Rudolf Stratz - Heimliche Ehe

Здесь есть возможность читать онлайн «Rudolf Stratz - Heimliche Ehe» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Heimliche Ehe: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Heimliche Ehe»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Als unverheiratetes Paar in den Dreißigern in Berlin haben Anne und Alfred es nicht einfach. Nur heimlich können sie sich sonntags am Müggelsee treffen. Aber Heiraten geht leider noch nicht. Denn eine gemeinsame Wohnung ist aussichtslos, Anne würde als verheiratete Frau sofort aus der Probezeit ihres Referendariats als Lehrerin entlassen und Alfreds Stelle reicht nicht für beide. Aus einer verrückten Idee heraus beschließen beide, heimlich zu heiraten, mit den Brüdern von Alfred als Trauzeugen. Der Photograph Friedrich schlägt die Bitte seines Bruders nicht ab, aber kann es nicht lassen, über die Ehe als solche zu lästern. Vergnügt lebt er mit seiner Assistentin Linda in einer von ihm so getauften «Kameradschaftsehe». Auch Bruno kommt extra aus Holstein für die Eheschließung angereist. Der moralische Mann findet Friedrichs Einstellung nicht gut. Er weiß noch nicht, dass die Freundin aus Lazarettzeiten, die er zufällig während des kleinen Hochzeitsschmauses wiedersieht, ihm gehörig den Kopf verdrehen wird, obwohl sie verheiratet ist. Nur Schwester Käthe lebt mit dem gutsituierten Otto und Sohn Hermann in glücklicher Ehe. Doch der Schein trügt. Das duldsame Schweigen seiner Frau lässt den lebhaften Geschäftsmann heimlich in die Arme einer Hamburger Witwe mit drei Kindern fliehen. Auch Linda hat längst eine andere Einstellung zur freien Ehe. Und die heimliche Hochzeit bringt Anne und Alfred kein Glück. Ein Roman über die Ehe!-

Heimliche Ehe — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Heimliche Ehe», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Ihr Schuhmacher will Sie sprechen, Fräulein Bender!“ trompetete Fräulein Mannskopf, die Schul-Sekretärin, mit ernstem Gesicht, in dem nur die Mundwinkel zuckten.

„Ach so!“ Änne Bender federate mit der Schnellkraft der Turnlehrerin im Nebenamt von ihrem Stuhl, bezwang sich und wandelte sanft und zart, mit weiblich-weichen Bewegungen zum Apparat, ein kühles, abwehrendes Lächeln unter der zierlichen Stupsnase auf dem schmalen Gesicht. Sie horchte und nickte freundlich.

„Also nach zwölf schicken Sie mir heute die besohlten Schuhe? Danke!“

„Wie heisst denn Ihr Schuhmacher, Bender?“ schrie Fräulein Schraudt harmlos durch den Spektakel im Hof. Die kleine Mannskopf neben ihr flötete mit einer ganz hohen, durchdringenden Unschuldsstimme:

„Können Sie mir nicht seine Adresse geben? Ich brauch’ neue Absätze!“

Änne schob nur eigenwillig und etwas verächtlich die Unterlippe vor und glättete sich scheinbar zerstreut vor dem Spiegel mit der Hand den blonden Bubi-Scheitel. Das Schrillen der Schulglocke überhob sie der Antwort. Das Geschrei auf dem Hof verwandelte sich in ein hundertfaches Füssegepolter auf den Treppen. Die Schulvorsteherin, die Studiendirektorin Fräulein Meinhold, steckte ihren kurzgelöckelten Graukopf durch den Türspalt. Sie war eine sehr energische Dame, wohlbeleibt, atemlos vom ewigen Umtrieb, aber geschäftig-guter Laune wie immer. Eher einer rührigen Familienmutter als einem älteren Fräulein ähnlich.

„Sie haben jetzt Deutsch, Fräulein Bender?“

„Ja, Frau Direktor! Besprechung des Aufsatz-Themas: ‚Mein Sonntagsnachmittag-Ausflug’!“

„Machen Sie es den Kindern nicht zu schwer! Einfache Freude an der Natur! Stilles Vergnügen an jedem Käfer und warum! Wieso lächeln denn die Damen? Ja — ich komme schon!“

„Was weiss denn unser armes Benderchen von Landpartien?“ sagte entrüsted, währens die Direktorin weiter eilte, die Sekretärin zu der Lehrerin Frau Sittegast. Die war schon fünfzig, grau, rund, klein und neugierig wie eine Maus. Sie riss erstaunt die Kinderaugen auf.

„Kommen Sie denn nie ins Freie, liebe Bender!“

„Fräulein Bender sitzt jeden Sonntagnachmittag zu Haus und büffelt an ihrer wissenschaftlichen Fortbildung!“ sagte Fräulein Schraudt feierlich. „Ruderpartien und solchen Schnickschnack gibt es für sie nicht. Dazu ist das Mädchen viel zu ernst veranlagt!“

Die Studienreferendarin Bender tippte nur schweigend und vielsagend mit dem Zeigefinger gegen ihre Stirn und ging hinüber in ihre Klasse.

Das Mädchenlyzeum lag im neuen Westen. Die Studienreferendarin Bender fuhr mittags, nach Schulschluss, einen weiten Weg bis nach dem Alexanderplatz. In dessen Nähe wartete, im Volksgedränge des Bürgersteigs, ein junger Mann. Die Leute gingen achtlos an ihm vorbei. Änne verstand die Menschheit nicht recht. Denn das war doch das Schönste, was man weit und breit sehen konnte — in dem eleganten, grauen Sakko, breitschulterig, über mittelgross — das dunkle Haar — die schwarzen, feurigen Augen in dem sportbräunlichen, lustigen Gesicht. Um die glattrasierten Lippen ein hoffnungsvolles Lächeln. Ein amerikanisches Lächeln. Das keep smiling, das man im Film sah. Wie bei den grossen Amerikanern, die die Welt bewunderte: die Grübchen und den ausdrucksvollen Mund für die Frauen, das energisch darunter gerundete Kinn gegen die Männer. Der heissblütige, brünette Typ.

Die geschäftigen Berliner merkten so was nicht. Doch — jetzt drehten sich zwei junge Mädchen im Vorbeigehen wohlgefällig nach dem Geschäftsvertreter Alfred Giebisch um. Puten . . dachte sich Änne mit einem Stich von Eifersucht. Sie eilte schlank, blond, flüchtig auf ihren Bräutigam zu. Die beiden drückten sich die Hände und traten einträchtig zu dem vergitterten Kasten an der Hauswand nebenan. In dem Aushang des Standesamts war da zu lessen, dass der Kaufmann Alfred Giebisch und die berufslose Änne Bender miteinander die Ehe einzugehen beabsichtigten und dass etwaige Einsprüche dagegen innerhalb von vier Wochen . . .

„Die vier Wochen sind jetzt um.“ Ännes Stimme würgte in Glück und Angst, „und keine Katze hat was gemerkt!“

„Nee! Sie glauben alle fest an ein Verhältnis!“ sagte der junge Mann triumphierend.

„Im Lyzeum auch! Eben heute wieder! Ich lass’ sie meckern!“

„Es kann uns ja vorläufig gar nichts Besseres passieren! Ein unmoralisches Pärchen — das darf sich driest und gottesfürchtig schnäbeln! Da kümmert sich keine Behörde und kein Wohnungsamt und keine Familie darum! Komische Welt!“

„Wir Beide haben eben die höhere Sittlichkeit!“ sagte der blonde Studienreferendar ernst und stolz.

„Die wirkliche geheime Sittlichkeit! So geheim wie möglich — dass niemand was von der Sittlichkeit merkt! Wenn wir so jede Woche ein paarmal vor dem Kasten standen — ein bisschen mulmig war mir doch jedesmal zumute!. . . „dass wir beim Eheschliessen ertappt warden könnten! Ach Gott — Alf — erst mir!“

„Jetzt sind wir so weit! Deswegen hab’ ich dich heute hierher bestellt!“ Der junge Mann zog schwungvoll ein Papier aus der Tasche. „Ich war dieser Tage noch ’mal bei dem Standesbeamten und hab’ ihm begreiflich gemacht, dass wir an einem Sonnabendmittag heiraten müssen, weil unsere Moneten und mein Beruf uns nur eine Hochzeitsreise übers Weekend nach unserem Häuschen am Müggelsee erlauben . . . Der Mann hatte ein Einsehen. Heute früh bekam ich die Zuschrift. Da lies!“

Das dürftige, graue Zettelchen glich in seinem Äusseren etwa einer Steuerrechnung. Aber Änne gab es andächtig, mit feuchten Augen, ihrem Verlobten zurück.

„Alf: übermorgen Mittag um eins!“ sagte sie leise.

„Übermorgen Mittag um eins sind wir Mann und Frau!“

„Man wagt es gar nicht zu glauben, Alf! Es kommt einem so unwahrscheinlich vor!“

„Wird aber!“

„Herrgott — jetzt darf ich aber nur schauen, dass mein graues Schneiderkleid zur Hochzeit fertig wird!“ sagte der Studienreferendar. „Ich muss gleich ’mal in dem Geschäft vorsprechen. Ich hab’ doch so ein schlechtes Gewissen. Ich darf doch das Kleid daheim gar nicht zeigen! Bring’ mich hin, Alf! Es ist nu rein paar Strassen weit!“

Sie gingen nebeneinander durch das Mittagsgewühl der Berliner City. Änne war stumm. Sie wurde langsam bleich. Sie kämpfte mit sich. Sie blieb an einer, gegen den Menschenstrom geschützten Ecke, stehen. Sie rang mit sich. Sie stiess hervor:

„Alfred . . . noch ist es Zeit . . . “

„Zu was denn?“

„. . . . bis übermorgen bist du noch frei!“

„Leider noch bis übermorgen! Ich wollt’, die zwei Tage wären schon ’rum!“

„Überlege es dir!“

„. . . ob wir heiraten sollen?“ frug der junge Mann verblüfft.

„. . . ob du mich heiraten willst! Es liegt ja alles nur an mir! Es dreht sich ja alles um mich. Sogar die erste Idee mit der heimlichen Heirat hab’, glaub’ ich, ich zuerst gehabt!“

„Die ist uns beiden zugleich gekommen — ganz von selber —“

„Aber du übernimmst die Last . . und die Sorge — für die ganze Zukunst! Wenn es doch herauskommt — und ich fliege . . . “

„Flüstere doch nicht solchen Kohl, Schatz!“

„. . . dann hast du mich auf dem Hals . . dann must du den Kampf in Berlin für uns beide aufnehmen! Berlin ist doch kein Kinderspiel . . . “

Unser täglich Brot gib uns heute — donnerten die Lastwagen auf dem Pflaster. Die Fenster klirrten. Die Autos hupten. Die Strassenbahn dröhnte. Ännes zarte, angstvolle Stimme:

„Alf — wird dir das nicht zuviel?“

Im Schweisse deines Angesichts sollst du dein Brot essen! —heulten drüben die Fabriksirenen. Die Radler flitzten. Die Schupos ruderten mit den Armen. Die staubig-heisse Sommerluft zitterte. An en Litfasssäulen umher klebten bis hoch hinauf die grellen Plakate mit amerikanischen Theatersücken, amerikanischen Jazzbands, amerikanischen Girls, amerikanischen Bars. Aner unten schrien die Steine, brauste der Asphalt von deutscher Not, deutscher Arbeit, deutschem Willen zum Leben.

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Heimliche Ehe»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Heimliche Ehe» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Heimliche Ehe»

Обсуждение, отзывы о книге «Heimliche Ehe» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x