Heinrich Mann - Zwischen den Rassen

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Zwischen den Rassen: краткое содержание, описание и аннотация

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Lola stammt von einer brasilianischen Mutter und einem deutschen Vater ab, sie steht heimatlos zwischen den Rassen, gleich wie das südliche Blut der Mutter und die vom Vater ererbte Gewissenhaftigkeit Konflikte in ihr verursachen, die sie nicht auflösen kann. Mithin hieße der Roman besser «Zwischen den Temperamenten».Thomas Mann schrieb in einem Brief, dass sein Bruder Heinrich «nie so viel Hingabe gezeigt habe» und es «das gerechteste, erfahrenste, mildeste und freieste seiner Werke sei.»Null Papier Verlag

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»Gut«, ant­wor­te­te Lola.

»Sie be­ste­hen im Ernst dar­auf?«

»Ohne Zwei­fel. Wann kom­men Sie?«

»Sehr bald. In ei­ner Stun­de wer­den die bei­den Ka­va­lie­re Ih­rer Mama da­sein. Emp­feh­len Sie mich ihr!«

»Auf Wie­der­se­hen!«

»In ei­ner Stun­de – und ich bin nicht an­ge­zo­gen!« rief Frau Ga­bri­el und sprang auf. »Lola, be­ei­le dich! Welch Glück, dass wir fri­siert sind.«

Bei der Tür kehr­te sie um.

»Was denkst du über un­sern Lands­mann?«

»Da Sil­va Do­len­ha?« – und Lola fühl­te sich un­frei.

»Ja. Hältst du es für un­mög­lich, dass er eine von uns liebt? Er kommt täg­lich.«

Da Lola schwieg:

»An­zei­chen gäbe es wohl, dass ich es bin, die er liebt.«

Lola kam plötz­lich in Be­we­gung.

»Nein, Mai, dies­mal irrst du. Sei ver­si­chert, der denkt nicht an dich!«

»Ach«; Mai war ge­kränkt; »wie kannst du das be­ur­tei­len. Du bist in sol­chen Din­gen ein Kind.«

»Mag sein. In die­sem Fall aber weiß ich, wen Da Sil­va liebt. Wir sind Freun­de, und er hat es mir ge­sagt.«

»Wen denn? Mein Gott!«

Mai stam­mel­te, hef­tig ent­täuscht. Lola, über­le­gen:

»Das ver­rät man nicht un­ter Freun­den.«

»Freun­de: was ist denn das?«

»Du wirst es se­hen. Geh, Mai, zieh dich an! Du wirst es se­hen.«

Dann rief sie noch­mals:

»Mai! … Glaubst du wohl, dass ich lei­den­schaft­lich bin?«

»Du? Wa­rum, Kind?«

»Ich mei­ne, weil wir von sol­chen Din­gen spre­chen … Nein, ich weiß ge­wiss, ich bin es nicht.«

»Wie son­der­bar du bist!«

Lo­las be­weg­te Mie­ne blieb noch auf die Tür ge­rich­tet, die sich ge­schlos­sen hat­te. All­mäh­lich ward ihr Blick sin­nend, und sie setz­te sich auf einen Kof­fer. Mais Mäd­chen trat ein und hol­te die Sa­chen ih­rer Her­rin. Lo­las ei­ge­ne la­gen auf Bett und Stüh­len ver­streut, mit Bü­chern und No­ten­blät­tern da­zwi­schen. Ein Glas mit Ro­sen war um­ge­fal­len; Lola er­hob sich un­be­wusst und rich­te­te es auf. Dann sah sie sich nach ei­nem frei­en Sitz um, fand kei­nen und kehr­te auf den Kof­fer zu­rück.

»Mai hat’s gut«, sann Lola. »Täg­lich an­de­re Klei­der, und merkt nicht, dass es ei­gent­lich al­les eins ist. So hat sie auch alle Tage eine neue Lie­be; und wem im­mer sie gel­ten mag: dass es Lie­be, rich­ti­ge Lie­be ist, dar­an zwei­felt sie nie. Wenn ich wüss­te, ob ich Da Sil­va lie­be! Manch­mal ist’s nur zu klar. Kurz dar­auf kom­me ich nach Haus und den­ke an et­was an­de­res. Aber das Manch­mal ist schlimm ge­nug, es ist be­schä­mend. Ich wer­de dann me­lan­cho­lisch, wie in der Pen­si­ons­zeit, als die di­cke Jen­ny mir ge­wis­se Auf­schlüs­se ge­ge­ben hat­te … Ich glau­be, nur äu­ßer­lich hal­te ich mich fes­ter; in­ner­lich bin ich viel lo­cke­rer als Mai. Ich glau­be jetzt, sie ist die bei Wei­tem Un­schul­di­ge­re. An­fangs habe ich sie un­ge­recht be­ur­teilt; es war ver­zeih­lich. Aus der an­stän­di­gen Welt Er­nes­tes plötz­lich her­aus – an die­se süd­li­chen Al­ler­weltsplät­ze, in ein er­hit­zen­des Durchein­an­der flüch­ti­ger Be­gier­den. Je­den Tag, den ich mich nicht amü­sier­te, sah ich als ver­lo­ren an; nur der Ehr­geiz, durch mei­ne so plötz­lich ent­deck­te Stim­me groß zu wer­den, er­hob mich noch, und auch er schwin­det schon, und ich will mit dem Sin­gen heu­te fast nichts mehr er­rei­chen als mei­ne Un­ab­hän­gig­keit … Und nun die Frau ne­ben mir, die eben­solch tau­meln­des In­stinkt­we­sen war wie die an­de­ren, ohne die Wür­de ei­nes Geis­tes, das war mei­ne Be­schüt­ze­rin, mei­ne Freun­din, mei­ne gan­ze Fa­mi­lie, das war Mai, die schö­ne Mai, die ich in al­len mei­nen Kind­heits­er­in­ne­run­gen so poe­tisch in ih­rer Hän­ge­mat­te lie­gen sah! Der ein­zi­ge Mensch, an den ich ge­glaubt hat­te! Ich weiß noch, wie em­pört ich war. Da­von also hat­te sie ge­träumt in ih­rer Hän­ge­mat­te! Kaum ist Pai tot, stürzt sie sich, ih­rer Frei­heit froh, in die dümms­te Un­en­t­halt­sam­keit! Um Pais wil­len war ich em­pört und be­reit, sie zu has­sen. Wie arg­wöh­nisch solch ganz jun­ges, un­er­fah­re­nes Mäd­chen das Le­ben ei­ner Frau durch­spürt – das Le­ben der Mut­ter! Als ich da­mals in Trou­ville mei­ner Sa­che end­lich ganz si­cher zu sein glaub­te: wel­che Ka­ta­stro­phe! Mai hat einen Ge­lieb­ten! In dem Ge­dan­ken saß ich wie in ei­nem be­täu­ben­den Ge­tö­se, wie in ei­nem Welt­un­ter­gang. Das Furcht­ba­re, sag­te ich mir, ist, dass auch ich das in mir habe und so wer­den muss! Was wuss­te ich da­mals? Heu­te habe ich fast einen Ge­lieb­ten, könn­te ihn je­den Au­gen­blick ha­ben, und wun­de­re mich alle Mor­gen beim Er­wa­chen, dass es noch nicht ein­ge­tre­ten ist.

Seit­dem muss ich Mai wohl mil­der be­ur­tei­len. Sie ist ein Kind und wird über die ge­fähr­li­chen Stel­len im­mer nur spie­lend hin­hu­schen. Geht sie einen Schritt zu weit, er­scheint ihr als­bald der tote Pai; und ich be­stär­ke sie in ih­ren Ge­sich­ten. Wa­rum ei­gent­lich? Doch nicht mehr um Pais wil­len. Auch nicht, weil Mais Auf­füh­rung mich hin­dern könn­te, einen Mann zu fin­den. Das ist mir gleich. Aber ich weiß wohl, warum: ich selbst bin in Ge­fahr und brau­che Rein­heit um mich her … Bin ich in Ge­fahr? So­bald ich’s aus­den­ke, glau­be ich’s nicht mehr. Ich! Ich bin doch eine ganz an­de­re! Auf We­sen wie die arme Mai bli­cke ich doch, deucht mir, ein gu­tes Stück hin­ab!

Je­den­falls hab’ ich sie gern. Wir sind gra­de im rich­ti­gen Ver­hält­nis: dem von ei­nem Paar Schwes­tern, die ein­an­der ei­fer­süch­tig schmei­cheln. Ob wir uns schwer ent­beh­ren wür­den, ist nicht si­cher. Wie schwärm­te Mai die ers­te Zeit von Nene! Jetzt er­wähnt sie ihn ge­mäch­lich und fast nur, wenn von Geld die Rede ist. Jetzt bin ich dar­an, die Mut­ter­lie­be zu ge­nie­ßen. Es tut doch wohl, wenn spät abends, nach­dem man sich ge­kämmt hat und die De­cke über sich ge­zo­gen hat, eine Mut­ter her­ein­kommt und einen küsst. Sie herzt mich lan­ge; mir wird ganz kind­lich und weich zu Sinn; dann spricht sie mir mit klei­ner sü­ßer, ent­zück­ter Stim­me von ih­ren Er­fol­gen, fragt mich nach mei­nen, und wir sind wie zwei Klei­ne un­term Weih­nachts­baum.

Nein, für Pai neh­me ich nicht mehr Par­tei. Ich ste­he, wenn ich’s be­den­ke, so­gar ent­schlos­sen auf Mais Sei­te. Ers­tens wohl, weil ich füh­le, dass auch mit mir, wie ich ge­wor­den bin, Pai nicht sehr ein­ver­stan­den wäre. Haupt­säch­lich aber, weil er ein Mann war und Mai un­ter­drückt hat. Und schließ­lich, mein Gott, ha­ben die Le­ben­den recht. Wenn ei­ner stirbt, ver­säumt er das Wei­te­re und darf nicht mehr drein­re­den. Käme Pai wie­der, er fän­de gar kei­ne An­knüp­fung mehr mit uns, glau­be ich. Mai lie­ße sich nicht mehr so leicht in die Hän­ge­mat­te le­gen; und ich – ach, ich bin wohl auch nicht sein rech­tes Kind: wie hät­ten wir sonst, kaum dass er tot war, den gan­zen bür­ger­li­chen Bo­den un­ter den Fü­ßen ver­lie­ren kön­nen! Denn das ta­ten wir doch …«

Lola sah sich im Zim­mer um.

»So sieht’s über­all aus, wo wir kam­pie­ren. Und ich sit­ze auf ei­nem Kof­fer. Nie kom­men die Kof­fer aus den Zim­mern, und sind im­mer nur halb aus­ge­packt. Die Jah­res­zeit wird stau­big, der Lieb­ha­ber fade. Fort von hier! Wo­hin am Ende? Dort ste­hen die An­sich­ten von zu Hau­se, die Mai mit­ge­bracht hat. Zu Hau­se! Wenn wir Lust be­kämen, einen Aus­flug dort­hin zu ma­chen, wür­de ich vor dem Blick auf Rio den­ken, dass er tat­säch­lich un­ver­gleich­lich schö­ner ist als der auf Nea­pel; wür­de von ei­nem Ho­tel, wo al­les wäre wie in die­sem hier, auf Se­hens­wür­dig­kei­ten aus­ge­hen, die Hit­ze un­er­träg­lich fin­den und ge­las­se­nen Ab­schied neh­men. Et­was an­de­res wäre es viel­leicht mit der Gro­ßen In­sel; aber die Pflan­zung ist ver­kauft … Wo­hin also am Ende? Da­nach fra­ge ich, scheint mir, zum ers­ten Mal. Fan­ge ich etwa an zu er­mü­den. Mais Kin­der­ner­ven hab’ ich nicht gra­de. Aber das Ende be­kommt wohl nur In­ter­es­se für mich, weil ich wis­sen möch­te, wo das en­den soll, was ich jetzt er­le­be.

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