Thomas Flanagan - Ein Traum von Freiheit

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Sommer 1798, Schauplatz Irland, ein Aufstand: Der historische Roman «Ein Traum von Freiheit» berichtet in detaillierter und facettenreicher Art über die Rebellion in Irland. Während die Bauern in bedrückender Armut leben, geniessen die Grundherren das Leben des Luxus. Doch auch die Grundherren müssen Abgaben leisten nämlich an die englische Krone. In Frankreich hat sich gerade erst die französische Revolution abgespielt, deren ideologisches Gedankengut sich nun auch über Irland ausstreckt. – Mithilfe von verschiedenen Perspektiven beleuchtet der Autor die damaligen Lebensumstände, Phantasien und Wünsche Angehöriger verschiedener Schichten und Religionen und bringt dem Leser auf spielerische Weise die Komplexität der irischen Geschichte näher. -

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Wer von hier nach Ballina reitet, reitet meilenweit an den Mauern seiner Hauptdomäne vorbei, an Mauern so hoch, daß ein Mann zu Pferde kaum über sie hinwegsehen kann, alle aus behauenem Stein. An einigen Stellen steigt die Straße an, und der Reisende kann in der Ferne, hinter schützenden Palisaden, die schöne Form von Glenthorne Castle sehen, eines riesigen Landsitzes, der durch einen Zauberspruch aus 1001 Nacht in dieses ungastliche Land getrieben sein muß. Und diese Illusion wird noch verstärkt, wenn sich der Reisende überlegt, daß dieser Palast, denn es ist ein Palast, einfach nur wartet, mit seiner Dienerschaft und zweifellos mit seiner Einrichtung von ungeahnter Pracht, auf einen Fürsten, der sich niemals dort aufgehalten hat. Als sein Vater, der die exotischsten und ehrenrührigsten Sagen über sich hinterlassen hat, tatsächlich ab und zu hier residierte, war das anders. Aber der Wanderer sieht nichts von Glenthorne Castle. Er sieht nur die hohen, endlosen Mauern, und wir müssen ihm vergeben, wenn er denkt, daß eine Armee oder Legionen von Sklaven, wie die, die die Pyramiden Ägyptens gebaut haben, sie errichtet haben müssen.

Und es gibt diese Legionen. Als ich über die »Gesellschaft« von Mayo gesprochen habe, habe ich das Wort in der üblichen, aber unchristlichen Bedeutung benutzt, die alle ausschließt, die wir nicht sehen wollen. Wenn wir uns gestatten, auch die Bauern zu sehen und die vielen Landarbeiter, die noch viel elender sind als sogar die Bauern, dann leben wir nicht in einer einsamen Welt. Es ist eine reichbevölkerte, ja, sogar eine überbevölkerte Welt. Sie schwärmen wie die Bienen aus ihren Hütten, von denen die ärmsten aus Lehm gebaut sind, wie ein Kind am Flußufer bauen würde, und sie sind überall, denn sie stürzen sich auf jeden unbeanspruchten Hektar Land, der einen Grashalm oder ein Kartoffelbeet tragen kann, und die Hügel sind in Zickzacklinien aufgeteilt, durch Mauern, errichtet aus den Felsblöcken, die sie mit Händen weggeschafft haben, um jeden Zoll pflügbaren Bodens freizulegen. Einige wenige sind wohlhabend, wenn es auch ein unsicherer Wohlstand ist, Viehzüchter und starke Bauern und Mittelsmänner, aber wie steht es um die zahllosen Tausende ihrer Glaubensbrüder? Sicher fällt es auf, daß ich hier die übliche irische Praxis übernommen habe, gesellschaftliche und konfessionelle Trennungen zu verwechseln. Denn zweifellos gibt es hier zwei Welten, »unsere« kleine protestantische Welt des Wohlstands und ihre überbevölkerte papistische Welt der Not.

Ich versichere aus ganzem Herzen, daß Unterschiede, die auf dem Glauben beruhen, mir wenig bedeuten, und doch bekenne ich, daß mein Mitleid mit ihrem Elend sich mit einem Abscheu vor ihrer fremden Art vermischt. Fangen wir also mit ihrem Glauben an, aber fügen wir hinzu, daß die meisten unter ihnen eine Sprache sprechen, die nicht einfach nur ausländisch ist, sondern so grotesk wie das Geplapper der Sandwichinsulaner, daß sie in Dreck und Unordnung leben und gedeihen, daß Misthaufen sich vor ihren fensterlosen Hütten auftürmen, daß ihre Musik, egal, was Altertumsforscher und Fanatiker zu ihren Gunsten sagen mögen, zwar bisweilen eine klagende, melancholische Schönheit aufweist, aber wild und barbarisch ist, daß sie eine ernste und wohlerzogene Höflichkeit mit mörderischer Gewalt verbinden, die ohne Vorwarnung ausbricht – an Markttagen werden zum puren Vergnügen Schädel eingeschlagen, Vieh wird grausam verstümmelt, Verwalter mit grausamen Foltern getötet –, daß sie übelriechende Tümpel als heilige Brunnen verehren, daß sie zu Felsblöcken wallfahren, daß ihre Augen einen mit einer Unschuld anblicken, hinter der die Bosheit tanzt. Und doch bekenne ich mein Mitleid mit ihnen und wünschte, ich hätte ihnen besser oder überhaupt dienen können.

Wie anders sollen sie denn leben, diese armen Geschöpfe Gottes? Der Bauer hat seine wenigen Kühe und Schweine, seine kurzen Ernten, aber das alles muß an den Grundbesitzer bezahlt werden, jede Gabel Rindfleisch, jedes Getreidekorn, und er und seine Familie müssen von Kartoffeln und Milch leben. Und er hat noch Glück, denn schlechter geht es denen, die vor dem Gesetz überhaupt kein Land haben, sondern auf den Bergen hocken oder sich am Moor zusammenkauern. Sie ziehen mit ihren Spaten zu den Gesindemärkten, wo sie wie Sklaven auf dem Block stehen. Im späten Winter, wenn die Kartoffeln aufgebraucht sind, wandern sie bettelnd über die Straßen. Und was ist mit denen, die ein Stück Land haben, aber die Pacht nicht bezahlen können? Ein guter Grundbesitzer, wie mein lieber Freund Mr. Falkiner, wird sich ein Jahr oder zwei gedulden, falls er selber solvent ist, aber viele Grundbesitzer sind bei den Dubliner Banken und Geldverleihern so hoch verschuldet, daß auch sie zu Opfern des Systems werden. Viele andere sind gar keine richtigen Grundbesitzer, sondern Mittelsleute, an die das Land zum Weiterverpachten vergeben worden ist, und viele von ihnen betreiben die barbarische Praxis des Pachtwuchers. Und es gibt viele große und kleine Grundbesitzer, die, wie Captain Cooper, wenn sich Viehzucht besser bezahlt macht als Verpachten, die Pächter verjagen und auf den Straßen betteln oder verhungern lassen. Ich habe selber Familien gesehen, die sich an den Hängen zusammenkauerten, wo sie sich Löcher gegraben hatten, ganze Familien, die Kleinen hockten neben der verhärmten Gestalt der Frau.

Ein genialer ausgedachtes System, zuerst zur Erniedrigung und dann zur Beibehaltung der Erniedrigung eines ganzen Volkes, ist nur schwer vorstellbar. In dieser Hinsicht fehlen mir Beredsamkeit und Klarsicht von George Moore von Moore Hall, einem höchst erstaunlichen Mann für diese Gegend, der ein recht bedeutender Historiker ist, aufgeklärt und human in seinen Ansichten, ein Freund von Burke, Fox, Sheridan und anderen wichtigen Persönlichkeiten. Wer seiner herben, sardonischen Stimme lauscht, wenn er sich über die Leiden Irlands verbreitet, wird in seiner Verzweiflung bestärkt, denn er kann niemals ein Heilmittel vorschlagen. Und doch gilt Verzweiflung zu Recht als unverzeihliche Sünde, und ich habe immer wieder energisch dagegen angekämpft.

Ich habe auch darum gekämpft, mit dem Volk vertraut zu werden, aber mit geringem Erfolg. Ich nehme hier Mr. Moore und auch Thomas Treacy von Bridge-end House aus, denn diese beiden sind angesehene Gentlemen, und ich habe ihren Papismus immer für ritterliche Anhänglichkeit an eine verfolgte Sekte gehalten. Und ich nehme ebenso Mr. Hussey aus, so seltsam das erscheinen mag, den Priester von Killala, denn er, der Sohn eines wohlhabenden Viehzüchters aus Mittelirland, ist selber fast ein Gentleman. Oft, hatte ich den Eindruck, war er entsetzter als ich über das barbarische Leben und Treiben derer, deren Seelsorge ihm anvertraut ist. Während des ersten Jahres habe ich versucht, die Bekanntschaft der wenigen papistischen »Halb-Sirs« zu machen, Männer wie Cornelius O’Dowd oder Randall MacDonnell, aber gerade diese beiden erschienen mir als, ehrlich gesagt, unreligiöse Männer, falls wir Treue zu Whiskey, Pferden und leichtlebigen Frauenzimmern nicht als eine Form von Gottesdienst betrachten; und diese bedauerliche Einschätzung ihrer Charaktere wurde durch ihr gewaltsames Handeln in den Ereignissen, die ich berichten werde, mehr als bestätigt. Unter ihrer Ebene gab es natürlich Bauern und Bedienstete, die Englisch verstanden und sprachen, einige hatten sogar die Kunst gemeistert, es zu schreiben. Aber ich konnte immer unter der Oberfläche unserer höflichen Begegnungen das Beben des tiefen Abgrundes spüren, der uns trennte, so als ob wir unsere Unterhaltung auf der zitternden Oberfläche eines Moores führten.

Weiterhin werde ich in meinem Bericht niederschreiben, was ich von diesem einzigartigen und höchst unseligen Mann Owen Ruagh MacCarthy gehört habe. Ich hatte ihn einmal zu mir bestellt, weil ich einige Bücher abzugeben hatte und annahm, er könnte sie in seiner »klassischen Akademie« verwenden, einer Art Heckenschule, in der Kinder die Anfangsgründe einer Erziehung erhielten, während ältere Jungen aufs Seminar vorbereitet wurden. Ich gebe zu, daß ich meine Zweifel hatte, denn ich hatte ihn oft im Dorf gesehen, eine große Kreatur mit wilden roten Haaren und einem schnellen Schritt, überall bekannt wegen seiner Vorliebe für Alkohol und schlechte Gesellschaft. Sein früherer Leumund war genauso abschreckend, denn angeblich war er aus seinem Geburtscounty Kerry nach Cork gewandert, oder besser getrieben worden, dann nordwärts durch Clare und Galway nach Mayo, auf der Flucht vor seinen Zusammenstößen mit dem Gesetz, behaupten die einen, den anderen zufolge jedoch gejagt von Heerscharen erboster Väter und Ehemänner und Brüder, denn er konnte weder Augen noch Hände von irgendeiner Frau passenden Alters lassen, und in dieser Hinsicht war sein Geschmack katholisch in der nicht-konfessionellen Bedeutung dieses Wortes. Und doch war er ein Mann, der fließend Latein sprach und sich mit Vergil, Horaz und Ovid sehr gut auskannte. Noch überraschender war, wie mir Treacy von Bridgeend House, ein Fanatiker für die eingebildeten Leistungen seiner Rasse, erzählt hat, daß MacCarthy ein Dichter von beträchtlichem Ruhm war, dessen Verse von Donegal bis Kerry auswendig gelernt wurden und als Manuskripte zirkulierten. Ich bat Treacy, einige dieser Gedichte ins Englische zu übersetzen, aber er antwortete, Rhythmus und Metrik, wenn das die korrekten Bezeichnungen sind, ließen sich nicht ins Englische übertragen, denn dann würden Wörter und Klang sich streiten wie Mann und Frau, ein aufschlußreicher Einblick in die irische Einstellung zur Ehe.

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