Thomas Flanagan - Ein Traum von Freiheit

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Sommer 1798, Schauplatz Irland, ein Aufstand: Der historische Roman «Ein Traum von Freiheit» berichtet in detaillierter und facettenreicher Art über die Rebellion in Irland. Während die Bauern in bedrückender Armut leben, geniessen die Grundherren das Leben des Luxus. Doch auch die Grundherren müssen Abgaben leisten nämlich an die englische Krone. In Frankreich hat sich gerade erst die französische Revolution abgespielt, deren ideologisches Gedankengut sich nun auch über Irland ausstreckt. – Mithilfe von verschiedenen Perspektiven beleuchtet der Autor die damaligen Lebensumstände, Phantasien und Wünsche Angehöriger verschiedener Schichten und Religionen und bringt dem Leser auf spielerische Weise die Komplexität der irischen Geschichte näher. -

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Er betrat Killala vom Westende her, ging an Hütten vorbei, an deren Mauern Fischernetze zum Trocknen hingen, durch enge, gewundene Straßen. Er blieb an der offenen Tür von Tobins Schenke stehen, deren Schild er mit Hilfe des Mondes sehen konnte: das Zeichen des Wolfshundes. Sogar die Namen, die sie den Orten des Frohsinns gaben, waren leicht drohend: steifborstige Bulldogge, die Lippen von den gebleckten Fangzähnen zurückgezogen. Er war Ovid, verbannt ins wilde Tomi. Aus der Schenke strömte eine Flutwelle von Gemurmel in die Straße. Vielleicht hatte der Wanderer noch mehr über den Aufstand in Wexford zu erzählen. Tausende von Männern auf den Straßen von Wexford. Städte waren von ihrem Ansturm überrannt, Landwehr und Miliz waren geschlagen worden, verstreute Körper, in roten Uniformen, im dichten Gras. Hausierer und Landstreicher waren nur ihre Homers und ihre Vergils, Geschichten wurden in entfernt gelegene Schenken getragen.

MacCarthy wäre fast eingetreten, ging dann aber weiter, vorbei an Husseys katholischer Kapelle, frisch gebaut und unbeholfen vor Verlegenheit neben den ordentlichen Läden der protestantischen Händler, Bassett, Beecher, Reeves, Stanner. Einst waren sie wohlhabend gewesen; einst war Killala eine blühende Stadt. Nun ging aller Handel in Ballina vor sich, im Süden unten an der Bucht gelegen, an der Straße nach Castlebar. Die armen protestantischen Händler von Killala; armer Reeves, armer Stanner. Im rechten Winkel zur Straße, gegenüber der Markthalle, die protestantische Kirche und das Wohnhaus von Broome, ihrem Pastor. In seinen alten Tagen der Blüte war Killala ein Bischofssitz gewesen; Broomes Haus wurde immer noch »der Palast« genannt, ein großes, windgepeitschtes Gebäude aus behauenem grauen Stein mit hohen, schönen Fenstern. Er ging an Kirche und Bischofspalast vorbei, dann verließ MacCarthy die Stadt, vorbei an zerstreut liegenden Hütten, vorbei an der großen, niedrigen Hütte, in der er von Spätherbst bis Frühling seine Schule abhielt. Jeglicher Unterricht wurde in Grammatik und Navigation, Euklids Elementen, Ovid und Vergil, Buchhaltung und Metaphysik angeboten. Angeboten, aber nicht angenommen. Nur von einigen der aufgeweckteren Knaben, die das Priestertum im Auge hatten. Die anderen wollten nur Rechnen und Katechismus, ein wenig Englisch. Aber sie liebten den Wohlklang des Latein, die Ovidschen Wechselbälger, die Geschichten, die MacCarthy während seiner Wanderjahre in Munster aufgelesen hatte. Mit dem Honig der Anekdote zum Wissen gelockt. Er kletterte einen niedrigen Hügel hoch und erreichte die Acres, zwei Reihen von Hütten, Mauern aus rauhem Stein, weiß getüncht, farblos gewordenes Strohdach.

Er stieß eine Tür auf. Vor einer Mauer, auf einer Strohmatratze auf hohem Rahmen, lag Judy Conlon und schlief. Er zündete eine Talgkerze in einer Tonschüssel an und trat dann neben sie. Er kniete sich kurz hin, ließ einen Finger sanft über ihre Wangenknochen fahren. Sie bewegte sich, und eine kleine Hand streckte sich nach dem Gewirr der schwarzen Haare aus. Er stellte die Kerze auf einen Tisch an der gegenüberliegenden Wand. Am hinteren Ende waren seine zwei Dutzend Bücher aufgebaut: die Aeneis , Keatings Geschichte Irlands, die Eklogen und die Georgica , einige Bände Shakespeare, das Verlorene Paradies , eine Schachtel, die seine Abschriften der Gedichte von O’Rahilly und O’Sullivan enthielt.

Er öffnete die beiden Schachteln, die sein Handwerk enthielten. In der größeren lagen seine eigenen Manuskripte, die fertigen Gedichte, die zu überarbeitenden Gedichte, seine Übersetzung der ersten beiden Bücher der Metamorphosen ins Irische, seine Bögen blanken Papiers. In der anderen Schachtel bewahrte er ein kleines Tintenfaß aus Messing auf, ein scharfes Messer, seine Federsammlung, Graugans für Poesie, schwarze Krähe fürs Geschäft. Er legte sich Papier und Tinte zurecht und tunkte eine schwarze Feder in die Tinte.

Am frühen Morgen, als er spürte, daß Judy neben ihm stand, saß er immer noch am Tisch, bewegte eine graue Feder über die Seite, strich hier ein Wort, fügte eins hinzu, strich jenes aus. Abwesend ließ er seine Hand ihr Bein hinauffahren, umfaßte ihre Hüfte. Sie war klein, die Hand brauchte keine weite Reise zu machen.

»Wo warst du heute nacht?«

»Das ist nicht deine Sache.«

»Es könnte meine Sache sein.«

»Es könnte sein, ist es aber nicht. Ich war bei Matthew Quigley.«

»Was hat dich denn dazu gebracht, wo es in Killala drei schöne Schenken gibt?«

»Das Zeichen des Wolfshundes. Das würde schließlich jedem Durst machen. Ich brauchte die ruhige Schönheit vom Strand von Kilcummin.«

Sie fuhr mit der Hand durch seine roten Haare. »Du kannst ein schrecklicher Lügner sein, Owen.«

»Stimmt. So suchen die Dichter die Wahrheit.«

»Du begehst wirklich keine Sünde, für die deine Dichtung nicht die Entschuldigung liefert. Schreibst du da ein Gedicht?«

»Vielleicht ist es der Anfang von einem. Aber das werde ich erst in einer Weile wissen.«

»Du schreibst gerade auf irisch. Ich kann jetzt den Unterschied sehen.«

»Alle meine Gedichte sind auf Irisch. Dies hier wird seltsam werden, wenn es jemals Form annimmt.« Er legte es beiseite und griff zu einem neuen Blatt Papier. »Ich sitze schon die ganze Nacht daran. Mein Hintern ist taub. Letzte Nacht war ein feiner, schöner Mond. Wirklich ein lohnender Anblick.«

»Hast du an mich gedacht, als du ihn gesehen hast?«

»Natürlich.«

»Lügner.«

Sie schnitt Brotscheiben ab, bestrich sie mit Butter und reichte ihm eine. Es war durchaus kein schlechtes Leben, dachte er. Jeden Tag Brot und Butter, wie es sich für sein Handwerk und sein Metier gehörte. Er stand hoch über den armen Burschen, die nur ihre Kartoffeln und vielleicht ein Stückchen gesalzenen Fisch hatten. Und er hatte ein hübsches kleines Mädchen, das für ihn Brot abschnitt und ihm ihr Bett offenhielt. In Munster hatte er bessere Zeiten erlebt, aber es hatte auch schlechtere gegeben. Als er sein Brot gegessen hatte, wischte er sich, aus Respekt vor dem Papier, sorgfältig die Hände an der Hose ab.

»Judy, hat es, ehe ich hierhergekommen bin, viele Räumungen gegeben, so, wie die O’Malleys von Captain Cooper verjagt worden sind?«

»Wann hat es denn jemals keine Räumungen gegeben? Ist nicht sogar der Bruder meines armen Mannes von seinem Land gejagt worden und hockt jetzt oben am Berg?«

»Wer war sein Grundbesitzer?«

»Der Hohe Lord selber. Der Hohe Lord hat aus London befohlen, und Mr. Foster, der damals sein Verwalter war, hat Hughey und seine Familie verjagt. Er muß irgend etwas gemacht haben, das dem Hohen Lord nicht gefiel, und deshalb mußte er gehen.«

»Er muß eine gewaltige Wut auf den Hohen Lord haben.«

»Ach, was hätte das denn für einen Sinn? Aber er wüßte ja doch gern, was er denn eigentlich falsch gemacht hat.«

Geduldiges Vieh. Wie ihre eigenen Kühe werden sie ohne zu klagen herumgeschoben. Weniger wert als die Kühe, denn sie können nicht auf den Markt getrieben werden. Wie Vieh stehen sie bewegungslos in den Feldern, fürchten sich in der einen Jahreszeit vor Regen und in der nächsten vor Wind. Werden vertrieben und streifen durch das Land oder ziehen auf die Hügel. Duggan hatte sich die richtige Aufgabe gesucht. Im Süden, weit weg in Wexford, und in Antrim im Norden, vor nur zwei Monaten, hatten solche Männer Städte und Regimenter geschlagen. Nicht hier.

Zögernd, bedauernd berührte seine Hand die Arbeit dieser Nacht. Graugans und schwarze Krähe, verstümmeltes Vieh und der jungfräuliche Mond. Er zog den Bogen blanken Papiers dichter zu sich heran und griff zu einer der schwarzen Federn.

Teil eins

1

Aus: Ein unparteiischer Bericht über die Ereignisse zu Killala im Sommer 1798 von Arthur Vincent Broome, M.A. (Oxford)

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