Timo Storck - Abwehr und Widerstand

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Dem Grundgedanken des (unbewussten) psychischen Konflikts folgend wird beleuchtet, welche Rolle Abwehrprozesse hierbei spielen. Es wird etwas vom Bewusstsein ferngehalten und zugleich umgearbeitet, sodass es im Erleben auftauchen kann, wenn auch in veränderter Form. Dabei lassen sich unterschiedliche Formen von Abwehrmechanismen unterscheiden sowie Abwehrformationen oder interpersonell strukturiertes Abwehrverhalten. Zu beachten bleibt, wann ein Umgang mit Konflikten als eine Abwehr und wann als eine gelingende Bewältigung zu bewerten ist. Hinzu treten Überlegungen zum Widerstand als Form, in der sich Abwehrvorgänge in Behandlungen zeigen und sich gegen Veränderung richten.

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Agieren wird von Freud zunächst dem »Erinnern« (Fantasien, Assoziationen) bzw. der Verbalisierung im Rahmen der Stunde gegenübergestellt. Ein zugrundeliegender Kerngedanke folgt der Nachbildung der analytischen Stunde gemäß der Traum-/Schlaf-Situation: Die Motorik (und motorische Abfuhr) soll ausgeschaltet sein, so dass sich Triebregungen in Fantasien umsetzen können. Was, so Freuds Überlegung, nicht somatisch-physiologisch abreagiert wird, findet einen psychischen Ausdruck und kann zum Gegenstand des analytischen Arbeitens werden. Vor allem deshalb soll die Analysandin nicht »handeln«, sondern sich ihrem Innenleben widmen und deshalb wird es von Freud in erster Linie als Widerstandsphänomen gesehen. Ein weiterer Grund für die Begrenzung des Agierens (im Sinne des handlungsmäßigen Ausdrucks konflikthafter psychischer Themen und Aktualisierungen) liegt darin, die Analysandin im Alltag davor zu schützen, dass sie sich schädigt, indem Beziehungsaspekte »am falschen Ort« in Szene gesetzt werden. Anna Freud (1968, S. 2455 f.) formuliert dazu: »Das Agieren des Patienten gegenüber dem Analytiker wird auf das Wiedererleben von Impulsen und Affekten, die Reaktivierung infantiler Ansprüche und Einstellungen beschränkt; der Weg zur Motorik soll versperrt […] bleiben […] Der Patient, der seinen Impulsen Einlaß in die Motorik gibt, reproduziert das wiederbelebte Unbewusste auch in seinem gewöhnlichen Alltag und kann sich dadurch zu Schaden bringen.«

Fenichel (1945b) unterscheidet in der Folge deskriptiv zwischen einem Agieren innerhalb und einem Agieren außerhalb der analytischen Stunde (für die Frage der Bearbeitung natürlich ein entscheidender Unterschied) und Zeligs (1957) gebraucht in ähnlicher Weise die Differenzierung zwischen einem »acting in« (in der Stunde) und einem »acting out« (außerhalb der Stunden). Die Übersetzung von Freuds Ausdruck »Agieren« ins Englische hat einige Schwierigkeiten mit sich gebracht, da das »acting out« dann gelegentlich wieder als »Ausagieren« rückübersetzt wurde. Dann wiederum ist aber die Übersetzung des »acting in« als »Einagieren« oder ähnlich nicht sinnvoll – denn der Gedanke des Agierens ist ja gerade, dass etwas »nach außen«, in der Handlung abgeführt wird. Eine plausible Form des »acting in« als Gegenteil zum Agieren in der Handlung liegt in der zum Beispiel von Aisenstein (2006, S. 678; Übers. TS) gebrauchten Figur des »acting in in den Körper«, also eine Art von Deponieren im eigenen Körper ohne begleitende psychische Erlebnisqualität.

Zu den zentralen Merkmalen des Agierens gehört, dass es als Kompromisshandlung zu verstehen ist, es »handelt« sich dabei um ein Zeigen und ein Verbergen, ein Zusammenkommen von Wunsch/Fantasie und Abwehr, ähnlich wie auch für psychische Kompromissbildungen der Fall, nur hier auf der Ebene von Handlungen. Ferner zeigt sich im klassischen Verständnis des Agierens darin ein infantiles (unbewusstes) Konflikt-Thema und es geschieht eine Form der Triebabfuhr über die Motorik. Dabei ist entscheidend, dass der Objektbezug darin abgewehrt wird, das bedeutet, es wird abgewehrt, dass das Agieren sich auf die Übertragung bezieht, auf diese zugleich hindeutet und ihr ausweicht. Dabei ist also nicht die Handlung als solche nicht reflektiert und u.U. auch nicht die zugrundeliegenden und begleitenden Gefühle, aber es ist unbewusst, dass diese hinsichtlich der Behandlung und vor allem der Beziehung zur Analytikerin etwas bedeuten (und was). Einer Handlung als solcher ist dann auch nicht »anzusehen«, ob es sich dabei um ein Agieren handelt oder nicht, alles kann ein Agieren sein oder auch nicht. Der entscheidende Punkt ist, dass etwas zum Agieren wird, wenn die Analytikerin es insofern auf sich bezieht, als geprüft wird, in welcher Weise es im Zusammenhang der analytischen Beziehung steht. Das mag überaus selbstzentriert klingen, steht aber mit einer wichtigen Aufgabe analytischer Arbeit im Zusammenhang: das Erleben und Handeln der Analysandin auf seine Bedeutung im Kontext wichtiger Beziehungen zu befragen.

Entlang der Weiterentwicklungen des Begriffs des Agierens lässt sich nicht nur die Weiterentwicklung des Übertragungsbegriffs nachzeichnen, sondern auch die des Begriffs der Gegenübertragung. Das Agieren steht im Kontext der Übertragungsbeziehung, das heißt jedoch auch, dass die Analytikerin daran beteiligt ist, nicht nur als diejenige, zu welcher der Bezug abgewehrt ist, sondern auch als jemand, die Szenen mitgestaltet. Diese Gedanken finden sich in unterschiedlichen Konzepten wieder, etwa der Bereitschaft zur Rollenübernahme (Sandler, 1976), der Übertragung als »Gesamtsituation«, der Szene bzw. Situation (Argelander, 1970; Lorenzer, 1970) oder dem Handlungsdialog (Klüwer, 1983). Deutlicher als zuvor wird dabei neben der Abwehr- bzw. Widerstandsfunktion des Agierens auch dessen Kommunikationsform betont. Ein Gedanke dabei ist, dass es für die Analytikerin unmöglich ist, das Agieren der Analysandin nicht zu beantworten (oder dass vielmehr sogar unklar ist, wer auf wen reagiert). Zum einen ist im Rahmen einer allenfalls rudimentär vorhandenen psychoanalytischen Handlungstheorie zu beachten, dass auch das Reden (und das Schweigen) während des Auf-der-Couch-Liegens als eine Handlung zu gelten hat. Zum anderen ist es dann auch eine »handelnde« Antwort der Analytikerin, im Sessel sitzen zu bleiben, wenn ihre Analysandin im Verlauf der Stunde von der Couch aufsteht. Auch dann entsteht eine Szene aus Handeln und handelnder Beantwortung.

Konsequenterweise ist während der vergangenen Jahrzehnte das Konzept des Agierens in Richtung des sog. Enactments erweitert worden. Jacobs (1986, S. 286; Übers. TS) meint, dass »jene subtilen, oft kaum sichtbaren Gegenübertragungsreaktionen« den »größten Einfluss auf unser analytisches Arbeiten« haben, und begründet in diesem Zusammenhang das Konzept des Enactments als Gesamtheit des Agierens der Analysandin und der Beantwortung dessen durch die Analytikerin. Jimenez und Fonagy (2011; Übers. TS) schreiben dazu: »Eine unbewusste Fantasie wird in der Übertragung aktualisiert, der Druck wird durch projektive Identifizierung übermittelt und die Gegenübertragungsprobleme des Analytikers werden nicht gelöst, so dass sich beim ihm ein »acting in« ergibt. Bei Ivey (2008, S. 20; Übers. TS) heißt es: »Man sagt, dass es zu einem Enactment gekommen ist, wenn der Patient unbewusst die subjektive Prädisposition des Analytikers, in bestimmter Weise zu fühlen und zu antworten, in Anspruch nimmt, indem er sich auch eine Art verhält, die eine emotionale Reaktion des Analytikers hervorrufen soll, die eine Übertragungsfantasie bestätigt.« Die Analysandin aktualisiert etwas und aktiviert dabei in der Analytikerin etwas, so dass beide gemeinsam eine Szene gestalten.

Manchmal wird hier von einem »Mitagieren« der Analytikerin gesprochen, was aus meiner Sicht aus zwei Gründen problematisch ist. Zum einen zeigt sich (auch) darin die Neigung, die Analytikerin als reagierend statt von Beginn an mitgestaltend zu betrachten, zum anderen sollte das, was die Analytikerin tut, nicht von einem abgewehrten Objektbezug gekennzeichnet sein, was oben ja als eines der zentralen Merkmale des Agierens benannt worden ist. Zwar muss die Analytikerin über ihr Sprechen und sonstiges Handeln nicht notwendigerweise immer schon im Voraus genau Bescheid wissen (das ist schwer möglich und würde auch in einem denkbar künstlichen und unspontanen Sprechen resultieren), aber ihr darf das Gewahrsein, dass sie in ihrem Handeln und Sprechen auf die Analysandin als Analysandin bezogen ist, nicht verloren gehen. Das dürfte als die zentrale ethische Dimension der psychoanalytischen Technik gelten. Deshalb sollte man meiner Auffassung nach nicht von einem Mitagieren der Analytikerin sprechen (und terminologisch nicht parallelisieren), sondern eher von einer (u.U. auch handlungsmäßigen) Beantwortung des Agierens durch die Analytikerin.

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