Rudolf Stratz - Simmerl

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Sie leben friedlich zusammen in ihrem bayrischen Dorf: Die Bauern und die Torfstechern mit dem sympathischen Johannsen. Die hierhergezogene Gertrud Hellwig, die mit ihrer Hühnerfarm ihre beiden Kinder allein aufzieht. Der Simmerl und seine Frau, Beni und die Afra, der Bürgermeister, der Wirt Ägid und all die anderen. Und im Wald haust Jerofkin, der russische Kommunist, mit seinen Leuten, die heimlich das arme Volk ein bisschen aufhetzen wollen. Doch jetzt herrscht Aufruhr im Dorf. Simmerl kann die Hypothek für sein «Güterl» nicht bezahlen. Sein Besitz wird versteigert und aus München sind lauter Städter angereist, um billig ein Wochenendhäuschen zu ersteigern. Besonders Herr Körbl, mit einem Makler im Gefolge, macht sich unbeliebt. Als er in der Nacht vor der Versteigerung verschwindet, glaubt die Obrigkeit an Mord, und der Verdacht fällt schnell auf den Filzensimmerl. Der dubiose Körbl bleibt verschwunden, es wird keine Leiche gefunden. Und nachts schleicht jemand durch die Dunkelheit. Vielleicht der gefährliche Radl-Kramer? Eine verzwickte Kriminalgeschichte in einer einfachen Dorfgemeinschaft aus dem Jahr 1926, deren liebenswerte und charakterstarke Bewohner sich nicht auseinanderbringen lassen.-

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Er schaute der jungen Frau kopfschüttelnd in das klare Gesicht. Das war recht weich geformt, wie es sich für ein junges Weibsbild gehört. Aber um dem Mund herum — da hatte sie doch so etwas Festes, Ruhiges. Die weiss, was sie will! Die geht fei’ geradaus! Da derfst ruhig sein . . .

„Ich kann dir nix helfen, und du kannst mir nix helfen!” sprach er. „Aber da draussen im Filzenlager is einer — ein ganz ein Gewaltiger — der helfen kann, bald er nur mag . . .”

„Meinen Sie den Grossen, Starken mit dem Vollbart und den merkwürdigen grossen blauen Augen?”

„Denselbigen! Aber ich kenn’ ihn net, den Mann!”

„Ich auch nicht! Begegnen tun wir uns ja oft! Aber angeredet haben wir uns noch nie!”

„Der hat an Ansehen da draussen in den Filzen! Vor dem ducken sie sich weit und breit! Schau, Frau — zu dem ist jetzt mein Bittgang. Vielleicht, dass er sich meiner derbarmt!”

Die junge Frau schaute vor sich in das Dunkel, als riefe sie sich das Bild des Retters aus der Not da draussen in die Erinnerung zurück: Äusserlich einer aus dem rauhen Filzenvolk wie jeder andere auch, die zerarbeitete Taglöhnerjacke, die zerfaserte Hose vom Morast schwarz gefleckt, die hohen Stiefel vom Moorschlamm überkrustet, den Schlapphut über dem tiefbraun gebrannten Gesicht, von Wind und Wetter fahl gebleicht — genau wie jeder andere . . .

Nur dass er sich auf hundert Schritt von jedem unterschied. Durch die straffe Haltung. Und durch den festen Gang. Durch die harte Art, den Kopf im Genick zu tragen. Ganz ein Mann für sich. Gott weiss wer.

„Stecken Sie sich nur hinter den starken Mann da draussen, Simmerl!” sagte sie. „Zu dem hätt’ ich auch Zutrauen!”

„Ich geh’ jetzt zu ihm!” sprach der Simmerl hoffnungsvoll.

„Und sagen Sie ihm doch”, die junge Frau zögerte einen Augenblick. „Wir kennen uns doch nur vom Sehen! Er grüsst mich immer, wenn er hier vorbeikommt! — Also die Farmerin von der Geflügelfarm Erika liess ihn auch schön bitten, er möge doch ein gutes Werk tun und Ihnen beistehen!”

„Ich glaub’ ja net, dass ein solchener sich darum schert, was ein Weibsbild daherredet”, versetzte der Filzensimmerl treuherzig. „Aber ich werd’s ausrichten! Schuldigen Dank, Frau! P’füt di Gott!”

V.

Der Simmerl-Nikodem stapfte weiter „pfeilgerad” in die Nacht und das Moor hinaus. Hätte einer den gebückten Alten da keuchend auf seinen Säbelbeinen über den quatschenden Sumpfboden humpeln gesehen, der durfte meinen, der Filzgütler würde durch Irrlichter auf Nimmerwiederschauen in den Morast verlockt. Denn da draussen bewegten sich unruhig Feuerpunkte in der Finsternis hin und her, blinkten auf und verschwanden.

Aber den Simmerl kümmerte das nicht. Auch nicht die vielen hundert stillen Nachtmänner, die undeutlich rechts und links von dem Knüppelweg standen. Das waren keine toten Seelen oder sonst etwas Grausames, sondern die Türmchen von übereinander gestapelten und gekastelten, in der Luft trocknenden Torfstücken. Und die huschenden Irrlichter waren die Laternen von spät in ihr Lager heimkehrenden Torfstechern, und deren wandernde Barackenburg selbst war ein in der unendlichen Nacht verlorenes und verschwommenes Stück Dämmerschein von Licht und da und dort zerstreuten, hellen kleinen Fenstern.

Manche der Scheiben waren schon dunkel. Dahinter schliefen sie nach des Tages Müh’ und Arbeit — die Filzarbeiter, mit Weib und Kind in ihren flüchtig genagelten Holzbuden, und die Unverheirateten unter der dünnen Dachpappe ihrer Hütten. Kaum dass irgendwo ein Säugling greinte oder ein Köter kläffte, als der Simmerl vorsichtig, als wär’ er ein Dieb in der Nacht, der noch hell erleuchteten Kantine zuschlich.

Drinnen in dem Wellblechschuppen schrien sie hübsch durcheinander, die Filzer — könnt’st meinen, das wär’ wie vor der Rauferei auf der Kirchweih! Es waren keine Läden vor den Fenstern. Der Simmerl konnte leicht, wenn er das verrunzelte, bange Gesicht der Scheibe näherte, in den tabakblauen Raum voll Torfleut’ blicken. Da waren zwei Parteien — das sah er gleich — die standen einander drohend gegenüber — recht in Hitze beide, wo’s doch schon für Maulschellen und Messer viel zu spät auf die Nacht war. Die einen, das waren weitaus die Mehrheit. Und der vor ihnen — ihr Fürsprecher — der Simmerl faltete die Hände — gelobt sei Jesus, Maria und Josef — das war er selbst — der Grosse, der Starke, der Nothelfer, hager, lang, sehnig von Gestalt, in seinen hohen Dreckstiefeln, mit seinem wilden, braunen Haarbusch und dem dichten, braunen Bart über das halbe Gesicht, der ihn älter machte als er überhaupt war. Mochte nicht viel über die Dreissig sein, bald du ihn näher anschaust, und Augen hat er im Kopf — da derfst dich schon fürchten — seine Stimme geht hart und hell, ganz wie von einem Herrischen, der das Befehlen gewohnt ist, so wie’s der Simmerl in seiner fernen Dienstzeit vor vierzig Jahren bei den Luitpold-Kanonieren in München gekannt hat, laut genug, dass man’s durch die Scheiben hört.

„Sie sind völlig überflüssig in Deutschland”, sagt der gefährliche Torfstecher da drinnen schneidend zu seinem Widerpart in der Kantine und dessen Häuflein finstere Gesellen hinter ihm. Er spricht hochdeutsch, gerad’ wie die Städtische da hinten in der Farm. „Sie, und ihr roten Brüder aus Moskau alle, die hier wie die Flöhe in den Filzen herumwimmeln! Schauen Sie, dass Sie nach Russland heimkommen, und überlassen Sie die dummen Kerle, die Sie hier verhetzt haben, gefälligst mir! Ich werde schon dafür sorgen, dass die Kameraden wieder zur Vernunft kommen und gute Deutsche werden!”

„Was hat denn der ,Golds Russki‘, der Latrinenwisch, hier zu suchen?” donnerte er plötzlich und fegte mit einer unheimlichen Bewegung der flachen Hand, so als wollte er einen köpfen, ein verknülltes, fettfleckiges Zeitungsblatt vom Tisch: „Wenn es in Russland so herrlich ist, wie Sie’s hier den Leuten in den Filzen predigen — warum leben Sie denn dann hier in der Fremde im Dreck? Weshalb zieht’s Sie da nicht mit Gewalt nach dem Moskauer Paradies zurück — he — Herr Jefroykin?”

Der, mit dem der Wildäugige sprach — der Simmerl sah es durch das Fenster — war schon ein z’widerer Mensch — flachbrüstig, mit schmalen Hängeschultern. Rötliches Haar hatte er, einen rötlichen Vollbart und stechende, schwarze Augen. In dem unstäten Elsternblick, mit dem er dem anderen ins Gesicht schaute, in der krummen Nase und der hängenden Unterlippe, in dem aufgeregten Händegefuchtel und geschmeidigen Schulternzucken steckte selbst für des Filzensimmerls unkundigen Blick schon der echte Schlawiner, so einer aus dem Ghetto des fernsten Ostens. Auch sein geläufiges, aber fremdartiges, sonderbar singendes Jiddisch-Deutsch mit dem uralten, unheimlichen Lächeln der Lippen besagte genug.

„Hättet ihr mich nicht im Krieg gefangen nehmen sollen, Herr Johannsen! Wäre ich nicht nach Deutschland gekommen!”

„Alle russischen Kriegsgefangenen sind seit vielen Jahren zurück!”

„Nü — ich bin geblieben! Es sind viele noch da! Es sind noch mehr gekommen!”

„. . . weil unsere schlappen Regierungen euch nicht hindern, das Volk zu vergiften . . .”

„Was heisst vergiften?” Eine kränkliche Schulterbewegung Jefroykins.

„. . . sondern sie lässt euch ungehängt in Deutschland herumlaufen, um sogar hier, wo sich Fuchs und Wolf gute Nacht sagen, uns allerärmsten Leuten zur Last zu fallen!”

„Armes Volk. Sehr armes Volk!” sprach Jefroykin mit einem weichen, nachgiebigen Lächeln. „Muss man aufklären! Arbeite ich in der Mitte der Ärmsten . . .”

„Wer hat Sie denn je schon mit einem Grabscheit in der Hand gesehen, Chaim Jefroykin?” Der Torfstecher Johannsen trat dicht vor den Rothaarigen hin, der ihn rätselhaft von unten her aus seinen geröteten Lidern anblinzelte. „Bei der Arbeit daneben stehen und aufhetzen — das ist Ihre Tätigkeit. Woher haben Sie nur immer Geld, während Sie nichts tun? Von welcher Stelle bekommen Sie die verfluchten Hetzblätter, die Sie überall verteilen?”

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