Tom Buk-Swienty - Feuer und Blut

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`Ich hatte eine Farm in Afrika´ , ließ uns Tania Blixen wissen. Ihr Vater Wilhelm Dinesen (1845 – 1895), Offizier, Politiker, Landbesitzer und Schriftsteller, hatte ihr den Ausbruch aus der Enge der großbürgerlichen dänischen Welt vorgemacht: Er war in ganz Europa und Amerika zu Hause. Aufgewachsen auf einem dänischen Herrenhof und erzogen in der Aristokratie Kopenhagens, zieht Dinesen 1864 im Deutsch-Dänischen Krieg mit achtzehn Jahren als jüngster dänischer Offizier in die Schlacht von Düppel. Wenige Jahre später meldet er sich im Deutsch-Französischen Krieg zur französischen Armee und erlebt 1870/71 die Niederlage des französischen Heeres und dessen spektakuläre Flucht in die Schweiz. Nur wenige Wochen später wird Dinesen Augenzeuge des Aufstiegs und blutigen Falls der Pariser Kommune. `Feuer und Blut´ ist der erste Teil der zweibändigen Dinesen-Biografie, geschrieben von Dänemarks aktuell angesagtestem Sachbuchautor.-

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Auch im dänischen Heer war man auf A.W. Dinesen aufmerksam geworden. Bei seiner Rückkehr nach Dänemark wurde er zum Oberleutnant befördert und kurze Zeit später, erst siebenundzwanzig Jahre alt, zum Ritter des Dannebrog geschlagen. Im Frühjahr 1835 schickte man ihn nach Schweden, wo man ihn mit der Stellung eines Kontrolloffiziers in einer Kanonengießerei betraute. A.W. Dinesen hatte die Qualität der Kanonen zu kontrollieren, welche die dänische Artillerie hier kaufte. Außerdem sollte er bei etlichen Zeremonien in Stockholm Dänemark repräsentieren und schloss bei dieser Gelegenheit Freundschaft mit dem schwedischen Kronprinzen.

Aber A.W. Dinesens Hunger nach Erlebnissen und Wissen war noch längst nicht gestillt. Er sehnte sich danach, sich selbst bis an seine Grenzen zu erproben. Seinem Verständnis nach war dies gleichbedeutend mit großen Abenteuern. Und gab es für einen jungen, ehrgeizigen Offizier ein größeres Abenteuer, als in den Krieg zu ziehen? Seiner Ansicht nach auf keinen Fall, und so kam es, dass er sich an einem der ersten Apriltage des Jahres 1837 an Bord eines französischen Transport-Dampfschiffes mit Kurs auf Nordafrika befand, oder richtiger, mit Kurs auf die »Barbarei«, wie die Europäer es nannten.

Frankreich hatte sich in dieser Region, die später als Algerien bekannt werden sollte, auf einen Kolonialkrieg eingelassen. Die Araber waren indes nicht so leicht zu unterwerfen, und das französische Heer konnte tüchtige Soldaten und Offiziere aus ganz Europa als Freiwillige gut gebrauchen. In Paris nahm man A.W. Dinesens Angebot mit Freude entgegen, beförderte ihn zum Hauptmann der Artillerie und schickte ihn sofort weiter in einen brutalen Krieg, der in einer glühend heißen Landschaft am Rand der großen Wüste Sahara stattfand.

Trotz der schmählichen Niederlage der Franzosen in den Napoleonischen Kriegen rund zwanzig Jahre zuvor galt Frankreich noch immer als stärkste Militärmacht Europas, und die französischen Heere wurden als die besten der Welt angesehen. Gerade infolge der demütigenden Niederlage der vorigen Generation sehnte sich die französische Nation danach, die alte Größe vergangener Zeiten durch neue Eroberungen wiederzuerlangen. Größe durch Kriege zu gewinnen, mutige Taten auf Schlachtfeldern und Eroberungen hatten obendrein in der französischen Sprache eine ganz eigene Bezeichnung: la gloire .

A.W. Dinesen bekam all den Krieg und la gloire , die er suchte, und die vielen Abenteuer, die er unter dem fernen Himmel Nordafrikas erlebte, hatten aufgrund der arabisch geprägten Region einen Anstrich von Tausendundeiner Nacht . Aber weil A.W. Dinesen nicht die Hauptperson dieser Geschichte ist, sei hier lediglich erwähnt, dass er an zwei großen Feldzügen teilnehmen konnte. Auf dem ersten war er in Gesellschaft des legendären französischen Generals aus den Napoleonischen Kriegen, des Guerillaexperten Thomas Bugeaud. Dieser drang mit einem schnellen, beweglichen Heer von 10 000 Mann tief in die Wüste im südwestlichen Algerien ein und machte Jagd auf den arabischen Freiheitskämpfer Abd el-Kader, einen ungewöhnlich tüchtigen Strategen und Militärführer, und seine Tausende von Reiterkriegern. Tatsächlich sollte A.W. Dinesen in einem der gefährlichsten Momente seines Lebens Abd el-Kader von Angesicht zu Angesicht gegenüberstehen. Aber – wieder zurück nach Katholm.

Nach seiner Teilnahme an der schrecklichen und blutigen Belagerung der Festungsstadt Constantine im Südosten Algeriens – ein Kampf, der zum Fall der Stadt führte und Tausende von Menschenleben kostete, darunter auch das vieler Zivilisten – eilte A.W. Dinesen zurück nach Dänemark. Er kam als hochdekorierter Held nach Hause. Aber kurz nach seiner Ankunft überrumpelte er alle in seiner Umgebung mit dem Kauf von Katholm Gods und dem Vorhaben, künftig als Gutsherr auf dem Lande zu leben, anstatt seine militärische Karriere weiterzuverfolgen.

Die Begegnung mit den Arabern am Rande der Sahara hatte einen unauslöschlichen Eindruck bei A.W. Dinesen hinterlassen, und hierin liegt auch einer der Gründe dafür, dass er seine militärische Karriere nicht fortsetzte. Die Araber, die er als kultivierten, leidenschaftlichen und freien Menschenschlag schätzen gelernt hatte, hatten ihn dazu bewogen, einige der grundlegenden Werte der westlichen Zivilisation zu hinterfragen. Wo auch immer die Franzosen in Nordafrika auftauchten, hatten sie um sich herum Tod und Unheil verbreitet, und mit welchem Recht taten sie dies? Trotz seines Ungestüms und der Sehnsucht nach Kanonendonner, Ehre und Auszeichnungen hatte die Zerstörung, deren Zeuge er in der »Barbarei« geworden war, abstoßend auf ihn gewirkt. Er kam daher für sich persönlich zu dem Schluss, dass das Leben nicht nur aus geschwungenen Säbeln, Uniformen und la gloire bestehen konnte.

Er entdeckte, dass zum Leben auch die Magie gehört, die darin besteht, mit dem geschriebenen Wort zu arbeiten. Und so wurde A.W. Dinesen nicht nur der erste Offizier in seiner Familie, sondern auch ihr erster Schriftsteller. Die Handvoll Familienbriefe aus seiner Feder zeigen ihn als gut formulierenden Autor mit Gespür für malerische Details. So schrieb er zum Beispiel an seine Schwester Augusta von seiner Jugendreise durch Italien mit Hans Christian Andersen: »Als die Sonne unterging, drehten wir in einem kleinen Boot eine Runde auf dem See und genossen dies wie seit der Reise von Genua nicht mehr. Es ist ein seltsamer Anblick, wie der südliche Himmel die Berge dunkelblau färbt, und als die Sonne im See versank, stand alles in Flammen.«

Nach seiner Heimkehr aus Algerien beschloss A.W. Dinesen, über seine Erlebnisse in Nordafrika ein Buch zu schreiben. Es erschien 1840 unter dem Titel Abd el-Kader und die Beziehungen zwischen Franzosen und Arabern im nördlichen Afrika . In dem Buch demonstrierte A.W. Dinesen, dass er die scharfe Beobachtungsgabe eines guten Journalisten und Offiziers besaß. Während des Feldzugs hatte er sich fleißig Notizen gemacht. Außerdem hatte er über die vielen Kämpfe, in welche die französischen Truppen seit Anfang der 1830er Jahre gegen Abd el-Kader verwickelt waren, Dokumente und Zeugenaussagen von herausragenden Offizieren gesammelt.

Das Buch war eine Huldigung an die Araber und insbesondere an den Emir, der versuchte, die Araber im Kampf gegen die Franzosen zu einer gemeinsamen Nation zu vereinen. A.W. Dinesen beschrieb den Emir folgendermaßen: »Er führt seine Waffen und lenkt sein mutiges Streitross meisterhaft. Seine Bewegungen sind frei und leicht.«

Es war das erste Porträt von Abd el-Kader. Das Buch wurde ins Französische und ins Deutsche übersetzt und gilt bis heute als eine der Hauptquellen für den frühen französischen Kolonialkrieg in Algerien. Es ist allerdings schwierig zu entscheiden, ob A.W. Dinesen mit dem Buch noch andere Ambitionen verfolgte, als seine ungewöhnichen Erlebnisse in Algerien weiterzugeben und sich auf diese Weise auch als Zivilisationskritiker hervorzutun. Hatte er Ambitionen, ein Schriftsteller großen Stils zu werden?

Die einzige klare Antwort ist, dass er trotz seines stilistischen Talents kein Vollblutschriftsteller war. Dazu besaß er zu viel rastlose physische Energie und Handlungskraft, und dies ist wohl auch der entscheidende Grund dafür, dass er Gutsbesitzer anstatt General wurde. Ohne Zweifel fühlte er sich seinem Großvater, Anders Dinesen, stark verbunden, dem Gründer des Geschlechts. Denn mit dem Kauf von Katholm Gods gab der Artillerist A.W. Dinesen seinem Leben eine erhebliche Wendung, schließlich lagen Welten zwischen dem Kasernenleben in der Sølvgade in Kopenhagen und dem Leben als Gutsherr auf Katholm Gods.

Man weiß nicht, warum A.W. Dinesen ausgerechnet Katholm kaufte, das im Vergleich zu Seeland, wo er aufgewachsen war, und dem Kopenhagener Machtzentrum an der Peripherie lag. In den 1830er Jahren bis weit in die 1840er Jahre, in denen es in Dänemark noch keine Eisenbahnen gab und man die Belte typischerweise immer noch mit Segelschiffen überquerte, dauerte es viele Tagesreisen, um von der dänischen Hauptstadt in die abseits gelegene Region Djursland zu kommen. Mit Sicherheit allerdings wissen wir, dass er den gesamten prächtigen Herrensitz zum Spottpreis von 100 200 Reichstaler bekam, weil das Anwesen trotz seines charmanten Äußeren aus einer Konkursmasse stammte.

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