Lena Klassen - Der Erbe des Riesen

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Die Saga um Mino, Blitz und die Riesen geht weiter! Zukata, der grausame Riesenprinz, gibt sich noch lange nicht geschlagen. Neben der Kaiserwürde verfolgt er nun noch ein anderes Ziel: die Rache an Blitz, der seine Pläne vereitelt hat. Um Blitz an seiner empfindlichsten Stelle zu treffen, sät er die böse Saat von Gier und Machtgelüsten in Blitz' Heimat, den Glücklichen Inseln. Während er im Osten seine Herrschaft ausbaut, wächst auf der Insel Neiara ein ganz besonderes Kind heran, der einzige Gegner, der es mit Zukata aufnehmen kann: Sorayn, Blitz' Sohn.
"Der Erbe des Riesen" ist der zweite Band der Fantasy-Trilogie «Sehnsucht nach Rinland», in der es um die Sehnsucht nach Heilung und Geborgenheit in Gott geht, um eine nicht auszulöschende Sehnsucht zwischen Pflicht und Ehrgeiz, Schuld und Hoffnung. Dazu bedient sich die Trilogie zahlreicher biblischer Motive.

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»Für den Fürsten!«

Es war nicht Kelon, der gerufen hatte. Wikant drehte sich um und sah Erion dort stehen, mit einem langen Stock bewaffnet, an den er ein Küchenmesser gebunden hatte.

»Was hast du da, einen Besenstiel?«

Der Junge war blass. Sein dunkelblondes Haar fiel ihm strähnig in die Stirn, aber er versuchte krampfhaft, wie ein Prinz auszusehen. Vielleicht hoffte er, aus seinen Augen würde Mut und Zuversicht strahlen, aber es wäre wirkungsvoller gewesen, wenn er nicht so heftig geblinzelt hätte.

»Blöd! Komm da weg!«

Erion drehte sich um und schrie auf, als er den dunklen Fleck auf dem Hemd seines Vaters bemerkte. »Du bist verletzt! Ich werde dich rächen!«

Der Weinfürst grinste, während er mit vorsichtig tastenden Schritten über den Hof ging. Er schien zu schweben, leichtfüßig und gleichzeitig halb tot, das selige Lächeln eines glücklich Sterbenden auf den Lippen.

Kelon biss die Zähne zusammen und wandte sich an die zitternden Arbeiter.

»Nein«, sagte er. »Nicht für den Fürsten. Für Neiara. Für eure Familien draußen im Dorf. Für jeden einzelnen von uns. Wir sind keine Krieger. Aber wir wissen, was uns erwartet, wenn wir nichts tun.« Dasselbe, was uns erwartet, wenn wir uns wehren, dachte er. Sie werden keinen von uns verschonen. Sie werden uns alle niedermähen. Wenn das wirklich Piraten sind, dann gnade uns Rin.

Bumm.

Es war so dumm, sich ihnen in den Weg zu stellen. Es gab nichts Dümmeres. Aber wenn sie sich verbarrikadierten – irgendwo im Keller, wo die Piraten sie vielleicht nicht finden würden – und später nach oben kamen und sahen, wie das Gesindel im Dorf gewütet hatte … Wer würde dann noch leben wollen?

Bumm. Und das Tor zerbarst. Und dann Stille.

»Für den Fürsten!« Eine helle Jungenstimme hallte durch den Hof. Kelon hielt die Luft an, als er den Sohn seines Arbeitgebers nach vorne rennen sah, die selbstgebastelte Lanze in der Hand. Er erwartete, jeden Moment die Piraten hereinstürzen zu sehen; der Junge lief ihnen direkt in die Arme.

»Nein!« Er hörte Tineks Aufschrei. »Oh nein! Erion!«

Ein Mann schritt über die zersplitterten Balken. Hinter ihm kam eine Horde wilder, bärtiger Gestalten – die Piraten, der Abschaum der Meere. Aber es war ihr Anführer, der alle Blicke auf sich zog, ein Mann, mindestens zwei Kopf größer als die anderen und doppelt so breit: Ein Riese. Sein blondes Haar, zu einem Zopf geflochten, der sorgfältig gestutzte Bart und die Kleidung, die er trug, ließen ihn eher wie einen vornehmen Herrn aussehen als wie einen Piraten. Keine Lumpen, sondern Beinkleider, Wams und Umhang aus allerfeinstem, dunkelblauem Stoff – Kelon erkannte sofort, dass dieser Mann kein gewöhnlicher Räuber war. Und doch, ein einziger Blick in dieses Gesicht genügte und man wünschte sich, es nie wiederzusehen. Zu fliehen und sich zu verstecken und ihm nie, nie wieder zu begegnen. Nicht, weil er hässlich war oder schrecklich anzusehen, sondern weil er lächelte, weil er hier hereinkam und lächelte, und weil ihm in dem Moment, in dem er das Gut betrat, alles hier gehörte, alles und jeder.

Erion, mitten im Lauf, konnte nicht mehr anhalten, als der Riese erschien, und als würden ihn die verzweifelten Schreie seiner Mutter noch mehr anfeuern, stürmte er geradewegs auf den Eindringling zu.

Sie sahen alle, dass dies das Ende war. In keinem flammte die Hoffnung auf, der Junge könnte es schaffen, könnte seine alberne Waffe dem Feind in die Brust bohren. Sie sahen ihn nur in den Untergang rennen. Der Riese wandte dem schreienden Angreifer das Gesicht zu und lächelte ihm mit mildem Erstaunen entgegen. Er bewegte lässig die Hand und pflückte den Jungen mitsamt Besenstiel und Messer vom Boden auf. Einen flüchtigen Moment, nur einen Lidschlag lang, hielt er ihn, dann ließ er ihn fallen wie ein lästiges Insekt, das er sich vom Ärmel geklaubt hatte. Tinek schrie wieder, aber Erion war unverletzt geblieben. Er setzte sich auf und blickte überrascht um sich.

»Für den Fürsten«, wiederholte der Riese die Worte des Jungen. »In der Tat, deshalb bin ich hier. Du?« Er richtete die Frage an Kelon, der wie erstarrt neben den Arbeitern stand und noch am meisten wie der Besitzer von irgendetwas wirkte.

Kelon drehte sich halb und nickte zu Wikant hinüber, der gelähmt dastand und immer noch aussah wie jemand, den man gerade erst ermordet hatte.

Der Riese hob kaum merklich die Brauen, aber verächtlicher hätte eine so kleine Geste kaum sein können.

»Vielleicht können wir Euch – einladen?«, fragte Tinek mit zitternder Stimme und schien nicht einmal zu merken, dass sie ihn angeredet hatte wie einen adligen Herrn. »Ein … ein Glas Wein?«

Sie bebte unter seinem Blick, aber dann verzog sich sein Mund zu einem nicht mehr abfälligen, sondern eher amüsierten Lächeln. »Ist das nicht ein Weingut hier?«

»Ja! Ja, das … ist es.« Tineks Stimme sank von aufgeregt wieder zu verängstigt. Sie beobachtete, wie Erion sich aufrappelte und auf dem Pflaster nach seinem Stock tastete. »Bitte, Herr, bitte tut ihm nichts, er ist nur ein Kind.«

»Dies ist ein Weingut«, sagte der Riese zu seinem Gefolge. »Und wir sind eingeladen, wie ihr gehört habt. Ich bin sicher, der gute Mann dort«, er wies auf Kelon, »wird sich darum kümmern, dass ihr ordentlich bewirtet werdet.«

Als die Piraten auf ihn zuströmten, wankte Kelon, aber er hielt sich aufrecht und gab seinen Arbeitern mit einem Wink zu verstehen, dass sie die Waffen niederlegen sollten. Er hatte keine Ahnung, was dieser Kerl vorhatte, aber vielleicht würde dieser Tag doch nicht mit einem Blutvergießen enden. Es war nur sein Herz, das blutete, während er die Eindringlinge in den Weinkeller führte.

Zukata legte seine Hand auf die Schulter des Jungen. »Und du führst mich in euren Thronsaal oder was immer ihr für einen Raum habt, um darin Gäste zu empfangen.«

Erion stolperte vorwärts, und hinter ihnen kamen Tinek und Wikant, als würden sie abgeführt.

Natürlich gab es keinen Thronsaal. Auch auf die edelsten Besucher wartete nur ein aus dunklem Holz vertäfeltes Zimmer mit einem Kristallleuchter an der Decke. Auf dem Tisch standen und lagen noch mehrere geleerte Becher. Hastig machte Tinek sich daran, abzuräumen, während der Riese aus dem Fenster auf die kleine Hafenstadt hinausblickte. Seine Hand lag immer noch schwer auf Erions Schulter.

»Das sieht Blöd mal wieder ähnlich«, murmelte Wikant verdrossen. »Sich selbst zur Geisel zu machen.«

Er hatte nicht laut gesprochen, aber der Riese hob den Kopf. »Blöd? Du nennst deinen Sohn Blöd?«

»Ich heiße Erion«, knurrte der Junge. »Erion von Neiara.«

»Wo ist der zweite Sohn?«

»Wir haben nur diesen einen, Herr«, sagte Tinek. Sie war mit dem Tablett auf dem Weg zur Tür und zögerte. Ob es klug war, jetzt hinauszugehen und den Feind mit ihrer Familie alleinzulassen?

»Ach.« Der Riese hob wieder die Brauen. »Ich nahm schon an, ihr hättet mindestens zwei. Wenn ihr den einen beschimpft, müsstet ihr doch noch einen anderen haben, den ihr bevorzugt?«

»Nein, nur den einen«, wiederholte die Frau.

Das Gesicht des Jungen verzog sich zu einer wütenden, trotzigen Grimasse. Trotzdem bewahrte er Haltung. Er stand neben dem Riesen, als würde er zu ihm gehören. In seinen Augen lag nicht der Wunsch, seine Eltern möchten ihn retten, sondern das dringende Verlangen, sich in dieser Situation zu beweisen. Er weinte nicht, obwohl es um seine Mundwinkel zuckte.

Tinek hatte sich entschieden, nicht hinauszugehen. Sie stellte das Tablett neben die Tür und holte aus einem hohen, mit Intarsien verzierten Schrank ein weißes Tuch, mit dem sie den verschütteten Wein aufwischte.

»Möchtet Ihr etwas essen?«

»Essen können wir später, nachdem wir alles besprochen haben«, sagte der Riese.

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