Lise Gast - Die Haimonskinder

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Ron ist achtzehn und versucht sich und ihre drei Geschwister über Wasser zu halten. Ihre Eltern sind gestorben und die Flucht hat sie in eine neue Gegend, fernab von der Heimat, verschlagen. Sie besitzen nichts und haben Mühe, den Alltag zu bewältigen. Doch Ron ist gesund und kräftig, und sie besitzt den Ehrgeiz, die Familie zu ernähren. Die anderen Geschwister sind noch zu jung, um beim Bauern auf dem Feld zu arbeiten. Eines Tages entdeckt Ron eine Ruine – eigentlich ein altes Zollhaus, das in Kampfzeiten zertrümmert wurde und nun als 'zerstört' eingestuft wird. Nahezu kein Stein liegt auf dem anderen, aber man erkennt noch den Grundriss. Ron wird ganz warm ums Herz beim Anblick. Das Haus hat sogar einen kleinen Garten, in dem kostbarer Mohn wächst. Zum ersten Mal überkommt ihr der Gedanke und die Hoffnung, dass es vielleicht doch nicht unmöglich ist, ein neues Zu Hause zu finden. DIE HAIMONSKINDER erzählt von den schwierigen Jahren der Nachkriegszeit. Der Zweite Weltkrieg ist vorbei, Deutschland liegt in Trümmern, die Menschen sind geflohen oder aus ihrer Heimat vertrieben. Es herrscht bittere Armut, doch der Lebensmut der Hinterbliebenen ist ungebrochen.-

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„Und ich? Ich nicht?“ fragte Matthias etwas spöttisch. Ron wurde rot.

„Ich dachte, Sie wollten — es wäre natürlich schön, wenn Sie uns hülfen“, setzte sie rasch hinzu. „Aber ich kann doch nicht immerfort —“ Sie stockte. Er merkte es sofort.

„Was heißt immerfort. Haben Sie noch einen Dolch im Gewande?“

„Nein, natürlich nicht, ich bin doch so froh, daß Sie heute da waren. Es ist nur — ich hab’ versprochen, morgen bei Struves mitzudreschen.“

„Sie werden sich noch eines Tages kaputt machen“, sagte Matthias leise. Es klang diesmal gar nicht spöttisch, sondern warm und wirklich herzlich. Ron war erstaunt, und es tat ihr gut. Etwas wie Achtung, ja, wie Hochachtung klang aus den Worten.

„Wenn wir heute abend den Mohn fertig brechen, kann ich gut gehen“, sagte sie dankbar, „nein wirklich, ich kann. Aufschneiden und ausschütten ist doch eine Erholung —“

„Dann werden Sie sich morgen dieser Erholung hingeben, und ich werde für Sie dreschen“, sagte Matthias jetzt und legte die Hand auf ihren Arm. „Keine Widerrede, Fräulein Ron, ich tue es gern. Dreschen ist doch Männerarbeit.“

„Aber wieso denn — alle Arbeitsfrauen bei uns dreschen mit, und es gibt doch dabei auch leichte Sachen; Spreu wegtragen oder aufschneiden oben auf der Maschine oder — nein, nein, ich gehe selbst“, sagte Ron rasch und verwirrt. Es war das erstemal, daß Matthias ihr so etwas anbot, und es war ihr peinlich, gerade jetzt, wo er den ganzen Tag für sie geopfert hatte. „Und ich bekomme auch etwas. Frau Struve versprach es mir. Ich kann Sie doch nicht einfach für mich hinschicken“, stolperte es aus ihr heraus.

Matthias sah sie prüfend an, dann senkte er die Augen. Ron ärgerte sich über seinen Blick, es war, als habe er etwas gesehen, was sie selbst nicht sehen wollte.

„Klar geh ich selber“, sagte sie, stand auf und schüttelte ihr Kleid zurecht. „Und jetzt wird der Mohn fertiggemacht. Komm, Heini, ist gar nicht schwer. Sieh mal, wie schön trocken er ist, er bricht sich ganz von alleine, wir brauchen kein Messer. Wieviel meinen Sie, daß wir herausbekommen?“

Sie arbeiteten nebeneinander, jeder vier Reihen, wie auf dem Feld. Ron plauderte und lachte ununterbrochen, es war ja kein Wunder, daß sie gute Laune hatte, sonnabends und bei einer so schönen, eigenen Erntearbeit!

„Ich bekomm morgen wieder Essen“, erzählte Ron strahlend, „und von unserm Brot ist auch noch was da. Am liebsten würde ich noch einen Mohnkuchen backen, als Erntedankfestkuchen — aber wo? Können Sie nicht morgen noch schnell einen Backofen bauen?“ fragte sie Matthias.

„Viel verlangt, aber ich habe —“ Er machte ein geheimnisvolles Gesicht. Sie wurde aufmerksam.

„Was haben Sie?“

„Ich habe was mit — ich wußte doch nicht, daß Sie uns so überreichlich mit Essen versorgen werden, da dachte ich —“

„Na?“ drängte sie gespannt.

„Ich hab’ Nudeln mit, es sind graue, wie man sie jetzt auf „Nährmittel“ bekommt, Sie wissen ja. Eigentlich wollte ich sie heute kochen, aber — wenn wir sie morgen in meinem Kochgeschirr kochen und essen Mohnsoße dazu — mit Milch —“

„Wunderbar!“ rief Ron entzückt, „fehlt uns nur der Zucker. Aber den bettle ich bei Frau Struve heraus — und dann essen wir das als Nachtisch nach dem Dreschmenu. Na, wird das ein Sonntag? Freust du dich, Heini?“

Der Kleine nickte. Er hatte eine von Ullas Schürzen um, die Ron ihm mit beiden Zipfeln hochgebunden hatte, und sammelte eifrig Mohnköpfe darein. Wenn man ihn helfen ließ, war er am nettesten. Ron freute sich eine Minute lang an seinem jetzt gar nicht mehr so blassen Gesicht, das im Grunde ganz hübsch gewesen wäre, nur leider wurde es durch große, blasse und etwas abstehende Ohren — Krautblätter nannte Ulla sie und brachte ihn damit zu Wuttränen — ziemlich entstellt. Und in ihrer Herzensfröhlichkeit begann sie vor sich hinzusingen.

Es war ein altes Wanderlied, mit einer leichten, eigentlich leichtsinnigen Melodie, nichts Besonderes, aber gerade das, was jetzt zu ihrem Sinn paßte. Erst als sie zum Kehrreim kam, ging ihr auf, warum ihr gerade dies Lied eingefallen war.

„Und im Sommer da blüht der rote, rote Mohn, Und ein lustiges Blut kommt überall davon, Schätzel ade, ade —“

Schon beim zweitenmal sang Wolf mit, er war sehr musikalisch. Das war eigentlich die einzige, wirklich positive Eigenschaft von ihm. Seine Stimme war klar und er sang wirklich rein, sie hatte das schon beobachtet, wenn er als ganz kleiner Kerl auf seinem Thrönchen saß und selbstvergessen vor sich hinsang, meist ein einziges Wort als Text benützend. So erinnerte sie sich noch, wie er als Anderthalbjähriger das Wort „Klavier“, das er soeben gelernt hatte, durch einen ganzen Vers „Geh aus mein Herz und suche Freud’“ hindurchgesungen hatte — gerade bei solch einer Sitzung. Sie hatten so darüber gelacht, als sie es den Eltern erzählte.

„Nochmal von vorn, Heini“, sagte sie jetzt, als sie merkte, daß er die Melodie erfaßt hatte, — „los, ich sing die zweite. Und morgen da müssen wir wandern —“

„Gefällt Ihnen das Lied so?“ fragte Matthias, als sie beide nebeneinanderstanden beim Ausleeren der Mohnkapseln. Ron sah erstaunt auf, sie hatte für eine Viertelstunde alles andere vergessen gehabt unter diesem leichten, sommerseligen und glücklichen Daseinsgefühl.

„Ja, ich mag es gern“, sagte sie jetzt, „ist etwas damit?“

„Würde es Ihnen so leicht fallen, von einem Schätzel zum andern zu wandern?“ fragte er verhalten. Sie hatte das Gefühl, als wische eine graue Hand über ihre rosenrote Stimmung.

„Ach wo“, sagte sie, „das ist doch nur ein Lied. Und Lieder sind — nun ja, es gibt so komische Texte, grade bei Volksliedern. Man singt sie aus einer Stimmung heraus. Wir können aber auch gern ein anderes singen, Wolf kann schon eine Menge“, sagte sie dann, absichtlich ablenkend. Sie hatte wahrhaftig heute genug von seinen Anspielungen. „Kennen Sie: ‚Wohlauf in Gottes schöne Welt?‘ Das brachte Ulla neulich mit.“

Sie sangen es. Ron die zweite, Wolf allein und ganz sicher die erste Stimme. Es wirkte, wie oftmals, ausgleichend, beruhigend. Zum Schluß brummte Matthias auch mit. Und dann hatten sie, als es so dunkel war, daß man kaum noch etwas sehen konnte, tatsächlich die „Ernte“ bewältigt. Ein tüchtiger Sack war voll. Ron hob ihn schätzend mit einem stolzen und glücklichen Gesicht an.

„Jetzt aber schleunigst ins Körbchen, Heini!“

Der Junge war todmüde, hätte das aber nie zugegeben. Sie schenkten sich das Waschen und packten ihn auf den Heuhaufen, mit einer Decke als Unterlage und einer als Zudecke. „Ich tu dann auch noch mein Arbeitszeug dazu, und außerdem kann ich ihn ja wärmen“, sagte Ron, als Matthias etwas zweifelnd fragte, ob das genügen sollte. „Es geht schon mal, die eine Nacht ...“

Sie hatten auf der Flucht ganz andere Nächte zugebracht, auf Bahnsteigen, durch deren zertrümmerte Dächer es regnete und schneite — und damals war Wolf ja außerdem noch viel jünger gewesen. „Schlaf nur schnell, sonst wirst du bis morgen nicht fertig damit.“

Sie ging noch mit Matthias hinaus, um sich zu verabschieden — es war jetzt ganz dunkel. Sollte sie fragen, ob er morgen wiederkäme? Eigentlich hatte er es ja als selbstverständlich hingestellt.

„Gute Nacht, und Dank für heute“, sagte sie deshalb nur schnell, sie brachte es so frisch wie möglich heraus und schüttelte ihm die Hand kräftig. Er hatte den Kopf gesenkt, beinahe — aber nein, so verrückt würde er doch wohl nicht sein, daß er ihr einen Handkuß hatte geben wollen, ihr, die tagsüber beim Bauern die geringste Arbeit tat, Kartoffeln grub oder Mist streute. Ja, auch beim Miststreuen war sie dabei gewesen, Anfang des Jahres.

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