Hans Hyan - Nächte von Fondi
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In demselben Augenblicke klopfte es.
Sie standen nebeneinander wie aufgejagte Hirsche, die eine Sekunde nach dem Feinde äugen, um dann in rasender Flucht davonzuspringen.
Und wie sie den Mund öffnen wollte, legte seine Hand sich auf diese brennenden Lippen, er raunte: „Pst ... ich steige aus dem Fenster —“
Es klopfte wieder. —
„Sage jetzt, du wirst sofort aufmachen, du ordnest bloß etwas an deiner Toilette. —“
„Aber, Mensch, so mach’ doch auf!“ klang es von draußen herein, „wir sind’s ja! ... Du bist doch drin!“ Und ein paar andere Stimmen, an denen er ein paar junge Malerinnen erkannte, setzten neckend hinzu: „Sie werden doch nicht etwa Heimlichkeiten haben, Herr Fehlenbrand?“
Indem sagte die junge Frau, die am ganzen Leibe bebte, laut: „Ich bitte, meine Herrschaften, noch einen Augenblick! ... Ich bin hier hineingeraten, weil ich nicht wußte, wem das Zimmer gehört ... ich mache nur etwas an meiner Toilette ..“
„O bitte, bitte, bitte!“ scholl es durch die Tür, „wir warten gerne!“
Und sie warteten wirklich. Es war ganz klar, daß niemand von der Tür fortging.
Der Maler faßte die junge Frau um, die ihn mit ihren kleinen Fäusten von sich wegdrücken wollte, und küßte sie lange, lange. Dann öffnete er behutsam das Fenster, hob das eine seiner schlanken Beine hinaus und ließ, sobald er die Mauerkante gefaßt hatte, das andere folgen. Dann zog er das Fenster heran und stand draußen, in der tiefsten Dunkelheit, zwischen Himmel und Erde. Mit den Händen hielt er sich am Fensterkreuz fest. Aber in der Angst um die geliebte Frau, der vielleicht seine Finger zu Verrätern werden konnte, versuchte er das Aeußerste und tastete mit dem Fuße in die Finsternis hinab. Da unten schien eine Art von Staket zu sein, zu Blumenranken vielleicht.
Er ließ eine Hand los, bog sich mit aller Anstrengung hinab und verfolgte die Latte, die bis an die Seite des Fensters ging, unter dem er stand. Ein Zusammenziehen aller seiner Muskeln, ein Anhalten des Atems, dann war er hinabgeglitten und stand auf einem Blumenbrett der ersten Etage, unter sich den lichtlosen Hof, der wie der offne Rachen eines Ungeheuers heraufgähnte. Er wollte noch weiter abwärts, aber da hörte das Staket auf ... und springen? ... es konnten zehn bis zwölf Meter in die Tiefe sein, und wer weiß, ob der Hof nicht voller Gerätschaften lag ... So stand er und stand in seinem Frack mit der Ballweste, unter der er nur das Oberhemd trug, und dabei fror es draußen.
Vor ihm war ein erleuchtetes Fenster der ersten Etage, hinter dem Schatten dahinglitten. Kurz entschlossen klopfte Erich. Man öffnete, und wie zwei Kellner vor ihm standen, steckte er in jede Hand einen Zwanzigmarkschein.
Dann, ohne das verschmitzte Lachen der Befrackten zu sehen, eilte er hierauf in die zweite Etage auf das kleine Kabinett zu, das jetzt voller Menschen war. Dinas Gatte kam ihm entgegen.
„Aber wo sind Sie denn, lieber Freund? Es soll photographiert werden!“
„Ja,“ sagte sie und sah ihn mit einem entzückten Lächeln an, „und wenn Sie wollen, tanzen wir beide zusammen.“
Und wie er sie hinabführte in den Ballsaal, da drückte sie seinen Arm zärtlich und flüsterte: „Du Geliebter!“
Beerdigung.
Fliegenfuß war tot.
Vorgestern Abend war er noch mit der blonden Minna, die er zuletzt als Geliebte hatte, in den Dianasälen gewesen. Dann war Minna mit ihrem Freier nach Hause gefahren und Fliegenfuß ging noch in’s „Hackebrett“, wo im Hinterzimmer stets ein bißchen gespielt wurde. Und Fliegenfuß war ein leidenschaftlicher „Zocker“. Nur daß er sich immer vergab und zwar besonders dann, wenn seine Karte nicht dem entsprach, was er sich unter einem guten „Blatt“ vorstellte. Und da war’n anderer gewesen, „Sandhase“ hieß er, dem paßte das nicht, und dann gingen sie beide raus und dann hörte der kleine „Schnepper“, der drin am Billard gerade ’ne Serie machte, einen gräßlichen Schrei, und wie er hinausstürzt, liegt Fliegenfuß auf dem Pflaster und die Beine zucken gerade noch ’n paar mal, dann war’s alle ...
Fliegenfuß war ein sehr hübscher Kerl, und viele Mädchen aus dem Elsasser Viertel hatten die blonde Minna um ihn beneidet. Die Minna war auch noch im Tode stolz auf ihn. Da sie gerade ’n ziemlichen Zug gemacht hatte, so fuhr sie gleich in ein renommiertes Trauermagazin und kam als reizende junge Witwe wieder heraus, was nicht nur der pietätvollen Geliebten sehr wohl anstand, sondern auch ihr Geschäft merklich hob ... sie nahm sich sogar vor, nur noch Schwarz zu tragen ... Vor allen Dingen ging sie nach ’m Alexanderplatz und verdibberte Sandhas’n, den denn die Polente auch sofort hopp nahm. Er hatte sowieso ’ne Latte da oben, und das wurde nu alles gleich in Summa beglichen, deshalb nahm auch die blonde Minna seine Drohung, er würde ihr, sowie er erst wieder draußen wäre, „’n jeheerijen Platon schieben“, nicht allzu ernst.
Nun lag Fliegenfuß draußen in der Leichenhalle in Britz in einem prächtigen Eichensarge, der unter dem Holzdeckel einen festgefügten Glaskasten barg, damit man sich den Toten doch wenigstens noch mal ansehen könnte. Eben war der ganze Athletenklub „Zentrum“ draußen. Die Brieder vom Zentrum hatten morgen ihren Stiftungstag, und da fuhren sie jedesmal nach Zerpenschleuse raus, also konnten sie morgen nicht zur Beerdigung kommen, aber dafür waren sie eben heute hier, brachten auch heute schon ihre Kränze und erwiesen ihrem Kollegen die letzte Ehre.
„... Wa doch ein’tlich ’n hibscha Mensch!“ meinte Kürassierwilhelm ... „un muß nu schon wech ... wat hätte der sich noch amesieren kenn’!“
Dabei kuckten er und die andern angelegentlich in den Glassarg, wo auf blütenweißem Linnen der tote Zuhälter mit einem so friedlichen und ergebenen Zug auf dem wachsbleichen Gesicht dalag, als sei er nicht der berüchtigte Schläger, Messerstecher und Gewaltmensch Sally Wolff, alias Fliegenfuß, sondern ein Börsenjobber vielleicht; ein hübscher, harmloser, jüdischer junger Mann, dessen dunkles Haar und schwarzer Schnurrbart sich scharf abzeichneten von dem starren weißen Gesicht.
„Muß doch immerhin schon in de dreißig gewesen sein!“ sagte der kleine Schnepper, „wie a vor drei Jahre wiederkam von Rawitsch, da war a schonst einunddreißich .... un ’ch jloobe, a hat da seine fimf Jemmchen abjerissen ... weswejen wa doch det man bloß?“
„Aba, Mensch, det wa doch die drollige Geschichte, wo den franzö’schen Weinreisenden, der bei’s Weberklärchen wa, die Brieftasche wechkam ... mein Jott, wat ham se nach den Zasta jesucht!“
„Na, Du mußt et ja am besten wissen, Frettchen!“ lachte Kürassierwilhelm zu dem, der eben gesprochen hatte, einem kleinen, unansehnlichen und rothaarigen Menschen, der ein böses Gesicht hatte. Da lachten die andern auch und der kleine Schnepper sagte:
„Weeß da Deibel, Frettchen hat immer Schwein jehatt, ooch damals wie wa in den Schuhladen wa’n, wo der Besitzer vajessen hatte, ’n Schlissel von de Kasse abzuznehn ... ’k mußte meine sechs Monate richtich abschwimmen in de Pletze ... aba Frettchen, natierlich! der fand wieda ’n Stellvatreta ... sare ma, biste denn iebahaupt schon ma drin jewesen?“
Der kleine Rothaarige machte eine ungeduldige Bewegung mit den etwas schiefen Schultern, dann stieß er kurz und brummig hervor:
“Ja ... Untersuchung ......“
Und die andern sahen sich an und zwinkerten sich mit den Augen zu, aber sie sagten nichts, sie waren wohl zu zartfühlend, um den Rotkopf daran zu erinnern, daß er einmal mehr als ein Jahr hinter den eisernen Gardinen zugebracht hatte, weil man seitens der Behörde sehr stark zu der Annahme neigte, er habe seiner „Braut“ die Kehle durchgeschnitten.
Dann schlug der „Augsburger“ vor, in einer nahen Kneipe ’n Topp zu trinken, womit alle einverstanden waren.
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