Heinrich Mann - Zwischen den Rassen

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Lola stammt von einer brasilianischen Mutter und einem deutschen Vater ab, sie steht heimatlos zwischen den Rassen, gleich wie das südliche Blut der Mutter und die vom Vater ererbte Gewissenhaftigkeit Konflikte in ihr verursachen, die sie nicht auflösen kann. Mithin hieße der Roman besser «Zwischen den Temperamenten».Thomas Mann schrieb in einem Brief, dass sein Bruder Heinrich «nie so viel Hingabe gezeigt habe» und es «das gerechteste, erfahrenste, mildeste und freieste seiner Werke sei.»Null Papier Verlag

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Aber das Wet­ter ward hel­ler; nun stürm­te es. Mai lach­te mit den Fröh­li­chen; dann schlich sie zu Lola und flüs­ter­te:

»Glaubst du, dass es ge­fähr­lich ist?«

Und Lola ging mit ihr, da­mit Mai sähe, man habe das Recht, lus­tig zu sein.

Die Nacht ward aus­ge­las­sen. Die Nähe Ita­li­ens, die Be­frie­di­gung, wie­der in den hei­mi­schen Ge­wäs­sern zu fah­ren, die leich­te Furcht bei dem be­droh­li­chen Schwan­ken und in­mit­ten der ge­mein­sa­men Ge­fahr die Aus­sicht, schon mor­gen aus­ein­an­der­zu­ge­hen, sich nie wie­der­zu­se­hen, das be­wirk­te in al­len Wohl­wol­len und Leicht­sinn. In der Ka­jü­te fie­len die Stüh­le um; man tau­mel­te ein­an­der in die Arme, um sich im Krei­se zu dre­hen zu dem Ge­kratz der wa­ckeln­den Mu­si­kan­ten. Lola er­hob ih­ren Kelch und trank ei­nem zu, ei­nem mit ei­ner großen Ha­bichts­na­se und lus­tig blin­zeln­den Au­gen – ei­nem all de­rer, die Mai sym­pa­thisch fand und ge­gen die jetzt auch Lola nichts mehr ein­wand­te: da sah sie einen Schat­ten auf der Trep­pe. Sie ließ den Arm sin­ken. Das freud­lo­se Ge­sicht des Dok­tors kam auf sie zu. Mit ei­nem Vor­wurf in der Stim­me und ei­nem um Ent­schul­di­gung bit­ten­den Lä­cheln frag­te er:

»Wol­len Sie jetzt das Ho­spi­tal se­hen?«

Lola fuhr zu­sam­men, wie er­tappt, wie auf ei­nem Ver­rat be­trof­fen.

»Er er­in­nert mich dar­an«, be­merk­te sie, »dass wir zu­sam­men trau­rig wa­ren.« Sie senk­te den Kopf und folg­te ihm. Dann, em­pört: »Wie darf er ver­lan­gen, dass ich es blei­be! Da­mit er mich trös­ten, mir wohl­tun kann. Oh! Al­les auf die­ser Welt ist Ei­gen­nutz und Grau­sam­keit.«

Drau­ßen peitsch­te sie der Wind; das end­lo­se Dun­kel heul­te um sie her; es griff nach ihr, mit den ge­spens­tisch her­auf­schie­ßen­den Ar­men sei­ner Gischt­wel­len. Ihr Füh­rer nahm sie bei der Hand und ließ sie über Staf­feln hin­ab­stei­gen, tief in das Schiff hin­ein. »Da sind wir«; und in der Tür, die er auf­s­tieß, misch­te sich Kar­bol­dunst mit dem Schiffs­ge­ruch. »Kom­men Sie nicht?« Aber Lola späh­te von der Schwel­le mit Furcht durch die Ka­bi­ne, die ei­nem Schacht glich, zu den Men­schen hin, die in ih­ren Bet­ten, eng wie Sär­ge, um­her­ge­schüt­telt stöhn­ten, und zu de­nen, die, in Lum­pen am Bo­den hockend, er­lo­sche­ne Bli­cke zu ihr auf­ho­ben. Je­ner eine Blick aber glänz­te so, dass von ihm der Raum voll ei­nes fla­ckern­den Lich­tes schi­en. Die­se bei­den Au­gen brann­ten auf un­be­greif­li­che Wei­se in ei­nem Ge­sicht, so alt und müde, dass viel­leicht nur das rote Tuch, wo­mit es um­wi­ckelt war, sei­nen aus­ein­an­der­stre­ben­den Staub zu­sam­men­hielt.

»Wer ist das? Mein Gott!«

Der Arzt hör­te sie nicht; er neig­te sich über den Al­ten, lausch­te in sein Ge­wim­mer hin­ein, dann be­schrieb er, lang­sam auf­ge­rich­tet, eine fei­er­li­che Ge­bär­de.

»Sie wer­den Ihre Hei­mat wie­der­se­hen. Ich wer­de ma­chen, dass Sie es er­le­ben.«

Rasch wand­te er sich ab.

»Ge­hen wir.«

Drau­ßen:

»Die­ser Alte ist jung nach Ame­ri­ka ge­gan­gen. Die Ar­beit sei­nes Le­bens hat ihm so viel ein­ge­tra­gen, dass er vor sei­nem Tode noch­mals die Über­fahrt be­zah­len konn­te. Er will auf sei­ner Hei­ma­t­er­de ster­ben. Das ist sein Ziel. Da­für meint er nun ge­lebt zu ha­ben.«

»Wird er’s er­rei­chen, wird er?«

»Nein«, ent­schied der Dok­tor, mit lei­se­rer Stim­me und Schul­tern, die sich beug­ten. »Wir wer­den mor­gen in Ge­nua lan­den, im ma­je­stä­ti­schen Ge­nua; aber er wird es nicht se­hen. Ich kann es nicht ma­chen. In die­sem Au­gen­blick lebt er nur noch durch den einen Ge­dan­ken in sei­nem Kopf, in sei­ner Hei­mat zu ster­ben.«

Vor der Trep­pe zu den Ge­sell­schafts­räu­men nahm er plötz­lich Ab­schied und tauch­te ins Dun­kel. Lola sah mit Ver­wun­de­rung, dass dort in­nen noch der glei­che kopf­lo­se Ju­bel tobe, und ging in ihre Ka­bi­ne. Sie lag im Dun­keln – und das Wim­mern da­hin­ten, sie wuss­te nicht, war es das der Gei­gen oder das je­nes Ster­ben­den. Sei­ne Au­gen ver­lie­ßen sie nicht, ihre Stirn war er­füllt von die­sem über­mensch­li­chen Feu­er, das mit Über­win­dung ei­nes ab­ster­ben­den Lei­bes ganz frei da­hin­brann­te, das nur ein Ge­dan­ke, ein Wil­le, eine Sehn­sucht war: die Sehn­sucht nach der Hei­mat.

Und sie sah ihn, wie er jung aufs Schiff stieg. Die Ja­cke über der Schul­ter, den Hut im Na­cken; über­mü­tig trotz der Rüh­rung küss­te er ein letz­tes Mal El­tern, Ge­schwis­ter und das Mäd­chen, das ihm treu blei­ben woll­te. Hat­te Lola ihn nicht drü­ben aus­stei­gen ge­se­hen, oder einen, der ihm glich? Ita­lie­ner in ro­ten Hem­den, die Ja­cke über der Schul­ter, wa­ren so vie­le dort um­her­ge­gan­gen. Sie hör­te ihn sei­ne Früch­te aus­schrei­en, sah ihn an ei­nem Kanu zim­mern und stand am Wege, wie er sein Maul­tier mit Wa­ren vor­bei­trieb. Denn er han­del­te mit al­lem, hielt kei­ne Ar­beit für zu schlecht, leb­te nüch­tern und schrieb Brie­fe, worin ein we­nig Geld lag: »Mut! Bald kann ich euch nach­kom­men las­sen. Car­lot­ta, ich seh uns schon in der Kir­che.« Dar­über ster­ben die El­tern; aber er hat noch die Ge­schwis­ter, und Car­lot­ta war­tet auf ihn. Er spricht nicht mehr vom Nach­kom­men; es geht nicht al­les, wie er dach­te; nur zu­rück­le­gen möch­te er eine Klei­nig­keit und dann heim­kom­men … Wie? Wäre es mög­lich? Car­lot­ta nimmt nun doch den an­de­ren? Sie ist im­stan­de, ihn zu ver­ra­ten? Wozu kann dann al­les noch die­nen? … Ach, ein Kind hat sein Bru­der? Wie hübsch! Er wird ihm et­was mit­brin­gen, wird es einst aus­stat­ten. Die Ge­schäf­te ge­hen bes­ser, sie sol­len sich wun­dern … Und von Jahr zu Jahr: Der Bor­to­lo schon tot? Und Don Fe­li­ce? Und auch der, und auch der? Wa­rum schreibst nun du selbst nicht mehr? … Schwei­gen. Und der alte Ein­sa­me ver­gisst die To­des­fäl­le, von de­nen ihm einst be­rich­tet ward; wenn er von der Rück­kehr träumt, ste­hen alle un­ver­wan­delt am Ufer, und Car­lot­ta trägt noch die rote Schür­ze, die er ihr gab. Sein Geist geht zwi­schen Ge­bäu­den um, die ab­ge­tra­gen sind, und bei Men­schen, die un­ter Kreu­zen lie­gen. Zu­letzt tritt er den­noch die Rei­se an, für die er fünf­zig Jah­re ar­bei­te­te und leb­te. Nun fährt er da­hin – wer­den die Atem­zü­ge aus­rei­chen? – fährt, se­he­risch vor Angst und Drang, dem un­mög­li­chen Ziel sei­nes Le­bens zu, dem, was es für ihn nicht gibt, dem Phan­tom ei­ner Hei­mat!

Lola schluchz­te noch im­mer. Sie be­wein­te in frem­den Schick­sa­len das Sinn­bild des ei­ge­nen, und eine be­sänf­ti­gen­de Brü­der­lich­keit floss ihr aus je­nen zu. Sie schäm­te sich ih­rer Men­schen­feind­schaft, ver­ach­te­te die Gabe, die sie bis dort hin­abbli­cken lehr­te, wo nie­mand mehr dem Er­kannt­wer­den ge­wach­sen ist; ent­setz­te sich: »Hab ich denn nicht im­mer lie­ben, nur lie­ben wol­len? Einst war ich doch ent­schlos­sen, mich eher le­ben­dig be­gra­ben zu las­sen, als dass Er­nes­te oder Mai stür­be! Wie ist es mög­lich, dass Men­schen dies je aus dem Sinn ver­lie­ren: ein­an­der hel­fen, ein­an­der lie­ben!«

1 vir­tuo­se Ge­sangs­kunst <<<

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