Max Geißler - Das sechste Gebot

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"Santa Croce hängt wie ein Schwalbennest am Südhang der Berge, der verbrannten, glühenden Berge. Nur das Silber der Oliven sickert um das Dorf in das heiße Gold der Hänge und wirft ein paar dürftige Schatten über das kahle Kalkgestein." In diesem kargen Dorf unter der Gluthitze Italiens lebt Nina Zeni. Und dort lebt auch Ettore Torino. Dort leben Männer und Frauen, jung und alt, die tags hart arbeiten und in den Nächten dem Wein, der Liebe und dem Gesang frönen. Und nicht nur das Klima ist heiß unter der Sonne Italiens, auch die Menschen sind heißblütig. «Du sollst nicht die Ehe brechen», lautet das sechste Gebot des Alten Testaments. Und wenn man die Gebote Gottes und der Menschen bricht, folgt meist die Strafe auf den Fuß …Max Geißler (1868–1945) war ein Meister spannender, realistischer Heimat- und Tier-Romane. Geißler absolvierte eine Ausbildung zum Buchhändler, anschließend bekam er eine Anstellung in Frankfurt am Main als Redakteur beim Frankfurter Generalanzeiger. 1899 wechselte er in gleicher Position nach Dresden, wo auch sein Sohn, der spätere Schriftsteller Horst Wolfram Geißler geboren wurde. Nach ersten Erfolgen als Schriftsteller ließ sich Geißler zusammen mit seiner Familie in Weimar nieder. Nach dem Ersten Weltkrieg ging Geißler zurück nach Dresden und von dort aus später nach Capri. Dort starb er am 26. Februar 1945. Bereits im Jahre 1907 erschien von ihm der Roman «Inseln im Winde». Bekannt wurde er vor allem mit seinem Roman «Der Heidekönig» aus dem Jahre 1919.-

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Das war zu viel!

Teresina Margiotta verhöhnte sie!

Da kreischte Nina auf und sprang empor und krümmte ihre Finger: „Teresina Margiotta, weisst du, wen Ettore Torino lieb hat? Weisst du, wen Ettore Torino heiratet?“

Und die schöne Frau lachte, lachte wie der Mai in den Bergen von Santa Croce: „Dich! dich, meine liebe, fleischige Ninuccia!“

„Satanella!“ knirschte sie, aber sie lachte mit, die schlaue, listige Nina.

„Na, Nina? Wen meinst du wohl, wen heiratet Ettore Torino?“ fragte Teresina endlich und wandte sich zum Gehen; denn die gegenüberliegende Türe öffnete sich, und ein müdes Gesicht mit einem dunklen Vollbart und einem Paar verdriesslicher Augen schaute heraus. Signore Riccardo gedachte, es für diesmal bei dem strafenden Blicke bewenden zu lassen.

Aber Teresina Margiotta trat aus der Küche in den Flur, als ob sie der deutsche Dichter gar nicht kümmere. Und lachend rief sie der Nachbarin zu:

„Eh, das möchtest du wissen? Aber du erfährst es nicht. Niemand erfährt es, bis es Wahrheit geworden. Und dann werdet ihr sterben vor Ärger!“

Nun klang das Lachen der Teresina schon von der Felsengasse herein, und auf der Felsengasse klappten die roten, herrlichen Pantoffel hinüber nach dem Hause des Geierjägers.

Und Ninetta sank auf den Rand des Herdes und flehte den Fluch des Himmels auf Teresina Margiottas Vermessenheit hernieder.

11.

Als sie in den Vignen die Trauben schon längst gebrochen hatten, und als in der Novemberstille der umflorten Berghänge die Oliven reiften, hatten sich die Bewohner von Santa Croce in die merkwürdige Tatsache gefunden, dass die dicke Nina Zeni von einem grossen Glücke heimgesucht worden sei.

Die Deutschen, von denen man nun längst ganz genau wusste, woher sie kamen, was sie waren und was sie trieben, versorgten die begehrliche Hand Nina Zenis allwöchentlich mit einer bescheidenen Anzahl von Liren, die für die noch viel bescheideneren Verhältnisse und die Anspruchslosigkeit der Leute von Santa Croce eben einen Reichtum bedeuteten.

Dass Prisca und ihr Bruder Beppo einst im Tagelohne des Weingärtners gestanden hatten, klang schon wie ein Märchen.

Frau Nina war womöglich noch fülliger geworden und zerfloss doch an jedem Tage in Untertänigkeit und Dienstbereitschaft vor der sanften blonden Frau.

Signore Riccardo ward selten gesehen. Desto häufiger und angelegentlicher erkundigte sich Frau Nina nach dem Befinden des Herrn. Sie beteuerte der blonden deutschen Frau: der fleissige, kluge Signore werde sicher vor Überanstrengung einmal krank werden; denn dafür könne sie sich der Signora verbürgen, dass der Kopf immerhin ein edler Teil des menschlichen Leibes sei und dass ihn darum kein vernünftig Denkender soundsoviel Stunden des Tages in aufreibender Arbeit missbrauche.

Margherita belächelte die Besorgnisse der Padrona in ihrer milden Art. Trotz aller Sorge der Nina Zeni trat natürlich keine Änderung in der Lebensweise des dichtenden Signore Riccardo ein. Dieser schien für seine Umgebung in der grauen Spätherbstzeit mit ihrem beginnenden Segen unnahbarer denn je.

Aber Frau Nina wusste sich das sanfte Herz der Herrin allgemach so vollständig zu erobern, dass diese den grössten Teil des Tages nun in ihrer Gemeinschaft in der Nähe des Herdes verbrachte. Wenn draussen der Regen rann, lachten die Flammen so freundlich unter dem russigen Kessel; es war ein trautsames Beisammensein in ihrer Nähe. Und Nina Zeni wusste geschäftig zu erzählen, am schönsten aber von Sonnino, dem Räuberneste in den pontinischen Sümpfen, um das die Abendsonne so rot und heiss ihre purpurnen Schleier wob.

Schon ehe die Trauben reiften, erschien Margherita häufiger in der Küche; denn sie fand Gefallen an der Eigenart dieses russigen, gewölbten Raumes, an dem offenen Feuer, an dem riesigen Rauchfange, an dem blitzenden Kupfergeschirr, das an den schwarzen Wänden hing, und an den ihr bis dahin fremden Hantierungen und der landesüblichen Speisebereitung.

Und wie ihr dies alles ganz geläufig geworden war, zeigte Signora Margherita immer deutlicher Lust, sich in der Gemeinschaft Ninas und Priscas wohnlich einzurichten; denn wenn sie sich tagsüber in der Küche aufhalte, werde Signore Riccardos Arbeit noch weit raschere Fortschritte machen — sagte sie zu Nina.

Das sah Nina Zeni zwar nicht ein, aber das schlichte Wesen der deutschen Frau rührte sie zu Tränen. Sie legte ihre Hände auf die weissen, schlanken Hände Margheritas: „O Signora,“ sagte sie mit gehobener Stimme, „wie könnten wir! Und wie dürfte ich zugeben, dass Sie mit uns immerfort in diesem schlechten Halbdunkel am Herde leben?“

Aber Frau Nina fühlte sich in dem Wunsche der Signora geschmeichelt. Sie dachte auch daran, dass die Frauen von Santa Croce eine heisse Verehrung für Ritas blonde Frauenschönheit hatten, und wie sie ihr diese Freundschaft neiden würden! Und wer hätte heimlicher und freudiger für Priscas Herz und Schönheit sorgen können, als Signora Margherita?

Eines Tages — die Nebel krochen wieder aus den Schründen und verkündeten Regen — durchleuchtete ein Gedanke die Seele Ninas blitzartig, ein Gedanke, verheissungsvoll und herrlich, der die ganze Fülle der behäbigen Padrona in bewegliche Geschäftigkeit versetzte.

Einen Augenblick senkte sie die Lider, dann hob sie ihre Augen zu dem schmalen Oberlicht in der Wand gegen die Felsengasse zu, das den grossen Raum nur mit recht kärglichem Taglicht versorgte und sagte:

„Und doch — Signora Margherita, wie könnten wir Ihnen einen Wunsch unerfüllt lassen — Ihnen? Ich werde den Maurer bestellen. Heut noch soll ihn Beppino uns bringen — Beppino! Beppino! Wo ist er wieder? Lauf, Prisca, und schreie nach dem Beppino! Und der Maurer soll uns ein Fenster gegen die Gasse hin brechen, soll putzen und tünchen, und in dieser Ecke soll ein Tisch stehen und sollen Stühle sein. Wird es nicht schön werden? Und dann wollen wir sitzen und plaudern und wollen von Ihnen lernen, und Prisca soll Ihnen Ihre sanfte, stille Schönheit absehen. O, wenn Sie ihr ein wenig davon geben könnten!“ ...

Frau Nina legte den Kopf wehmütig zur Seite, und der Ton ihrer Stimme verlor in plötzlicher Wandlung die zuversichtliche laute Freude.

Prisca lief also und schrie nach dem Beppino. Eine dunkle Ahnung sagte ihr: diese bauliche Veränderung werde nicht allein der blonden Signora wegen vorgenommen. Nein, auch Ettore Torino sollte staunen, wie nett und wohlhabend es in Nina Zenis Hause geworden war.

Und wie Priscas Schuhe draussen auf dem Flure klappten, trat Nina ganz dicht an die blonde Frau heran und sagte leise: „Ich will Ihnen alles erzählen, Signora Margherita —“ Nina Zeni machte dabei rätseltiefe Augen — „auf Prisca wartet ein grosses Glück!“

Da sah Margherita das eintretende Mädchen lange an, als fragte sie sich: ‚Ein grosses Glück? Und auf dieses vermühte, einsilbige Kind mit den welken Wangen und dem versonnenen Blick, dem die heisse Art der Frauen dieser Berge zu fehlen scheint?‘

Und Frau Nina schlürfte zu Prisca, die mit dem Holze den Reis im Kessel über dem Feuer rührte: „Sei fröhlich, Prisca! Die Küche, deine finstere Küche, wird nun eine helle, freundliche Osteria werden!“

Prisca sank mit ihrer Verwunderung auf den Herdrand und sah in die erschreckten Augen Margheritas.

„Eine Weinschenke?“ fragte die und dachte mit Entsetzen an das verlorene Paradies der tiefen Stille, das Richard in diesem kleinen Hause des weltfernen Bergdorfes gefunden zu haben glaubte. „Eine Weinschenke? Aber liebe teure Padrona, das ist ja entsetzlich!“

Allein Frau Nina Zenis geschäftige Freude beruhigte sie: „Es werden wenige kommen, unseren Wein zu trinken, Signora Margherita! Sind nicht andere Schenken genug in Santa Croce, in die sie längst zu gehen sich gewöhnt haben? Aber es werden doch etliche ihre Soldi in meinen Händen lassen, unsere Armut aufzubessern. Fürchten Sie nichts! Eh, sind nicht die Mauern dick, dass kein Laut über den Flur irren kann? Lassen Sie mich sorgen, Signora Margherita! Signore Riccardo soll drüben keinen Laut vernehmen!“

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