Helle Stangerup - Das Haus des Vaters

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Ein kriminalistischer Gesellschaftsroman der besonderen Art: raffiniert und virtuos erzählt – und spannend bis zur letzten Seite. Ein wohlhabender 80-Jährige hat seine Familie zu einem Treffen in seine Villa bei Kopenhagen eingeladen. Die ihr Leben lang zu Kurs gekommenen Familienmitglieder müssen mit ansehen, wie der Alte seine Katze mit Kaviar füttert. Nanna, die Stiertochter aus dritter Ehe, kippe um, als sie an einem Glas Wein nippt. Der Wein war vergiftet, doch Nanna erholt sich wieder. Wenig später, als sich die Aufregung gelegt hat, wird der Millionär ermordert aufgefunden. Keiner ist wirklich traurig, stattdessen fängt ein Kampf ums Erbe an. Nanna, nicht erbberechtigt, macht sich auf die Suche nach dem Mörder. In einer geradezu halsbrecherischer Tour de force gerät sie in immer größere Gefahr, bis sie auf etwas stößt, was sie nie für möglich gehalten hätte… AUTORENPORTRÄT Helle Stangerup wurde 1939 in Frederiksberg geboren. Sie wuchs in Dänemark, England sowie in England auf. Sie ist Juristin, und sie stammt aus einer Schriftstellerfamilie. Sie debütierte 1967 mit einem Kriminalroman, dem sechs weitere folgten. Der Durchbruch gelang ihr 1985 mit dem historischen Roman 'Prinzessin Christine', der zum bestverkauften dänischen Roman der 80er Jahre wurde und in mehrere Sprachen vorliegt. Helle Stangerup wurde 1986 zur Dänischen Schriftstellerin des Jahres gewählt und sie wurde auch mit dem Goldenen Lorbeer ausgezeichnet.

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Nikolai würde sicher nur grinsen. Nanna hatte sich nie vor Nikolais Reaktion gefürchtet, jedoch vor seinen Freunden und deren auf Erfolg fixierten Eltern. Nikolai nahm die Dinge leicht. Daß er nichts von seinem Vater hörte, betrachtete er als eine Tatsache, mit der er aufgewachsen war wie auch Nanna einmal. Offenbar interessierte ihn das nicht weiter. Doch Nikolai hatte immerhin einen Vater und wußte seinen Namen. In seinem Taufschein stand nicht das Wort »Unbekannt«. Andernfalls hätte Nanna das Gefühl gehabt, daß etwas nicht in Ordnung war.

Charlies Nachnamen behielt sie. Hauptsächlich, um den Familiennamen ihrer Mutter loszusein und damit jede Verbindung zu den Menschen, die sie hatten abschaffen wollen. So hatte sie sie abgeschafft. Außerdem bedeutete der Name einen Hinweis auf Nikolais eheliche Geburt, auch wenn sich seit ihrer Geburt die Begriffe radikal geändert hatten. Jedenfalls war das Wort »Unbekannt« damit vom Tisch. Das hatte mit etwas zu tun, was Nanna nie vergaß, Bemerkungen auf einem Schulhof, die an ihr festsaßen wie kalte Angelhaken.

Hvidagers Haustür öffnete sich, und ein blonder Mann trat heraus. Er hatte ein hageres Gesicht und schütteres Haar. Direkt hinter ihm kam Alex, der ihm mehrmals freundschaftlich auf die Schulter klopfte. Alex lächelte großzügig. Der blonde Mann versuchte sich ihm zu entziehen. Er drehte sich um und ging langsam die Haupttreppe hinunter.

Bei dem grünen Saab stellte er die Arzttasche ab und beugte sich nach vorne, als sei er zu erschöpft, einzusteigen. Hvidagers Haustür schloß sich im Bewußtsein des Sieges, und eine Woge der Angst verebbte in Nanna.

Nanna stieg aus und ging in dem kalten Wind auf den Arzt zu, hatte das Bedürfnis, sich zu bedanken. Aber er schien sie gar nicht zu bemerken.

»Guten Tag«, sagte sie und stand so nahe neben ihm, daß sie den Duft seines After-shave wahrnahm.

»Guten Tag«, wiederholte sie. »Ich bin Nanna Morton.«

Er drehte langsam den Kopf, schaute sie an, sagte aber nichts. Das Gesicht war wie versteinert. Obwohl man sehen konnte, daß er gerne lachte. Er hatte graue, runde Augen, die an ihr vorbeiblickten.

»Ich war heute nacht hier«, sagte sie.

Jetzt schaute er sie an. Feindselig und gequält. Im nächsten Augenblick riß er die Wagentür auf und warf die Arzttasche hinein. Sekunden später spritzte eine Fontäne nassen Schotters von den Reifen des Saab auf, und vor der Steintreppe Hvidagers blieb eine dunkle Spur zurück. Im Nu war er verschwunden.

Das war also der letzte Quartalsabend. Nanna hatte nie geglaubt, daß dieses Zerhacken des Jahres in vier große Teile jemals aufhören würde.

All die Abende in dem großen, weißen Haus erschienen in einer langen Reihe vor ihren Augen, glichen sich in Form und Oberfläche, aber jeder dieser Abende hatte ihr Aufschluß verschafft, durch ein Thema, einen Satz, eine Neuigkeit.

Jener Quartalsabend im September vor dem Tod von Nannas Mutter, als Stiefvater gerade den Zeitungsverlag gekauft hatte. Die Quartalsabende, an denen Alex mit einer neuen Frau erschien. Oder Tatjana mit einem neuen Mann. Als die Ikonen aufgehängt wurden. Als die Münzsammlung vorgezeigt wurde und beim Kaffee von Hand zu Hand ging. Dezember fünfundsiebzig, mit dem Ostwindsturm, der um die Hausecken pfiff, während Stiefvater mit dem Cognacschwenker in der Hand und wie nebenbei mitteilte, daß er durch geheime Aktienkäufe jetzt Eigentümer des Unicorn-Verlages war. Das Flüstern über fallende Immobilienpreise an den Quartalsabenden Ende der achtziger Jahre. Der große Lagerbrand im Winter zweiundneunzig. Und vorher: »Donnerwetter, der Alte hat doch tatsächlich die Bank auf den Fidschi-Inseln gekauft.« Es war Ulrik, der es an jenem Juniabend im Jahre neunzig zischelte.

All die Abende krochen auf sie zu. Näher als je zuvor, wie anmaßende, nicht geladene Gäste. Sie schauderte, ohne zu wissen, warum, ging zu ihrem Auto und fuhr los.

Der Motor klang dumpf, vielleicht brauchte er Öl, und sie mußte langsam fahren. Sie fuhr langsam an den Eseln und den Hunden und den zwei Säulen mit den weißen Lampen vorbei, die die Grenze bildeten zur Wirklichkeit.

»Schreib ein Buch«, hatte Stiefvater seinerzeit gesagt. »Du hast die besten Schulaufsätze geschrieben und immer gern Geschichten erzählt ... mein bester Lektor ... Ich will, daß du vorankommst, deinen eigenen Weg gehst ...« Jetzt erschienen ihr diese Worte plötzlich in einem anderen Licht. Als hätten sie eine andere Bedeutung, ohne daß sie recht wußte, welche.

Morgen die Verabredung mit dem Lektor, der unter seinem Schnäuzer vorwurfsvolle Seufzer von sich geben würde, daß sich Novellensammlungen nicht verkauften. »Schreib den großen Roman.« Das hatte er seit sechzehn Jahren gesagt. In der linken Ecke des kleinen Büros zur Straße stand ein Gummibaum.

Der Baum stand seit fast fünfzehn Jahren dort, seit sie ihre ersten kleinen Geschichten ablieferte, aber größer war er deshalb nicht geworden. Vielleicht aus Mangel an Licht oder aus Mangel an allem. Nanna würde antworten, daß sie nicht länger schreiben könne, weil sie so ungeduldig sei. Auch das hatte sie seit fast fünfzehn Jahren gesagt.

Die Einleitung dauerte jedesmal zwanzig Minuten, angefangen bei der Doppelrolle der Frau und dem Preis der Emanzipation und den Voraussetzungen für Kinderlosigkeit, mit Abstecher zu Blixens Verwendung einer Haushaltshilfe und Lagerlöfs Empfang in ihrem Heimatdorf nach dem Nobelpreis. Wieder in die niedrigen Gefilde des Alltags, mit Wasser im Keller und dem schrottreifen Auto, bis sie endlich zur Sache kamen: das Durchgehen des Manuskriptes.

Der gehobene Zeigefinger. Klinisch. Analysierend. Wo der Text zu unklar wurde. Wo die Geschichte Brüche aufwies. Wo der Auftrieb fehlte. Ein Funke. Eine besondere Tiefe. Ein Schmerz. All das im Manuskript an den Rand geschrieben, behutsam mit Bleistift, den man jederzeit ausradieren konnte. Trotz allem der Respekt vor dem Kreativen. Sie machte sich Notizen. Der Gummibaum stand in der Ecke, ließ die wenigen dicken Blätter hängen.

Damals, vor fast fünfzehn Jahren, war der Schnäuzer vermutlich noch schwarz gewesen. Letztes Mal war er weiß. Schließlich die Novelle, die wie immer abgelegt war mit der aufgeklebten Expertise: »Hier liegt Stoff für den großen Roman.« Die letzten drei Wörter mit großen Buchstaben: »Der Große Roman.« D. G. R. nannte sie ihn. Sie konnte die Wörter auswendig. Dem Markt fehlen Romane. Er gab nie auf.

Der Schotter knirschte unter den Reifen. Sie erhöhte die Geschwindigkeit, der Motor stotterte, und sie überlegte, ob sie in der Wärme arbeiten konnte, in dem grellen, südfranzösischen Licht. Ob die Sonne ihre Konzentration verbrennen und ihre Gedanken schweifen lassen würde, in die spanische Hitze und zu Oliver, der eine Ungehörigkeit zuviel gesagt hatte.

Auf die dreizehn Jahre mit getrennten Wohnungen folgte das halbe Jahr mit Adressen in verschiedenen Ländern und lediglich gemeinsamen Ferien und die Fiac-Messe in Paris, weil sie sich weigerte, Nicolai während der Schulzeit alleinzulassen. Gut ein halbes Jahr, in dem sie einundzwanzig Prozent von Olivers Leben teilte, die Tage und Nächte im nachhinein zusammengerechnet.

Es blieben die Briefe. Und die Sehnsucht nach dem Leben, das sie nicht teilten. Vom Erleben des Vogelfluges über die Alhambra, vom Traumbild kleiner Pferde mit karmesinroten Sätteln, von der Hoffnung, gemeinsam den Winternebel über die Klippe von Gibraltar treiben zu sehen. Die verbleibenden neunundsiebzig Prozent wurden zu einem Zusammenleben per Post.

Sie waren sich eines Tages im Oktober bei einer Vernissage begegnet, gerieten in Streit über Jorn als Keramiker, über Freddie als Pornograf, sie stritten über alles, und sie verknallte sich in seine freche Art, trotz all der von ihm gesagten Ungehörigkeiten. Vielleicht, weil er in diesem Punkt sogar Hvidager übertraf und weil sie selbst in Übung war.

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