Lise Gast - Die Sache, die man Liebe nennt

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Die Sache, die man Liebe nennt: краткое содержание, описание и аннотация

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Weil Lex der Meinung ist, dass ihr Freund Jochen Achtung und Zuversicht verdient, akzeptiert sie seinen Heiratsantrag. Mit grosser Verantwortung bereitet Jochen das gemeinsame Leben der beiden vor, worin Lex Leidenschaft für das Reiten allerdings keinen Platz mehr hat… Denn Jochen macht sich Sorgen, dass seiner zukünftigen Frau beim Reiten etwas zustossen könnte. Tatsächlich? Oder ist Jochen etwa nur eifersüchtige auf die Lexs Liebe zu den Pferden? Lex lässt sich aber nicht einschränken und nimmt trotz Jochens Bedenken an einem Reitlehrerkurs teil, wo sie Tim trifft, der genauso fühlt wie Lex.... – eine bezaubernde Liebesgeschichte beginnt. Lesenswert!-

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»Ja. In Amerika bewundern sie ein Haus, das achtzig Jahre alt ist – und in Lauterbach wird bald das Vierhundert-Jahre-Jubiläum gefeiert«, sagte Uli.

»Unsere Kreisstadt ist achthundert Jahre alt. Achthundert und ein paar dazu. Ich ging noch in die Schule, da wurde das Fest begangen. Alle reitbaren Pferde von Lauterbach hatte unser Reitverein geborgt, es waren über achtzig. Dieser Festzug! Alle Reiter in historischen Kostümen, sie ritten paarweise, und unser Reitleiter mit dem Dreispitz ...« Ich begann, Einzelheiten zu schildern. »Eine von uns hatte – ja?« fragte ich, wie erwachend. Der Wagen hielt. Ich sah verwundert um mich.

»Wir sind da«, sagte Jochen.

»In Lauterbach? Ich dachte ...«

Uli trat aufs neue, diesmal so derb sie konnte. ›Bist du bescheuert, holde Braut?‹ hieß dieser Tritt. ›Wenn wir schon ans Ziel unserer Reise kommen, dann mach bitte deine verklärten Glotzbibberle auf!‹

»Ach so, entschuldige.« Und dann, mit einem unterdrückten Schrei: »O Jochen, das kann doch nicht wahr sein! Ist das etwa das Haus?«

»Zu dienen, gnädige Frau.«

Es war kein Haus, wie sich sofort herausstellte, sondern ein Traum. Ein Traum jedenfalls für einen jungen Menschen unserer Zeit, der auch nur einen Funken Geschmack hat. Ich kniff mich immer wieder in den Arm, aber ich wachte nicht auf. Vielleicht war es doch Wirklichkeit. Ich vermochte es nicht zu fassen.

Das Haus war einstöckig und sah aus, als habe ein Schwede es sich ausgedacht und gebaut. Das Dach weit herabgezogen und von unten mit hellem Holz verschalt – überhaupt sehr viel helles Holz, wohin man auch sah, außen und innen. Im Kaminraum – oh, der Kaminraum!

»So was hab’ ich schon mal gesehen, in ›Film und Frau‹«, seufzte Uli und hatte alle Warnungen dieser und jener Art vergessen, »aber daß es so was in Wirklichkeit gibt ... Hier zu sitzen und Gäste zu haben ...«

Die Räume gingen ineinander über. Insofern konnte man nicht sagen, wie viele es waren. Aber man hatte gleichzeitig das Gefühl von sehr viel Platz und ebenso viel anheimelnder Gemütlichkeit. Das Ganze war einfach und unglaublich raffiniert – einfach unglaublich raffiniert, unglaublich raffiniert einfach. Ich stand und murmelte diese drei Adjektive vor mich hin, stellte sie um, wechselte sie aus und schüttelte den Kopf. Von Berufs wegen gewöhnt, im Text meiner »Streifen« die richtigen Worte so lange hin und her zu schieben, bis sie am richtigen Ort stehen, merkte ich: Hier standen sie immer richtig. Dies Haus war so richtig, wie ein Haus überhaupt nur sein kann. Nur –

»Nur?« fragte Jochen leise. Hatte ich gesprochen? Ich meinte, das Ganze nur gedacht zu haben. Oder war er etwa Gedankenleser? Jochen entwickelte sich ...

»Nur: daß ich hier wohnen soll. Ich meine natürlich: wir «, sagte ich und schüttelte den Kopf noch immer. Jochen sah mich an. In diesem Augenblick, so erzählte Uli mir später, sei ihr aufgefallen, was für schöne Augen Jochen hat. Grau, ein wenig tiefliegend – mit Schatten darin. Schatten, die wohl nirgends ausbleiben, wo das Leben weitergeht. Keiner bleibt jung, keinem wird erspart, daß das Leben ihn rauft, ihm Wunden schlägt und Narben hinterläßt – und seien es nur Schatten im Grund der Augen ...

»Lieber Jochen«, sagte Uli jetzt – sie hatte ihn noch nie so angesprochen, sondern bisher immer »Herr Doktor« zu ihm gesagt – »lieber Jochen ...«

»Ja?« fragte er. Er hatte den Unterton dieser Anrede genau gehört.

»Das Haus ist wunderschön – das Haus ist – Himmel, daß einem alle Worte immer abgegriffen erscheinen, wenn man mal einen Superlativ anwenden möchte«, sagte Uli, ärgerlich über sich selbst. »Schon Super – jeder denkt an Supermarkt oder sonst was Dämliches. Und ich suche ...«

»Lassen Sie es, Uli«, sagte Jochen, und eine rührende Fröhlichkeit klang aus seinen Worten, »suchen Sie nicht. Wozu Worte suchen? Wir haben ein Haus gefunden.«

Das Kaminzimmer war möbliert. Alte Bauernstühle, eine bunte Truhe neben der Holzlege, ein blauer Schrank mit roten Herzen und weißen Tauben. Jochen ging hinaus und kam mit einem Bündel Reisig wieder, legte es in den Kamin und entzündete es mit seinem Feuerzeug.

»Setzt euch, Holz zum Nachlegen ist da, es wird gleich warm. Und etwas zu trinken hab’ ich auch da. Wir müssen doch Brüderschaft trinken, Uli, Sie und ich! Sie sind doch Alexandras beste Freundin.«

Er war wie umgewandelt, der gute Jochen. Gar nicht mehr der gute Jochen, dem man vieles nachsah, sondern ein toller Mann – in einem tollen Haus ...

»Und ich glaube und glaube es nicht«, sagte ich nach einer Weile. Es klang bockig, ich merkte es. Ich hatte einen Whisky getrunken und hielt das Glas mit einem zweiten in der Hand. Sogar an Gläser hatte Jochen gedacht. »Es ist ein Traum oder eine Geschichte, die einem auch der Leser nicht recht abnimmt – also, so dick aufzutragen brauchte der Autor nicht! ›Etwas glaubwürdiger bitte‹, würde der Verleger sagen. ›Streichen Sie oder schwächen Sie wenigstens ab.‹ Oder der Lektor. Oder der Kritiker, wenn es wirklich die Druckerschwärze überstünde.«

»Und keine Treppen!« erinnerte Uli, ungerührt von meinen Darlegungen, sie sieht alles mit praktischen Augen an. »Alles zu ebener Erde, einfach das Haus, das sich jeder seit eh und je gewünscht hat. Ich jedenfalls.«

»Und du? Du auch?« fragte Jochen und sah mich von der Seite an. Ich erwiderte seinen Blick und nickte, stumm, aber nachdrücklich. Später ging er hinaus und blieb eine Weile weg.

»Sei ehrlich: Hättest du das gedacht?« fragte ich schließlich, mich aufraffend. Uli schüttelte den Kopf. Sie verstand genau, was ich meinte.

Geborgenheit, Freundlichkeit, einen guten Verdienst, gleichmäßig liebevolle Behandlung – dies alles konnte man von einem Mann wie Jochen erwarten. Solch ein Haus aber ...

»Na bitte, und wer hat immer geunkt!« konnte ich mir doch nicht verkneifen zu sagen. Uli hätte jetzt leicht mit »Mal abwarten« oder »Noch nicht verheiratet« oder ähnlichem Alte-Tanten-Quatsch kommen können, sie tat es jedoch nicht. Sie streckte die Beine der trocknen Feuerluft entgegen, lehnte den Kopf zurück und breitete die Arme aus.

»Nie wieder werde ich unken! Nie wieder werde ich – hach! Du mußt ein Glückskind sein, ein Götterliebling, Lex, wahrhaftig. Bist du an einem Sonntag geboren, oder besinnst du dich nicht mehr?«

»Doch. Mutter hatte einen dritten Sohn erwartet und verlor eine hohe Wette, weil ich nur ein Mädchen war. Der Sohn sollte Alexander heißen und erst vierzehn Tage später auf der Bildfläche erscheinen. Bis dahin wollte sie noch die ganze Wohnung durchputzen, Vaters Doktorarbeit abtippen, zwei Mäntel für meine schon vorhandenen Brüder nähen und den Ertrag des Obstgartens einkochen. Sie hatte dies alles für besagte vierzehn Tage geplant und aufgespart, ›um ausgelastet zu sein‹. Ich spielte ihr aber den Possen, zu zeitig zu kommen und die erste, gottlob in ihrer Art einzig bleibende Tochter zu sein, häßlich wie die Nacht. Ich hatte schwarze Locken am Hinterkopf und vorn eine Glatze – Mutter erzählt das noch heute – und brüllte vierundzwanzig Stunden. Als die Hebamme am nächsten Morgen wiederkam, sagte sie: ›Sie schreit ja schon wieder.‹ – ›Noch‹, seufzte Mutti. Sie hat bis heute über mich geseufzt. Und sehr oft zu Recht.«

»Jetzt wird sie aufhören«, sagte Uli apodiktisch.

»Sie wird nie aufhören. Nie.« Plötzlich wußte ich, daß die Sorgen von Mutti um ihre einzige Tochter noch nie so berechtigt gewesen waren wie gerade jetzt. So bedrohlich ernst. Ich wollte es nicht wissen ...

›Wenn ich schon im Begriff bin, etwas Vernünftiges zu tun‹, rebellierte ich. ›Nein, nun ist es entschieden. Seid stille alle miteinander!‹

Es hatte ja niemand etwas gesagt. Aber ich hatte es sehr deutlich gehört.

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