Mary-Ann Kirkby - Ich bin eine Hutterin

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Von der Außenwelt abgeschottet, ähneln die «Bruderhöfe» der Hutterer den Amischen. Sie teilen den Glauben, den alten deutschen Dialekt und ihr Hab und Gut. Eine Traum-Kindheit für Ann-Marie: kindliche Abenteuer in der kanadischen Wildnis, Romanzen und Raufereien. Doch über Nacht verlassen ihre Eltern die Gemeinschaft. Für die zehnjährige Ann-Marie bricht eine Welt zusammen. Erst als Erwachsene wagt sie sich wieder auf die aufregende Reise in ihre eigene Vergangenheit.

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Ich fülle den Rücksitz meines Autos mit einem Strauß Feldblumen und Weidenkätzchen, die meiner Mutter so sehr gefallen, dann fahren wir zu einem kleinen eingezäunten Friedhof am Rand von Fairholme. Die Zeit scheint stillzustehen, als ich meinen Sohn zu einem kleinen Grabstein führe, auf dem steht »Reynold Dornn, 1963–1965, Ruhe in Frieden bei Jesus«.

»Levi«, beginne ich und suche nach den richtigen Worten. »Ein kleiner Junge ist hier begraben. Sein Name ist Renie, und er ist mein Bruder.« Als wir uns über das kleine Grab beugen, schließt Levi die Augen und beginnt zu beten: »Lieber Jesus, danke, dass du für Mamas Bruder sorgst, auch wenn er unter der Erde liegt. Hilf, dass er wieder aufersteht.« Bei diesen unerwarteten Worten füllen sich meine Augen mit Tränen.

Vor 33 Jahren, als ich ein argloses kleines zehnjähriges Mädchen war, fassten meine Eltern den schmerzlichen Beschluss, die Kolonie Fairholme mit sieben Kindern und sonst fast nichts zu verlassen. Diese Gemeinschaft war einmal meine Heimat. Hier, auf diesem einfachen Friedhof liegt eine nüchterne Erinnerung an unsere Herkunft; hier haben wir einen kostbaren Teil von uns selbst zurückgelassen.

Hand in Hand gehen wir zum Auto zurück. Ich bin ganz in Gedanken, als Levi mich aus meinen Träumen reißt: »Mama«, fragt er mit einem gespannten Ausdruck auf seinem kleinen runden Gesicht. »Bist du eine Hutterin?« Die unschuldige Frage meines Sohnes ist für mich der Beginn einer Reise in die innersten Winkel des Herzens, wo die tiefsten Geheimnisse verborgen liegen und die Wahrheit aufbewahrt wird.

Dieses Buch ist meine Reise, mit der ich mich auf meine Vergangenheit zurückbesann, eine Vergangenheit, die ich jahrelang verborgen hielt, da ich mich nicht tief eingewurzelten Vorurteilen und Spott aussetzen wollte. Heute weiß ich zweifelsfrei, dass unser Menschsein das ist, was wir gemeinsam haben, dass aber unser kulturelles Erbe das besondere Geschenk ist, das jeder bei der Geburt erhält. Solange wir nicht annehmen, wer wir sind und wirklich die Kraft schätzen, die dadurch in unser Leben kommt, können wir unsere wahren Fähigkeiten nicht ausschöpfen. Wie viele gute Geschichten, beginnt meine Geschichte mit meiner Mutter, der unvergleichlichen Mary Maendel.

Mary-Ann Kirkby

Kapitel 1

»Der g'hört mein!« »Der gehört mir!«

»In der relativen Sicherheit von Sana Basels Haus warf Mary zum ersten Mal einen Blick auf Ronald Dornn.«

Mary Maendel 18 Jahre alt Kolonie New Rosedale Die hutterische Kolonie New - фото 4

Mary Maendel, 18 Jahre alt, Kolonie New Rosedale

Die hutterische Kolonie New Rosedale, Westkanada, November 1952

Meine Mutter Mary Maendel stand am Sonntagmorgen früh auf und schob sachte das Federbett auf ihrer Seite zurück, um ihre Nichte Sarah, die reglos neben ihr lag, nicht aufzuwecken. Niemand bewegte sich in der Schlafnische nebenan, in der Lena, Katie, Susie und Judie, ihre anderen Nichten, tief und fest schlummerten. Sie holte ihre Kleider von einem Stuhl, zog ihr kurzes weißes Hemd oder Pfaht , ihre Weste oder Mieder, einen knöchellangen gerafften Rock oder Kittel und eine plissierte Schürze , Fittig genannt, an und stieg lautlos die Treppe hinunter.

Gestern war Reinemachetag in der Kolonie, und die Fußböden und Möbel wurden gründlich abgewaschen und gewischt. Doch in einer Kultur, in der Reinlichkeit und Gottesfurcht als Tugenden verehrt wurden, war Mary fest entschlossen, dass ausgerechnet heute das Haus tiptop zu sein hatte. Ein Stück Specksaften (hausgemachte Seife), das wie ein Stück Butter aussah, schmolz in ihrem Eimer mit heißem Wasser und füllte ihn mit schaumigen Blasen. Auf den Knien schrubbte sie die Böden. Ihre geschickten jungen Hände wischten um die Schlofbänk (Schlafbänke) herum, auf denen Kinder tief und fest schliefen. Die Bewegungen ihres Putzlappens waren so geräuschlos wie ihr Atem, und bald roch das ganze Haus nach feuchtem Holz und Wachs.

Gegen 8 Uhr war sie mit ihrer Arbeit fertig. Draußen schüttelte der Wind die leblosen Äste der alten Eichen, die den sauberen Halbkreis der Wohnhäuser von den Scheunen und Maschinenhallen der Kolonie trennten.

Durchs Fenster konnten sie sehen, wie Erwachsene und Kinder in die Gemeinschaftsküche zum Frühstück eilten. Männer mit Bart und schwarzen Jacken und Hosen aus selbst gesponnenem Tuch, Frauen in knöchellangen, gemusterten Röcken und Westen – manche banden noch im Gehen ihr gepunktetes Kopftuch unter dem Kinn fest – schritten zielgerichtet und im Gänsemarsch auf ein großes zentrales Gebäude zu, in dem sie sich dreimal am Tag zu den Mahlzeiten trafen. Junge Mädchen mit Mützen (Hauben) und langen geblümten Kleidern und lebhafte Jungen, die wie Miniaturen ihrer Eltern aussahen, gingen in einer Reihe hinter ihnen her, als würden sie von einer unsichtbaren Leine gezogen. Mary war dieser Anblick so vertraut wie der Sonnenaufgang, doch ein Außenstehender hätte den Eindruck gehabt, dass die Situation und die historischen Kleidungsstücke nach dem Vorbild der Bauern aus dem 16. Jahrhundert in Szene gesetzt waren – so als ob ein Film über eine jahrhundertealte Geschichte gedreht würde.

Mary, die aus dem Fenster schaute, hätte man für eine Schauspielerin halten können, die auf ihren Einsatz wartete. Doch dies war kein Film. Es war das Leben in der hutterischen Kolonie New Rosedale im südlichen Teil von Manitoba, und die etwa hundert Männer, Frauen und Kinder, die hier wohnten, führten ihr Leben wie ihre europäischen Vorfahren vor fast fünfhundert Jahren.

»Mein Himmel, eilt's! Lieber Himmel, beeilt euch!«, rief Marys Schwager Paul Hofer und trieb seine Kinderschar, die im ganzen Haus verstreut war, zur Eile an. Seine Frau Sana, die Oberköchin, war schon seit Tagesanbruch auf den Beinen und kochte in der Gemeinschaftsküche auserlesene Rindfleischstücke für das heutige besondere Mittagsmahl und überwachte das Frühstück aus gekochten Eiern, gebuttertem warmem Toastbrot und Schmuggi (ein selbst gemachter Weichkäse, der mit Kümmel bestreut wird).

Die dreizehn Hofer-Kinder fegten an Mary vorbei, um sich dem Zug anzuschließen. Mary fröstelte, als ein kalter Windstoß durch die offene Tür blies. An einem gewöhnlichen Tag wäre sie mit ihnen gegangen, doch heute war eine Ausnahme. Heute war ihre Hochzeit. Nach der morgendlichen Lehr (Gottesdienst) würde sie ihr feierliches Eheversprechen ablegen, und dadurch würde sie von der Stellung einer Diene , einer jungen Frau, in den Stand eines Weibes , einer Ehefrau, erhoben, was zu einer Erhöhung ihres Wertes und ihrer Arbeitsbelastung in der Gemeinschaft führen würde.

Die Einundzwanzigjährige stieg die enge Holztreppe zu ihrem Schlafzimmer hoch, dankbar für die sieben Jahre Obdach, die ihre Schwester ihr gewährt hatte, aber froh, endlich den übervollen Haushalt zu verlassen und in ein eigenes Heim zu ziehen.

Bis zum Alter von dreizehn Jahren hatte Mary in der hutterischen Kolonie Old Rosedale etwa hundert Kilometer nordöstlich gelebt, wo ihr Vater, der geachtete Joseph Maendel, der Leiter der größten und erfolgreichsten Kolonie Manitobas war. An ihn hatten sich viele Kolonien gewandt und um finanzielle Unterstützung gebeten. Der Wohlstand von Old Rosedale wurzelte in seiner Vielseitigkeit und in seiner Betriebsführung.

Joseph Maendel war ein geschickter Verwalter, der dafür sorgte, dass die Kolonie beneidenswerte Gewinne aus ihren Feldfrüchten und ihrer Tierhaltung erzielte. Im Jahr 1931, einem katastrophalen Dürrejahr für die meisten Farmer, erwirtschaftete Old Rosedale ein fürstliches Einkommen von 60 000 Dollar aus Getreide und anderen Wirtschaftszweigen. Dazu gehörten 900 Schweine, 250 Gänse, mehrere Hundert Rinder und Schafe und eine Imkerei, die jedes Jahr etwa 20 000 Kilo Honig produzierte.

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