Rudolf Stratz - Kinder der Zeit

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Eine heitere Liebesgeschichte im Berlin der Zwischenkriegszeit.Gerade hat Asta von Oderwolff noch Schwäne gefüttert, als sie von einer wütenden Volksmasse mit roten Fahnen fast überrannt wird. Astas Retter in der Not wird ein gut aussehender Leutnant, der sie wohlbehalten nach Berlin, zu ihren Eltern, bringt – und kurz darauf auch ein Zimmer bei ihren Eltern bezieht. Weil Leutnant Felleitner nicht erkennt, wie sehr Asta sich in ihn verliebt hat, beschließt sie schließlich das Heiratsangebot eines reichen Geschäftsmann anzunehmen… Wird es ein Happy End für Asta und Leutnant Felleitner geben? -

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Die kleine Berlinerin unten stiess das Fenster weit auf und schaute mit achtungsvoll aufgerissenen, glänzenden Augen zu dem fremden jungen Mann empor.

„Herr Bartuschke? . . .“

„In Lebensjrösse!“

„Wirklich Herr Bartuschke . . . Einer von der jrossen Familie?“

„Da sehen Sie, Kindchen, was aus ’nem armen Mann alles werden kann!“ sagte der fremde Herr wohlgefällig. „Aus ’nem armen Mädchen ooch! Halten Sie man die Ohren steif!“

„Tu ich doch! Muss ich ooch! Herr Bartuschke . . . verzeihen Sie nur ’nen Momang! Ich komm’ flugs zu Ihnen ’rauf!“

Gleich darauf stand die Portiertochter vor ihm auf dem Flur. Atemlos von drei Sturmsätzen über die Kellertreppe. Das hübsche, gerissene Berliner Mädelgesicht erhitzt unter der sittig-kindlich über die Ohren gewellten Cléo-Unschuldsfrisur. Eine falsche Perlenkette. Kurzer Rock. Florstrümpfe an den dünnen Beinen. Ganz neue Stiefelchen . . . Niedlicher Käfer . . . Der fremde, junge Mann nahm freundlich die Zigarre aus dem Mund . . . nervös ineinander spielende, sehr weisse, spitze Fingerchen drüben . . . ein seelenvoller Augenaufschlag . . . na — du kannst so bleiben! — Die Berliner Stimme jetzt nicht mehr scharf, sondern weich bittend:

„Herr Bartuschke!“

Einer von den drei Bartuschke! Papa und zwei ausjewachsene Söhne!“

„Gott — wer kennt Sie nicht? Die Bartuschkes! Die jewaltigen Geschäftsleute von Berlin! Herr Bartuschke . . . Sie können doch alles! Sie machen doch alles! Sie verdienen Millionen! Nu seien Sie doch mal nett!“

Der junge Mann kniff vergnüglich das linke Auge zu.

„Na . . . Mieze?“

„Herr Bartuschke: die Hydrag — da, wo ich bin — jeht doch in Liquidation!“

„Hat allen Grund, sich in Wohlgefallen aufzulösen!“

„Nu muss ich mich doch verändern! Vorteilhaft — versteht sich — Herr Bartuschke — Sie schickt mir doch der liebe Gott: Nehmen Sie mich doch in Ihren Betrieb hinüber! Bitte! Bitte!“

Das Cléo-Fräulein stand flehend wie ein Kind, mit vor der Brust gefalteten Händen. Ihre kecken, braunen Augen schmeichelten.

„Sie denken wohl, Fräulein — das geht bei uns so aus dem Wuppdich? Bilden Sie sich man keine Schwachheiten ein! Bei uns ist es wie auf dem ,Amt Steinplatz’! Da heisst es immer: ,Besetzt!’“

„Ach — wenn Sie nur wollen . . .“

Aber er liess sie zappeln.

„Überkomplett! Ich hab’ so schon mehr Damens, als mir lieb ist!“

,,Dann schmeissen Sie eine raus und jeben Sie mir die Stelle!“

„Jemütsmensch!“

„Was kann denn die! Päh! Nehmen Sie da doch nur keine Rücksicht, Herr Bartuschke!“

„Ich sag’s ja. Es geht nicht über ein goldenes Herz!“

,,Denken Sie lieber an mich! Ich leiste doch im kleinen Finger mehr wie die! Ich hab’ ja manchmal ein bissken ’ne Berliner Schnauze . . .“

„Kriegen Sie eins druff!“

„Na eben! Macht nicht! Aber ich arbeit’ wie ein Jaul! Ich bin verschwiegen wie’s Irab! Ich bin pünktlich wie ’ne Ilashütter Uhr!“

„Helles Köppchen . . .“

„Sagt man alljemein, Herr Bartuschke!“

„Vielleicht zu helle — wat?“

„Für die Firma kann man jar nicht helle genug sind! Für die Firma jeh’ ich durchs Feuer! Bange machen is nicht! Ich komm morgens zum Dienst, und wenn die Dachschützen rechts und links knallen. Jede Kugel trifft ja nicht. Das wissen die Herren ja . . .“

„Dabei lacht sie innerlich wie ’n Maikäfer und denkt sich: Im Krieg waren die Bartuschke Schulter an Schulter reklamiert! Na ja . . . war dringend nötig . . .! Auch im Dienst fürs Vaterland!“

„Ich weiss doch, Herr Bartuschke!“ sagte die Kleine ehrerbietig und strich sich erwartungsvoll den Rock glatt. Kurze Fragen zwischen Zähnen und Zigarre.

„Was tippen Sie?“

„Remington.“

„Stenographie?“

„Gabelsberger.“

„Wieviel Silben?“

,,170 spielend!“

„Doppelte Buchführung?“

„Deutsche und italienische, bilanzsicher, Herr Bartuschke!“

„Sprachen?“

„Ja Gotte doch . . . Ich bin doch man bloss ’ne Portiertochter. Volksschule . . .“

„Ich bin auch nur bei Pfeiffern in die Abendschule gegangen. Stört heutzutage die Liebe nicht, Fräulein!“

„Aber ’n bisschen Französisch und Englisch hab’ ich mir schon eingepaukt. Ich lerne rasch. Nu heisst’s ja, Spanisch fluscht besser. Ich lern auch Spanisch, wenn Herr Bartuschke es wünschen. Ich will bloss vorwärts!“

„Wie alt, Püppchen?“

„Zweiundzwanzig! Jesund wie ’n Fisch! Jar nicht bleichsüchtig von der ollen Kriegsernährung. Mutter is vom Lande. Wir konnten immer feste hamstern, Herr Bartuschke. Nun müssen Sie aber auch Ihr Versprechen halten!“

„Mein Versprechen? . . .“

„Mich zu engagieren.“

„Nanu?“

„Wann soll ich morgen antreten?“

„Ja — und die Hydrag?“

„Kann mir gewogen bleiben! Ich lass den Monatsjehalt schiessen. Ich hab’ es dem Chef schon schonend mitjeteilt: Wenn ich was Besseres krieg’, schnapp ich ab! Sieht er auch ein — der Olle — wo er doch sowieso im Verduften is!“

„Und keine Träne des Abschieds von der Hydrag?“

„Päh — was ich mir davor koofe!“

„Und wenn den Bartuschkes nun mal was Menschliches passiert und wir werden schliesslich auch aufgelöst . . .?“

„Tun Sie sich doch am nächsten Morgen als stille G. m. b. H. im Handelsregister wieder auf! Die Leute von der Branche können ja nichts gegen euch machen. Die müssen mit. Ihr kennt ja durch die Kriegswirtschaft alle ihre Jeschäftsjeheimnisse. Da wird im Frieden noch grob verdient werden, Herr Bartuschke.“

„Woher haben Sie denn all das Verstehstemir, Schnuteken?“

„Gott: man hört doch so ’rum . . .“

„’n Köppchen . . . ’n Köppchen . . . Kind: Sie bringen’s noch weit!“

„Hoff’ ich doch! Nu ist doch mal die Zeit für unsereinen! Was hab’ ich mich als kleine Bolle in der Volksschule über die höheren Töchter im Privatinstitut nebenan jeärgert! Nu können die anderen Damen mal die Mangel drehn und Kohlen tragen. Herr Bartuschke — Sie sind doch so’n jrosser Mann . . .“

„Nicht wahr?“ sagte der junge Mann geschmeichelt.

„Sie sind doch ein Sohn des Volks! Sie helfen jewitz einem armen Kind aus dem Volk wie mir.“

Das blutrote Schleifchen der Zeit an der Spitzenbluse hob und senkte sich unter erwartungsvollen Atemzügen. Bartuschke holte bedächtig seine Visitenkarte heraus.

„Haben Sie englische Tischzeit — ja? Dann stellen Sie sich morgen nachmittag — so um Uhre fünfe — bei meinem Bruder im Kontor vor. Ich sag’ ihm heut noch Bescheid. Nee — nee — nicht bei mir! Nee, Sie sind mir zu helle!“

„Aber Herr Bartuschke . . . Ich mach’ doch alles mit! Ich bin doch ’n anständiger Mensch!“

„Das heisst natürlich: Unser Betrieb in allen Ehren! Uns kann keiner an die Wimpern klimpern! Wir blühn wie junger Flieder! Unschuldig wie die Waisenknaben . . . Aber sehen Sie: Was mein Bruder ist — der Jotthold — der is doch ’in jebildeter Mensch. Auf dem seine Erziehung hat Papa mehr spendiert — ich war ja immer mehr ’n bissken leichtes Tuch. Stadtreisender in Sodawasser und so . . .“

„Weiss ich doch, dass der andere Herr Bartuschke Rechtsanwalt ist . . . Ich les’ doch auch die Strafprozesse in Moabit.“

„Der hat dort schon die schwersten Jungens losjeeist! Dabei ein Mensch wie ’n Kind — der Jotthold! Von dem Jerichtssaal — da hat er nun so den Sprechanismus. Dadurch ist er jetzt in die Politik gekommen. Jetzt haben wir noch die Rätewirtschaft. Aber wenn’s erst ans Wählen geht — der Jotthold kommt ins Parlament. Der Mann wird jross aufgenommen. Der steigt wie ’ne Aktie. Der wird noch Minister. Also halten Sie sich ran, Fräulein! Klettern Sie mit! Wie heissen Sie denn eigentlich?“

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