Stefan Reusch - Nach vorne!

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Betrunkene Vorstopper, kickende Schlümpfe, Sammelbild-Dealer oder kleine Jungs, die sich stundenlang im Regen selber tunneln: All das und noch viel mehr bietet «Nach vorne!», eine Sammlung kurioser, sentimentaler oder einfach witziger Fußballgeschichten. Unter den Autoren finden sich Fußballkoryphäen wie Axel Formeseyn, die 11Freunde-Redakteure Philipp Köster und Jens Kirschneck, der Comedian Fritz Eckenga oder «Mister Ruhrgebietsfußball» (WAZ) Ben Redelings. Ihnen ist alles erlaubt: Nichts muss, alles kann, vieles geht! Ausgewählt wurden die Geschichten von der Kölner Fußball-Lesereihe TORWORT. Seit mittlerweile sechs Jahren bringt TORWORT Stars und Sternchen des runden Leders, aber auch schreibende Fußballfans vors Mikrofon und hat inzwischen deutschlandweite Bekanntheit erlangt.

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Auf dem Platz, vielmehr dem Teppich, kämpften, grätschten, spielten und drängelten sich nicht weniger als 22 Schlümpfe. Im Gegensatz zur Tipp-Kick’schen Reduktion der Mannschaften auf einen Feldspieler und einen Torwart war beim Schlumpffußball immer Hochbetrieb, genauso wie „in echt“. Hier gab es „Mittelfeldgeplänkel“ en masse, immer wieder „Flügelläufe“, ein ständiges und „heilloses Durcheinander im Strafraum“, an dessen Ende der Ball hängen blieb „in der vielbeinigen Abwehrmauer“. Und wir lachten selbstgefällig und laut in unsere Bäuche rein und fragten uns: „Warum spielt nicht die ganze Welt Schlumpffußball, so geil, wie das ist?!“

Die wichtigste, weil einzige Spielregel ging so: Der Schlumpf, der am nächsten zum Ball stand, war dran. Damit das Spiel reibungslos verlaufen konnte, brauchten Oke und ich also, neben jeweils elf Schlümpfen, nur zwei Dinge: ein Lineal (wegen der einzigen Spielregel, s. o.!) und einen Ball – klaro! Gespielt wurde übrigens nicht mit einem dieser eckigen Tipp-Kick-Dinger, sondern mit einem vernünftigen, ernstzunehmenden Ball, den wir dem HSV-Schlumpf kurzerhand vom Fuß geschnitten hatten. In unserem Spiel sollte der zentimetergenaue Pass in die Tiefe schließlich eine Sache des eigenen Geschicks sein und nicht ein Produkt des „Schwarz-oder-Weiß“-Zufalls! Tipp-Kick war für uns nur Roulette! Reines Glücksspiel! Pah! Wir spielten lieber Schlumpffußball: „Schöner Pass, genau in den Fuß!“

Bevor es aber losgehen konnte, wurde immer heftigst um die Aufstellung gefeilscht: Welcher Schlumpf spielt wo? Und überhaupt: Wer kriegt welche Schlümpfe? Es gehörte schon eine gewaltige Fachkenntnis dazu, ein schlagkräftiges Team auf die weißen Gnubbel-Beine zu stellen! Ganz anders als diese eintönigen, metallischen Tipp-Kick-Figuren waren die Schlümpfe nämlich alle unterschiedlich. Jeder hatte seine Stärken, aber auch Schwächen und Marotten. Einige hatten richtiggehende „Starallüren“, wie Oke wusste. Er hatte das Wort ein paar Tage vorher im Fernsehen „mal gehört“. Aber auch solche „Paradiesvögel“ (wieder Oke!) hatten wir im Griff. Wir ließen uns nicht beirren und teilten mit viel Bedacht jedem Schlumpf, egal ob „Star“ oder nicht, eine feste Position auf dem Spielfeld bzw. dem Teppich zu. Und das ging so: Die besonders dicken Schlümpfe, die im günstigsten Fall sogar etwas in den Händen hielten, kamen natürlich ins Tor. Prädestiniert dafür: Der Schlumpf mit dem Nudelholz! „Der ist gut, Axel! Der fischt mit der Keule auch gerne mal einen Schuss aus dem Winkel!“ In der Mitte der Verteidigung war dann, ganz wichtig für uns HSV-Maniacs, ein „Jakobs-Typ“ gefragt. Oke erstellte ein klares Anforderungsprofil an seine „Nummer 4“: „Ich brauch da hinten einen, der so richtig aufräumt! Der auch mal einen Ball kompromisslos aus der Gefahrenzone schlägt, Axel!“ Die perfekte Wahl: Torti, der Tortenschlumpf! Der Schlumpf hatte, und hiermit sind wir beim wesentlichen Güteprädikat, neben einer Torte in der Hand auch perfekte „Schaufelfüße“, also Beine, die ein sofortiges, kompromissloses „Herausschlagen des Balles aus der Gefahrenzone“ ermöglichten, wenn nicht sogar einforderten! Linker Verteidiger war immer eher einer der Schlümpfe, die nicht so gut stehen konnten, oder die, die „so Linksdrall“ hatten, wie es Oke nannte. Der Gewichtheberschlumpf zum Beispiel, der hatte nicht so viel drauf, aber zum Abblocken einer Flanke war er dann doch noch zu gebrauchen. Über rechts, schon wichtiger, wurde ein „Kaltz-Typ“ händeringend gesucht, einer, der „auch mal Druck ausübt“ und „gefällige Flanken“ hineinzuschlagen verstand! Torti, den Tortenschlumpf, hatte ich doppelt. Torti also über rechts. Als Kaltz. Würde sicherlich nicht schaden, den Gegner durch die frappierende Ähnlichkeit zwischen „Ausputzer“ und rechtem Verteidiger zusätzlich zu verwirren. Im Mittelpunkt dann die „Arbeitsbienen“: der Geschenkschlumpf und Schlumpfine. Oke gab sich bezüglich Letzterer großzügig: „Och, die Olle kann da ’n büschen rumstehen und fertig!“ Frauen in der Männerdomäne Schlumpffußball? Bei uns auf Nordstrand schon Anfang der Achtziger nicht undenkbar. Ihren Stammplatz hatte „die Olle“ trotzdem nie sicher: „Die hat so komische Füße!“ Schlumpfines Glück: Die Konkurrenz war nicht allzu groß. Sie bestand aus einem Plastikschlumpf aus dem Kaugummiautomat, der nur etwa die Hälfte der Größe der normalen Schlümpfe besaß und von daher immer nur als A-Jugend-Talent („Walter-Laubinger-Typ“, laut Oke) galt, als einer, den man beim Stand von, sagen wir mal, drei bis vier zu null ins kalte Wasser schmeißen konnte. Wie bereits erwähnt gingen unsere Spiele nie „sagen wir mal drei bis vier zu null“ aus. Schlumpfine hatte mehr Glück als Fußballverstand.

Die Regie im Mittelfeld führte so ein Schlumpf mit einem Lexikon in der Hand und einer Brille auf der Nase. Für uns hieß der „Lexi“ und war, logo, der „Felix-Magath-Typ“ schlechthin! Der konnte das Spiel „auch mal lesen, auch mal ruhig machen“ und – besonders super – „den tödlichen Pass“ spielen! Auf diesen lauerten drei Stürmer, schließlich waren wir (2:1-Ergebnisse hin oder her) Verfechter schneidigen Offensivfußballs. Links und rechts außen wirbelten kleinere Schlümpfe: der, der die Zunge rausstreckte (Typ Wolfram Wuttke), den wir nach langem, zähem Überlegen „frecher Schlumpf“ tauften, und der, der eine Blume in der Hand hielt (Typ Lars Bastrup) und einen ebenso verwegenen Namen trug: Blumi. Die zentrale Figur des Spiels, neben dem Magath-Schlumpf: der Mittelstürmer! Oke erwartete Wunderdinge von eben jenem: „Vorne drin brauche ich einen kopfballstarken Spieler! Damit ich auch mal mit hohen Bällen operieren kann!“ Die Wahl fiel auf den „Hammerschlumpf“, der, oh heilige Einfalt, was in der Hand hielt? Einen Hammer! Der war, wenn man Oke und seinen geilen, weil leidenschaftlichen Kommentaren während des Spiels Glauben schenken durfte, „in jedem Spiel für ein Tor gut“, konnte „beidfüßig schießen“, war „extrem spurtstark“ und bei seinen „gefährlichen Dribblings“ zudem „kaum vom Ball zu trennen“. Um den Hammerschlumpf rankten sich dann auch jedes Mal längere, fachliche Diskussionen inklusive eines Austauschs überzeugendster Argumente zwischen uns beiden: „Och Mönsch! Du hast den doch schon gestern gehabt!“ – „Na, und?“ – „Ja, aber trotzdem!“ – „Ich hol meine Mutter!“ – „Mach doch!“ – „Mach ich – echt?!“

Es war die Frage aller Fragen im Schlumpffußball-Kosmos: Welcher Schlumpf spielt für welches Team? Wochen, nein, Monate waren wir damit beschäftigt, ein faires, ausgeklügeltes System der Spielerwahl auszubaldowern, das eine realitätsnahe Vorgehensweise ermöglichte. Schließlich waren wir nicht nur Schlumpffußball-Spieler, sondern auch Schlumpffußball-Manager! Darum entschieden wir uns letztlich für eine Variante, die uns Halbwüchsigen am plausibelsten erschien: „Alle Schlümpfe auf einen Haufen und dann Augen zu, und jeder zieht immer einen Schlumpf. Erst ich einen, dann du…“ – „Wieso ‚erst ich einen, dann du einen‘?“ – „Wieso nicht?“ – „Und überhaupt, du schummelst doch!“ – „Ich?“ – „Ja. Du fühlst immer vorher heimlich, welcher Schlumpf das ist!“ – „Mach ich nicht!“ – „Machst du doch!“ – „Mach ich gar nicht!“ – „Hast du aber schon mal!“ – „Hab ich noch nie!“ – „Hast du doch!“ – „Ich hol meine Mutter!“ – „Machst du nicht!“ – „Mach ich doch!“ Und so weiter und so fort… Und der Hammerschlumpf wartete in der Zwischenzeit sehnsüchtig auf „gefällige Flanken“…

In Zeiten in denen Fußball in Wohlfühltempeln mit Kinositzen und Winkelementen - фото 16

In Zeiten, in denen Fußball in Wohlfühltempeln mit Kinositzen und Winkelementen stattfindet, ist das heimische Sofa manchmal fast so etwas wie das letzte verbliebene Mahnmal – ein Mahnmal dafür, dass Fußball etwas Einfaches, etwas Anarchisches haben sollte. Einfach dasitzen, dem Spiel wie immer folgen und dabei reden, reden, reden – ohne sich darum zu kümmern, was man sagt.

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