Tom Buk-Swienty - Feuer und Blut

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`Ich hatte eine Farm in Afrika´ , ließ uns Tania Blixen wissen. Ihr Vater Wilhelm Dinesen (1845 – 1895), Offizier, Politiker, Landbesitzer und Schriftsteller, hatte ihr den Ausbruch aus der Enge der großbürgerlichen dänischen Welt vorgemacht: Er war in ganz Europa und Amerika zu Hause. Aufgewachsen auf einem dänischen Herrenhof und erzogen in der Aristokratie Kopenhagens, zieht Dinesen 1864 im Deutsch-Dänischen Krieg mit achtzehn Jahren als jüngster dänischer Offizier in die Schlacht von Düppel. Wenige Jahre später meldet er sich im Deutsch-Französischen Krieg zur französischen Armee und erlebt 1870/71 die Niederlage des französischen Heeres und dessen spektakuläre Flucht in die Schweiz. Nur wenige Wochen später wird Dinesen Augenzeuge des Aufstiegs und blutigen Falls der Pariser Kommune. `Feuer und Blut´ ist der erste Teil der zweibändigen Dinesen-Biografie, geschrieben von Dänemarks aktuell angesagtestem Sachbuchautor.-

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Er verschwendete daher keine Zeit, als das Unheil heraufzog. Mit dem üblichen Mangel an Bescheidenheit schrieb er später in einem kleinen Bericht über seine Teilnahme am Krieg: »Der erste Kanonenschuss wurde bei Bov am 9. April 1848 von meiner Batterie abgefeuert, und auch die letzten Kanonenschüsse am 31. Dezember 1850 bei Flækkeby.«

Drei Jahre lang waren er, seine Männer und seine acht Kanonen inmitten des Geschehens.

7

Der Maler Jørgen Sonne, einer der hervorragendsten Schlachtenmaler Dänemarks, hat nicht weniger als drei Bilder von Hauptmann A.W. Dinesens Taten während des Krieges gemalt: die Schlacht bei Bov am 9. April 1848, die Schlacht bei Isted am 25. Juli 1850 und die Kämpfe bei Mysunde am 12. September 1850. Alle drei Gemälde zeigen Dinesen nahezu unnatürlich überhöht dargestellt. Besonders dramatisch ist das Bild von der Schlacht bei Bov. Wir sehen sein weißes Pferd, das leblos neben dem aufrecht stehenden A.W. Dinesen liegt, der sich triumphierend über allem erhebt. Mit stahlhartem Blick sieht er dem Feind entgegen, die Hüfte ist nach vorn geschoben, ein Arm trotzig in die Seite gestemmt. Nichts kann diesen Mann erschüttern. Man kann fast die Kanonen donnern hören. Eine gewaltige Pulverdampfwolke ballt sich am Horizont zusammen. Ein verwundeter Artillerist wird weggetragen, und in der Mitte des Bildes galoppiert der Adjutant mit einem frischen Pferd für seinen Batteriechef heran. In der wirklichen Schlacht triumphierte die Batterie Dinesen.

Das Gemälde war nicht der Fantasie Jørgen Sonnes entsprungen. Natürlich heroisierte es A.W. Dinesen, der den Maler ja immerhin für dieses und die beiden anderen Bilder bezahlte. Zeitgenössische Augenzeugenberichte belegen indes, dass die Gemälde durchaus der Realität entsprachen.

A.W. Dinesens Adjutant, Michel Thorsen, der ebenfalls auf dem Bild zu sehen ist, berichtete in einem Brief nach Hause, wie er Dinesens Führung in der Schlacht von Bov erlebte. »Das ist der schlimmste Tag meines Lebens«, schrieb er. »Hauptmann Dinesen ist, und das kann ich nur bestätigen, ein tapferer Offizier; obwohl eine Kugel sein Pferd unter ihm tötete, sprang er schnell ab, als wäre nichts geschehen, und feuerte die Mannschaft an, tapfer zu kämpfen. Währenddessen ritt ich zurück, um ihm ein frisches Pferd zu holen, aber der Feind musste sich wie vom Teufel besessen zurückziehen.«

Drei Jahre wogten die Kämpfe auf den dänisch-schleswigschen Schlachtfeldern hin und her. Dänemark ging es darum, die schleswigholsteinischen Aufständischen in die Schranken zu weisen. Allerdings verfügte Dänemark bei Kriegsausbruch über kein großes Heer. Das Aufgebot zählte zunächst nur etwas mehr als 10 000 Mann in schmucken rot-weißen Uniformen. Dank der imponierenden organisatorischen Fähigkeiten von Kriegsminister A.F. Tscherning und der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht ließ sich indes die Truppenstärke des Heeres im Verlauf des Krieges vervierfachen. Und die auffälligen krapproten Uniformen mit den weißen über der Brust gekreuzten Schulterriemen, die eine perfekte Zielscheibe für den Gegner abgaben, wurden gegen Uniformjacken in einem gedämpfteren Dunkelblau ausgetauscht.

Während des gesamten Krieges hatte Dänemark einen gewichtigen Vorteil – seine Flotte. Die Deutschen verfügten über so gut wie keine Kriegsschiffe, und aus logistischer Sicht ergab sich daraus für die Dänen immer wieder die Möglichkeit für schnelle und nahezu ungehinderte Truppenbewegungen zwischen den Inseln und dem Festland. Diese Mobilität wurde ausschlaggebend beim ersten Zusammenstoß in diesem Krieg, den Gefechten bei Bov, nördlich von Flensburg. Schneller als die Aufständischen dies für möglich gehalten hatten, gelang es der Flotte, das dänische Heer nach Süden zu transportieren. In der Schlacht bei Bov am 9. April, die von den Kanonen A.W. Dinesens eröffnet wurde, schlugen die dänischen Truppen die Aufständischen ohne größere Probleme in die Flucht.

Im dänisch gesinnten Teil der Monarchie herrschte überschäumender Jubel, die Niederschlagung des Aufstands schien eine Kleinigkeit zu sein. Die Dänen hielten den Krieg eigentlich für so gut wie gewonnen. Allerdings hatte der Aufstand der Schleswig-Holsteiner gegen die dänische Regierung inzwischen größere Dimensionen angenommen, er war zu einer gesamtdeutschen Angelegenheit geworden. Der Deutsche Bund schloss sich dem Aufstand an, Preußen lieferte militärische Unterstützung. Der preußische König, Friedrich Wilhelm IV., der in Berlin von Liberalen und Nationalliberalen unter Druck gesetzt wurde, sah eine Gelegenheit, seine Gegner in seine Politik einzubinden. Er entsprach dem Ersuchen einer schleswig-holsteinischen Deputation um preußische Hilfe im Krieg gegen Dänemark. Dadurch waren die vereinten deutschen Truppen den dänischen plötzlich weit überlegen. In der Schlacht von Schleswig schlugen sie an einem kalten Ostertag des Jahres 1848 die Dänen in die Flucht und konnten ungehindert in Jütland einmarschieren. Eine Zeit lang verstummte das Lied vom tapferen Landsoldaten.

Zum Glück für die Dänen war der Krieg in der Zwischenzeit eine Sache der Großmächte geworden. Und der mächtigste Spieler auf der europäischen Bühne war der russische Zar. Er hatte eine ausgesprochen reaktionäre Einstellung und war besorgt über die schleswigholsteinischen Aufständischen und deren revolutionäre Forderung nach Selbständigkeit und Mitbestimmung. Durch sie wurde die bestehende Ordnung in Europa bedroht, und der Zar zwang König Friedrich Wilhelm in Berlin, die preußischen Truppen aus dem Krieg zurückzuziehen.

Zur gleichen Zeit hatten die Dänen weiter aufrüsten können und waren in der Lage, in Kämpfen bei Sundeved und Düppel Ende Mai beziehungsweise Anfang Juni die Aufständischen zu besiegen. Man schloss einen Waffenstillstand. Im folgenden Jahr jedoch flammten die Kämpfe erneut auf, und schon nach wenigen Tagen erlitt Dänemark eine Niederlage. Das Linienschiff Christian VIII . mit Wilhelm Dinesens Onkel Christian Krieger als stellvertretendem Kommandanten an Bord, ließ sich auf ein Duell mit einer kleineren schleswigholsteinischen Landbatterie an der Bucht von Eckernförde ein. Dabei erhielt die Christian VIII . einen Volltreffer. Auf dem stolzen Schiff brach Feuer aus, es explodierte, und die meisten Seeleute an Bord kamen um, darunter auch Wilhelm Dinesens Onkel, Christian Krieger.

Erneut verstummten die patriotischen Gesänge, bis eine dänische Einheit vor der belagerten Stadt Fredericia die Aufständischen überrumpelte. Der Ausfall der Dänen, der am 6. Juli, einem schönen Morgen, begann, entwickelte sich zu einem abscheulichen Gemetzel, und erst am frühen Abend war den Dänen der Sieg sicher. Als sich die Abendsonne blutrot färbte, waren von den dänischen Truppen 2000 Mann gefallen oder verwundet. Unter den Toten war der aus Norwegen stammende General Olaf Rye, schon zu Lebzeiten eine Legende. Dennoch hatte sich »der tapfere Landsoldat« mit dem spektakulären Ausfall als tauglicher Kämpfer erwiesen, auf den das neue demokratische Dänemark stolz sein konnte.

Ja, das demokratische Dänemark. Politisch gesehen war einen Monat zuvor tatsächlich ein neues Dänemark entstanden, als die Reichsversammlung die erste dänische Verfassung verabschiedet hatte. Durch sie wurden die Standesprivilegien des Adels und der Aristokratie eingeschränkt. Dies entbehrte nicht einer gewissen Ironie, weil viele hervorragende Offiziere im Heer wie A. W. Dinesen diesem Stand angehörten. Während sie auf dem Kriegsschauplatz für die Sache Dänemarks eintraten, mussten sie sich in der heimatlichen politischen Arena geschlagen geben, wo die nationalliberalen Politiker sich sehr rasch mit dem König verbündet hatten.

Denn der andauernde Kriegszustand hatte die beiden Parteien noch enger aneinander gebunden. Die Nationalliberalen wollten Macht, die der König ihnen geben konnte. Der König wiederum wollte kampfwillige Soldaten. Diese konnten die Nationalliberalen ihm zusichern, wenn er bereit war, dem Bauernstand entgegenzukommen, der für das Heer den weitaus größten Teil des Kanonenfutters lieferte.

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