Rudolf Stratz - Filmgewitter

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Spannender Roman aus der Zeit der Jahrhundertwende. Filmregisseur Götz Billing hat es satt, immer den gleichen Kitsch zu drehen. Als ein alter Bekannter ihm anbietet, für einen anonymen Auftraggeber einen neuen Film zu drehen, lehnt er daher nicht ab. Vor allem das sagenhafte Budget, das dem Regisseur zur Verfügung steht, ist verlockend. Doch das Projekt scheint unter keinem guten Stern zu stehen: Beinahe-Unfälle, mysteriöse Anrufe und Erpressungen versetzen schon bald die gesamte Filmcrew in Angst und Schrecken. Irgendjemand scheint den Film unbedingt verhindern zu wollen. Nur wer oder was steckt da hinter?-

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„Ein Idealist . . . Hoffentlich!“

„Auf deutsch: Einer, der nie Geld hat!“ Hansine langte sich eine neue Schrippe.

„Wenn wir Geld gehabt hätten“, sagte ihr früherer Mann langsam . . „Ich bin heute noch überzeugt . .Es wäre nie so weit zwischen uns gekommen!“

„Wir hatten ja! . . Und haben’s verquast . . Ich verstand doch nichts davon mit achtzehn Jahren . . . gib mir ’mal bitte den Senf . .“

„Ich geb’s ja zu, Hansine . . . Es war ja ein Unsinn, dass wir das kleine Bankgeschäft aufmachten — wo wir doch keinen Schimmer von so ’was hatten. Aber andere taten’s doch auch . .“

„Alle pleite!“

„Jetzt . . . ja . . aber damals . . Herrgott ja — vor dem Krieg eben unproduktiver Doktor der Kunstgeschichte . . Im Krieg hatte man sich überhaupt jede Arbeit abgewöhnt . . . Nun stand man da . . . Man wollte doch ’was tun . . .“

„Ich hätte jede Arbeit getan . . .“

„Ein Prinzesschen warst du! . . . Riesige Rosinen hattest du im Kopf! . . Ein kolossales Selbstgefühl, was dir das Leben noch schuldig sei . . .“

„So?“ Die grossäugige, blonde, junge Frau fuhr heftig zu ihm herum . . „Habe ich nicht, wie sie die blauen Siegel an unsere Bankbude pappten, aus eigener Kraft ein Hutgeschäft aufgetan? Hinterm Ladentisch hab’ ich gestanden und die Kundinnen angeflötet . . Eigenhändig hab’ ich ihnen die Kartons an den Wagen getragen! Ja — so war ich . .“

„Wie lang hat denn die Herrlichkeit gedauert?“

„Jedenfalls länger als die Automobil-Agentur, mit der du uns über Wasser halten wolltest!“ sprach die Peternell erbittert. „Na — und dass es dann mit dem Kommissionsvertrieb von illustrierten Prachtbibeln nichts werden würde, das hatt’ ich mir gleich gedacht! Dazu passten wir auch wirklich wie die Igel zur Schlummerrolle! . . Du hast nichts aus dir gemacht — ewig der Hans im Traumland — du hast nichts aus mir gemacht — aus ’ner Frau wie mir . . . Immer tiefer sind wir ’runtergekommen . .“

„Nicht durch meine Schuld!“

„Durch meine gewiss nicht!“ Hansine Peternell leerte mit einer stürmischen Armbewegung ihr Bierglas. „Ich tanz’ doch so nett . . Ich hab’ dir gesagt: Ich wil mir ’nen Partner suchen und abends in den Luxushotels auftreten und einen Tanzkursus einrichten! Da warst du zu eifersüchtig. Ich hab’ nur ’ne Stimme wie ein Kanarienvogel mit ’m Pips . . aber ich kann doch sächsische Couplets und so Sächelchen urkomisch vortragen! Ich hab’ dir gesagt: Ich wil’s ’mal in ’nem ganz feinen, kleinen Kabarett probieren! Da warst du zu eifersüchtig! Ich kann doch geschmackvoll Buketts arrangieren. Ich hätte das flottgehende Blumenlädchen — nachts — in der Pompadour-Diele — pachten können — na — da gingst du ja in die Lüfte vor Eifersucht! Ja — wenn man so eifersüchtig ist, muss man doch auch ’was dafür bieten . . . Aber Eifersucht bei Wasser und Brot — na — ich danke . . .“

„Ich hab’ dich sehr lieb gehabt — damals — Hansine . .“

„Hoffentlich, Götz! Aber was half denn das? Ich konnt’ mich ja nicht rühren — neben dir . . Hände und Füsse waren einem gebunden! Ich hatte — sei nicht böse . . . Kellner . . nehmen Sie ’mal das da weg . . Ich hatte das Gefühl, als ob einer, der schwimmen kann, von einem, der nicht schwimmen kann, umfasst wird und mit in die Tiefe gezogen! Und ich wollte doch oben bleiben! Mit wenig über zwanzig! Das ist doch menschlich!“

„. . Nun sag’ ’mal ehrlich, Hansine: Du bist ja sehr hübsch! . . . Aber im übrigen: hast du da nicht doch recht . . . recht überschätzt, was du bist und kannst .?“

„Gott . . . das war doch damals . . . da war ich noch dumm . . . Kellner, zahlen! . . behalten Sie den Rest! . . Da bildete ich mir vielleicht allerdings einige Schwachheiten ein, . . . von denen ich jetzt allmählich kuriert bin . . . . Aber das ist ja nun einmal alles geschehen . . . .“

„Kurz und gut,“ sagte Götz Billing . . . „du warst ein bunter Vogel, und ich war dein Ring am Bein, und die Ehe war der Käfig . . . und du flogst eines schönen Tages davon . . in die weite Welt — um selber dein Glück zu suchen . . . . Hansine: hast du’s gefunden?“

„. . . Wann fangen wir doch morgen im Atelier an? . . Um neun?“

„Du hast recht! Ich will dich jetzt nicht mit Fragen quälen! Du erzählst mir später einmal, wie es dir gegangen ist, seit wir uns nicht mehr gesehen haben!“

„Wie ’ner Lumpenprinzessin!“ Die hübsche Peternell stand auf. „Und du solltest deinem Schöpfer danken, dass ich dich damals von mir befreit hab’! Wie du mich los warst, wurdest du über Nacht ein grosser Mann! Da haben sie dich als Regisseur entdeckt!“

„Vielleicht kommt jetzt auch deine Zeit!“

„Herrgott ja!“ Hansine Peternell klatschte plötzlich jauchzend in die Hände und machte einen Wirbelsprung durch die Luft. Der Kellner sah schlafmützig zu. Ihn wunderte nichts mehr beim Film. „Ich hab’ ja ’ne Rolle! Das hatt’ ich doch eben total verschwitzt! . . Ich geh’ hoch! . . Hurra . . Ach — nimm dich doch ja bei den Aufnahmen zusammen!“

„Tu’ du das lieber!“

„Ich meine bei meinen Aufnahmen! Nicht wahr: Du gibst dir ordentlich Mühe, trotzdem ich es bin? . . . Schone mich nicht! . . Probiere jede Szene, bis ich umfalle . .“

„Ich zwiebele dich schon nach Noten! Du sollst deinen Herrgott kennenlernen!“

„Danke schön!“ Sie streckte unwillkürlich die Rechte aus. Beide gaben sich, ohne viel Umstände, die Hand. Götz Billing sagte:

„Das ist mein Daseinszweck als Regisseur! Ich kriege unerbittlich alles aus dir ’raus, was du etwa bisher an schlummernden Gaben der Mitwelt vorenthalten hast! Vielleicht wirst du noch ’ne Henny oder Asta oder Mary! . . Und nun auf Wiedersehen morgen! Ich muss jetzt zu der Barbe Rank!“

Die Diva wohnte draussen in einem Mietspalast des neuen Westens. An der Seidentapete des prunkvollen Empfangsraums hingen eingerahmte Photographien von ihr in allen Lebenslagen und Verkleidungen des Films. Als Dollarprinzess und Primaner, im Pyjama und Autodress, in Nonnenkutte und Badetrikot und Krinoline des zweiten Napoleonreichs. und Reifrock der Pompadour. Die Rank verzweifelt an der unterirdischen Falltüre kratzend, die Rank entsetzt den Tod auf den Eisenbahnschienen erwartend, die Rank im ewigen Polareis von Partenkirchen, die Rank in der Sahara der Rüdersdorfer Kalkberge, die Rank im Jangtsekiang der Woltersdorfer Schleuse, die Rank unter den ägyptischen Säulen des Tempelhofer Feldes, die Rank bei den Cowboys von Neubabelsberg. Dann wirkliche Reisetrophäen: Tamburine aus Andalusien, Palmenwedel von Brioni, Seesterne von Scheveningen, Ansichtskarten grüsse von Kollegen und Kolleginnen aus allen möglichen Glashäusern und Aufnahmegeländen der Welt — von Hollywood bis Geislgasteig.

Jetzt vernahm der wartende Regisseur im Nebenzimmer die Stimme der Diva. Sie telephonierte dort:

„Auf Patientenbesuch? . Der Herr Doktor möchte doch gleich nachher ’mal anläuten!. . Ach nein . . Nichts Schlimmes . . . Nur ein bisschen Abweichen bei Erwinchen . . .“

Sie kam herein. Im Hauskleid. Geschäftig. Mütterlich. Nichts mehr von der Dämonie der Theodora in den kühlen grauen Augen. Nichts mehr von schlangenhafter, byzantinischer Verbuhltheit im Spiel der schlanken Glieder. Einfach eine schöne, blonde, mit den Gedanken noch bei Küche und Kindern weilende Hausfrau.

„Also — ich mach’ mit, Herr Doktor!“ sagte sie geschäftig, in junonischem Phlegma. „Ich bin es meinen Kindern schuldig! Ich muss Geld verdienen! Aber billig bin ich nicht. Ich muss mich dazu halten. Sie kennen das Sprichwort: Eine Stunde Glashaus ist eine Woche Jugend! Ich kann es nicht möglich machen unter einer Monatsgage von . . . Na . . . Sie erbleichen .?“

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