Nataly von Eschstruth - Lichtfalter

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"Flach und breit gedehnt lag die Ebene, verschwimmend in zart violettem Duft, … überwölbt von einem blassgelben Himmel, an dem kein Wölkchen trieb, der nur Licht in Licht war, durchflimmert von Milliarden feinen Sonnenstäubchen … Aus dem Buchenschatten waren drei junge Wanderer getreten." Es sind drei Musiker, die die mittelgroße Stadt, in der sie studieren und an ihrer Zukunft feilen, für ein paar Tage im Licht verlassen haben. Leider wird es nichts mit ihrem Traum, in dem Dorf in der Ebene im Gasthof oder einem der Bauernhöfe einkehren zu können. Da erhalten sie den Tipp, dass im Gutshaus für die Tochter des Hauses der Geburtstag gefeiert werden soll, es aber an der Musik fehle. Sie kommen also wie gerufen und ihre Freude wird immer größer als sie die bezaubernden jungen Damen, angeführt vom Geburtstagskind, erblicken. Ein wunderbarer Abend folgt, der aber ohne Fortsetzung zu sein scheint. Da ereignet es sich einiger Zeit später, dass eine der Damen dem begabtesten der drei Musiker in der Stadt über den Weg läuft. Und jetzt setzt sich die Geschichte doch fort.-

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„Wir haben keine Parforcetour gemacht, gnädiges Fräulein, sondern erquickten Herz und Seele in der köstlichen Natur.“

„Unsre Gegend ist so flach; gar nicht reizvoll!“ antwortete sie abermals, obwohl sie es doch nicht nötig gehabt hätte, ein paar Gesellen von der Landstrasse draussen auch noch mit freundlichen Worten, neben all den guten Bissen einer Herrschaftstafel, zu bewirten! Aber es sollte wohl kein „Arme-Leute-Abspeisen“ sein, sie war zu gebildet und hatte zu viel Herzenstakt, um dem Ärmsten seine Armut entgelten zu lassen.

Bisher, als man nur in Dorfschenken und Bauernhöfen gespielt hatte, kam ihm diese Künstlerfahrt wohl als Mittel zum Zweck unsympathisch, aber nicht demütigend vor, heute, in diesem Augenblick zum erstenmal, bereute er es, auf Heinrichs Vorschlag eingegangen zu sein!

Sie bat noch, dass sie morgens recht lang ausschlafen möchten, dann hatte sie ihrer barmherzigen Pflicht als Dame des Hauses genügt und kehrte zu den Tanzenden zurück.

Aber sein Blick folgte ihr.

Er kehrte immer, immer wieder zu ihr zurück.

„Wenn du dir hier eine Eheliebste aussuchen könntest ...!“

Wie kommt Florian auf einen so wahnsinnigen Gedanken?

Am seine Witze machen zu können! Wenn man selber kaum noch etwas Besseres ist, als ein Wegelagerer, der sowohl auf seinem Lebenswege eine Panne gehabt hat, als auch jetzt am Strassenrain seine Lieder geigt, damit die Barmherzigkeit die Almosen in den offenen Hut wirft, dann hat man nichts mehr zu wählen, höchstens wenn’s mal ganz schief gehen sollte, Pulver und Blei oder den Strick. Was am billigsten ist.

Ein Sprung von diesem Dache macht mich frei! — Als er noch vor gar nicht so langen Jahren in der Schillerstunde diesen Vers als Zitat in sein Büchlein ausgezogen hatte, da schaute er die Worte an, als sprächen sie Chinesisch zu ihm.

Damals lag die ganze Welt noch weit offen vor seinem glücksdurstigen Blick, und der Himmel hing voller Bassgeigen!

Wie grausig schnell ist die Sonne, die ihm damals im Gemüt stand, untergegangen!

Für immer untergegangen?

Heinrich hat ihm vorhin noch so viele, gute, tröstliche Worte gesagt.

Dass er glauben könnte!

Wie gerne tät er’s.

Sein ganzes Ich, Leib, Geist und Seele schreien aus tiefster Not und Finsternis heraus nach Licht!

Sind die glänzenden Schwingen, mit denen er ehemals in hohem Flug die leuchtendsten Phantastereien aller Gestirne der Zukunft erreicht, endgültig zerbrochen?

Er blickt auf seine Geige nieder. Seine Lippen zucken.

Heinrich sagt, sie töne in Zukunftsmusik. Sie berge alle Schätze der Welt, die materiellen und geistigen, in sich.

Ein grausamer Eingriff des Schicksals, eine rauhe Hand, die schroff in die Saiten packt — wird sie zerreissen mit schrillem Jammerschrei.

Was bleibt dann noch von Sang und Klang zurück?

Da schwebt es lieblich und zart an ihm vorüber, dass er wähnt, der Duft welkender Rosen wehe zu ihm hin, die Spitzen des weissen Kleides streifen seinen Fuss, und etwas Goldiges blitzt vor seinen Augen.

Ein Armband.

Fräulein von Heimdall.

Der Vater rief sie zuvor: „Nanna!“ Die jungen Damen nennen sie Edelgard.

Wohl ein Doppelnamen.

Er schaut auf, blickt ihr nach.

Wenn er wählen könnte!

Wenn die Saiten zerspringen, so zieht man neue auf! würde Heinrich sowohl wie seine Musiklehrer als etwas ganz Selbstverständliches belehren.

Ein Feigling, der die Flinte von sich in das Korn wirft, weil ihm momentan die Munition ausgegangen ist!

Ja, auf einer Geige, da lässt sich allenfalls solch ein Schaden reparieren, um fernerhin ein Schattenleben weiter fristen zu können, — wenn aber die Saiten auf Herz und Seele springen, — wer flickt die wieder zusammen?

Und seine liebe, selige Mutter hat so oft von ihm gesagt: „Der Junge nimmt alles viel zu schwer für seine Jahre, er ist viel zu zart besaitet!“ —

Florian stösst ihn mit dem Ellenbogen an.

„Sieh mal, wie der Kandidat bei Fräulein Edelgard den Anbeter mimt! Er möchte für sein Leben gern ein paar Blumen von ihr für sein Knopfloch geschenkt bekommen, — wenn’s auch nur ein Knöspchen wäre! Und der grosse, hübsche Forstpraktikant schliesst sich an! — Er behauptete vorhin, sie sei ihm noch den Bruch für den letzten Hasen schuldig ... au! ... den er ihr in die Küche geliefert ...“

„Wie ist es möglich, Kleiner, dass du das alles hören, sehen, beobachten kannst?“

„Weil ich Augen und Ohren spitze und aufpasse!“

„Hat sie denn den Wunsch ihrer Anbeter erfüllt?“

„I wo! Das gerade macht mir ja so diebischen Spass, dass die Kerle so kläglich abblitzen! Namentlich der Kandidat mit der Schultermähne! — Wenn ich Geld hätte, schickte ich dem Jüngling ein paar Lockenwickel!“

Balder lächelte.

Er blickte nach Edelgard hinüber. Just in demselben Moment schaut auch sie nach ihm hin.

Ihr Köpfchen zuckt empor.

Warum?

Hat etwas in seinen Augen gelegen, was sie erstaunte?

Er war doch nicht schadenfroh, als er von den unerfüllten Wünschen der jungen Herren hörte, und doch ... leicht möglich, dass eine gewisse Genugtuung darin aufglühte.

Warum?

Weil ihm keiner der Kerls gut genug für sie deucht?

Wohl möglich.

Sie ist reizend, sie hat etwas Undefinierbares, was ihn anlockt ... näher, immer näher zu ihr hin — und wenn er da ist, lässt’s ihn nicht mehr los.

Das fühlt er.

Wenn er da sein würde! Neben ihr stehen, um einen Tanz bitten, sie im Arm halten.

Vielleicht bät er sie auch um eine Blume.

Ist’s zu grosse Gunst, sie zu geben?

Was ist eine Blume?

Viel. Der verkörperte, zärtliche Gedanke ihres Schöpfers.

Gott ist die Liebe. Blumen sind Boten der Liebe.

In diesem Sinne ist es viel, unendlich viel, wenn ein junges Weib mit zarter Hand solch ein „Dein-Gedenken“ reicht. Freiwillig, — tatsächlich wie den Gedanken eines barmherzigen Liebesgottes.

Könnte — dürfte er wählen!

Wie kam Florian nur auf diese rasende Idee?

Wer würde es sein?

Es ist eine Blütenlese von hübschen, kleinen Mädelchen hier im Zimmer, alle in ihrer Art allerliebst, frisch, rosig, lustig, zart und derbbacken, wie man’s haben will, aber nur eine ist darunter, die den Namen Edelgard verdient, nur eine, die gemeint sein könnte, wenn der unglückliche Fischer aus der Normandie von ihr singt, ehe er ihr in das kühle Wellengrab folgt:

Nanna s’appelle

elle est si belle

je l’aime tant! —

Auch diese Nanna könnte man bis zum Sterben und Verderben lieben, wie es die obige Ballade lehrt.

Gut, dass weder Heinrich noch Florian seine Gedanken hören.

„Junge, du passt mit deinem sensiblen Wesen und deinem schwärmerischen Idealismus kaum noch in die moderne Welt hinein!“ hat ihm Heinrich noch unlängst gesagt, als er so unpraktisch, so übertrieben zartfühlend über mein und dein entscheiden wollte!

Andre junge Männer haben Zahlen, viele Zahlen, ganze Rechenmaschinen, Masse und Gewichte im Kopf und machen ihr Glück damit, und du hast nur ein Herz in der Brust und die Sehnsucht nach dem Licht, darum schlagen die Schatten immer dunkler über dir zusammen.

Heinrich hebt die Hand, dass der Tanz zu Ende ist und die Musik abbricht.

Balder lässt Geige und Bogen sinken.

Ein junger Mann von einem Nachbarshof, halb herrisch, halb bäuerisch, mit aufgedunsenem, rotem Gesicht, die Hände dick voll breiter Goldringe gesteckt, mit schwerer Uhrkette über dem Magen und einem protzigen Benehmen, das bedenklich an den berüchtigten Dorfprinzen altväterischer Zeit erinnert, hat gerade — endlich! — das gnädige Fräulein Geburtstagskind zu einem Tanz vergewaltigt, als die Musik abbricht.

Das ärgert ihn.

Mit lässigem Griff fasst er in die Westentasche, greift einen Geldschein und wirft ihn voll gebieterischer Herablassung vor Balder auf den Tisch.

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