Lise Gast - Die Sache, die man Liebe nennt

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Weil Lex der Meinung ist, dass ihr Freund Jochen Achtung und Zuversicht verdient, akzeptiert sie seinen Heiratsantrag. Mit grosser Verantwortung bereitet Jochen das gemeinsame Leben der beiden vor, worin Lex Leidenschaft für das Reiten allerdings keinen Platz mehr hat… Denn Jochen macht sich Sorgen, dass seiner zukünftigen Frau beim Reiten etwas zustossen könnte. Tatsächlich? Oder ist Jochen etwa nur eifersüchtige auf die Lexs Liebe zu den Pferden? Lex lässt sich aber nicht einschränken und nimmt trotz Jochens Bedenken an einem Reitlehrerkurs teil, wo sie Tim trifft, der genauso fühlt wie Lex.... – eine bezaubernde Liebesgeschichte beginnt. Lesenswert!-

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Ich hatte mich auf Ulis Bett geworfen und blieb dort liegen, das Gesicht in die Kissen gepreßt. Uli nahm sich Zeit, wieder hereinzukommen. Sie ist mitunter brutal in ihrer Klugheit und dann wieder von einer rührenden Zartheit. Sie kam erst wieder, als ich längst fertig angezogen war, und das Zimmer gelüftet und aufgeräumt. Wir sprachen allerlei, keine Silbe mehr von Liebe.

Wir verstehen uns ausgezeichnet, Uli und ich.

2

»Wieder mal ein köstlicher Mief«, sagte Tim und zog die Nase kraus, die noch immer, wie bei einem Kind, stupsig bergauf zeigte. Überhaupt besaß er noch ein ziemliches Kindergesicht, was zu seiner Länge von über einsneunzig ulkig und ein bißchen rührend wirkte. Alle weiblichen Personen, mit denen er zusammenkam, fanden das und fühlten sofort mütterliche Beschützerinstinkte in sich aufbranden. Tim zog dann die Nase noch krauser. Er stieß das Fenster auf.

»Laß bloß zu!« schrie der Lokomotivführer aus dem oberen Etagenbett gegenüber. »Bei dieser Temperatur!«

»Riechst du es denn nicht?« fragte Tim.

»Es ist schon mancher erfroren, aber noch nie einer erstunken«, grollte der andere. Gleich darauf blies er wieder Erbsen durch die halbgeschlossenen Lippen, eine Art des Schnarchens, die Tim am Schlafen hinderte. Auch heute war er davon aufgewacht. Und würde nicht wieder einschlafen können.

Na schön. Kam man wenigstens mal zum Nachdenken. Tim blieb am Fenster stehen und zog nicht nur die Nase, sondern auch die Stirn kraus. Er grübelte. Er dachte nach, so tief, wie man es bei ihm nicht gewöhnt war. Er war es selbst an sich nicht gewöhnt.

Tim war als Jüngster einer ziemlich langen Geschwisterreiher – man konnte auch sagen: einer unziemlich langen – geliebt und verwöhnt worden, von zärtlichen Schwestern betreut und verhätschelt, und es hatte ihm zum allgemeinen Erstaunen nicht geschadet. Er war nicht weich und weinerlich, begehrlich und selbstsüchtig geworden, wie Übelwollende prophezeiten, sondern ein langbeiniger, zwar schulterschmaler, aber kräftiger und zäher, großer, genügend harter Junge – noch nicht Mann, das wäre übertrieben! –, der etwas tat, wenn es nötig war, und nie etwas darüber, der sich lieben ließ und nie etwas versprach, das er hätte halten müssen. Der – und das durchaus nicht nebenbei, sondern sehr im Vordergrund – ausgezeichnet ritt. Das hatte auch der Landesverband eingesehen und ihn hierher aufs Gestüt geschickt, um diesen Kursus mitzumachen, auf Verbandskosten mit Taschengeld. Tim hatte gern ja gesagt.

Es galt, die Prüfung für den Hilfsreitlehrer, den sogenannten Reitwart, zu bestehen. Tim hatte mit sieben Jahren zu reiten angefangen und nie damit aufgehört. Man konnte das neben der Schule, die er häufig schwänzte, und neben dem Studium, man konnte es an Feiertagen, in den Ferien und im Semester. Wenn tags keine Zeit blieb, ritt man am Abend in der Halle. Ja, es war vorgekommen, daß Tim zu einem Examen später kam, vorschriftsmäßig entschuldigt natürlich, und daß er die Hochzeit einer seiner vielen Schwestern nur zum Teil mitfeiern konnte, weil er auf einem Turnier gebraucht wurde. Die standesamtliche Trauung dieser Schwester übrigens, die auch den Pferden verschworen war, wurde ebenfalls verschoben, ›weil wir noch schnell eine Stunde reiten wollen, es ist so schöner Schnee!‹ Der Standesbeamte lächelte und traute eine Stunde später.

Tim hatte goldene, silberne und andersfarbige Schleifen erritten, die eben diese Schwestern mit zärtlich-stolzen Händen über seinem Bett, in Hufeisenform angeordnet, aufgehängt hatten (›unsere Familie ist sehr für Kitsch‹.)

Jetzt also dachte er nach. Sie hatten einen Philologen im Kurs, der ihn an jemanden erinnerte. ›Der Schriftgelehrte‹ wurde er genannt, und sein Reiten war nicht umwerfend, um so besser sein Wissen in Theorie. Das gehörte zum Hilfsreitlehrer natürlich auch. Aber es war trotzdem besser, »gut auf de Gaul nazuhocke«, als alles zu wissen . Dieser Mann erinnerte Tim an jemanden, nur kam er nicht drauf, an wen.

Im Kurs wurden alle mit dem Vornamen angeredet, auch vom Lehrer, und untereinander duzte man sich. Das war von jeher so. Deshalb wußte Tim den Nachnamen des Kollegen nicht. Es war also schwierig, die Ähnlichkeit zu identifizieren. Vielleicht aber war es nur eine zufällige.

Wenn er schon nicht schlief, konnte er auch hinübergehen. Immer war im Stall zu tun, auch vor der offiziellen Zeit. Tim kannte es nicht anders, als daß erst die Pferde kamen und dann man selbst. Er fuhr in die vom Waschen gebleichten Jeans und stülpte den Bauernkittel über. In langen, ein wenig o-beinigen Schritten – er hatte keine O-Beine, es sah nur bei einer gewissen Gangart so aus einen Fuß vor den anderen setzend, schnürend, sagt der Waidmann, ging er über den Hof.

Es war noch nicht hell, sicher würde es heute einen Herbstmorgen geben, der zu dieser Landschaft paßte: hart und herb und frisch, so, wie die Alb meist ist. Vielleicht würde nachmittags ausgeritten. Dann gab es nicht so viel Theorie, gottlob. Vorgestern hatte einer den Sattel geräumt und deshalb »einen ausgeben« müssen, das zog eine ziemliche Sauferei nach sich. Am nächsten Tag in der Theorie fielen einem dann die Augen zu. Tim hatte den Kopf gesenkt und sanft vor sich hingedöst, als man auf das Treiben zu sprechen kam.

»Treiben kann er am besten«, sagte der Schriftgelehrte gehässig und deutete auf den friedlich duselnden Tim, und der Lehrer trat vor dessen Pult und sah ihm ins Gesicht: »Die treibenden Hilfen, hab’ ich gesagt.«

Tim war sich heute noch nicht klar darüber, ob der Gestrenge gemerkt hatte, wie es um ihn stand. Vielleicht doch nicht, sonst hätte es einen tollen Krach gegeben. Auf Verbandskosten herkommen und dann im Unterricht schlafen ...

Dabei konnte er auswendig, was da erzählt wurde. Auch die Kommandos. Es war immer ein Vergnügen, wenn der Lehrer die Kommandos durcheinanderbrachte. Das konnte auch dem Sattelfestesten passieren. Tim, der sehr oft bei Dressuren die Kommandos hatte geben müssen, wußte das aus eigener Erfahrung. Ritt man dann richtig oder hielt man sich hauteng an die versehendich falsch gegebenen Kommandos? Diese Frage würde wohl ewig ungelöst bleiben, ähnlich der, wer eher da war, die Henne oder das Ei.

Er war in den Hengststall getreten, spähte umher, ob jemand da sei – leer, zum Glück – und schlüpfte in die Boxe von Jungherr, Abkomme jenes unvergessenen Trakehners, den er noch persönlich gekannt und sehr geliebt hatte, geliebt und bewundert; jenes Pferdes, das den Ritt Ostpreußen–Schleswig-Holstein dreimal hintereinander gemacht hatte. Im Sommer vierundvierzig hin nach Schleswig, wieder zurück, und im Januar fünfundvierzig, jenem unseligen, mörderischen Januar, noch einmal die ganze Strecke an der Spitze der Herde. Achtzig Prozent der Stuten verfohlten unterwegs. Tim konnte, hier allein in der Boxe von Jungherr, immer wieder Tränen vergießen um jenes gemordete Material. O Julmond, aber du hieltest durch! Und du kamst später hier auf das Gestüt und vererbtest, und Kinder und Enkel von dir gehen über die weiten Weiden der Alb.

Jungherr kam sofort zu ihm, als er durch die Schiebetür schlüpfte, und stieß ihn mit der Nase an. Dann wieherte er ein bißchen, hell und auffordernd, und machte eine kleine Levade. Jungherr war ein Neckbold, so zielte er, meist mit Erfolg, gern auf die Füße der jungen Leute, die ihn vorführten, mit seinen eigenen Füßen. Die hatten immerhin die Größe mittlerer Kompott-Teller und waren natürlich beschlagen.

»Ach, du Grobian«, murmelte Tim und lehnte sich mit der Brust gegen den Hengst, um dessen Gewicht von seinem Fuß wegzudrücken. »Natürlich ist das Absicht. Gehste!«

Sie durften nicht in die Boxen. Tim jedoch hielt sich nicht an das Verbot. Er ließ sich nie erwischen, aber er war schon bei jedem Hengst gewesen. Irgend etwas zog ihn hin. Er mußte die Tiere hautnah spüren.

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