3. Die Überlebenschancen bei Tötungsabsicht
4. Nichtsprachliche Signale der Selbstsicherheit
Kapitel 6
Gewaltvermeidung durch die TIT FOR TAT-Strategie
1. Sachgerechtes polizeiliches Handeln
2. Die TIT FOR TAT-Strategie
3. Der Weg des Friedens
4. Wie kann man bei gewaltbereiten Fußballfans Gewaltfreiheit erreichen?
5. Das Machtspiel gewinnen
Kapitel 7
Die Steuerung der Situation
1. Die sachgemäße Steuerung eines Systems
2. Die friedliche Steuerung der polizeilichen Interaktion
Kapitel 8
Mentales Judo als Voraussetzung der Eigensicherung
1. Sachgerechte polizeiliche Vorgehensweisen
2. Sachgemäße Denkstrukturen
3. Mentales Judo
Kapitel 9
Der Gefahrenradar
1. Was ist ein „Gefahrenradar“?
2. Psychologische Grundlagen des „Gefahrenradars“
3. Kann man sich auf seine Intuition verlassen?
4. Worauf beruht eine realistische Intuition?
5. Sehen lernen
6. Beeinträchtigung der Wahrnehmung durch unangemessene kognitive Schemata
7. Warum man manchmal etwas nicht sieht
8. Der unsichtbare Gorilla
9. Welche Gegenstände können für einen Polizisten gefährlich werden?
10. Menschenkenntnis und Beobachtungsgenauigkeit
11. Wichtig: die Flexibilität der Wahrnehmung
12. Wahrnehmungsprobleme bei schlechten Sichtverhältnissen
13. Der Gefahrenradar gegen psychologische Fallen
14. Der Gefahrenradar in Zeiten des Terrorismus
15. Voraussicht rettet Leben
16. Corona und der schwarze Schwan
17. Den Zufall überlisten
Kapitel 10
Synergistisches Denken: Die Betrachtung des Gesamtsystems
1. Die synergistische Persönlichkeit
2. Respekt
3. Die Notwendigkeit von ICH-freiem Denken
4. Denkstrukturen, die mit systemischem Denken verbunden sind
Kapitel 11
Die Vermeidung von Angst
1. Die Notwendigkeit einer gelassenen Wachsamkeit
2. Der Unterschied zwischen Angst, Furcht und Stress
3. Falsche Vorstellungen von Angst und Furcht bei polizeilichen Einsätzen
4. Die Stressimpfung
5. Stressimpfung für Gefahren
6. Die Perspektive des Gegenübers berücksichtigen
7. Karate gegen einen Bär
Kapitel 12
Gefahreneinschätzung mit dem Gefahrenradar
1. Die Einschätzung der Gefahrenstufen mit Farbcodes
2. Eine Verkehrskontrolle ist mehr als nur eine „Verkehrs“kontrolle
3. Die sachgemäße Vorgehensweise bei einer Fahrzeugkontrolle
Kapitel 13
Die Einschätzung von Drohungen
1. Das Machtspiel
2. Die „Waffen“ im Machtspiel
3. Die Abschätzung des Risikos
4. Wann ist ein Bedroher gefährlich?
5. Wann tritt Gewalt nach einer Drohung auf?
6. Die Gefährdung durch den eigenen Partner
Kapitel 14
Stalking und andere Machtspiele
1. Stalking
2. Stalking gegen Polizeibeamte
3. Machtspiele und Mobbing im Wirtschaftsleben
Kapitel 15
Wie kann man einen Überfall, eine Vergewaltigung vermeiden, einem Serienmörder entkommen?
1. Wie kann man vermeiden, zum Opfer eines Überfalls zu werden?
2. Die Vereitelung einer Vergewaltigung
3. Wie kann man den Angriff eines Serienmörders überleben?
Kapitel 16
Das Bewältigen einer Krise (Phasen des Überlebens bei einem Schusswechsel)
1. Der Polizist erkennt: Schwierigkeiten kommen auf mich zu
2. Die Wahrnehmung der eigenen Verletzbarkeit
3. Ich muss etwas tun
4. Überleben
5. Es geht los
6. Reaktion: Handeln
Kapitel 17
Wenn das eigene Leben bedroht ist
1. Das psychologische Immunsystem in lebensbedrohlichen Situationen
2. Die Denkstruktur von „Überlebensexperten“
3. Überleben durch Aktivierung des psychologischen Immunsystems
4. Die Gefahr der Schockstarre und ihre Überwindung
Kapitel 18
Nach dem Ereignis
1. Posttraumatische Störungen
2. Die zukünftige Benutzung der Schusswaffe
Kapitel 19
Der Aufbau einer TIT FOR TAT-Kultur
1. Gefahrenvermeidung in gewaltbereiten Umgebungen
2. Wie kann man eine vertrauensvolle Atmosphäre aufbauen?
3. Der erfolgreiche Einsatz der TIT FOR TAT-Strategie in einer Jugendgang
4. Der Aufbau von Respekt
5. Überleben durch Beachtung der TIT FOR TAT-Strategie
Kapitel 20
Die Überlebenspersönlichkeit
1. Die Persönlichkeitsstruktur von „Überlebensexperten“
2. Das Persönlichkeitsmodell von Mischel
3. Der Einfluss der Bindungsstile
Kapitel 21
Die Ermittlung des Gefährdungspotenzials
1. Das Gefährdungspotenzial der Situation
2. Verhaltensweisen, die eine Gefährdung erzeugen
3. Wer ist gefährdet?
4. Die Ermittlung des Gefährdungspotenzials
5. Verhaltensbeschreibungen von Polizisten, die angegriffen oder im Dienst getötet wurden
Kapitel 22
Wer hat einen guten Gefahrenradar?
1. Kann man bei Bewerbern erkennen, ob sie zu einem passiven Lebensstil neigen?
2. Der Vergleich der Polizeischüler mit „Sicherheitsexperten“
3. Welche Faktoren fördern oder hemmen den Gefahrenradar?
Kapitel 23
Wie kann man das Sicherheitsbewusstsein verstärken?
1. Zur Eigensicherung provozieren
2. Grundlagen des provokativen Gesprächsstils
3. Techniken des provokativen Stils
4. Möglichkeiten und Grenzen der Verhaltensänderung
Kapitel 24
Sind Sie vorbereitet und einsatzkompetent?
1. Sind Sie auf das Phänomen Suicide by cop vorbereitet?
2. Können Sie den „lagebedingten Erstickungstod“ verhindern?
3. Kennen Sie die unterschiedlichen Motivationen von gewaltbereiten Personen?
4. Sind Sie mit den möglichen Strategien von Kriminellen vertraut?
5. Sind Sie mit Kampf- und Angriffstechniken von gewaltbereiten Personen vertraut?
6. Sind Sie auf die Begegnung mit Angehörigen von Hassgruppen vorbereitet?
7. Haben Sie die Bewältigung gefährlicher Lagen eingeübt?
Kapitel 25
Das Training der Eigensicherung
1. Was ist das Besondere am psychologischen Eigensicherungstraining?
2. Möglichkeiten zur Verbesserung des Gefahrenradars
3. Die Notwendigkeit von Realitätstrainings
4. Fragen für Übungen
Literaturverzeichnis
Stichwortverzeichnis
Kapitel 1 Welche Rolle spielen psychologische Faktoren in Gefahrensituationen?
1. Was ist Survivability?
Der Untertitel dieses Buches lautet: Überleben ist kein Zufall. Tatsächlich ist das Überleben gefährlicher Situationen kein Zufall. Siebert (1996) hatte nämlich darauf hingewiesen, dass Personen, die Gefahrensituationen und andere Krisen erfolgreich bewältigt hatten, sich durch bestimmte Merkmale und Verhaltensstrategien auszeichneten. Leider fehlte seiner Darstellung eine tiefer gehende Systematik. Ich habe deshalb die „Methode der kritischen Vorfälle“ (critical incidents), Cronbach (1966), benutzt, um die entscheidenden Faktoren herauszufiltern.
Bei dieser Methode werden Menschen, die in bestimmten Situationen erfolgreich handelten, mit solchen Menschen verglichen, die versagt hatten. Konkret auf die Gefahrenbewältigung bezogen, bedeutet das: Was taten Menschen, die Gefahren erfolgreich bewältigt hatten? Was dachten sie dabei? usw. Und was machten Menschen nicht oder falsch, die zum Opfer wurden? Dann kann man interessante und überraschende Muster finden, die man durch bloßes Nachdenken am Schreibtisch nicht finden würde. So stellte ich bei mehreren Fällen von Personen, die dem Ertrinken nahe waren, fest, dass in ihren Gedanken wichtige Bezugspersonen auftauchten, was dem Gefühl der Hoffnungslosigkeit entgegenwirkte und auf sie beruhigend und motivierend wirkte, also die Voraussetzung für das Entkommen aus der Gefahr schuf. Auch im Falle eines Piloten, der in den Anden abstürzte, und in vielen Fällen von Polizisten, die schwerste Verletzungen erlitten, war das Denken an Bezugspersonen der Grundstein für ihre Rettung (s. Kap. 16).
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