Mary-Ann Kirkby - Ich bin eine Hutterin

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Von der Außenwelt abgeschottet, ähneln die «Bruderhöfe» der Hutterer den Amischen. Sie teilen den Glauben, den alten deutschen Dialekt und ihr Hab und Gut. Eine Traum-Kindheit für Ann-Marie: kindliche Abenteuer in der kanadischen Wildnis, Romanzen und Raufereien. Doch über Nacht verlassen ihre Eltern die Gemeinschaft. Für die zehnjährige Ann-Marie bricht eine Welt zusammen. Erst als Erwachsene wagt sie sich wieder auf die aufregende Reise in ihre eigene Vergangenheit.

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Seine Frau Katrina war die Obergärtnerin und Köchin für die Kranken, und als sie plötzlich im Alter von 45 Jahren an einer Gallenkolik starb, hinterließ sie ihren Mann und die Kolonie in einem Schockzustand und sechzehn Kinder ohne Mutter, darunter die einjährige Mary.

Der am Boden zerstörte Joseph Maendel ließ in einem Brief an seine Schwägerin in der Kolonie James Valley seiner Trauer freien Lauf.

Meine liebe Schwägerin, es war sehr, sehr traurig für uns, so getroffen zu werden. Als unsere dringend benötigte, geliebte Mutter tot vor uns lag, konnten wir sie nur ungläubig anstarren.

Ihre Schwester Rebecca schrie laut: »Allmächtiger Gott, wie kannst du eine Mutter wie diese aus ihrer Familie reißen!« Doch nichts half. Unsere liebe Mutter war in der Ewigkeit bei Gott. Ich sagte unseren Töchtern und all den Kindern: »Lasst uns fleißig zu Gott beten, damit uns nicht ein weiteres Unglück widerfährt.« Wie traurig wäre es, wenn ich, der Vater, auch nicht mehr bei ihnen sein könnte. Wir hoffen und beten und flehen, dass Gott sich aller Witwen und Witwer und Waisen erbarmt.

Ein Jahr nach dem Tod seiner Frau begann Joseph Maendel, an geeignete Frauen und Witwen aus anderen Kolonien zu schreiben, um für seine kleineren Kinder eine Mutter zu finden. Nach ein paar abschlägigen Antworten erklärte sich Rachel Gross, eine Witwe mit sechs Kindern aus der hutterischen Kolonie Maxwell, bereit, ihn zu heiraten, womit die Kinderschar auf 22 stieg. Trotz all ihrer Bemühungen war die sanfte Rachel nicht in der Lage, so viele Kinder angemessen zu versorgen, und Mary wurde der Fürsorge ihrer älteren Schwestern überlassen und klammerte sich an ihren Vater, der ihr die elterliche Liebe und Anleitung gab, nach der sie sich sehnte.

Zwei Jahre später wurde die zusammengewürfelte Familie von einem weiteren Schlag getroffen, als bei dem fünfzigjährigen Joseph Maendel Darmkrebs festgestellt wurde und er sich einer größeren Operation in Winnipeg unterziehen musste. In den turbulenten Zeiten in Old Rosedale hatte er immer ausgleichend gewirkt, doch jetzt bedrohte seine Krankheit die politische Stabilität, für die er in der Gemeinschaft unermüdlich gewirkt hatte. Als die Krankheit seine Kräfte immer mehr aufzehrte, wurde Marilein , »die kleine Mary«, oft von seinem Bett weggeschickt. An einem warmen Septembernachmittag, als sie unter den Bäumen am Rand der Kolonie spielte, empfand sie plötzlich den Drang, nach Hause zu gehen und fand die Erwachsenen in hellster Aufregung vor. »Wo warst du?«, schrien sie. »Wir haben dich überall gesucht!« Ihr Vater hatte sich von ihr verabschieden wollen, doch sie war zu spät gekommen. Fassungslos barg das kleine Mädchen das Gesicht in den Händen und weinte.

Im Alter von fünf Jahren war Mary in erster Linie ein Waisenkind. Ihre drei erwachsenen Schwestern heirateten eine nach der anderen, und sie wurde in die Obhut von einem zum anderen geschoben. Es war, als würde sie ihre Mutter immer wieder verlieren. Tagsüber gelang es ihr, ihren Verlust zu vergessen, wenn sie auf den weiten offenen Landflächen der Kolonie herumtoben und spielen konnte oder wenn sie am Spätnachmittag einen Stock nahm und mit den anderen Kindern die Gänse der Gemeinschaft vom Flussufer in die Ställe trieb. Jede der zehn Familien in Old Rosedale hatte sieben Gänse zu versorgen und Mary geleitete die Gänse der Maendels gerne nach Hause, damit sie in den Holznestern, die ihr Vater gebaut hatte, ihre Eier legten. Sie kannte jede mit Namen und wusste genau, welche zu ihrer Familie gehörten.

Nachts, wenn sie alleine im Bett lag, konnte sie den Schmerz der Einsamkeit in ihrem Herzen nicht unterdrücken. Sie sehnte sich nach ihrer Mutter und versuchte, sich ihr Gesicht vorzustellen, sich an den Geruch ihrer Haut und die Geborgenheit in ihren Armen zu erinnern. Unter ihrer Bettdecke sagte sie in der Dunkelheit immer wieder Muetter (»Mutter«). Doch dann kamen ihr die Tränen und jedes Mal, wenn sie so weinte, erschien Katrina mit einer brennenden Kerze am Fuß ihres Bettes. Jede Nacht kam Katrina so zu ihrer Tochter, doch das Kind bekam solche Angst, dass es nicht einschlafen konnte. Erst als Mary sich zwang, sich nicht mehr nach ihrer Mutter zu sehnen, hörten diese gespenstischen Erscheinungen auf.

Nach Joseph Maendels vorzeitigem Tod führte eine Änderung in der Leitung zu schwelenden Konflikten innerhalb der Gemeinschaft. Seine ältesten Söhne hatten gehofft, dass einer von ihnen die Stelle des Vaters als Kolonieverwalter einnehmen würde. Doch als sie von den Familien Waldner und Hofer überstimmt wurden, wurde die Verbitterung schließlich so groß, dass die beiden Gruppen nicht mehr zusammenleben konnten. Im Sommer 1944 beschlossen Marys Brüder, Old Rosedale zu verlassen und eine neue Kolonie im Süden Manitobas zu errichten. Sie nannten sie New Rosedale und nahmen ihre Familien und Anhänger mit. Die dreizehnjährige Mary und ihre beiden Brüder im Teenageralter, Darius und Eddie, wurden Teil des Haushalts ihrer Schwester Sana.

In der relativen Sicherheit von Sanas Haus warf Mary zum ersten Mal einen Blick auf Ronald Dornn. » Der g'hört mein! Der gehört mir!«, meinte sie witzelnd zu ihren Nichten im Teenageralter, als sie aus einem Fenster im oberen Stockwerk spähten. Sie war achtzehn Jahre alt, hatte eine schnelle Auffassungsgabe und eine gehörige Portion Humor. »Das sagen wir ihm«, foppten die Mädchen. Doch sie wusste, dass sie nicht den Mut hatten, ihre Drohung wahr zu machen. Unten stieg ein drahtiger, gut aussehender Fremder aus dem Fahrzeug der Kolonie und setzte seinen Fuß auf den sandigen Boden des Assiniboine-Tales. Aufgrund seines viereckigen schwarzen Hutes, der liebevoll »Waschzuber« genannt wurde, wussten sie, dass er zu den Lehrerleut aus Alberta gehörte, einer der drei unterschiedlichen hutterischen Glaubensgemeinschaften in Nordamerika.

Die kulturellen und religiösen Unterschiede zwischen den drei Gruppen waren gering und beschränkten sich mehr auf die Kleiderordnung als auf religiöse Grundsätze. Für einen Außenstehenden wären die Unterschiede kaum wahrnehmbar gewesen, doch für die Hutterer waren sie so bedeutend, dass es kaum Heiraten zwischen den Gruppen gab. Die Dariusleut in Saskatchewan hatten einfache Knöpfe an ihren Hemden und Jacken, aber die Schmiedeleut in Manitoba waren der Auffassung, dass Knöpfe zu auffällig seien, und entschieden sich für unsichtbare Haken, Ösen und Druckknöpfe. Die Lehrerleut waren die konservativsten und bestanden darauf, dass der Reißverschluss an Männerhosen nicht vorne, sondern auf der Seite sein muss, für den Fall, dass ein nachlässiger Mann vergisst, ihn hochzuziehen. In einem waren alle drei Gruppen einig: Gesäßtaschen auf Männerhosen waren viel zu weltlich. Gekaufte Hosen mit »Arschtaschen« waren streng verboten.

Der neue Besucher von den Lehrerleut sorgte für allerhand Aufregung in der Gemeinschaft und die Leute schauten aus ihren großen Panoramafenstern und wollten wissen, aus welcher Kolonie in Alberta er kam, wie lange er bleiben wolle und warum er gekommen war. Niemand war darüber erstaunt, dass Marys Schwester bei der Organisation des Besuchs ihre Hand im Spiel hatte. Sana Hofer war überall als Sana » Basel « oder Tante Susie bekannt, und ihr gewinnendes Wesen war legendär. Niemand hielt es für ungewöhnlich, wenn ein neuer Bewohner auf einem Gästebett in ihrem Wohnzimmer schlief oder die Nacht sicher unter ihrem Küchentisch verbrachte, wo niemand aus Versehen über ihn stolpern konnte.

Sana Basel und Ronald trafen sich zufällig im Sommer 1949 in der hutterischen Kolonie Rockport in Alberta. Aufgrund ihres Einflusses als Oberköchin erhielt sie die einmalige Gelegenheit zu einer Reise, um in einigen der Lehrerleut-Kolonien der Provinz einen Höflichkeitsbesuch abzustatten, unter anderem in Rockport. Ronald hatte seine Jugend in der Kolonie Rockport verbracht und kehrte zum ersten Mal nach sieben Jahren zurück, um mit dem Pastor der Kolonie über die Zukunft seiner Familie zu sprechen.

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