Tessa Hadley - Hin und zurück

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Vor drei Jahren sind sie einander begegnet, hatten eine Affäre, aber ihre Wege haben sich wieder getrennt. Paul, der verheiratete Schriftsteller aus Wales, fährt nach London zu seiner Tochter Pia, die irgendwo in der englischen Hauptstadt verschwunden ist. Er will sie retten, glaubt er, und merkt nicht, dass sein eigenes Leben aus den Fugen geraten ist. Cora fährt in die Gegenrichtung, nach Cardiff, zum Haus, das sie von ihren Eltern geerbt hat. Sie flüchtet aus ihrer unglücklichen Ehe, aus ihrem Londoner Leben, das sie als einzige Enttäuschung empfindet. Dann bekommt sie einen Anruf: Ihr Mann sei verschwunden. Und alles, was gewiss schien, gerät ins Wanken. Wie durch ein Wunder haben sich Paul und Cora einst im selben Zug kennengelernt. Doch die lange Reise, die das Leben bedeutet, ist vor allem durch ständige Verspätungen und verpasste Anschlüsse bestimmt. Und auf dem Fahrschein scheint die Destination zu fehlen.

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»Sie mag den jungen Willis.«

»Wie kann sie nur?«

Paul verstand sich nicht mit den Willis.

»Sie sind sich ziemlich ähnlich, findest du nicht?«, sagte Elise. »Pia und James.«

Sie versicherte ihm, dass er sich keine Sorgen machen müsse.

»Ich bin sicher, Pia geht es gut. Sie braucht wahrscheinlich ein bisschen Freiraum für sich. Annelies kann ziemlich erdrückend sein, die Gute.«

Elise zog den Rock ihres Kleids etwas höher, um ihre Waden der Sonne preiszugeben, streifte ihre Flipflops ab und streckte ihre kräftigen braunen Zehen aus, die Nägel zinnoberrot lackiert. »Machst du dir vielleicht nur Sorgen, weil du ein schlechtes Gewissen hast, nachdem ich dich jahrelang daran erinnern musste, Pia wenigstens anzurufen?«

Paul ging ins Haus, um sich einen Drink zu holen. In der langen, mit Steinplatten gefliesten Küche, gebaut wie eine Festung gegen das Wetter, verdichtete sich die Dunkelheit, während die tief eingelassenen Fenster noch im Licht erstrahlten; eine in Scheiben geschnittene Orange auf dem Tisch würzte die Luft. Er versuchte nicht daran zu denken, wie er Pia vernachlässigt hatte: Es war sinnlos, ein Sichgehenlassen, das ihr nichts nützte. In seinem Arbeitszimmer wühlte er in den Schachteln mit Evelyns Sachen herum: Bei bestimmten Gegenständen, die er herausnahm, kehrten Erinnerungen aus seiner Kindheit zurück: eine Keksdose aus Porzellan mit geflochtenem Griff, eine lasierte Schmuckschatulle, die eine Melodie spielte, wenn man den Deckel öffnete. Beides war nur zur Ansicht in einem Schrank mit Glastüren im Wohnzimmer aufbewahrt worden, als handelte es sich um religiöse Symbole; zusammengepackt in der Schachtel schienen sie noch immer schwach nach dem Filz zu riechen, mit dem die Borde ausgekleidet waren, auch wenn der Schrank bei Evelyns erstem Umzug zurückgelassen worden war.

Auf dem Boden der Schachtel lagen Ausgaben seiner Bücher – das über Hardys Romane, seine Doktorarbeit; das über Tiere in Kindergeschichten und sein letztes über Zoos. Er hatte sie seiner Mutter geschenkt, als sie erschienen waren, und sie hatte sie stolz auf ihr Regal gestellt und ihm versichert, sie würde sie lesen, auch wenn er sich nur vorstellen konnte, wie sie die Seiten vor ihren Augen pflichtschuldig verarbeitete und erleichtert das Ende erreichte, als hätte sie einen vorgeschriebenen, für sie unverständlichen Fortbildungskurs absolviert.

Das Land hinter Tre Rhiw fiel zum Fluss hin schräg ab: Erst der Garten, dann das struppige Stückchen Wiese, wo die Ziegen eingezäunt waren, Elise ihre Hühner hielt und ein bisschen Gemüse anbaute. Als sie neu eingezogen waren, grenzte ihr Grundstück an drei kleine Felder, die einem alten Ehepaar gehörten, das für die Landwirtschaft zu alt war: Sie hatten nur noch zwei ausgediente Pferde und einen Esel, um das Gras kurz zu halten. Auf diesen alten Feldern befanden sich uralte halbrunde Ameisenhaufen, wie man sie nur noch auf Land fand, das nicht mit Schwermaschinen bearbeitet wurde; und es wuchsen dort kleine Gruppen von Haselnussbüschen, überzogen mit spinnwebartigen Flechten, und buschiges Gras, zwischen dem im Frühling und Sommer Leinkraut, Storchschnabel und Kornblumen wogten.

Als der alte Mann starb und die Frau zu ihrer Tochter nach Pontypool zog, wurde ihr Haus samt dem Land von Willis aufgekauft, einem Bauern am anderen Ende des Dorfs, der ganze Längen von uralten Hecken herausriss, um aus den drei Feldern eines zu machen, und dabei die Haselbüsche und die Ameisenhaufen unterpflügte. Paul hatte ihn wütend zur Rede gestellt und ihm mit einer Anzeige gedroht, obwohl es vermutlich keine Gesetze gegen das Begangene gab. Elise sprach von vollendeten Tatsachen, sie sollten das Ganze auf sich beruhen lassen, es sich mit Willis zu verderben sei sinnlos, sie müssten alle zusammenleben. Ohnehin könne nichts die verschwundenen Hecken zurückholen, die wahrscheinlich über Jahrhunderte gewachsen waren. Seitdem schien Willis immer dann Hühnermist auf dem Feld zu verteilen oder Unkrautvernichtungsmittel zu sprühen, wenn sie eine Sommerparty im Freien gaben: Elise war sicher, er tat das nur, weil Paul ihn bedrängt hatte. Im Dorf war er offenbar nicht beliebt. Willis war Engländer, er hatte ein einheimisches Mädchen geheiratet.

Elise schlug vor, Paul solle Willis’ Sohn fragen, ob Pia sich bei ihm gemeldet hätte. Er schob es ein paar Tage vor sich her, doch als keine Nachrichten von ihr kamen, machte er sich eines Vormittags widerstrebend auf den Weg nach Blackbrook. Es war ein schimmliges, zwischen alten ungepflegten Apfelbäumen stehendes Gebäude gewesen, die moosbedeckten Dachschindeln dick wie Pflastersteine, die Zimmer innen seit einem halben Jahrhundert unverändert. Willis hatte alles bis auf die Steinwände freigelegt, neue Fenster mit Kunststoffrahmen eingesetzt, die vom Zigarettenrauch nikotinbraunen Decken neu verputzt, weiße gemeißelte Pferdeköpfe auf die Torpfosten gesetzt und seine Satellitenschüssel oben an der Mauer befestigt. Das Haus war so farblos und kahl, dass es Paul fast unwirklich vorkam, wie aus einem Traum oder einem Film. Als er den betonierten Hof überquerte, sah er Willis, der im klimatisierten Führerhäuschen eines Traktors den Motor laufen ließ und konzentriert den Geräuschen lauschte: Ein stämmiger Mann mit rotblondem Haar und Riesenpranken, die Gesichtszüge unter den Sommersprossen fast ausgelöscht.

»Das Scheißding läuft nicht rund«, sagte er. »Irgendwo hängt es fest.«

»Ist James in der Nähe?«

»Was soll er denn angestellt haben?«

»Er hat nichts angestellt. Ich will ihn um einen Gefallen bitten.«

Willis nickte in Richtung der riesigen, offenen Wellblechscheune. »Spritzt den Stall aus. Passen Sie auf Ihre Schuhe auf. Mir tut er nie einen Gefallen.«

Paul folgte dem Geräusch des Hochdruckschlauchs und ging vorsichtig an den mit Schmutzwasser gefüllten Betonrinnen vorbei; nach der Helligkeit draußen wirkte die Scheune dunkel, und der Tiergestank war überwältigend. Der Junge drehte das Wasser ab, als Paul sich näherte und seine Augen sich an das düstere Licht gewöhnten. James war wie sein Vater rotblond und sommersprossig, aber größer und dünn, starr vor Widerwillen über seine Arbeit gebeugt.

»Wie ging es Pia, als du sie das letzte Mal gesehen hast?«

»Warum?«

»Wir machen uns Sorgen um sie.«

Er zuckte mit den Schultern. »Anscheinend ganz gut.«

»Wann war das? Warst du in London, um sie zu treffen? Oder ist sie hier unten gewesen?«

Der Junge drehte das Wasser wieder auf und richtete den Strahl in die Ecken der Buchten. »Weiß nicht, wann.«

»Hast du gewusst, dass sie ihr Studium abgebrochen hat?«

»Kann sein, dass sie was davon erwähnt hat. Ich kann mich nicht erinnern.«

Er fragte, ob James wisse, wo sie zu erreichen sei, aber angeblich hatte er nur ihre Handynummer.

Am Anfang war Pia zu den Willis’ gegangen, um mit James auf der Playstation zu spielen. Das Landleben hatte sie gelangweilt, sie las nicht gern und ging auch nicht gern spazieren. Paul und Elise waren froh, dass sie wenigstens Anschluss gefunden hatte. Als sie älter wurde, vermutete Elise, dass zwischen ihr und James etwas lief oder dass Pia in ihn verknallt war, was sie jedoch trocken und überzeugend abstritt: Sie stand nicht auf ihn, waren nur Freunde, die sich gut verstanden. Und es stimmte, denn wenn man die beiden in den Gassen herumlungern oder hingefläzt vor dem Fernseher sah, wirkten sie ungezwungen wie Geschwister: Ihre schlaffen, schlaksigen Körper ließen keinerlei sexuelle Spannung erkennen. Paul konnte sich nicht vorstellen, worüber die zwei sich unterhielten. James wirkte ziemlich einsilbig, versunken in wirrem Groll. Manchmal fuhren sie mit dem Zug zum Tanzen nach Cardiff, oder Pia verbrachte die Abende in Blackbrook. Willis hatte eine alte Scheune in eine Art Nebengebäude umgewandelt, wo seine Söhne unabhängig leben konnten, mit einem Spielezimmer und einer Küche. Nachdem die beiden älteren Söhne den Hof verlassen hatten, vermietete ihre Mutter im Sommer einen Teil als Ferienwohnung. Willis hatte offenbar gewollt, dass sie blieben und beim Ausbau des Geschäfts halfen (neben der Landwirtschaft stellten sie Eis her und verkauften Weihnachtsbäume, wofür sie mehrere Leute aus dem Dorf anstellten); es kursierten Gerüchte über die Auseinandersetzungen, die die Söhne früher mit ihrem Vater geführt hatten. Jedenfalls waren die Jungs weg.

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