Rudolf Stratz - Filmgewitter

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Spannender Roman aus der Zeit der Jahrhundertwende. Filmregisseur Götz Billing hat es satt, immer den gleichen Kitsch zu drehen. Als ein alter Bekannter ihm anbietet, für einen anonymen Auftraggeber einen neuen Film zu drehen, lehnt er daher nicht ab. Vor allem das sagenhafte Budget, das dem Regisseur zur Verfügung steht, ist verlockend. Doch das Projekt scheint unter keinem guten Stern zu stehen: Beinahe-Unfälle, mysteriöse Anrufe und Erpressungen versetzen schon bald die gesamte Filmcrew in Angst und Schrecken. Irgendjemand scheint den Film unbedingt verhindern zu wollen. Nur wer oder was steckt da hinter?-

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Jan Gruithusen nahm den nassen Rohabzug aus der Hand des Schwarzkünstlers und hielt ihn gähnend vor die Augen. Stille rings vor dem Taifun . . . Er lachte aus vollem Hals und wandte sich zu dem heimlichen Napoleon des Schlachtfeldes, dem kleinen, wie ein Bankier aussehenden Generaldirektor William Piper, durch dessen Hände die Gelder gingen, und zu dessen mahnendem Gewissen, dem dicken Justizrat Lebes, Vorsitzendem des Aufsichtsrats, der die Verwendung der Hunderttausende beaufsichtigte.

„Ausgezeichnet!“ sagte er in unverwüstlicher guter Laune. „Hat der eine räudige Hund von Gladiator ganz vorn bei allen Aufnahmen die Armbanduhr anbehalten! An die Luft mit dem lieben Mann! Alles futsch! Keine Leichenreden! Die ganze Geschichte noch einmal!“

Er klatschte in die Hände.

„Linda! Avanti, Signora! . . Marsch auf den Thron! Legen Sie doch um Gottes willen Ihre Zigarette weg, Justinian! . . . Barbe . . Zum zehnten Male: Sie sollen halb hinter der Sabbadini stehen . . . Das ist doch die Kaiserin und Sie nur ’ne Generalin! . . Da kommt der Belisar endlich mit vollen Backen aus der Kantine. Aber es sind immer dieselben, auf die man warten muss!“

„Herr Gruithusen!“ Ein ängstliches Zupfen am Ärmel. „Madame Sabbadini hat ihr Morphium noch nicht!“

„Dann soll sie jetzt schnell in Kuckucksnamen pieken!“ Der Generalgewaltige kletterte, auf den Tisch. Er streckte Ruhe gebietend die Fäuste über das Gewoge von Helmen, Perrücken, Bischofsmützen und goldenen Stirnreifen. Seine Stimme hallte wie eine Posaune:

„Das war eben so schön, dass wir’s noch ’mal machen. Auf die Pfeife kommt ihr aufrührerisch hereingewimmelt — so wie’s an den Litfasssäulen heisst: ,Genossen, erscheint in Massen!’ Na — putschen könnt ihr doch! . . Das verstehen wir doch in Berlin . . Die Palastwache — die Sipo — verstanden? — wird niedergemacht! Blutwürstig — bitt’ ich mir aus . . die Regisseure drauf achten, dass die Toten ’ne Weile noch mit den Beinen zappeln und nicht gleich, für ihre zehn Märker täglich, blöd daliegen wie die Mehlsäcke! Sturm auf die Tore . . Die Zirkuskutscher — was jetzt die grossen Kanonen aus dem Sechstage-Rennen sind — und die Buhlerinnen ganz vorn!“

Jan Gruithusen reckte den Zeigefinger nach der Front der Komparserie.

„Der künstliche Mohr da — der lange Laban . . . Sie reissen die Rosenverkäuferin neben sich auf Ihre muskulösen Arme und tragen sie im Triumph als jauchzende und strampelnde Siegesgöttin des Aufruhrs voraus . . ja . . die da . . die Lange, Hübsche mein’ ich — ganz richtig: Die mit der roten Tolle . . Haben Sie’s kapiert, Kindchen?“

„Wird gemacht, Herr Regisseur!“ antwortete hinten Hansines helle Stimme.

„Und nun denkt, ihr demonstriert im Lustgarten! Wie ihr da alle ,Nieda! Nieda!’ schreit, so brüllt ihr jetzt ,Nika! . . . Nika!’ Das ist griechisch! Das heisst ,Siege!’“ Der Gewaltmensch wischte sich den Schweiss von der Stirn und wandte sich zu den Stars. „Sind die Herrschaften so weit?“

Linda Sabbadini hatte von ihrer Kammerfrau, die eigentlich ihre Mutter war, unauffällig, so als wollte ihr jene etwas am Gewand richten, eine Spritze Morphium oberhalb des Knies bekommen, wo man auch bei der verwegensten Decolletage den blauen Nadelpunkt nicht sah. Nun sass sie geistesabwesend, mit leeren, starren Mandelaugen des Südens, wie eine schöne Leiche auf dem Thron. Jan Gruithusen beugte sich zu ihr nieder. Er flüsterte ihr in kochender Energie ins Ohr. Er lud das stumme Frauenbild aus fernen Landen mit Elektrizität wie eine Leydener Flasche. Die schöne deutsche Barbe Rank sprang die Stufen zu dem Lattentisch hinab, wo Sekt in Gläsern für die Solokräfte bereitstand, kippte sich einen Kelch in die Kehle und lief mit — der Schminke wegen — unabgewischten Lippen auf ihren Platz zurück. Das Orchester spielte einen Sturmmarsch, um die Nerven des Glashauses aufzupeitschen. Es wurde plötzlich so überirdisch hell — von allen Seiten her — als sei das Lichtmeer bisher eine Dämmerung gewesen. Am Drahtseil segelte ein Holzgestell langsam hoch über den Köpfen durch die Luft. Bäuchlings lagen auf ihm die nach unten photographierenden Operateure. Breitbeinig stand über ihnen, zwischen Himmel und Erde, wild fuchtelnd ein Regisseur. Schwarze Kurbelkasten auf dreibeinigen Gestellen und weisskittelige Männer an drei, vier anderen Orten. Glühend die Luft. Flimmernd vor Erwartung.

Jan Gruithusen warf einen Blick auf die Stars. Barbe Rank stand bereit. Sie zitterte nervös, mit geblähten Nüstern, wie eine Vollblutstute am Start. Nun reckte sich auch die Sabbadini leidenschaftlich in die Höhe. Sie duckte sich, die weissen Zähne zeigend, gegen den Feind. Zwei sprungbereite Tigerinnen die beiden schlanken Frauen — die blonde und die schwarze . . .

„Jetzt hab’ ich dich!“ rief der Seelenfänger in Hemdsärmeln triumphierend seiner Puppe zu. „Los!“ Seine Stimme, erschütterte wie Donner das Glashaus. „Nika! Nika!“

„Nika! . . Nika! . .“ dröhnte der Massenschrei des heranbrausenden Volks von Byzanz. „Nika! Nika!“ jauchzte ganz vorn Hansine Peternell hoch oben auf dem Arm des Negers, der sie trug. Sie schwenkte fanatisch die dünnen, blossen, weissen Arme. „Hurra! . . Hurra!“

„Fräulein . . Sie sollen doch ,Nika!’ rufen!“ mahnte unten der schwarz angestrichene, stellungslose Bierfahrer.

„Hurra! Nieda! Nieda! Ich wird’ ’ne Diva! . . Ich krieg’ ’ne Rolle! . . Zwicken Sie mich nicht, gefälligst — Sie da unten! . . Abbau Linda! . . Abbau Rank! . . Jetzt komm’ ich!“

Die Rank reichte, in atemlosem Spiel nach dem regelnden Pfeifengetriller des Regisseurs, der Kaiserin den Krönungsmantel. Damit stürzte die Sabbadini wie eine Rachegöttin hinter dem als bocksbärtiger Bettler flüchtenden Justinian her. Sie schleuderte ihm den Ornat um die Schultern. Sie zerrte den Gatten auf den Thron zurück . .

„Der Purpur ist das Sterbekleid der Könige!“ donnerte der Regisseur. Signalpfeife: „Los! Belisar!“

Der Stratege stürzte sich geschwungenen Schwerts mit seiner Handvoll Getreuen wider die Blauen und Grünen. Staub wirbelte auf . . .

„Gemetzel!“ kommandierte Gruithusen mit vor der Brust verschlungenen Hemdsärmeln hoch vom Tisch. „Tempo! Tempo! Alles drunter und drüber! . . Oberbayrische Kirchweih! Feste, Kinders! . . So! . . Belisar siegt . . . . Wie meinen Sie, Herr Direktor? Ja — noch höchstens zehn Meter . . . . Gut! . . Flucht . . Flucht . . . Halt . . . .“

„Halt! . . . . . Halt.“ Die Pfeifen schrillten. „Licht aus!“ Trichterförmige Papprohre gellten es durch die Halle: „Licht aus! Plötzliches trübes Kellergrau überall. Ein Stimmengewirr. Ein Auseinanderströmen. Das letzte Bild des Mammut-Films „Theodora“ war gekurbelt.

Die Kammerfrauen sprangen und hüllten die erhitzten Divas in lange Pelze. „Kinder! . . Ich schwitz’ nicht schlecht!“ sagte Barbe Rank. Sie reichte den Umstehenden die Hand und wollte nach ihrer Garderobe. Götz Billing stand vor ihr. Sie schaute den grossen, stattlichen Mann mit dem Siegfriedsgelock und den blauen, deutschen Träumeraugen in frauenhaftem Wohlgefallen an. Aber sie wehrte nervös ab:

„Nur nicht jetzt schon wieder ’was vom Film . . Ich möchte’ jetzt ’mal ’n paar Wochen Mensch sein! Mein Mann und meine Kinder . . .“

„Die neue Gesellschaft, für die ich arbeite, gnädige Frau, verfügt über Millionen!“

„Ach nee?“ Die Rank blieb interessiert stehen.

„So jung kommen wir nicht wieder zusammen! . . Schliessen Sie lieber gleich ab!“

„Hauptrolle?“

„Eine Hauptrolle! Viele Hunderte von Metern!“

„Hoffentlich ’n blondes Biest?“

,,Ein Biest vom Balkan!“

„Mein Fall!“ sagte Barbe Rank nachdenklich . . „Na — ich will jedenfalls mit meinem Mann reden! Kommen Sie doch im Lauf des Tags ’mal bei mir ’ran!“

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