Rudolf Stratz - Filmgewitter

Здесь есть возможность читать онлайн «Rudolf Stratz - Filmgewitter» — ознакомительный отрывок электронной книги совершенно бесплатно, а после прочтения отрывка купить полную версию. В некоторых случаях можно слушать аудио, скачать через торрент в формате fb2 и присутствует краткое содержание. Жанр: unrecognised, на немецком языке. Описание произведения, (предисловие) а так же отзывы посетителей доступны на портале библиотеки ЛибКат.

Filmgewitter: краткое содержание, описание и аннотация

Предлагаем к чтению аннотацию, описание, краткое содержание или предисловие (зависит от того, что написал сам автор книги «Filmgewitter»). Если вы не нашли необходимую информацию о книге — напишите в комментариях, мы постараемся отыскать её.

Spannender Roman aus der Zeit der Jahrhundertwende. Filmregisseur Götz Billing hat es satt, immer den gleichen Kitsch zu drehen. Als ein alter Bekannter ihm anbietet, für einen anonymen Auftraggeber einen neuen Film zu drehen, lehnt er daher nicht ab. Vor allem das sagenhafte Budget, das dem Regisseur zur Verfügung steht, ist verlockend. Doch das Projekt scheint unter keinem guten Stern zu stehen: Beinahe-Unfälle, mysteriöse Anrufe und Erpressungen versetzen schon bald die gesamte Filmcrew in Angst und Schrecken. Irgendjemand scheint den Film unbedingt verhindern zu wollen. Nur wer oder was steckt da hinter?-

Filmgewitter — читать онлайн ознакомительный отрывок

Ниже представлен текст книги, разбитый по страницам. Система сохранения места последней прочитанной страницы, позволяет с удобством читать онлайн бесплатно книгу «Filmgewitter», без необходимости каждый раз заново искать на чём Вы остановились. Поставьте закладку, и сможете в любой момент перейти на страницу, на которой закончили чтение.

Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

„Keine Krokodilstränen, Turkowitz!“ sagte Senestry. Der andere drängte lispelnd:

„Morgen werden Sie gepfändet, Herr Billing, und Sie sind Statistin in Johannisthal, Fräulein Peternell . . Und hier habt Ihr beide ’ne Zukunft wie in Abrahams Schoss! Nu —?“

„Kinder! Seid keine Frösche! Vertragt euch auf vier Wochen!“ ergänzte Dimitrij Senestry.

Er legte Hansine Peternell väterlich die bleiche Geisterhand auf das Topfhütchen. Er redete ihr zu wie einem kranken Kind.

„Es ist ja gar nicht so schlimm, wie Sie denken, Püppchen. Ich bin auch schon öfters geschieden! Man heiratet doch schliesslich nicht auf Lebenszeit. Ich hab’ schon ein paarmal mit meinen verflossenen besseren Hälften gespielt . . Sie glauben nicht, liebes Kind, wie rasch man das alles über der Arbeit vergisst!“

„Bravo!“ ächzte Ted Turkowitz. Die beiden einstigen Gatten standen schweigend. Sie tauschten einen Blick. Dann sagte Götz Billing:

„Bitte gestatten Sie, dass Fräulein Peternell und ich uns einen Augenblick beiseite aussprechen!“

Die Halle hatte sich inzwischen schon wieder gefüllt. Münchener Maschkerer und G’spusis wimmelten an Stelle des blutrünstigen Hofes von Byzanz. Die Prinzessin Karneval schritt schön und gespreizt wie ein Pfau auf Theodoras Thron. Sie rief mit heller Stimme über die Schulter ihrer Kammerfrau zurück: „Klara . . ’n Kognak!“ Vier schwarzgetünchte Berliner Portierskinder trugen ihr als Negerlein die von falschen Edelsteinen übersäte Courschleppe. Der Fastnachtskönig stolzierte, ein Apollo in goldener Krone und weisser Seide, übernächtig gähnend, neben ihr. Mitten in dem farbigen Gekribbel, den letzten Hammerschlägen der Arbeiter, dem Geschrei der Regisseure, abseits von den Männern der „Memoria“, standen unbeachtet die beiden ehemaligen Gatten. Sie schauten sich stumm an, in einem bitteren Galgenhumor.

„Ja — was soll man machen . .?“ sagte endlich Götz Billing melancholisch, in den Jubel und Trubel der beginnenden Schwabinger Gaudi hinein. Hansine schüttelte den blassen, blonden Kopf.

„Wenn der erste Schrecken vorbei ist . . . dann wäre man doch schliesslich ein Schaf . . .“

„Kein Mensch dankt es uns, wenn wir verzichten!“

„Mir geht es doch so lausig!“ Die Stimme der jungen Frau schwankte in Tränen. „Ich hab’ nicht satt zu essen. Ich leb’ oft nur von Tee und Brot! Wenn das hier jetzt auch wieder nichts wird, muss ich als Statistin zur Revue und mich da vorn vor’s Publikum hinstellen — in einem Kostüm — oder ohne Kostüm . . . pfui . . . .“

„Ekelhaft . . .“

„Und . . . du . . .?“ Das „du“ kam holperig, gequält über die Lippen.

„Ich bin, wenn ich diesen Film nicht mache . . einfach aufgeschmissen! . . .“

„Also — dann hilft das nichts . . .“

„Dann sind wir eben vom lieben Gott noch einmal für vier Wochen zusammengespannt . . . .“

„Das wird grässlich . . .“

„Wir sehen uns doch nur im Dienst! Für mich bist du einfach das Fräulein Peternell, mit dem ich nach dem Willen der Gesellschaft zu arbeiten hab’. .“

„. . und du für mich der Regisseur Billing . . . und ich nenn’ dich Sie! Du duzest wahrscheinlich doch alle Damen!“

„Dich nicht!“

,,Also — in Gottes Namen . . . komm . . . .“

„Da sind wir!“ sagte der blonde Hüne zu Ted Turkowitz und wies auf seine stumme Begleiterin. „Wir haben uns in Gottes Namen in das.Unvermeidliche gefunden!“

„Nu — warum vorher das Gebarme?“ Der Direktor der „Memoria“ rieb sich geschäftig die Hände. „Geht bloss Zeit in die Brüche! Kommen Sie da nebenan . . .“

Es war da, im Glashaus, ein ebenerdiges kleines Zimmer für eilige Beratungen und Vertragsabschlüsse. Karikaturen berühmter Filmgrössen hingen an den Wänden. Photographien mit eigenhändiger schwungvoller Unterschrift. Der kleine, gelbliche Mann schob einen Stoss neuer, noch nicht dem Publikum vorgeführter Lichtbilder in die Mitte des Rundtisches, gegen die staubige Wasserflasche, und tunkte eine Feder ins Tintenfass.

„Unterzeichnen Sie Ihr Todesurteil, liebe Gnädige! . . Lachen Sie doch ’mal . . Sie sind ja noch viel hübscher, wenn Sie lachen! . . Geben Sie sich ’mal Mühe . . Nicht? Wissen Sie: Man muss das Leben nicht so tragisch nehmen! Um halber dreizehn ist alles aus!“

„Das ist auch noch ein Trost!“ sagte Hansine Peternell und schrieb mit phantastischen Künstlerschnörkeln ihren Namen. „Nur eine Bedingung . . Ihnen kann’s ja gleich sein . . Wir haben’s eben ausgemacht, mein früherer Mann und ich, dass niemand etwas davon erfahren soll, dass wir ’mal miteinander verheiratet waren!“

„Ehrenwort . .“, nickte Ted Turkowitz feierlich.

„Grosses Ehrenwort!“ bekräftigte aus dem Hintergrund Dimitrij Senestrys weiche Stimme. Er liess kein Auge von der Peternell. Der schwärzliche kleine Direktor von der „Memoria“ klopfte ihr gutmütig auf die Schulter.

„Nun gehn Sie nach Hause, liebes Fräulein, und ruhen Sie sich aus, nach so ’nem Schreck! Wo wohnen Sie? Brunnenstrasse 943, Gartenhaus, drei Treppen rechts bei Schneider Wippke? Gott soll bewahren! Es gibt doch viel Elend auf der Welt! Werden Sie morgen ausziehen und in eine vernünftige Pension im Westen, dass man mit Ihnen Staat machen kann! E Star wohnt nicht im Vogtland . . .“

„Ich möchť mir zähmen einen jungen Star . .“ rezitierte Senestry sinnend.

„Haha . . Werden wir auch! Die Frau wird noch gross aufgenommen werden! Ich hab’ ’nen Blick! . . Morgen früh um neun geht’s los . . . draussen . . . vor Berlin . . im Buchwitzer Atelier . . Kennen Sie’s.?“

„Ja, Herr Direktor! . . Ich war schon dort . . da fahr’ ich mit der Stadtbahn um . . . .“

„Stadtbahn sagt sie!“ unterbrach sie Turkowitz gerührt. „Punkt acht hält das Direktionsauto bei Ihnen in der Brunnenstrasse. Dann trödeln Sie gefälligst nix noch lange ’rum, sondern haben Ihre sieben Zwetschgen schon fix und fertig in ’nem Wäschekorb verpackt — den trägt Ihnen der Chauffeur in den Wagen . . Und dann los!“

„Was soll ich denn mitbringen?“

„Sie sind im Film: Die arme Mali. Eine Wiener Baroness“, erläuterte der Regisseur Billing geschäftsmässig mit einem Blick in das blaue Manuskriptheft. „Das sagt schon, dass Ihre Kleidung nicht an sich ärmlich ist, sondern vielmehr abgetragen, verschlissen — aber ehemaligen Wohlstand verratend — vielleicht sogar einstigen Luxus . . .“

„Das krieg’ ich ohne alle Apparate fertig“, sprach Hansine Peternell mit einem Zucken um die Lippen. „Solche frühere Herrlichkeit hängt bei mir schon noch im Schrank.“

„Nur . .“ Götz Billing las wieder . . . „das Stück spielt, in Ihren morgigen Bildern, schon vor einigen Jahren. Wir brauchen also eine unmoderne Toilette. Je älter, je besser.“

„Da hab’ ich gerad’ noch was“, sagte die hübsche Blondine plötzlich eifrig. „Ach — das war seinerzeit reizend . . . kornblumblau . . mit weissem Schwanbesatz . . . und Spitzen . . . jetzt ist’s natürlich ganz schäbig und vermottet. Ich hatt’ es so lieb . . drum hatt’ ich es mir als Andenken aufgehoben . . Ja . .“ Sie wechselte einen raschen Blick mit ihrem ehemaligen Gatten und wurde blass. ,,Das, was Sie meinen, Herr Billing . . . das, was ich damals auf der Hochzeitsreise mithatte.“

Einen Augenblick schien es, als zuckte es dem andern unter dem blonden Bart. Aber eigentlich veränderte sich sein Gesichtsausdruck nicht. Er sagte, nach einer kurzen Pause, ruhig:

„Das wird das rechte sein! Ziehen Sie das nur draussen an, Fräulein Peternell! Auf Wiedersehen morgen!“

Der Regisseur schaute dem flüchtig davonwehenden, schlanken, braunen Komplet-Gewand nach, das kurzröckig um die schmalen, braunseiden bestrumpften Knöchel spielte. Er fuhr sich mit der Hand über die Stirn. Er sagte:

Читать дальше
Тёмная тема
Сбросить

Интервал:

Закладка:

Сделать

Похожие книги на «Filmgewitter»

Представляем Вашему вниманию похожие книги на «Filmgewitter» списком для выбора. Мы отобрали схожую по названию и смыслу литературу в надежде предоставить читателям больше вариантов отыскать новые, интересные, ещё непрочитанные произведения.


Отзывы о книге «Filmgewitter»

Обсуждение, отзывы о книге «Filmgewitter» и просто собственные мнения читателей. Оставьте ваши комментарии, напишите, что Вы думаете о произведении, его смысле или главных героях. Укажите что конкретно понравилось, а что нет, и почему Вы так считаете.

x