Hans Hyan - Nächte von Fondi

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Ippolito de' Medici, Kardinal im Waffenrock, und Julia Gonzaga, ein Paar, das schönste, vornehmste, das es zur Zeit der Renaissance in Italien gab. Doch nur ein knappes Jahr der Liebe ist ihnen gewährt. Ein mitreißender historischer Roman und eine überirdisch schöne Liebesgeschichte.-

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„Willst Du nicht essen?“

Voller Ungeduld zog und zerrte er an seiner großen Nase. Es fiel ihm ein, daß er sie an dem Abend, wo sie sich nach zwei Jahren zum ersten Male wiedertrafen, eigentlich gar nicht gebeten hatte, mit ihm zu kommen. Das war wie selbstverständlich geschehen.

Ah, er verfluchte innerlich die Leipziger Straße, wo er sie wiedergetroffen, und die Konditorei, in der sie das Rendezvous bei den „Stettiner Sängern“ verabredet hatten. Dort, in dem Restaurationsgarten war er auf den verrückten Einfall gekommen, sie wieder an die alte Geschichte zu erinnern. Und sie? Kaum einen schwachen Versuch hatte sie gemacht, heimzugehen zu ihrer Tante ...

„... Tante! hahaha! ...“

Bestürzt sah sie ihn an, wie er plötzlich hohnlachend das Wort herausstieß.

Er setzte sich und aß die Schinkenstulle, die sie ihm zurechtgemacht hatte. Dabei ließ er seine schwarzen, hartherzigen Augen nicht von ihr.

Ganz langsam stieg das Blut unter ihrer Haut auf.

„Was willst Du denn, lieber Hans, ist etwas nicht in Ordnung an mir?“

Sie zupfte an ihrer Tüllschleife.

Er biß an seiner Oberlippe und stieß dabei verächtliche Töne aus:

„Im Gegenteil, Du bist ja immer so ordentlich! Bist überhaupt so’n ordentliches, braves Mädchen!“

Ihr Blick wurde unsicher und sie zeigte nur ein armseliges, hilfloses Lächeln.

Das brachte ihn nur noch mehr in Wallung:

„Ich möchte bloß wissen, wo Du Dich ... wo Du während der ganzen zwei Jahre gewesen bist?“

Ihre Augenlider, deren bläulicher Schimmer auf die Glut ihrer Küsse schließen ließ, sanken herab.

„Sieh mich doch an!“ befahl er grausam.

Und sie tat es und bot ihre Augen, wie jemand, der geblendet werden soll.

Schadenfroh blinzelnd betrachtete er sie genau und studierte einzeln die Mängel ihres Gesichts, dem das matte Blond ihrer glatt gescheitelten, aus der Stirn gekämmten Haare keinen rechten Abschluß gab. Fast weißblonde Wimpern und Augenbrauen, die zu fein gezeichnet waren für ihre helle Farbe, verstärkten diesen Ausdruck der Nüchternheit. Dadurch bekam der sehr kräftige, rote Mund etwas Unglaubwürdiges. Er erschien unmotiviert in dieser allgemeinen Blässe, und man war versucht, diesem klösterlichen Antlitz das Recht auf so brennende Lippen abzusprechen.

Ab und zu schlug sie ihre schönen, hellblauen Augen auf, die voller Angst um ein wenig Nachsicht flehten.

Da sie noch immer schwieg, wiederholte er:

„Du willst mir also meine Frage nicht beantworten, wo Du die ganze Zeit über gewesen bist?“

Er wußte, daß jedes derartige Wort sie auf die Folter spannte, aber er konnte dem Drange nicht widerstehen, ihr weh zu tun und sich für die unerwünschte Anwesenheit ihrer Person zu rächen.

Sie hatte sich über ihren Teller gebeugt, der Schein der Lampe lag auf ihrem vollen Haarknoten. Aber das Brot auf dem Teller war unberührt und ihre geraden Schultern, die von der prächtigen Brust zurückgedrängt wurden, erzitterten wie unter Schlägen. Vielleicht wollte sie sich aufraffen zur Wahrhaftigkeit. Aber sie kam nicht über ihre Scheu hinweg. Vielleicht fühlte sie auch, daß er sie zertreten wollte. Und dieser kleine, dumme Mensch hätte sich doch nur erinnern brauchen, wie sie die unflätigen Worte, mit denen er sie in den letzten Tagen absichtlich gequält hatte, — wie sie diese verkappten Beschimpfungen richtig begriff und ihnen auswich, als wären es Schmutzspritzer.

Und wenn sie wirklich, von der Not auf den Weg der Schande getrieben, einmal gefehlt hatte — — — wäre nicht jedes andere Weib in solcher Lage für ihn ein Gegenstand des tiefsten Mitleids gewesen?

Er sah, wie ein paar große Tropfen aus ihren Augen auf die weiße Serviette fielen und meinte roh:

„Das werden schöne Dinge gewesen sein, die Du in der Zwischenzeit getrieben hast ... mich wundert bloß, daß Du trotzdem noch immer so liebebedürftig bist!“

Das riß ihr den Kopf in die Höhe. Die Scham entzündete ihr bleiches Gesicht. Aber sie sprach das, was sie auf den Lippen hatte, nicht aus, sondern sagte nur:

„Ich war bei meiner Tante und nachher habe ich bei einer Freundin gewohnt.“

„Und Deine Mutter, die war doch damals, als die Ausstellung war, hier?“

„Ja, aber die wohnt jetzt wieder in Prittkow, das weißt Du doch, lieber Hans!“

„Lieber Hans! lieber Hans!“ äffte er ihr nach, „was ich weiß, is’ nur, daß’n anständiges Mädchen bei ihrer Familie bleibt und sich nich so in der Welt umhertreibt!“

Sie sah ihn groß an, dann schob sie den Teller ein wenig zurück und stand auf.

„Nanu?“

„Ich will gehn.“

„Weshalb denn?“

„,Es ist doch bloß alles, weil Du mich los sein willst.“

„Ich? — ich will Dich los sein?! ... ha! so ist’s richtig! So muß man’s machen! Weil ich will, daß Du offen und ehrlich zu mir bist, sagst Du, ich will Dich los sein!“

Sie stand unschlüssig und schaute traurig vor sich hin.

„Ja, ja, Hans,“ nickte sie, „es ist doch so, ich bin Dir zuviel! Du bist einer von den Männern, die nicht lange bei einer Frau bleiben können ... ich kann es ja auch ganz gut verstehen ...“

Dabei nahm sie ihren Hut vom Bett.

Sofort war er neben ihr und riß ihr den Hut aus der Hand.

„Ach was! mach’ keine Dummheiten! Wo willst Du denn jetzt hin?!“

„Oh, darum sorge Dich nur nicht, ich werde schon ein Unterkommen finden!“

„Quatsch! Du bleibst hier und damit basta. Wenn man so, wie wir, zusammenlebt, dann sind eben solche Auseinandersetzungen manchmal unvermeidlich! ... Un jetzt setz’ Dich hin und iß, daß Du nich noch krank wirst ... ich will ’n bißchen spielen.“

Er ging ans Klavier und spielte eine tolle Melodie, die er zu einem ebenso verrückten Gedicht eines Freundes erfunden hatte. Aber mittendrin brach er ab.

Warum hatte er sie denn nicht fortgelassen? ... Diese verfluchte Sentimentalität!! ... Ach, ihm graute schon davor, sich jetzt umzudrehen. Sicher hatte sie sich wieder leise bis an seinen Stuhl geschlichen und stand jetzt wieder da mit ihrem dämlich verzückten Gesicht, daß er gleich hätte hineinschlagen mögen! Er war eitel und leckte jedes Krümchen Anerkennung begierig auf, aber ihre Bewunderung, die wollte er nicht!

Plötzlich fuhr er herum. Da stand sie richtig, Begeisterung auf den feinen Zügen, die förmlich starr wurden vor Entsetzen über seine wilde Miene.

„Schön! schön! was?“ schrie er und seine Stimme war ganz rauh vor Grimm, „da, spiel’ Du doch mal!“

Sie wagte nicht, zu widersprechen und klimperte so leise, als sei ihr die Furcht schon bis in die Fingerspitzen gekrochen, ein kleines Salonstück.

Jetzt stand er hinter ihr und ärgerte sich über ihre klaren, in dem matten Licht leuchtenden Hände. Jeder Fehler, den sie machte, erfreute ihn, und die Angst, die sie, wie er genau wußte, während des Spielens ausstand, war ihm ein Labsal.

Vom Klavier ging er fort ans offene Fenster.

... Warum hatte er sie denn nicht gehen lassen, vorhin? Dann wäre er jetzt allein in dem Zimmer, das ihm, zusammen mit ihr, wie ein Zuchthaus vorkam. Diese blödsinnige Inkonsequenz! von jeher war es sein schlimmster Fehler gewesen, daß er nie das tat, was er wollte ... Dieses enge Loch, in dem man sich kaum umdrehen konnte, dadrin war kein Platz für zweie! ... Also noch ’ne Nacht mit ihr zusammen ... und morgen wieder und immer weiter ... aber konnte er’s ihr denn nicht jetzt noch sagen? — Nein, nein! Nie! Niemals würde er’s fertig bringen, zu ihr zu sagen: „Geh!“ .... Bei ihm bleiben konnte sie nicht! Er ertrug’s nicht länger! Sie mußte weg und ... und wenn ... und wenn er sie aus dem Fenster schmeißen sollte!

Sein Blick fiel auf den dunklen Heinrichsplatz. Die Luft war warm nach dem Frühlingsregen. Etwas Schwellendes lag darin, das aus der Dunkelheit aufstieg, das die Kräfte hob und die Wünsche brutal werden ließ. Der Himmel war finster und das spärliche Licht der Laternen da unten wirkte, wie rote Farbentupfen auf schwarzem Grunde. Nur die erleuchteten Schaufenster der Läden warfen ihre rechteckigen Lichtbreiten über Trottoir und Damm.

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