Max Geißler - Valentin Upp, der Legionär

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Die Upps sind ein gesunder Schlag Leute und haben es im dritten Geschlecht unter Veit Upp zu einem Bauerngut in der Mark gebracht. Sieben Kinder hat Veit Upp, eines von ihnen ist Valentin. In Valentin haben sich die Erzählungen seines Großvaters festgesetzt, der im Krieg von 1870/71 half, Napoleon gefangen zu nehmen. Bald weiß er, dass es ihn in die Ferne zieht. Auf seinem Weg nach Süden hört er von der Fremdenlegion, und einige Zeit später setzt er von Marseille mit dem Schiff nach Nordafrika über. Für Valentin Upp beginnt eine dramatische Zeit. Biografische Anmerkung Max Geißler (1868–1945) war ein Meister spannender, realistischer Heimat- und Tier-Romane. Geißler absolvierte eine Ausbildung zum Buchhändler, anschließend bekam er eine Anstellung in Frankfurt am Main als Redakteur beim Frankfurter Generalanzeiger. 1899 wechselte er in gleicher Position nach Dresden, wo auch sein Sohn, der spätere Schriftsteller Horst Wolfram Geißler geboren wurde. Nach ersten Erfolgen als Schriftsteller ließ sich Geißler zusammen mit seiner Familie in Weimar nieder. Nach dem Ersten Weltkrieg ging Geißler zurück nach Dresden und von dort aus später nach Capri. Dort starb er am 26. Februar 1945. Bereits im Jahre 1907 erschien von ihm der Roman «Inseln im Winde». Bekannt wurde er vor allem mit seinem Roman «Der Heidekönig» aus dem Jahre 1919.

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Als sie in der vierten Woche im Wasgenwald am Fusse des Sulzer Belchen im Nebel verbiesterten, der hinter einem Gewitter herkroch und einen sanft singenden Regen über das Land fallen liess, merkten sie: die gemeinsame Wanderung war so lang gewesen, dass die Sohlen ihrer Schuhe nur noch lückenhaften Dienst zu tun vermochten.

Da musste der Schuster Zwecken und Leder kaufen und während des Rasttages alles wieder feinmachen. Sein Werkzeug trug er im Felleisen, und es erwies sich, dass auch die Leute der Waldschenke seine Kunst gern in Anspruch nahmen. So verdiente er sich Essen und Schlafgeld und einige Groschen darüber, und der Schreiner meinte, er würde in ihrer Gesellschaft noch ein ganz brauchbarer Mensch werden.

An jenem Regentage, an dem sie vereinsamt in dem Waldhause der Vogesen sassen, warf der Schuster zum ersten Male das Wort unter sie, das ihrem Leben eine so wunderliche Wendung geben sollte. Aber es blieb nur ein Funke und wurde vorerst kein Brand daraus.

Von einer Landkarte, die die Kinder des Gastwirts in der Schule brauchten, lasen sie ab, dass die französische Grenze ganz nahe wäre. In ein paar Wegstunden seien die blau-weiss-roten Pfähle zu erreichen, meinte der Wirt.

Der Schreiner, der schon zuvor gesagt hatte, er suche sich vielleicht in Frankreich oder in der Schweiz Arbeit, drängte gleich in heller Freude zur Fahrt nach Frankreich hinein; dem Bayer war’s ohnehin gleichgültig, wie ihn der Wind trieb; und in Valentin Upp reckte sich augenblicklich der Grossmann: Heinrich Upp sei sogar vor Paris gewesen, als Reiterkorporal, sagte er, und dachte, was sie auf dem Sandhofe für Augen dazu machen würden, wenn er über welsche Erde schreite. Er hatte in Kolmar vor drei Tagen eine Geldpost empfangen und nach Hause geschrieben, dass er sich nun bald nach einem Dienst in einem Gutshofe umsehen wolle; denn er hätte nun fast das ganze Reichsland der Länge nach durchwandert.

Viertes Kapitel

Als sie an jenem Tage die knarrenden Stufen zu der Dachkammer der Waldschenke emporstiegen, rückte der Zeiger schon gegen die Mitternacht.

Sie hatten sich drunten in rauchende Begeisterung geredet.

Dabei zeigte es sich, dass Upp den anderen an fröhlichem Fluge der Gedanken überlegen war; denn er war von dem Leben noch niemals hart aufgeschlagen worden und vertraute ihm in allen Stücken. Daheim hatte man ihn sanfter angefasst als die älteren Brüder, nicht weil er der jüngste unter diesen war, sondern weil die Pflichten in Hof und Acker schon unter die anderen verteilt worden, ehe er recht dafür in Frage kam. Und die Saat, die Hochwald und Heide und die Grossvater Heinrich aus klingenden Reitererinnerungen heraus in das junge Herz gestreut hatten, schoss frühlingsselig in die Halme.

Dazu kam noch, dass die Wandergesellen dem Bauernsohn ein Vorrecht einräumten — Himmel, ein so langer, klarer und kluger Mensch, der Geld auf der Post zu erheben hatte!

Sie redeten an diesem Abende noch aus den Betten heraus von der Fahrt zwischen den blau-weiss-roten Grenzpfählen hindurch.

Wegen der mangelnden Sprachkenntnis tröstete sie der Schuster in seiner lustigen Art, und als der Schlaf über sie kam, meinten sie, in ein paar Tagen würde ihnen das Französische über die Lippen laufen wie Quellwasser. Der bedächtige Schreiner konnte sich das zwar nicht recht vorstellen; Upp dagegen dachte, wenn er heimkäme, wolle er in die vielen weitoffenen Frühlingsaugen hinein die Bilder der Fahrt stellen und seine Erklärungen in welscher Sprache dazu geben. Hurra!

Vor einem Hurra aus dem Bette wird aber der Schlummer stutzig; und er traute sich in dieser Nacht lange nicht an Valentin Upp heran.

Einige Stunden nachher steckte der Märker den Kopf durch das kleine Schiebefenster im Giebel. Es lag zähe Dreiuhrdämmerung über dem Wald, und es tropfte von den Fichten. Aber es regnete nicht mehr.

Da legte sich Valentin Upp noch einmal zu Bett und spann die Gedanken aus der Vormitternacht weiter. Aber alles an ihm war übernächtig und spröde, und es drückte ihn in den Augen, als habe der märkische Wind Sand hineingeblasen.

Da schlief er wieder ein, und als er erwachte, war es Tag, und er hörte die Genossen schon am Brunnen unter dem Fenster. Er stieg in die Hosen, nahm Handtuch und Seife aus dem Bündel und ging zu ihnen hinab. — Es war ein gähnendes Erwachen; die Augen suchten nach der Freude, die am Abend in ihnen geleuchtet hatte.

Es ahnte keiner, was in dem Tage war, der nun aufging — der Morgen war von so grauer Gleichgültigkeit, aber er liess sich im Leben des märkischen Bauernsohnes niemals auslöschen.

Sie gingen an diesem Tage immer südlich und wanderten langsam. Das Gewebe der Wolken zerriss, die Sonne kam, und in den sechs Augen stand wieder die Erwartung des Wunders, das sie sehen sollten.

Einmal erkannten sie in der Ferne auf der Waldstrasse ein Zollhaus und die französischen Farben.

Da sagte der Schuhmacher: „Wenn wir dort vorbeigehen, halten sie uns an, durchwühlen unser Zeug und parlieren französisch. Das ist peinlich. Es ist besser, wir warten auf eine andere Gelegenheit, jenseits zu kommen.“

Das war eine närrische Weisheit. Aber vor den Toren eines fremden Landes, in dessen Sprache sie nicht einmal „Guten Tag“ sagen konnten, fühlten sie ihre Herzen doch wunderlich werden.

An einem Waldhange, von dem sie auf reichsländische und französische Felder hinabschauten, trafen sie nicht lange danach einen Mann. Der war durch ihre Stimmen aufmerksam geworden und schritt auf sie zu. Er sah aus wie einer von jenen, denen der Sommer gut Freund ist, weil er freies Nachtlager in Wald und Feld gewährt. Er hatte einen struppigen Schnauzbart und kümmerlich für die Fahrt zugerichtete Schuhe, die mit Bindfäden geschnürt waren.

Er fragte die dreie nach dem Wohin; und weil sie ihm keine klare Antwort geben konnten, stellte er sich breit vor ihnen auf, stützte beide Hände auf den Stock und lachte ihnen ins Gesicht.

„Ihr braucht mir nichts weiter zu sagen, ihr Nesthocker!“ rief er; dann stiess er sie der Reihe nach mit dem Finger vor die Brust und sagte: „Du bist ein Hess’, du ein Bayer, und du bist in Streusand gewachsen — up!“

Dem Bayer war die Sache sofort lustig.

Valentin Upp aber, weil er dachte, der Fremde hätte seinen Namen genannt, war über die Massen erstaunt und suchte in sich und in den Mienen seiner Genossen nach einer Erklärung.

„Up,“ sagte der andere, „nun setzt euch zu mir ins Moos und packt aus; denn ich habe Hunger, dass man’s in Frankreich hört.“

Damit liess er sich auf den Waldgrund fallen und zog den Bayer am Jackenzipfel nach.

Weil er die beiden anderen noch unschlüssig sah, rief ihnen Lauter zu: „So kommt! Zuletzt ... wir sind ja ihrer drei gegen einen!“

Der Fremde lachte auch darüber und sagte: „Jungens, Jungens — und ihr wollt mit dem Leben fertig werden, up?“

„Jawohl, fertig werden!“ sagte Valentin Upp und wunderte sich, dass der Mann seine Rede immer an ihn richtete.

Der Irrtum klärte sich zur schallenden Freude des neuen Gesellen bald auf; und als sie erfuhren, dass der ein Lothringer sei und das Französische so geläufig sprach wie das Deutsche, sagte ihm der Bayer: „Es ist schlimm, dass du so miserabel aussiehst, Bruderherz, sonst könntest du uns ins Frankreich hineinführen, und es würde dir nicht schlecht dabei gehen. Vor dem da“ — er deutete auf Upp — „musst du deinen Hut abnehmen, verstehst du, das ist ein Vergnügungsreisender.“

Der Neue starrte Upp mit einigem Staunen an.

„Wisst ihr,“ begann er danach, „ich würde sagen: schafft mir eine neue Kluft, ihr drei, lasst mich mit euch essen, und ich führ’ euch dafür nach Marseille und Barcelona und auch heil wieder heim — up ... aber es lohnt sich nicht!“

Der Mensch sprach wie ein Buch.

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