Thomas Flanagan - Ein Traum von Freiheit

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Sommer 1798, Schauplatz Irland, ein Aufstand: Der historische Roman «Ein Traum von Freiheit» berichtet in detaillierter und facettenreicher Art über die Rebellion in Irland. Während die Bauern in bedrückender Armut leben, geniessen die Grundherren das Leben des Luxus. Doch auch die Grundherren müssen Abgaben leisten nämlich an die englische Krone. In Frankreich hat sich gerade erst die französische Revolution abgespielt, deren ideologisches Gedankengut sich nun auch über Irland ausstreckt. – Mithilfe von verschiedenen Perspektiven beleuchtet der Autor die damaligen Lebensumstände, Phantasien und Wünsche Angehöriger verschiedener Schichten und Religionen und bringt dem Leser auf spielerische Weise die Komplexität der irischen Geschichte näher. -

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Vor einigen Jahren, als ich die Seelsorge für diese wilde und trostlose Region, über die ich schreibe, erst kurze Zeit übernommen hatte, fühlte ich mich veranlaßt, ein Tagebuch zu führen, in das ich die Sitten, Gebräuche und Manieren der verschiedenen Gesellschaftsklassen, so wie sie mir begegneten, eintragen könnte, um daraus eines Tages ein Buch mit einem Titel wie Leben in Westirland zu machen. Ich fürchtete zu Recht, daß mir die Zeit sonst lang werden möchte, und mir ist ein Hang zum Müßiggang, der zum Vorschein kommen kann, wenn meinem Leben Ordnung und Richtung fehlen, seit langem bewußt. Und mir war klar, daß nur wenige Teile des Reiches Seiner Majestät so unbekannt sind wie diese Insel, die genausogut in der Südsee treiben könnte, statt vor unserer Türschwelle. Ehe ich England verließ, hatte ich mir vorgenommen, Mr. Arthur Youngs Reise durch Irland zu lesen, ein weises und durchdachtes Buch, reich an Informationen, liberal und aufgeklärt in seiner Haltung, aber dennoch genau das, als was es sich ausgibt, der Bericht über eine Reise. Mein Werk würde die Vorzüge einer langen und stetigen Betrachtung des Schauplatzes haben, gewissermaßen eine Naturgeschichte des County Mayo sein.

Aber ach, die guten Vorsätze! Mein Tagebuch führte eine Zeitlang eine vage Existenz, bestand aus verstreuten Notizen, niedergeschrieben in der Aufregung meiner Begegnungen mit neuen Orten und Gesichtern und mit einer Gesellschaft, die pittoresk und beunruhigend zugleich ist. Aber wie andere meiner Projekte geriet es nach einigen Monaten vollends ins Stokken und sammelte dann lange auf einem Regal in meinem Studierzimmer Staub an. Wo sich diese Notizen jetzt befinden, kann ich nicht sagen; vielleicht wurde mit ihnen ein Feuer entfacht, ein Schicksal, das an diesem Ort losen Papierblättern widerfährt. Sie hätten ohnehin keinen großen Zweck erfüllt, da meine frühen Eindrücke, wie ich jetzt weiß, allesamt falsch waren, denn dieses Land ist so verräterisch wie das Moor, das ein Großteil seiner Oberfläche bedeckt. Es ist, im wahrsten Sinne des Wortes, ein aus-ländischer Ort und unempfänglich für die Lehren der Zivilisation.

Mein jetziges Ziel, praktischer und begrenzt, ist, so umfassend und unparteiisch wie ich kann, jedoch ohne müßige Abschweifungen, einen Bericht der Ereignisse zu geben, die vor einigen Jahren unserer abgelegenen Gegend eine vorübergehende Berühmtheit beschert haben. Deshalb muß ich zu Anfang meine eigene und verwirrte Sicht dieser besonderen Welt geben, die Bühne und Darsteller für mein Drama geliefert hat.

Eine Landkarte zeigt Mayo als einen County im entferntesten Westen des Landes, das seit einigen Jahren als das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Irland bezeichnet wird. Zu der Zeit, über die ich schreibe, war Irland jedoch theoretisch ein eigener Staat, der sein eigenes Parlament besaß, sich mit England König George als souveränen Herrscher teilte und von England stark beeinflußt wurde. Über seine illusorische und eingebildete »Unabhängigkeit« werde ich später noch einiges zu sagen haben. Im Moment will ich jedoch nur bemerken, daß die Ereignisse, die ich darstellen will, dazu beigetragen haben, das vielgerühmte, aber gefälschte »Königreich Irland« zu Fall zu bringen. So können große, den ganzen Staat betreffende Veränderungen bisweilen in rohen und abseitigen Umständen wurzeln.

Wenn ich diese Karte Irlands kolorieren sollte, dann würde Mayo darauf in Braun- und Blautönen erscheinen, im Braun der Hügel und Moore, über die sich ein endloser Himmel aus hellem Blau wölbt. Falls es nicht regnet, was leider oft der Fall ist. Während ich dies hier schreibe, regnet es, stetig und großzügig, wodurch ich die Bucht, auf die mein Studierzimmer blickt, nicht mehr sehen kann. Meine Pfarre liegt in der Stadt Killala in der Baronie Tyrawley, einst ein Bischofssitz und eine wohlhabende Gemeinde von Küstenhändlern, jetzt seit Jahrzehnten in einem Stadium von tristem Niedergang und Verfall. Es gibt natürlich noch andere Städte in Mayo: Ballina, unsere erfolgreiche Rivalin im Süden; Westport an der Westküste, der Sitz des Marquis von Sligo, verschönt von seinem eleganten Landsitz. Aber es gibt nur eine Stadt von wirklicher Bedeutung, Castlebar, die Hauptstadt von Mayo, wie sie großsprecherisch genannt wird, und die Stadt, zu der alle Wege in Mayo führen. Eine moskowitische Garnison an der sibirischen Grenze muß ähnlich aussehen, obwohl Castlebar, wie alle Städte in Mayo, ganz und gar aus Stein gebaut ist, mit Ausnahme der Lehmhütten der Ärmsten. Castlebar hat Straßen, ein Gerichtsgebäude, ein Gefängnis, eine Markthalle, eine Kaserne, die Häuser der wohlhabenden Kaufleute. Und doch wirkt alles provisorisch, hagere, schmale Gebäude, die sich angesichts der Endlosigkeit von Himmel und Land aneinanderkauern. Denn County Mayo durch seine Städte zu beschreiben, wäre völlig irreführend. Der Eindruck, den er als erstes in Auge und Geist hinterläßt, ist der von endlosem, ungastlichem Raum, von weitem, tristem Moorland im Westen von Crossmolina, von steilen und einsamen Landzungen und Halbinseln. Er hat seine eigene gewaltige und düstere Welt, während die benachbarten Counties Galway und Sligo einen zivilisierten Anblick bieten, der allerdings leider völlig irreführend ist.

Er ist auch wenig bevölkert, wenn wir uns auf das beschränken, was wir in England als »County-Familien« bezeichnen würden. Wenn ich einen Morgen oder auch einen ganzen Tag ausritt, konnte ich als Nachbarn vielleicht fünfzig oder sechzig Familien des Landadels und des Fastadels zählen, letztere werden hier übrigens »Halb-Sirs« oder »Gentlemen mit Halbbesitz« genannt. In der Nähe, innerhalb der Grenzen von Killala und Kilcummin, hatte ich unter anderem Peter Gibson von The Rise, Captain Samuel Cooper von Mount Pleasant, George Falkiner von Rosenalis, meinen besonderen Freund, wie diese Aufzeichnungen zeigen werden, und, an der Straße nach Ballycastle, Thomas Treacy von Bridge-end House als Nachbarn. Weiter entfernt, nur über anstrengende Reisen auf elenden Straßen zu erreichen, standen die Häuser von George Moore von Moore Hall, Hilton Saunders von Castle Saunders, Malcolm Elliott von The Moat und etwa zwanzig anderen. Diese alle, mit Ausnahme von Moore und Treacy, gehörten zu meiner Pfarre, denn es gehört zu den bekanntesten Tatsachen über das Leben in Irland, daß die, die das Land besitzen, und die, die es bestellen, durch ihren Glauben streng voneinander getrennt sind, die Grundbesitzer sind fast allesamt Protestanten, die Pächter und Landarbeiter dagegen Papisten.

So über unsere Baronie zu sprechen, bedeutet, ihr abwesendes Zentrum zu ignorieren, denn über unsere Baronie und die anliegenden Gebiete dominiert das Gut, überragend und auf den ersten Blick endlos, von Lord Glenthorne, dem Marquis von Tyrawley, oder, wie er hier mit einer dem Irischen entlehnten Bezeichnung genannt wird, »der Hohe Lord«. Diese Bezeichnung läßt an leichte Blasphemie denken, und Lord Glenthorne hat in der Beziehung mit unserem Schöpfer Ähnlichkeit, daß diese riesige Domäne zu seiner Verfügung steht, er jedoch beschlossen hat, sich nicht darauf aufzuhalten. Darin liegt nichts Ungewöhnliches, denn die ansässigen irischen Grundbesitzer sind in der Regel die kleineren, die etwa tausend Hektar oder weniger besitzen, während die Reichen fernbleiben, eine Tatsache, die viele für die Ursache unserer vielen Leiden halten. Lord Glenthorne hat beschlossen, sich niemals zu zeigen, nicht einmal zu kurzen Besuchen, und doch ist sein Platz in unserem Dasein so wichtig und überragend, daß er in der Rede der Bauern eine legendäre Größe erreicht hat, eine unergründliche Gestalt, jenseits von Gut und Böse. Ich wurde ihm in London vorgestellt, wo er mir als kleiner, milder Mann mittlerer Jahre erschien, von schlichtem, unaffektiertem Betragen, der seine religiösen Pflichten sorgsam befolgte. Viel später bin ich ihm ein zweites Mal begegnet, und bei dieser Gelegenheit erhielt ich einen klareren Eindruck von ihm und erkannte, daß er in jeder Hinsicht ein Herr war.

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