Heinrich Mann - Zwischen den Rassen

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Lola stammt von einer brasilianischen Mutter und einem deutschen Vater ab, sie steht heimatlos zwischen den Rassen, gleich wie das südliche Blut der Mutter und die vom Vater ererbte Gewissenhaftigkeit Konflikte in ihr verursachen, die sie nicht auflösen kann. Mithin hieße der Roman besser «Zwischen den Temperamenten».Thomas Mann schrieb in einem Brief, dass sein Bruder Heinrich «nie so viel Hingabe gezeigt habe» und es «das gerechteste, erfahrenste, mildeste und freieste seiner Werke sei.»Null Papier Verlag

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»Wenn der künf­ti­ge Gat­te des gnä­di­gen Fräu­leins sie so sähe …«

»Was dann?« forsch­te Da Sil­va dro­hend.

Hin­ter den lee­ren blau­en Au­gen des Her­zogs ge­sch­ah eine müde, ver­geb­li­che Ar­beit.

»Ich weiß wirk­lich nicht«, schloss er, mit ei­nem Lä­cheln des Ver­zich­tes.

In­des Frau Ga­bri­el ih­ren jun­gen Lands­mann mit den Vor­wür­fen be­kannt mach­te, die er ver­dien­te, wid­me­te der Ab­ge­ord­ne­te sich Lola. Er türm­te sei­ne fein be­klei­de­te Fett­mas­se vor sie hin und plau­der­te, wie er al­lein es konn­te, nur ohne sei­ne ge­wohn­te Uner­schüt­ter­lich­keit. Sei­ne ro­si­gen Wan­gen zuck­ten; die Wulst­fin­ger be­tas­te­ten un­ru­hig die Hüf­ten; die lau­ni­gen Au­gen ver­ga­ßen sich bis zu ei­nem ver­däch­ti­gen Ge­fun­kel, das Aguir­re fühl­te und durch Un­ter­wür­fig­keit gutz­u­ma­chen such­te. »Ganz wie ein un­ge­sun­des Baby!« dach­te Lola. Sie hör­te Mai sa­gen:

»Ich be­kla­ge mich über Ihren Man­gel an Of­fen­heit ge­gen mich …«

»Das ist wahr, Herr Da Sil­va: warum sa­gen Sie Mai nicht, wen Sie lie­ben?« rief sie hin­über, ge­kit­zelt durch ihre Wir­kung, durch das neue We­sen, das sie vor­stell­te, und die Er­war­tun­gen, die man ihm sicht­lich ent­ge­gen­brach­te.

»Sie ge­hen in den Klub?« be­gann sie ge­gen Aguir­re. »Ich habe seit ges­tern Nacht kei­nen Hel­ler mehr …«

Sie brach ab, dreh­te sich ein­mal um sich selbst und sag­te in ei­nem Atem­zug:

»Pum­pen Sie mir was! Wer so viel ge­stoh­len hat wie Sie!«

Der Po­li­ti­ker kroch noch tiefer. Lola lä­chel­te plötz­lich zag­haft.

»Ge­hen wir? Bit­te, ge­hen wir!« ver­lang­te sie has­tig. Und man ging.

»Zu Fuß, Mai! Mir zu Ge­fal­len! Wo­hin? Ganz gleich: eine Irr­fahrt.«

Sie at­me­te tief die mat­te Luft der Däm­me­rungs­stun­de. Zu Da Sil­va, der mit ihr hin­ter den an­de­ren zu­rück­b­lieb, sag­te sie:

»Es gibt Ge­le­gen­hei­ten, bei de­nen ich mich nach – fast hät­te ich ge­sagt: nach Hau­se seh­ne, ich mei­ne nach dem reich­lich kal­ten Ort, wo ich er­zo­gen wur­de, und dem feuch­ten Nord­ost­wind, der den Ge­ruch ei­nes nor­di­schen Mee­res mit­brach­te.«

Und un­ver­mit­telt:

»Wie ich die Män­ner ver­ach­te!«

»Sie ha­ben doch noch so­eben einen großen Er­folg bei ih­nen ge­habt«, be­merk­te Da Sil­va mit bei­ßen­der Stim­me, »und ich be­glück­wün­sche Sie. Den Aguir­re über­lässt man Ih­nen; dem Her­zog al­ler­dings hat Mistress Job be­reits einen Teil sei­ner Schul­den be­zahlt, und Sie wür­den sich mit der Dame aus­ein­an­der­zu­set­zen ha­ben.«

»Ich ver­bie­te Ih­nen, ver­ste­hen Sie, über Frau­en schlecht zu re­den! Sol­che Ge­schich­ten er­fin­den die Män­ner, um für sich Re­kla­me zu ma­chen.«

»Wie Sie gleich auf­ge­bracht sind! Ich spre­che doch zu ei­ner Frau, die we­ni­ger ab­hän­gig von ih­rem Ge­schlecht ist als die an­de­ren – und es heu­te Abend zeigt.«

»Mer­ken Sie sich: Wer, um mir zu schmei­cheln, eine an­de­re Frau her­ab­setzt, mit dem bin ich schon fer­tig. Nichts kann krän­ken­der für mich selbst sein.«

»Böse im Ernst?«

»Nein; denn ich will mir den Spaß nicht ver­der­ben … Mai! Nicht wahr, wir tref­fen uns zum Es­sen bei Du­rieu? Ich gehe mit Herrn Da Sil­va einen an­de­ren Weg.«

»Al­lein mit Herrn –?«

Lola er­klär­te, in Ge­sell­schaft Mais er­ken­ne man sie. Auch habe sie als Ame­ri­ka­ne­rin das an­er­kann­te Recht, zu ge­hen mit wem und wo­hin sie wol­le.

»Und dann siehst du doch, dass ich ein Freund des Herrn Da Sil­va bin. Ja, Mai, Herr Da Sil­va und ich, wir sind rich­ti­ge Freun­de.«

»Sind wir Freun­de«, sag­te Da Sil­va im Wei­ter­ge­hen, »so müs­sen Sie mir eine War­nung er­lau­ben. Ges­tern sind Sie wie­der al­lein aus­ge­gan­gen. Ich ach­te Sie zu hoch, um –«

»Ja, frü­her ha­ben Sie mir we­gen sol­cher Din­ge Sze­nen ge­macht! Sie bes­sern sich.« Und sie wuss­te: »Er ach­tet mich hö­her, seit er mich für sei­ne Braut hält. Ist das echt männ­lich!«

Er schwieg un­zu­frie­den. Sie rich­te­ten sich nach der Mu­sik, die her­scholl. Wie sie auf den Platz ein­bo­gen, über des­sen Pal­men­hain der Kir­chen­gie­bel mäch­tig aus­griff und der Bron­ze­rei­ter da­hin­spreng­te, war das Stück zu Ende. Vie­le fä­cheln­de, die Hüf­ten wie­gen­de jun­ge Frau­en mit ih­ren Mäg­den und An­be­tern, vie­le prall ge­klei­de­te, rau­chen­de jun­ge Män­ner be­gan­nen lang­sam zu krei­sen.

»Sie ken­nen wohl die Frau gar nicht, die eine Dueña und eine Magd bei sich hat und die Ih­nen zu­lä­chelt? Das ist die, in de­ren Schuld Sie vor­geb­lich seit ges­tern Nacht sind.«

»La Ge­li­da? Aber die habe ich schon oft ge­se­hen und wuss­te nicht … Wie gut ihr die Däm­me­rung steht! Ihr grau und un­si­cher ge­bo­ge­nes Pro­fil scheint von dem Auge, das ein großes schwar­zes Loch ist, ganz auf­ge­zehrt zu wer­den. Ihr Lä­cheln – se­hen Sie, ich möch­te es er­wi­dern, aber es schüch­tert mich ein.«

»So?« mach­te Da Sil­va zor­nig. »Ich aber rate Ih­nen zu der Ge­li­da nicht, denn ich war zu­ge­gen, als sie ope­riert ward. Das nimmt ei­nem man­che Lust.«

»Wirk­lich?«

Aus tie­fem Her­zen:

»Dann möch­te ich Ihren Be­ruf ha­ben!«

Der jun­ge Mann hieb sei­nen Stock durch die Luft. Ge­reizt:

»Oh, an­de­re ent­bren­nen nur noch hef­ti­ger. Ei­ner von uns se­zier­te sei­ne ei­ge­ne Ge­lieb­te, und als er in ih­rem Ma­gen eine un­ver­dau­te Spei­se fand, aß er sie.«

Lola schwieg. Ent­set­zen, Scham und Ver­gnü­gen strit­ten sich um ihr Herz, und es klopf­te. Mit Frohlo­cken in der Stim­me sag­te sie dann:

»Wür­den Sie mir das auch er­zählt ha­ben, wenn ich Rö­cke an­hät­te?«

»Wenn wir erst ver­hei­ra­tet sind«, ver­hieß er, her­ab­las­send aus Är­ger, »er­fah­ren Sie mehr.«

Sie lach­te auf:

»Habe ich Ih­nen nicht ge­sagt, dass ich für die freie Lie­be ein­ge­nom­men bin?«

Er schob ge­quält die Schul­tern hin und her.

»Ich ver­ste­he Sie nicht. Sind Sie raf­fi­niert, oder was sind Sie?«

»Ach was: ich bin ein jun­ger Mann, wie Sie se­hen kön­nen, dem alle Frau­en zu­lä­cheln. Se­hen Sie, welch Er­folg? Wa­rum ste­he ich, die doch alle hübsch nen­nen, sonst im­mer hin­ter Mai zu­rück, heu­te aber er­re­ge ich Auf­se­hen? Ich bin ei­gent­lich ein ver­klei­de­ter Mann, und jetzt habe ich mich de­mas­kiert. Man hat kaum Zeit, je­der die­ser Schö­nen mit den Wim­pern zu win­ken.«

Da Sil­va sah rund­um.

»Wer ist schön? Wenn ich Schön­heit noch se­hen könn­te!« – und sei­ne Stim­me fuhr auf. Nun, mit schmerz­lich er­bit­ter­tem Ton­fall:

»Aber Sie hal­ten mich so be­ses­sen mit Ihrem Ge­sicht, mit Ih­rer Ge­stalt, dass ich für die an­de­ren Maß und Sinn ver­lo­ren habe. Sind sie schön, sind sie häss­lich? Ich ver­ste­he nichts, ich sehe nur dies eine klei­ne un­er­bitt­li­che Ge­schöpf, und es er­stickt in mir al­les, was nicht sein ei­gen ist.«

Lola bück­te sich ein we­nig, mit ei­nem Schau­er im Na­cken, als wer­de gleich eine Hand hin­ein­grei­fen. »Im­mer das Ge­sicht, im­mer die Ge­stalt: im­mer der Kör­per« dach­te sie, auf ein­mal matt von Wi­der­wil­len und Trau­rig­keit. Er sag­te stür­misch:

»Sie sind über alle Ver­glei­che schön!«

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