Lise Gast - Die Sache, die man Liebe nennt

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Die Sache, die man Liebe nennt: краткое содержание, описание и аннотация

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Weil Lex der Meinung ist, dass ihr Freund Jochen Achtung und Zuversicht verdient, akzeptiert sie seinen Heiratsantrag. Mit grosser Verantwortung bereitet Jochen das gemeinsame Leben der beiden vor, worin Lex Leidenschaft für das Reiten allerdings keinen Platz mehr hat… Denn Jochen macht sich Sorgen, dass seiner zukünftigen Frau beim Reiten etwas zustossen könnte. Tatsächlich? Oder ist Jochen etwa nur eifersüchtige auf die Lexs Liebe zu den Pferden? Lex lässt sich aber nicht einschränken und nimmt trotz Jochens Bedenken an einem Reitlehrerkurs teil, wo sie Tim trifft, der genauso fühlt wie Lex.... – eine bezaubernde Liebesgeschichte beginnt. Lesenswert!-

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»Natürlich nicht. Ich bin ja auch kein Kind. Kinder –«

»Kinder lieben bekanntlich die primitivsten Puppen, denen ihre eigene Phantasie und ihre phantasiereiche Liebe Leben einhaucht, mehr als solche Ansammlungen von Eigenschaften. Jeder Mensch bleibt in einem Punkt ein Kind. In dem nämlich, wo sein Herz sitzt. Da ist er unlogisch, leidenschaftlich, eigensinnig, zu jedem Opfer fähig, kindisch und großartig. Da ist und bleibt er ein Wilder in der Wildnis, ohne jeden Verstand, da umkleidet er den geliebten Anderen mit seiner Phantasie und liegt vor ihm auf den Knien, da ist er hinreißend und ehrlich in all seiner Verlogenheit, da wächst er über sich selbst hinaus und wird ein Stück Gott – ja, in der Liebe ist noch immer etwas Göttliches, soviel Quatsch auch darüber geredet und geschrieben wird. Deshalb: weil ich ihn liebe, genau richtig. Hugh, ich habe gesprochen.«

»Hm.« Ich hatte ihr zugehört, ohne sie zu unterbrechen. Sie hatte vor sich hingesprochen, das Gesicht dem Spiegel zugewandt, vor dem sie saß. Ich trat hinter sie. »Hast du je so eine Liebe erlebt, ich meine: du selbst?« fragte ich leise.

Sie hob die Augen und sah mich im Spiegel an, einen ganz kurzen Augenblick. Dann senkte sie sie wieder, stumm. Mir war das Antwort genug.

»So, und nun will ich dir etwas sagen«, brach ich plötzlich los. »Das, was du hier schilderst, diese große Liebe, die gibt es nämlich gar nicht. Die ist Phantasie und Einbildung und Gewäsch, mindestens aber ein Wunschtraum, nie Wirklichkeit. Damit locken die Filmproduzenten ihr Publikum in die Kinos und die Schriftsteller ihre Leser an ihre Bücher. Immer ist es die große, die einmalige, die überragende, die Liebe, die alles besiegt. Ein Schmarren, sag’ ich dir! Es gibt Verliebtheit, die kommt und geht – und man weiß nach ein paar Monaten noch, daß es sie gegeben hat, aber man spürt nichts mehr. Und es gibt Sympathie, richtige, warme, ehrliche Freundschaft, die weiß, warum einer den anderen schätzt. Jawohl. Aber die große Liebe, von der alle faseln – Quatsch, Hirngespinst, daß du es nur weißt! Irgend jemand hat sie erfunden, und alle glauben es, weil sie es gern glauben möchten. Weil es so schön klingt und es einen, im Gedanken daran, so angenehm gruselt. Wegen einer großen Liebe auf eine Erbschaft verzichten oder auf einen Thron oder ein reiches Leben – huh, wie romantisch! Glaubst du etwa daran?«

»Hast du nie so was erlebt? Einen Hauch davon verspürt?« fragte Uli leise. Sie sah mich dabei nicht an, auch nicht im Spiegel.

»Ich? Von –«, ich stockte. Es gibt Situationen, in denen wir ganz ehrlich sind, Uli und ich. Ganz, bis ins Tiefste hinunter ehrlich. Wir haben das nie vereinbart oder je mit Worten voneinander gefordert, aber wir handeln danach. Jetzt, als Uli fragte, fühlte ich, daß ich auf dem Weg, den ich wild entschlossen eingeschlagen hatte, bremsen mußte. ›Nie‹, hatte es aus mir herausschießen wollen. Ich schloß den Mund.

›Einmal – vielleicht –‹, wäre ehrlich gewesen. Oder doch nicht ehrlich, jedenfalls nicht genau das, was den Tatsachen entsprach. Denn es war nichts gewesen, es hätte sein können, eventuell, so vielleicht könnte man es formulieren. Einen Hauch davon verspürt – Uli zitierte gern, ich wußte es. Sie zitierte in diesem Fall haarscharf genau richtig.

»Uli«, setzte ich an, und es klang ganz anders als vorhin, es klang so, daß man den Abschnitt, der dazwischen liegt, genau fühlte: »Verstehst du denn nicht, was ich meine? Auf die große Liebe warten, die es nicht gibt, das ist doch verrückt. Das tut man mit siebzehn, und mit zwanzig resigniert man und sieht ein, daß – ich bin Ende zwanzig. Ich will endlich Ordnung in meinem Leben haben, einen Sinn, etwas, wofür es lohnt, sich einzusetzen. Einen Mann, der standhält, auf den man sich verlassen kann und dessen man sich nie schämen braucht, eine Aufgabe, die es wert ist – Kinder. Ja, wirklich, Kinder. Wir sind zu Hause viele Geschwister, das weißt du, lauter Jungen und ich, und wenn wir auch manches anders haben möchten, als wir es zu Hause haben und hatten: Kinder möchte ich. Es klingt sicher merkwürdig, heutzutage, da eine junge Frau unter der Aufgabe, für den Mann zu sorgen und drei Kinder großzuziehen, zusammenzubrechen pflegt. Trotzt Wasch- und Spülmaschine, Zweitauto zum Einkaufen und Zentralheizung. Wieso diese Frauen eigentlich zusammenbrechen, ist mir nie klar geworden. Früher schafften die Mütter das Dreifache und standen als Großmütter noch ihren Mann, sozusagen. Ja, ich möchte Kinder. Ich kenne ja genug. Meine Brüder haben mich bereits mehrfach zur Tante gemacht. Die eine Krott von Friedrich, der eine Französin geheiratet hat – ich kann dir sagen, so was Süßes gibt’s nicht nochmal. Da kommt sie in unser Wohnzimmer, in dem bisher ein, Gott sei’s geklagt, äußerst schäbiger Teppich eine fadenscheinige Bürgerlichkeit vortäuschen sollte – du weißt, Mutti gibt sehr wenig auf derlei Dinge. Und da hatte es Vater eines Tages satt und kaufte einen roten, einen wunderbaren, einen echten – und da kommt diese Hygette zu uns auf Besuch und bleibt in der Tür stehen – sie ist fünf – und sagt: ›Oh, c’est formidable!‹ Ich hätte sie auf der Stelle verschlingen können ... Und auch sonst. Ich bin verschossen in Kinder. Der eine von Conrad reitet schon, er ist erst drei. Wenn der runtersaust und dann, das Heulen verbeißend, das ihm um die Mundwinkel zuckt, ›wieder rauf!‹ verlangt – du, so was möchte ich auch haben. Kinder, aus denen man was machen kann, Kinder, in denen alle Möglichkeiten noch drin sind, an denen noch nichts verbogen, verkrüppelt, verdorben ist. Kinder, die man so erziehen kann, daß das Wesentliche herauskommt ... Uli! Hörst du eigentlich zu?«

Uli sah mich jetzt an, dann nickte sie langsam.

Wir wußten genau, daß wir hier am Kernpunkt waren. Uli ist unmöglich erzogen worden, sie hat es mir erzählt. Sie brauchte Jahre, um abzulegen, was sie hinderte, so zu sein, wie sie eigentlich angelegt ist. ›Kinder sind die große Möglichkeit der Welt‹, hat sie mal gesagt.

»Jochen hat, wie schon erwähnt, die besten Eigenschaften. Hervorragendes Erbgut. Wichtig, wichtig. Und es käme mit ihm Ordnung in mein Leben, Ordnung, nicht im spießigen Sinne, sondern in unserem. Ein Sinn. Sag selbst, hat es Sinn, ewig Streifen einzuschicken und sich abzumühen, nur damit man hat, was man zum Leben braucht? Lohnt sich das? Das Leben hier auf einer Bude, billig, spartanisch, manchmal lustig, das geb’ ich zu, im Grunde aber doch nur ein Übergang zum Eigentlichen, der eines Tages beendet sein sollte?«

»Wie weise du sprichst«, sagte Uli leise und ganz ohne Spott, »wie weise. Und du hast rund herum recht. Rund herum und ohne jede Einschränkung. Herr, es ist Zeit, der Sommer war sehr groß. Gehe also hin und tu, wie du gesagt hast.«

Sie hatte sich einen Turban aus einem Frottiertuch um den Kopf geschlungen und stieg jetzt aus dem Schlafanzug, der wie eine geringelte Schlangenhaut hinter ihr zurückblieb. So, mit sonst nichts Nennenswertem bekleidet, wanderte sie ins Bad hinüber. Durch die offenstehende Tür hindurch hörte ich das Rauschen der Dusche.

Uli hat einiges gegen kaltes Wasser. Sie liebt Wärme, Faulheit, Zusammengerolltsein und zärtliches Schnurren. Was es sie kostet, sich jeden Morgen hochzureißen und unter eiskaltem Wasser den Tag zu beginnen, das ahnt niemand. Nur ich ein bißchen. Jeden Tag bewundere ich es von neuem. Ich selbst nämlich stehe gern auf, ich kann nicht erwarten, was der Tag mir bringt, ich giere sozusagen nach dem Leben. Und immer denke ich: Heute fängt es an. Das richtige Leben. Heute. Spätestens morgen. Und bei diesem Gedanken ist man nun Ende zwanzig geworden, ohne einen richtigen Beruf, und ohne nennenswerten Erfolg.

»Und ich heirate doch «, hörte ich mich schluchzen. Ganz überraschend, wütend, unkontrolliert, mit heißen Tränen auf den Backen. »Ich heirate – Schluß mit der Romantik, Schluß mit dem Sich-selbst-belügen, Schluß mit dem Warten ins Blaue hinein. Ich heirate – ihr werdet es erleben. Ich will endlich in der Hand haben, wofür ich meine Kräfte einsetze, Schluß mit dem ewigen Konjunktiv. Ich heirate ...«

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