Heinrich Mann - Zwischen den Rassen

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Lola stammt von einer brasilianischen Mutter und einem deutschen Vater ab, sie steht heimatlos zwischen den Rassen, gleich wie das südliche Blut der Mutter und die vom Vater ererbte Gewissenhaftigkeit Konflikte in ihr verursachen, die sie nicht auflösen kann. Mithin hieße der Roman besser «Zwischen den Temperamenten».Thomas Mann schrieb in einem Brief, dass sein Bruder Heinrich «nie so viel Hingabe gezeigt habe» und es «das gerechteste, erfahrenste, mildeste und freieste seiner Werke sei.»Null Papier Verlag

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»Der gute Nene.«

»Wir las­sen ihn also für uns ver­die­nen; nur dür­fen wir ihn nicht zu­grun­de rich­ten. Hörst du?«

»Ihr wer­det das schon zu­sam­men aus­ma­chen, ihr seid klü­ger als ich. Ach, un­se­re jet­zi­gen Ver­le­gen­hei­ten hat Pao­lo mir vor­aus­ge­sagt. Er woll­te mich durch­aus nicht rei­sen las­sen.«

»Zum Glück scheint er ener­gisch; sonst könn­te es schlimm en­den. Ich selbst ver­ges­se mich manch­mal. Zum Bei­spiel war’s sehr un­nö­tig, dass wir hier­her ka­men. Wir sind ge­nug hin­ter der Bran­zil­la her ge­reist. Da sie nun in der Ner­ven­heil­an­stalt sitzt und für mei­ne Stimm­bil­dung nichts mehr tun kann, hät­ten wir in Pa­ris blei­ben sol­len.«

»Pa­ris war schön!«

»Un­ser Le­ben in Pa­ris kos­te­te schließ­lich we­ni­ger: wir sa­ßen doch man­chen Abend zu Hau­se. Hier lässt man uns nicht.«

»Du hast recht, es ist schreck­lich; nun, Gott wird hel­fen. Kann ich jetzt die Sa­chen se­hen?«

»Aber – sie lie­gen dir doch vor der Nase!«

»Muss ich sie selbst her­aus­neh­men?«

Frau Ga­bri­el lä­chel­te zag­haft; die Lip­pe mit dem Le­ber­fleck im Win­kel kräu­sel­te sich und zer­stör­te die rei­ne Li­nie der gra­den Nase; die Au­gen ba­ten; in das ge­las­se­ne Ma­don­nen­ge­sicht ka­men Furcht und Un­be­hol­fen­heit ei­nes Schul­mäd­chens. Um ih­ren gu­ten Wil­len zu be­wei­sen, tauch­te sie eine ih­rer klei­nen, wei­chen, un­ge­üb­ten Hän­de in die Schach­tel. Gerührt hob Lola die Ko­stü­me her­aus, sah ein we­nig von oben her­ab zu, wie Mai sie be­wun­der­te, fass­te selbst Teil­nah­me – und bald wa­ren sie im Ve­rein ganz hin­ge­ge­ben an die­se Stof­fe, an die neu­en Er­fin­dun­gen die­ser Töne, die­ser Schnit­te, die ih­nen ver­spra­chen, ihre Schön­heit um­zut­au­schen und ih­nen eine noch nicht ge­kos­te­te Form von Le­ben und von Glück zu ver­mit­teln. Zum Schluss ver­riet Frau Ga­bri­el, wel­che Züge ihr Glück heu­te trug; denn sie frag­te:

»Meinst du, dass der Her­zog von Fin­ga­do mich liebt?«

Ihre Stim­me und ihr Blick wa­ren voll kind­li­cher Er­war­tung. Lola sag­te trös­tend:

»Ge­wiss, Mai.«

»Tat­sa­che ist, dass er neu­lich auf der Gar­den-Par­ty sich fast nur um mich küm­mer­te. Die Bri­cheau ver­si­cher­te mir, sei­ne Ver­lo­bung sei ins Wan­ken ge­kom­men. Das wäre mir wahr­haft un­an­ge­nehm.«

Aber es klang stolz. Dann, be­hut­sam:

»Sage mir eins, mein lie­bes Kind: gibt dir der Her­zog kein Ge­fühl ein? … Du brauchst es nur zu sa­gen.«

»Nicht das ge­rings­te … ob­wohl ich ihn sym­pa­thisch fin­de«, setz­te Lola höf­lich hin­zu. Und Mai, zit­ternd:

»Ich wür­de sei­ne Lie­be nicht wol­len, wenn du sie woll­test. Gott ist mein Zeu­ge, dass dein Glück mir hö­her steht als meins.«

»Gute Mai, ma­che dir kei­ne Sor­gen!«

Lola woll­te sich ent­fer­nen; Mai hielt sie, trä­nen­den Au­ges, am Rock fest.

»Ich wür­de mich dir op­fern, weißt du … Also du liebst ihn nicht? Schwö­re es mir!«

»Ich schwö­re es«; und Lola lä­chel­te nach­sich­tig. Man muss­te ein Kind sein wie Mai, um sich in den Ti­tel die­ses küm­mer­li­chen Jüng­lings zu ver­lie­ben.

»Aber auf dem Heim­we­ge«, be­merk­te Mai, »ist er mit dir ge­gan­gen. Ihr habt euch so­gar ab­ge­son­dert.«

»Er woll­te mir aus der Fer­ne sei­ne Yacht zei­gen – auf der er nicht fah­ren kann, weil er see­krank wird.«

»Wo­von spracht ihr noch?«

»Von Karl dem Zwei­ten.«

»Wer ist das?«

»Ein Kö­nig von Spa­ni­en – es ist lan­ge her, es wür­de dich nicht in­ter­es­sie­ren. Mich in­ter­es­sier­t’s auch nur manch­mal. Aber mit Fin­ga­do weiß ich nichts an­de­res zu re­den.«

»Wirk­lich nicht?«

»Tat­säch­lich.«

Mai nick­te be­ru­higt. Mit ei­nem un­auf­halt­sa­men Lä­cheln des Tri­um­phes:

»Mit mir re­det er an­de­res!«

»Wür­dest du ihn hei­ra­ten, Mai?« frag­te Lola, knie­te ne­ben ih­rer Mut­ter hin und strich ihr schmei­chelnd über Hals und Arm.

»Ich sehe mei­ne Mai schon als Her­zo­gin, in ih­rem Schloss in der Sier­ra; sie geht auf die Jagd nach Wöl­fen, Ad­lern und ähn­li­chen Wap­pen­tie­ren.«

Mai hat­te ernst­haft nach­ge­dacht.

»Al­les wohl über­legt«, sag­te sie, »hat auch Herr Aguir­re sei­ne Vor­zü­ge. Er ist Ab­ge­ord­ne­ter, sehr ein­fluss­reich, und Spa­ni­en wird viel­leicht Re­pu­blik wer­den.«

»Wie weit du denkst, Mai! Aguir­re, dies un­ge­sund ro­si­ge Baby, denkt nur an das Nächs­te: er will un­ser Geld, das Geld, das er uns zu­traut. Zu viel Ehre!«

»Du siehst zu trü­be, Lola. Und fer­ner ist er in ge­setz­tem Al­ter, und ich bin, ach, nicht mehr ganz jung.«

»Im Ge­gen­teil«; da­bei herz­te Lola ihre Mut­ter eif­ri­ger; »du bist so jung, dass ich mich ne­ben dir mei­nes Al­ters schä­me. Schon als du mich aus der Pen­si­on ab­hol­test, war ich, glaub’ ich, wei­ter im Le­ben als du. Die zwei Jah­re aber, die wir in der Welt um­her­ge­reist sind, ha­ben mei­nem Al­ter zehn hin­zu­ge­fügt. Ich fan­ge so­gar an, häss­lich zu wer­den.«

»Das ist nicht wahr! Du bist die Fri­sche selbst. Dein Al­ter bil­dest du dir ein, weil du zu viel denkst. Das könn­te dei­ne Stirn fal­ten; gib acht! Du bist zer­streut bei der Toi­let­te, und ge­ra­de sie ver­langt un­se­re gan­ze Geis­tes­kraft. Dann hät­test du dir nicht die Stirn­haa­re ab­ge­brannt und wä­rest jetzt nicht so schwer zu fri­sie­ren.«

Lola griff seuf­zend nach den krau­sen Här­chen.

»Ich habe schließ­lich doch mei­nen Be­ruf ver­fehlt. Oft kom­me ich mir vor wie ein ver­klei­de­ter Mann.«

»Das wird ver­ge­hen, wenn du hei­ra­test. Fin­dest du es noch nicht an der Zeit? Wel­che schö­nen Ge­le­gen­hei­ten hast du vor­über­ge­hen las­sen! Ich weiß nicht: du bist doch so klug; aber eine Schwar­ze hat mehr Ge­schick, sich einen Mann ein­zu­fan­gen. Halt, ge­fällt dir etwa Herr Aguir­re? Er scheint mich zu lie­ben. Meinst du nicht?«

»Ge­wiss, Mai.«

»Tat­sa­che ist, dass er wäh­rend der Re­gat­ta nicht von mei­ner Sei­te wich. Wenn du ihm aber ir­gend­ein Ge­fühl ent­ge­gen­bringst …«

Mais Stim­me beb­te schon wie­der; Mai war schon wie­der zu ei­nem Op­fer be­reit und ängs­tig­te sich da­vor. Lola wehr­te ab; sie lach­te be­fan­gen, tat ein paar Schrit­te; dann, ernst­haft, mit ver­hal­te­nem Zorn:

»Du sprachst von mei­ner Ver­hei­ra­tung, und doch ver­lierst du sie zu oft aus dem Auge. Die Toch­ter ei­ner Mut­ter, die sich zu gut un­ter­hält, wird nicht leicht einen Mann fin­den.«

Mai sah tief er­schro­cken aus; Lola schloss ver­zei­hend:

»Ich weiß, du ver­dienst kei­nen erns­ten Ta­del. Erin­ne­re dich nur, bit­te, wie leicht man sich un­schul­dig kom­pro­mit­tiert, und ver­spä­te dich abends mit kei­nem der Her­ren mehr!«

»Du bist streng wie dein Va­ter«, sag­te Mai und er­schau­er­te. »Weißt du wohl, dass ich ihn wie­der­ge­se­hen habe? Ja, ge­ra­de in der Nacht, von der du sprichst, er­schi­en er mir.«

De­mü­tig bit­tend:

»Willst du nicht sein Bild in dein Zim­mer neh­men?«

»Das geht nicht, Mai: es wür­de ihn noch mehr er­zür­nen.«

Lola ging ans Fens­ter und sah hin­aus. Frau Ga­bri­el mur­mel­te vor sich hin und seufz­te. Eine jun­ge Män­ner­stim­me kam von un­ten:

»Fräu­lein Lola, ich habe al­les, was Sie wünsch­ten.«

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