Hans Hyan - Nächte von Fondi
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Aber da geschah wieder etwas seltsames. Dieser kleine Spatz, dem die Watte aus der zerrissenen Brust quoll, rannte, sich von der dicken Chansonettenmutter losreißend, bis an den äußersten Rand der mit rotem Kattun bedeckten Podiumbretter und schrie, die nackten mageren Aermchen heftig vorauswerfend, ins Publikum hinab:
„Det is ne Jemeinheit! ... Un ick bleibe nich mehr hier! Erst soll man Jehalt kriejen und Jott weeß wat, un denn jiebts nich mal satt zu essen! ... Alles schluckt die Olle! ...“
Sie wandte sich halb um zu ihren Kolleginnen. „Wenn Ihr Euch schon nich schämt un arbeet’ for son Hundelohn, ick will den Schmerbauch da nich noch länger futtern mit meine Arbeet. Ick singe nich mehr!!“
Damit sprang sie vom Podium ins Publikum hinunter und verschwand, von einer ganzen Schar von Jünglingen, die ihr Mäntel und Paletots anboten, begeistert in Empfang genommen, auf der Kellertreppe.
Der Wirt des Lokals und Madame Rickert, die ihr dicht auf den Fersen waren, wollten sie zurückholen, das war ein Fehler! Denn plötzlich bemächtigte sich der Gäste eine ungeheure Wut, es kam zu einer fürchterlichen Prügelei, bei der kein Stück Glas und Porzellan in dem Lokal heil blieb, und die „Fürstenkrone“ wurde polizeilich geschlossen.
Loin du Bal.
Das Fest hatte seinen Höhepunkt erreicht ... Erich Fehlenbrand atmete befriedigt auf. Noch um zwölf Uhr war er recht zweifelhaft gewesen, ob seine rastlose Mühe, diese einen ganzen Monat täglich von früh bis zum Abend währende Arbeit, nicht schließlich doch ohne Lohn bleiben würde. Aber um Mitternacht drängten sich plötzlich die Masken im Treppenhause, wo sie von Ungeheuern mit riesigen Fledermausflügeln und seltsamen Köpfen in Empfang genommen und wo die Frauen, wenn sie schön waren, plötzlich von ihren Männern und Begleitern getrennt und hinaufgetragen wurden in „Nirwana’s Reich“ ... Der indische Charakter dieses Balles gab Anlaß zu einer Prachtentfaltung im Kostüm, die einzig war und die ganz von selbst einen Humor, eine Laune heraufzauberte, welche selbst den Grämlichsten in ihren Strudel riß.
Um ein Uhr erhob die Musik, die hier und dort in den Sälen, in Palmen- und Lorbeerhainen versteckt, die Räume mit ihren zarten, süßen Weisen erfüllte, sich zu lautem Trompetengeschmetter, und der Kaiser von Nirwana mit seiner jungen Gemahlin betrat an der Spitze eines unendlich erscheinenden Zuges von in allen Farben leuchtenden Masken den Kuppelsaal. Dort bestiegen die Majestäten einen blumengeschmückten Elefanten, und der Zug ging weiter durch alle Säle, überall Jubel entfesselnd, umtost und umschrien von den Gästen, die aus nüchternen Menschen plötzlich zu ekstatischen Dienern eines tollen Mysteriums geworden schienen ...
Erich Fehlenbrand, dessen Malerauge in diesem Farbenrausch, dieser Orgie trunkener und entzückter Stimmungen schwelgte, hatte sich an den Säulenpfeiler hinter der Galerietreppe gelehnt, als eine leise Hand seinen Arm berührte.
„Gnädige Frau!“ sagte er sich umdrehend und erst wie im Schreck zusammenzuckend, der sich dann in ein Gefühl großer Freude löste.
„Sie haben sich so sehr angestrengt,“ sagte sie, „Sie müssen doch recht müde sein!“
Er sah sie nur an ... ja, bis zu diesem Augenblick war er wirklich müde gewesen, todmüde! ... In der vergangenen Nacht hatte er mit seinen Freunden begonnen, die Säle zu dekorieren und auszumalen Und so war er jetzt mehr als fünfundzwanzig Stunden auf den Beinen unter einer Last von Arbeit, von hundert Seiten zugleich in Anspruch genommen, sich mit den Arbeitern, mit dem Wirt, mit den Kellnern herumbalgend, dabei immer voll Scherz und Munterkeit, bis alles fix und fertig stand. Dann, wie er in das kleine, ihm reservierte Kabinett ging, das im zweiten Stock lag, sich umzuziehen, da sank er auf das Kanapee mit der Empfindung, seine Kräfte würden nicht ausreichen, alles bis zu Ende zu führen ... Und nun, da sie ihn ansah, spürte er nichts mehr von seiner Mattigkeit, das Blut ging brausend in seinen Adern, die Augen, diese fast schwarzen Künstleraugen, die schon so manch’ Einer gefährlich geworden waren, strahlten, und alle seine Muskeln spannten sich im Fieber einer wiederaufbrechenden Leidenschaft ...
„Belohnen Sie mich und trinken Sie ein Glas Sekt mit mir!“ sagte er.
Sie nickte. „Wo aber?“
„Hier ... da ... wo Sie wollen ...“
Sie saßen am Tisch, allein und durch die Treppe gedeckt vor den Tanzenden.
„Wo ist Ihr Mann?“ fragte er aus seiner Bewegung heraus, die ihm fast die Sprache raubte.
Sie lachte darüber und beide bekamen einen roten Kopf.
„Er amüsiert sich!“ sagte sie endlich, „wo soviel Damen sind! ...“
„Aber Sie amüsieren sich nicht?“
„Doch! ... wer sagt Ihnen denn das ... ich danke Ihnen.“
Er ergriff rasch ihre Hand.
„Nein, bitte nicht ... ich weiß schon ... habe es ja heute schon Gott weiß wie oft gehört ... von Ihnen möchte ich aber ... Sie brauchen mich nur anschauen, Frau Dina, mehr will ich gar nicht ...“
„Das wird nicht sehr kurzweilig sein!“ scherzte sie. Und doch sah sie ihn an, und seine Augen brannten in ihrem Blick, und er sah, wie hoch und stürmisch ihr Busen ging.
„Wissen Sie, wie lange wir uns jetzt kennen?“ fragte er.
Sie nickte lächelnd.
„Acht Jahre.“
„Damals waren Sie achtzehn ...“
„Ja, — und heute bin ich sechsundzwanzig ... eine alte Frau, was?“
Er schüttelte seinen braunlockigen Kopf.
„Für mich sind Sie immer noch achtzehn ...“ Er faßte nach ihrer Hand und drückte die weißen Finger, die rosige Stellen bekamen unter seinem Griff.
„Du! Du!“ flüsterte er leidenschaftlich, „soll es denn nie wahr werden? ...“
Und plötzlich erhob er sich und sagte in einem seltsam befehlenden Ton: „Wir wollen gehn.“
Unter seinem Bann stehend, ihn anschauend voller Angst und doch hingerissen von ihrer Liebe zu ihm, ging sie neben ihm her, zwischen den Tischen und Stühlen, die an den Wänden des Saales standen, und zwischen den Tanzenden hindurch, die eben in den seltsamen Figuren des Jazz ihre Glieder verrenkten.
So durch Lust und Fröhlichkeit verdeckt, verließ das Paar den großen Saal unbemerkt.
Der Maler eilte die Treppe hinauf, ohne sich umzusehn. Er wußte, sie folgte ihm. Und sie, die leichenblaß geworden war, lief hinter ihm her, leichtfüßig, schlank, umweht von der Surahseide, die in bunten Farben um sie floß und, an Hals und Armen mit Perlen bestreut, wie ein glitzernder Nebelschleier ihr nachwehte ... Ihr Gesicht mit den wundervollen Augenbogen und der geraden feinen Nase, darunter der Mund keusch wie bei einem Mädchen schimmerte, ihr stolzes Antlitz sah mit seinen meertiefen Augen starr vor sich hin; die Lippen glühten in seiner Blässe, die noch gespenstischer erschien in der weißen Flut der elektrischen Lampen.
Er ging geradenwegs nach dem kleinen Kabinett und antwortete nicht, als sie schaudernd fragte:
„Wohin?“
Und hinter ihr schloß sich die Tür. Aber wie seine Hand sich ausstreckte, um die Lampe zu verlöschen, da baten ihn ihre flehend erhobenen Arme, daß er davon abließ.
Er lachte bitter, setzte sich neben einen Tisch auf die Chaiselongue und sah mit traurigen Augen zu ihr auf.
Sie aber blickte von ihm zu den Kleidern, die auf Stühlen und am Boden lagen, und fragte: „Wird hier auch nicht jemand hereinkommen?“
Er schüttelte den Kopf: „Die ersten paar Stunden sicher nicht, Dina!“
Da ging sie, widerstrebend noch, aber sichtbar getrieben von einem Gefühl, das übermächtig schien, hin zu ihm, nahm seinen Kopf in ihre Hände und küßte seine Augen.
Und seine Arme breiteten sich aus, er umschlang sie, seine Lippen suchten die ihren, und, ermattet von diesem achtjährigen Widerstand, einem Gatten zuliebe, der die Größe dieser Aufopferung nicht würdigte, sank sie in die Arme des Geliebten.
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