Lise Gast - Die Haimonskinder

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Ron ist achtzehn und versucht sich und ihre drei Geschwister über Wasser zu halten. Ihre Eltern sind gestorben und die Flucht hat sie in eine neue Gegend, fernab von der Heimat, verschlagen. Sie besitzen nichts und haben Mühe, den Alltag zu bewältigen. Doch Ron ist gesund und kräftig, und sie besitzt den Ehrgeiz, die Familie zu ernähren. Die anderen Geschwister sind noch zu jung, um beim Bauern auf dem Feld zu arbeiten. Eines Tages entdeckt Ron eine Ruine – eigentlich ein altes Zollhaus, das in Kampfzeiten zertrümmert wurde und nun als 'zerstört' eingestuft wird. Nahezu kein Stein liegt auf dem anderen, aber man erkennt noch den Grundriss. Ron wird ganz warm ums Herz beim Anblick. Das Haus hat sogar einen kleinen Garten, in dem kostbarer Mohn wächst. Zum ersten Mal überkommt ihr der Gedanke und die Hoffnung, dass es vielleicht doch nicht unmöglich ist, ein neues Zu Hause zu finden. DIE HAIMONSKINDER erzählt von den schwierigen Jahren der Nachkriegszeit. Der Zweite Weltkrieg ist vorbei, Deutschland liegt in Trümmern, die Menschen sind geflohen oder aus ihrer Heimat vertrieben. Es herrscht bittere Armut, doch der Lebensmut der Hinterbliebenen ist ungebrochen.-

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Trotzdem war es schade. So schön war es gewesen diesen ersten Sommer lang, als Ulla noch jeden Tag in der Gärtnerei sein durfte; als Herr Jesumann noch allein hauste und überall seine Pfeife ausklopfen durfte, als man noch nicht nach dem Tor schielte, ob „sie“ etwa käme. Heute war es wieder ein bißchen so wie damals, aber die Sonnabende waren so selten in der Woche, und außerhalb der Ferien hatte man sie ja auch nur halb.

Während Ulla, eine große und dicke Klappschnitte in der einen, eine Tomate in der andern Hand, neben Herrn Jesumann herging, erklärte und zeigte er ihr alles, was sie seit dem vorigen Mal noch nicht gesehen hatte, neue Stecklinge und umgetopfte Blumen, und dann sagte er, sie wollten doch mal nach dem Pflaumenbaum gucken, er hätte bestimmt etwas abzugeben.

Seltsam, daß hier, in der Gärtnerei, solch ein nebliger Frühherbsttag gar nicht bedrückend wirkte wie in der Stadt, sondern vielmehr geheimnisvoll, verheißend, vielversprechend. Die Pflaumen waren so frisch und betaut, wie sie da hingen und im Grase lagen. Es war nicht nur, daß sie gut schmeckten, sondern sie waren wie lebendig, eine lebendige Frucht einer Jahresarbeit, Zeugen liebevoller Behandlung lebendiger Wesen.

„Bei uns zu Hause hatten wir auch —“, sagte Ulla, während sie eifrig sammelte; wie oft hatte sie Herrn Jesumann von ihrem Garten erzählt, und immer hatte er aufmerksam und teilnehmend gelauscht. Was für Christine die heimatliche Wohnung, war für Ulla der Garten gewesen; sie trug ihn im Herzen und sprach von ihm zu niemanden als zu Herrn Jesumann, zu ihm aber immer wieder. Nur daß man eben zu Hause immerfort im Garten war und sein durfte und hier nur so selten ...

Der Tag war strahlend geworden und verschwamm jetzt in einen mattgoldenen Abend, als Ron die wacklige Treppe vom Oberboden herabgeklettert kam und in den Hof hinaustrat. Endlich! Es war bestimmt schon sechs durch. Sie hatten Tabak gefädelt. Er durfte nicht liegenbleiben, sonst wurde er heiß; jetzt hing er da oben an langen Fäden und konnte trocknen. Es war eine häßliche Arbeit, aber sie mußte sein. Jetzt nur schnell umziehen und fort. Sie war mittags nur auf einen Sprung im Chausseehaus gewesen und wußte nicht, ob Matthias noch dort war; sie hoffte es, er hatte es aber nicht versprochen. Vielleicht fürchtete sich Wolf doch ein bißchen, wenn er allein war. Ron fuhr schnell in ihr Dirndl und packte die Arbeitskluft unter den Arm. Nur fort, nur hinüber.

Auf der Dorfstraße traf sie Frau Struve, eine rundliche, blonde, immer freundliche Frau, bei der es manchmal etwas Magermilch gab, ohne daß Ron darum zu bitten brauchte. Sie hatte vom Schicksal der vier Haimonskinder gehört. Auch jetzt winkte sie ihr. Ron hielt inne und folgte ihr ins Haus. Wirklich bekam sie eine halbe Kanne voll. Sie strahlte.

„Nein, nichts zu danken, ich wollte nur fragen — könnten Sie morgen dreschen helfen?“ fragte Frau Struve freundlich. „Wir haben zu wenig Leute; Sie könnten gern mitessen, und ein paar Körner bekämen Sie auch dafür —“

„Natürlich, Frau Struve, gern — wann fangen wir denn an?“ fragte Ron, obwohl sie ja eigentlich für morgen genug Arbeit vorhatte. Aber Dreschen, und Körner, sie hätte auch zugesagt, wenn es nicht Frau Struve gewesen wäre. Dreschen brachte immer etwas ein, wenn es auch eine schreckliche Schinderei war.

„Von sieben an, aber höchstens bis eins; es ist nur der Weizen“, sagte Frau Struve und schob ihr noch ein halbes Brot unter den Arm, „nein, nehmen Sie nur, Sie bekommen morgen trotzdem noch was. Es ist eilig dies Jahr, weil wir sofort abliefern müssen —“ Sie standen zusammen im Hof, wo der Trecker eben die Maschine hereinschleppte, puffend und zitternd, begleitet vom Rufen und Schimpfen der Männer. Am Tor stand ein großer Junge, den Ron nicht kannte, er war schlank und trug eine abgewetzte, viel zu kurze Manchesterhose zu einem weißen Hemd; seine Haare waren dunkel und nach hinten gekämmt, nicht lockig, aber doch etwas gewellt. Frau Struve sah auch nach ihm hin.

„Anders will auch mithelfen, er ist heute erst nach Hause gekommen“, erzählte sie, „ja, Anders Wiemann, der Sohn vom Pastor — Sie kennen ihn noch nicht? So ein netter und gefälliger Junge —“

„Ich muß fort, Frau Struve“, sagte Ron und blieb noch einen Augenblick stehen. Vielleicht kam der junge Mann herüber um sie beide zu begrüßen; er sah so nett aus. Wirklich, er tat es. Er lächelte, während er ihr die Hand gab. Sie wechselten ein paar nichtssagende Worte, und er hob ihr das zusammengeballte Arbeitszeug auf, das ihr unter dem Arm weggerutscht war, als sie sich von Frau Struve verabschiedete. Sie hatte ja noch Milchkanne und Brot zu tragen.

„Danke, sehr freundlich — nein, ich kann es nicht hierlassen, Frau Struve, ich habe heute abend noch allerlei vor. Das heißt, beim Mohnschneiden macht man sich ja nicht schmutzig. Aber ich brauch es doch.“ Sie überlegte sich, daß sie es in der Nacht zum Zudecken nehmen könnte, wenn Wolf etwa fröre. Dabei ärgerte sie sich, daß sie so dumm daherquatschte. Trotzdem war sie froh und beschwingt, als sie über den Feldweg davonlief, im Trabe, um die vertrödelte Zeit wieder einzuholen. Vorhin war sie müde und zerschlagen gewesen, jetzt lief sie und spürte die Beine nicht. Wirklich nett sah er aus, dieser Anders, und es tat so gut, wieder einmal mit einem Menschen zu sprechen, der nicht diesen fürchterlichen, breiten und verschwommenen Dialekt der Gegend sprach.

Tatsächlich, Matthias war noch da, und er schien sich mit Wolf sehr angefreundet zu haben. Sie hatten aus ein paar Brettern eine Art Karnickelbucht zusammengesetzt und Hans hineingetan — nun saß dieser vergnügt im Grase und wackelte mit seinen langen Ohren. Wolf sah gar nicht auf, als sie kam, so beschäftigt war er mit dem Tier; es würde wohl heiße Tränen geben, wenn sie es schlachten mußten, überlegte sie sich. Aber man konnte es vielleicht heimlich tun und den Kleinen sagen, Hans wäre verschenkt worden ...

„Ja, schön, daß Sie noch da sind, Matthias, nun müssen wir aber erst was essen“, sagte sie munter, „ich habe Brot und Milch. Nein, kommt überhaupt nicht in Frage, daß Sie jetzt gehen —“

Es wäre ihr im Grunde lieber gewesen, er wäre gegangen. Aber das war natürlich ausgeschlossen, jetzt, nachdem er ihr den ganzen Tag über den Mohn und den Jungen und nun auch noch das Karnickel gehütet hatte. Sie setzten sich neben Wolf ins Gras, und Ron bat sich Matthias’ Messer aus. Wolf strahlte, als er eine Schnitte nach der andern bekam, er strahlte eigentlich nur beim Essen. Er war solch unzufriedenes und schwieriges Kind, und, wenn man ehrlich war, eigentlich immer schlechter Laune.

Natürlich konnte das an der schlechten und einseitigen Ernährung liegen. An Kalkmangel, Mangel an Vitaminen und ähnlichem — Ron sagte sich das, um sich selbst zu trösten, ohne es wirklich ganz zu glauben. Schließlich war sie beispielsweise ja auch schlecht ernährt und nie muffig. Und auch sonst lag es weiß Gott nicht in der Familie. Vater war heiter und gütig gewesen. Ja, gütig, das war das Wort, das auf ihn paßte. Und Mutter tätig und fröhlich, von einer herzhaften und gesunden Weltläufigkeit. Das Stille und Besinnliche hatte Christine von der Großmutter, auf die sie sich beide noch gut besannen, und Ulla war ganz die Mutter, unbedenklich und einfach. Wem sie, Ron nachschlug, wußte sie selbst nicht, aber daß jemand in der Familie so bedauerlich veranlagt gewesen wäre wie Wolf, das hatte sie nie gehört. Vielleicht gab es sich noch mit der Zeit; vielleicht kam es auch daher, daß er eben der jüngste und der langersehnte Sohn war, dem alle stets und immer den Willen getan hatten, alles Gute aufgehoben, alle Steine aus dem Weg geräumt: nun hatte man das Produkt. Übrigens schien er sich mit Matthias gut verstanden zu haben; überhaupt war er, wenn man sich einmal Zeit für ihn nahm und ihn allein hatte, wesentlich erträglicher als sonst. „Ist’s fein hier, Heini?“ fragte sie kauend und freute sich, als er nickte. „Kommst du wieder mal mit raus? Aber heute abend müssen wir noch schrecklich fleißig sein, du und ich —“

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