionäre der Kommunistischen Partei scheiterte nach wenigen Tagen, aber er läutete das endgültige Ende der Sowjetunion ein. Am 25. Dezember 1991 trat Gorbatschow zurück, und das Ende der UdSSR wurde beschlossen. Die Rechtsnachfolge trat die Russische Föderation an, die von Boris Jelzin angeführt wurde.

Um ein Gefühl für die Situation Anfang der 1990er Jahre in Russland zu vermitteln, ist die Geschichte des schon erwähnten Großmeisters Artur Jussupow ein zwar extremes, aber durchaus treffendes Beispiel. Der Eiserne Vorhang war gefallen. Wir im Westen waren voller Euphorie, den Kalten Krieg überwunden zu haben. Die Zeche aber zahlten die Menschen im Osten, ganz besonders in Russland. Den Verfall des Gewaltmonopols des russischen Staates konnte man besonders in der Hauptstadt tagtäglich erleben. Folgerichtig galt dort nur noch das Recht des Stärkeren. Ein staatlicher Schutz vor kriminellen Machenschaften war praktisch nicht mehr vorhanden.

Jeder war auf sich allein gestellt und musste zusehen, wie er klarkam. In dieser Zeit reiste ich mehrfach nach Moskau. Ohne die Hilfe der Einheimischen war dies ein hochgradig gefährliches Unterfangen. Um meine Sicherheit bemühte sich gewissenhaft Alexander Bach, ehemaliger Direktor des russischen Schachverbandes, denn für Menschen aus dem Westen, mit US-Dollar oder Deutscher Mark in der Tasche, war die Situation schlicht und einfach lebensgefährlich. Zweimal sind während meiner Aufenthalte Geschäftsleute vor den Hotels Belgrad und Kosmos durch Überfälle ums Leben gekommen.

In jener Zeit klingelte es an der Wohnungstür von Artur Jussupow. Er war gerade von einem Münchner Turnier mit seinem Preisgeld zurückgekehrt. Als er öffnete, standen junge Männer davor und zeigten Polizeiausweise. Dann zogen sie Messer und Pistole. An Artur vorbei stürmten sie in die Wohnung. Ein Bauchschuss traf ihn, er wurde gefesselt. Sein Preisgeld, von dem er 50 Prozent an das Sportkomitee abzuliefern hatte, lag noch auf dem Küchentisch. Sie nahmen es und dazu mehrere elektronische Geräte. Artur war lebensgefährlich verletzt und wurde einfach liegen gelassen. Die Täter wurden nie ermittelt. Zum Glück überlebte dieser große Spieler und Mensch. Nach seiner Genesung emigrierte er nach Deutschland, wo er sich sicher fühlen konnte. Er war nicht der Einzige, der auswanderte. Allein in der deutschen Schachbundesliga spielten in der Saison 1991/92 mehr als 20 Großmeister aus der ehemaligen Sowjetunion.

LICEW, ALEXANDER – KRAMNIK, WLADIMIR

Tuapse 1985, Bedenkzeit: klassisch

1. e4 c5 2. Sf3 e6 3. d4 cxd4 4. Sxd4 Sc6 5. Le2 Sf6 6. Sc3 d6 7. Le3 Le7 8. 0-0 0-0 9. Dd2 a6 10. f4 Dc7 11. a4 Td8 12. Kh1 Sa5 13. g4 Sc4 14. Dc1 Sxe3 15. Dxe3 Dc5 16. g5 Se8 17. Dd2 Db4 18. Sb3 d5 19. e5 d4 20. Se4 Dxd2 21. Sbxd2 Ld7 22. Ld3 Lc6 23. Kg1 Sc7 24. Sb3 b6 25. Tf3 Tac8 26. Th3 Sd5 27. Th4 Sb4 28. Sbd2 Sxd3 29. cxd3 Ld5 30. Tb1 Tc2 31. b3 Lb4 32. Sc4 Lxe4 33. dxe4 d3 34. Kf1 Td4 35. Th3 d2 36. Td1 Txe4 37. Se3 Tc3 38. Ke2 Lc5 0:1

Wladimir Kramnik:

»Als ich diese Partie spielte, war ich neun Jahre alt. Sie wurde von meinem Gegner etwas naiv angelegt, aber man sollte natürlich berücksichtigen, dass wir noch Kinder waren. Ich finde, dass ich für dieses Alter schon ganz gut gespielt habe: eine logische Partieführung mit Kontrolle des Zentrums. Weiß hat natürlich nicht perfekt agiert, aber mein Spiel war im positionellen Sinne schon ziemlich akkurat.

Das hier ist eine erste Präsentation meines Schachstils. Er ist klassisch. Der Stil eines Spielers ändert sich nie wirklich. Tatsächlich ist es so, dass du mehr oder weniger dein ganzes Leben so spielst, wie du es mit zehn Jahren tust. Die Partien, die ich in diesem Kapitel zeige, präsentieren schon meine ganz spezifische Marke: einen aktiven, positionellen Stil. Ich spiele klassisch und doch ziemlich aktiv. Ich verteidige weniger, attackiere aber mit einem soliden positionellen Fundament.«

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