Carsten Hensel - Wladimir Kramnik

Здесь есть возможность читать онлайн «Carsten Hensel - Wladimir Kramnik» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Wladimir Kramnik: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Wladimir Kramnik»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Wladimir Kramnik gilt als einer der größten Schachspieler aller Zeiten. Von 2000 bis 2007 hielt der Russe den Titel des klassischen Schachweltmeisters. Er trug maßgeblich zur Wiedervereinigung der Schachwelt bei und setzte Trends in der Eröffnungstheorie. Auch heute noch ist Kramnik einer der weltbesten Spieler. Dieses Buch erzählt seine Geschichte und gewährt eine aufregende Sicht hinter die Kulissen der Schachwelt. Dazu kommen Kommentare Kramniks zu den wegweisenden Partien seiner Karriere sowie ein ausführlicher Anhang mit u. a. sämtlichen WM-Partien Kramniks.

Wladimir Kramnik — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Wladimir Kramnik», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Beim Intel Grand Prix der PCA 1994 in Moskau, Paris, New York und London spielte Kramnik alles in Grund und Boden. Er gewann in New York und gleichzeitig auch die Gesamtwertung dieses hoch dotierten Wettbewerbs im Schnellschach, bevor die PCA ein Jahr später in die Brüche ging.

Der Besuch der Schacholympiade 1994 in Moskau im Hotel Kosmos bleibt unvergessen, aber nicht nur in positiver Hinsicht. Dass Russland mit einem weiteren Klasseergebnis Kramniks (acht Punkte aus elf Partien) erneut Olympiasieger wurde, sei am Rande bemerkt. Die Anarchie in Moskau war unter der Präsidentschaft Jelzins immer noch allgegenwärtig. Überfälle vor dem Hotel Kosmos auf dem Weg zur Metro waren beinahe an der Tagesordnung. Vom Hotelzimmer waren in der Nacht ständig Schüsse zu hören. Für die Sicherheit konnte der Kreml offensichtlich nicht garantieren, dafür musste man schon selbst sorgen.

Anatoli Karpow und Garri Kasparow waren zu dieser Zeit sehr in die Schachpolitik involviert. Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang an die legendäre Einladung Anatoli Karpows. Man war einfach froh, ein wenig Abwechslung vom hermetisch abgeriegelten Hotel Kosmos zu bekommen. Bei minus 30 Grad warteten wir auf einen Bus, der etwa 50 Leute in eine kleine Moskauer Diskothek am Rande der City brachte. Die Diskothek war von etwa 30 Sicherheitsleuten komplett mit halbautomatischen Waffen gesichert. Auf dem Dach des Gebäudes befand sich zusätzlich eine Einheit, die im Ernstfall ein Maschinengewehr bedienen würde. Ein wenig mulmig war uns allen, aber wir wurden dafür entschädigt. Karpow – der damals erfolglos versuchte, den Franzosen Bachar Kouatly als FIDE-Präsidenten durchzudrücken – ließ sich nicht lumpen. Für unsere kleine Gesellschaft gab es kiloweise Kaviar, den feinsten Champagner und akrobatische Vorführungen des Moskauer Staatszirkus.

Wie Moskau damals »tickte«, lässt sich an einem Beispiel verdeutlichen. Der normale Eintrittspreis für das Bolschoi-Theater betrug rund 100 Rubel, was einem Gegenwert von drei, vier US-Dollar entsprach. Kaufen konnte man Karten auf normalem Weg jedoch nicht, denn die Vorstellungen waren offiziell immer ausverkauft. Irgendwann habe ich einfach auf dem Schwarzmarkt die verlangten 120 Dollar gegeben. Als ich dann in dieses weltberühmte Theater kam – es wurde wie üblich Schwanensee zur Musik von Tschaikowski aufgeführt –, sah ich den krassen Gegensatz eines ausverkauften Hauses mit seinen fast 2.000 Plätzen. Höchstens 300 Zuschauer waren tatsächlich anwesend. Ich habe hinterher erfahren, dass gewisse Organisationen die kompletten Kartenkontingente für die gesamte Saison aufkauften, um diese dann schwarz an die Meistbietenden zu vermarkten. Wenn niemand bezahlte, blieb die Vorstellung eben leer. Der Durchschnittsrusse hatte selbstredend zu dieser Zeit überhaupt keine Möglichkeit mehr, sein Bolschoi zu besuchen.

картинка 1211

Beide Schach-Organisationen – PCA wie FIDE – begannen 1994 mit einem neuen WM-Zyklus. Kramnik stieg als Weltranglistendritter mit einem Sieg bei den von der FIDE organisierten Kandidatenwettkämpfen ein. Im holländischen Wijk aan Zee gewann er mühelos gegen den für Israel antretenden Großmeister Leonid Judassin mit 4,5:1,5. Bis dahin lief alles wie geschmiert, dann folgten zwei Niederlagen, die den 19-Jährigen wie Hammerschläge trafen.

Zunächst verlor er im Viertelfinale der PCA-WM mit 1,5:4,5 gegen seinen Landsmann Gata Kamsky und gleich danach bei der konkurrierenden FIDE mit 3,5:4,5 gegen Boris Gelfand, der damals noch für Weißrussland startete. Wladimir galt in beiden Wettkämpfen als klarer Favorit. Naturgemäß fehlte dem jungen Kramnik noch einiges an Erfahrung in diesen Wettkämpfen, aber es gab auch noch andere Gründe für das Scheitern. Einer war sein Lebenswandel, denn dieser war zu jener Zeit alles andere als professionell.

Mitte der 1990er Jahre lernte Wladimir den deutschen Metallhändler Josef Resch kennen. Resch, der in der ehemaligen Sowjetunion groß geworden war und nach einem Studium der Betriebswirtschaft in Deutschland wieder in Moskau lebte, sprach natürlich fließend Russisch. Er kannte die Mentalität der Leute und gewann das Vertrauen Kramniks. Wladimir besaß einerseits mit seinen 20 Jahren die intellektuelle Reife und Bildung eines erwachsenen Mannes, andererseits fehlte ihm noch einiges an Erfahrung im Umgang mit dem kapitalistischen System des Westens. Außerdem galt es, an einigen Schwächen zu arbeiten, die ihn noch daran hinderten, schachlich sein ganzes Potenzial abzurufen.

Resch beschreibt die Probleme so: »Wolodja hatte immer Hunger, sich aber schlecht ernährt, ganz oft aus der Dose. Er hatte damals in Moskau eine Dreieinhalbzimmerwohnung, und ständig lebten dort irgendwelche Leute und übernachteten.« Er sei erst früh morgens ins Bett gegangen und frühestens um 14 Uhr aufgestanden. »Aber das ist nicht das Schlimmste gewesen. Das Schlimmste war, dass er sich überhaupt nicht um seine körperliche Verfassung gekümmert und einen chaotischen Lebenswandel geführt hat«, erinnert sich Resch.

Kramnik hat Josef Resch einiges zu verdanken. Im Gegensatz zu vielen anderen Menschen, denen Wladimir begegnete, hatte Resch kein finanzielles Interesse, war offen und ehrlich zu ihm. Resch kritisierte die ungesunde Lebensweise und erklärte ihm auch, dass er sich selbst um sein Vermögen kümmern müsse, weil er sonst nie eines besitzen würde. Er sagte ihm ganz direkt: »Bei diesem Lebenswandel wirst du niemals Weltmeister.« Kramnik verstand natürlich, blieb aber zunächst stur. Es sollte noch Jahre dauern, bis er sein Leben tatsächlich ändern würde.

Dafür brauchte er die große Herausforderung, die er 2000 mit Kasparow bekommen sollte. Ein weiteres Problem verstärkte sich mehr und mehr: Er bekam in Russland keine Ruhe mehr. Dort war er schon ein Star und wurde von vielen Menschen umgeben – auch von denjenigen, die einzig und allein auf ihren schnellen Vorteil aus waren. Populäre Menschen wie Kramnik, denen es nicht leicht fällt, klar nein zu sagen, können sich ihnen kaum entziehen. Eine Fokussierung auf die weitere Karriere ist dann kaum noch möglich, und oft genug ist dies der Anfang vom Ende.

Noch aber sah Kramnik keine Probleme. 1993 sagte er über sich selbst: »Ich bin nicht sehr ehrgeizig, das liegt in meiner Natur.« Für seine Verhältnisse arbeitete er durchaus hart, aber eben nicht konzentriert genug. Er war ein starker Analytiker, schon damals brachte er mit wissenschaftlicher Akribie die Schachtheorie voran. Wladimir glaubte an korrektes Schach, an die Schönheit des Spiels. Sein Leben war zu dieser Zeit genauso, wie er es sich vorgestellt hatte: Er lebte wie ein Bohemien, sein junger Körper machte das alles noch mit, und er fühlte sich rundherum wohl.

Doch langsam, aber sicher fand eine Transformation statt, wobei er immer wieder von seinem Mentor Resch ermuntert wurde. Als Reaktion auf seine Matchniederlagen 1994 gegen Kamsky und Gelfand explodierte Kramnik im Jahr 1995: Wladimir triumphierte erstmals in Dortmund, danach in Horgen (Schweiz) und in Belgrad. Seine Leistung für Empor Berlin in der Bundesliga war unglaublich beeindruckend. Am ersten Brett legte er sieben Siege bei drei Remis hin. Die deutsche Schachöffentlichkeit war von dem jungen Russen begeistert.

картинка 1312

Doch es war nicht alles Gold, was glänzte. Wladimir Kramnik vertraute Mitte der 1990er Jahre hin und wieder den falschen Leuten. Um den Großteil seines bis dato erspielten Vermögens von knapp 400.000 Mark wurde er betrogen. Im Beisein eines bekannten Berliner Schachjournalisten hatte er ein Bankkonto in Berlin eröffnet. Vollmacht dafür bekam laut Kramnik ein Betreuer des Berliner Schachbundesligisten Empor. Kramnik hatte mehrfach im Ausland befreundeten Schachspielern aus Deutschland Schecks und Bargeld mit der Bitte übergeben, diese an den Bevollmächtigten weiterzuleiten, der die Einzahlungen auf sein Konto vornehmen sollte. Lange glaubte Wladimir, dass sein Vermögen sicher auf diesem Bankkonto liege, jedoch sah er davon nie wieder einen Pfennig.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Wladimir Kramnik»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Wladimir Kramnik» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Wladimir Kramnik»

Обсуждение, отзывы о книге «Wladimir Kramnik» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x