Lise Gast - Die Haimonskinder

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Ron ist achtzehn und versucht sich und ihre drei Geschwister über Wasser zu halten. Ihre Eltern sind gestorben und die Flucht hat sie in eine neue Gegend, fernab von der Heimat, verschlagen. Sie besitzen nichts und haben Mühe, den Alltag zu bewältigen. Doch Ron ist gesund und kräftig, und sie besitzt den Ehrgeiz, die Familie zu ernähren. Die anderen Geschwister sind noch zu jung, um beim Bauern auf dem Feld zu arbeiten. Eines Tages entdeckt Ron eine Ruine – eigentlich ein altes Zollhaus, das in Kampfzeiten zertrümmert wurde und nun als 'zerstört' eingestuft wird. Nahezu kein Stein liegt auf dem anderen, aber man erkennt noch den Grundriss. Ron wird ganz warm ums Herz beim Anblick. Das Haus hat sogar einen kleinen Garten, in dem kostbarer Mohn wächst. Zum ersten Mal überkommt ihr der Gedanke und die Hoffnung, dass es vielleicht doch nicht unmöglich ist, ein neues Zu Hause zu finden. DIE HAIMONSKINDER erzählt von den schwierigen Jahren der Nachkriegszeit. Der Zweite Weltkrieg ist vorbei, Deutschland liegt in Trümmern, die Menschen sind geflohen oder aus ihrer Heimat vertrieben. Es herrscht bittere Armut, doch der Lebensmut der Hinterbliebenen ist ungebrochen.-

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„Gut nach Hause“, rief sie ihm noch nach, drehte sich dann hastig um und klappte die Tür hinter sich zu. Wolf war noch wach. Sie kroch neben ihn zwischen die Decken und nahm ihn dicht an sich heran. Gut, daß er da war, der kleine Unglücksrabe, das arme Wurm, — gut, daß morgen —

Im selben Augenblick fielen ihr auch schon die müden Augen zu.

Die Maschine machte einen ohrenbetäubenden Lärm, fast wie die Holzschleife daheim, besonders, wenn sie die Bündel Getreide in sich hineinfraß, kreischend und nimmersatt. Trotzdem war Ron seelenfroh, hier oben zu stehen — man hatte hier lange nicht soviel Staub zu schlucken, wie unten, und wenn man auch fix sein und sich in der Minute vielleicht fünfundzwanzigmal bücken mußte, so war das doch lange nicht so schwer wie Gabeln und nicht so dreckig und eklig wie Spreuwegtragen. Nicht einmal aufzuschneiden brauchte sie, wobei einem das Messer so leicht in die Maschine fallen konnte; sie legte vor, mußte die Getreidebündel, die ihr aus der Luke zugeworfen wurden, erwischen und der Aufschneidenden neben ihr am Tisch möglichst bequem vorlegen, damit das Einlegen rasch ging. Sie hatte das schon mehrmals getan und war froh, wiederum hier heraufgekommen zu sein.

Ihr gegenüber stand der Chef. Er hatte ein pfiffiges, etwas verkniffenes Gesicht und überwachte jeden Handgriff, den seine Leute machten, mit Argusaugen, aber mochte er ruhig! Noch keinmal war das Maul der Maschine verstopft gewesen; regelmäßig klang das schabende Aufkreischen, und Ron gelang es sogar immer wieder, zwischen dem Vorlegen eine der handgebundenen Getreidegarben aufzuknoten und selbst einzulegen. Die mit dem Binder gebundenen Garben mußten aufgeschnitten werden. Aber es beschleunigte den Gang der Handlung, wenn man loses Stroh oder aufgebundene Garben zwischendurch einwarf, und das war im Sinne aller, heute zum Sonntag ganz besonders.

Es war noch früh am Tage. Ein zarter Dunst lag über dem Hof, und die Sonne vermochte noch nicht über die Scheunenmauer hinweg bis auf die Dreschmaschine zu gelangen. Aber es würde heute bestimmt schön werden.

Anders war unten beim Ballenwegtragen, sie hatte ihn vorhin kurz gesehen, nur ganz flüchtig, begrüßen hatte sie ihn nicht können. Eigentlich war das ja eine Arbeit für erwachsene Männer; er war sicher noch nicht zwanzig, und die Ballen wogen über einen Zentner. Anfangs machte es den Trägern immer Spaß, sie wegzutragen und dann ein wenig frei zu haben und herumzuplaudern bis zum nächsten, bald aber saßen sie, verschnaufend und mit arbeitenden Lungen, in der kleinen Pause ganz still und sammelten neue Kräfte. Vor allem, wenn die Ballen erst hochgeschichtet werden mußten.

Vielleicht wurde er bald abgelöst. Es wurde ja immer abgelöst beim Dreschen, zum Frühstück und dann zu Mittag und zur Vesper, wenn durchgearbeitet wurde. Heute ging es ja sowieso nur bis mittags, aber zum Frühstück um halb zehn wurden sicher die Plätze gewechselt. Dann kam sie selbst auch woandershin, aber na — egal ...

Ron sang schon wieder, hier oben hörte das niemand, man konnte viertelstundenlang dasselbe singen, so laut man wollte, immer wieder von vorn. Die Frau neben ihr sah es an ihrem Mund und lachte — wie konnte man nur so unerhört und unverschämt jung sein, daß man beim Dreschen auch noch singen mochte! Ron aber war nach Singen zumute, Gott mochte wissen, weshalb.

Übrigens war es im Grunde gar nicht verwunderlich, daß ihr so zumute war — sie hatte heute früh schon einen Sieg errungen. Natürlich war sie, wie jeder heuzutage, im Sommer Ährenlesen gegangen, so oft sie nur irgend konnte — es war ja eigentlich nur sonntags und nach Feierabend möglich, da sie arbeiten ging. Aber zwei Säcke waren es doch geworden. Dieses Getreide wollte sie gerne mit durchwerfen, wenn der Weizen hier fertig war, um es dann in der Mühle in Mehl oder Gries umtauschen zu können. Dazu brauchte sie aber die Erlaubnis des Mannes, der die Dreschmaschine führte. Es war die Maschine der allgemeinen Bauernhilfe, die von Hof zu Hof ging, keine eigene des Bauern. Und dieser Mann, ein Herr Hupe, war allgemein gefürchtet infolge seines barschen und wenig umgänglichen Wesens. Ron bangte schon viele Wochen, seit sie den mühselig errungenen Schatz an Ähren besaß, vor dem Augenblick, in dem sie ihn würde bitten müssen.

Nun war sie heute früh an diesem Herrn Hupe vorbeigekommen, als er sich gerade die Morgenpfeife anzünden wollte — es war noch zeitig, die Maschine lief noch nicht. Da erlosch ihm das letzte Streichholz, und er fluchte. Ron hatte zufällig eine Schachtel eingesteckt, auch Streichhölzer waren ja Mangelware, und mit Feuerzeugen wurde ein schwunghafter Handel getrieben. Sie schenkte ihm also die ganze Schachtel, und er grinste, was bei andern Leuten einem herzlichen „Dankeschön!“ gleichgekommen wäre. Nun hatte sie ihn doch auf diese Weise etwas entwölkt und sich gnädig gestimmt, also würde er wohl nicht so schelten, wenn sie nachher mit ihrem Anliegen kam. Die beiden Säcke hatte sie schon in aller Frühe von der Scheune des Bauern, wo sie lagerten, hierhergeholt; sie warteten in Struves Futterküche. Vielleicht also war sie heute abend auch diese Sorge los.

Ron sang. Heute nachmittag würde sie mit Wolf in der Sonne sitzen und Mohn aufschneiden — wie würde Christine staunen, wenn sie damit ankamen! Und wie gut würde es ihr tun, endlich einmal wieder etwas Nahrhaftes zu der üblichen Ration hinzuzubekommen.

Christine war zart, man mußte für sie sorgen. Sie war, als sie flüchteten, dreizehn Jahre alt gewesen und hatte neben der Volksschule, die sie ja noch besuchen mußte, den Haushalt der vier Geschwister geführt, während sie, Ron, sich kurz entschlossen zum Enttrümmern gemeldet hatte. Sie hatten beide zu Hause die höhere Schule der Kreisstadt besucht, aber daran war jetzt nach dem Tode der Eltern natürlich nicht mehr zu denken. Der Bürgermeister des Städtchens war zu ihrem Vormund eingesetzt, da sie ja alle noch nicht mündig waren, aber das nützte ihnen praktisch eigentlich fast nichts. Der ältere Herr war überbürdet mit Pflichten und Sorgen, er entschuldigte sich manchmal bei Ron, daß er sich nicht mehr um sie zu kümmern vermochte — „aber Sie sind ja so tüchtig ...“ Sie bekamen etwas Unterstützung von der Wohlfahrt und Ron durch ihre Arbeit auch Karte eins, und etwas Geld hatten sie anfangs auch noch gehabt. Trotzdem hatten die ersten Jahre Christine sehr zugesetzt, mehr als ihr, Ron, die kräftig und gesund war, platzgesund, hatte Vater immer gesagt. Aber das Enttrümmern war doch sehr schwer gewesen.

Wie schwer, das ahnte auch Christine nicht; Ron hatte es ihr nie erzählt. Es war vor allem die Gesellschaft, in der man sich dort befand, die sie bedrückte: rüpelhafte Männer, die ständig scheußliche Witze erzählten. Ron hatte versucht, sich Ohrenlider wachsen zu lassen und sie zu schließen, nichts zu hören, aber das war nicht leicht. Deshalb vor allem hatte sie dies Jahr mit der Schipperei aufgehört und sich Arbeit bei Bauern gesucht, die auch nicht leicht war, aber doch hie und da etwas einbrachte zum Essen. Gemüse, Zwiebeln und ähnliches hatte sie oft mit nach Hause bringen können, und das glich den weiten Anmarsch wieder aus, vor allem, als ihr Rad noch funktionierte. Das Rad entbehrte sie bitter, aber vielleicht war es möglich, es wieder in Ordnung zu bringen, wenn sie jetzt etwas Körner und Mohn besaß und eventuell einen neuen Schlauch eintauschen konnte. Dann fuhr sie wieder hinüber, statt zu laufen, und alles wurde besser.

Selbstverständlich durfte niemand ahnen, daß sie mit ihren mühsam erworbenen Lebensmitteln auch noch tauschen wollte — wenn das herauskam, hatte sie nichts mehr zu erwarten. Der Bauer tat immer, als wäre es eine Gnade, wenn sie überhaupt etwas bekam, dabei war er im Grunde verpflichtet, Deputat zu geben; sie hatte ja jetzt nur Karte vier, die Karte mit den kleinsten Rationen. Und die Frau, die ebenfalls dort arbeitete, war fürchterlich mißgünstig; sie hatte drei kleine Kinder und fand immer, daß „ledige Arbeiter“ wie Ron eigentlich nichts bekommen dürften. Daß auch sie, Ron, für vier Mann geradezustehn hatte, wollte sie nicht wahrhaben. Gewiß hatte sie es auch schwer, aber es war ja wohl in Wahrheit so, daß jeder Mensch überall und lediglich seine Sorgen sah ...

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