Heinrich Mann - Zwischen den Rassen

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Zwischen den Rassen: краткое содержание, описание и аннотация

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Lola stammt von einer brasilianischen Mutter und einem deutschen Vater ab, sie steht heimatlos zwischen den Rassen, gleich wie das südliche Blut der Mutter und die vom Vater ererbte Gewissenhaftigkeit Konflikte in ihr verursachen, die sie nicht auflösen kann. Mithin hieße der Roman besser «Zwischen den Temperamenten».Thomas Mann schrieb in einem Brief, dass sein Bruder Heinrich «nie so viel Hingabe gezeigt habe» und es «das gerechteste, erfahrenste, mildeste und freieste seiner Werke sei.»Null Papier Verlag

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Se­hen wir doch nach. Geht mich der Mensch wirk­lich so viel an? Wäre er in Ve­ne­dig noch so un­ent­behr­lich, wie er’s hier in Bar­ce­lo­na ist? Die Gri­ma­ni hat uns für Juli ein­ge­la­den. Oder was mei­ne ich zu Pa­ris? Das ist noch im­mer das amüsan­tes­te … Ich glau­be, es gin­ge.«

Eine jun­ge Män­ner­stim­me ward hör­bar. Lola er­hob sich has­tig.

»Nein, es geht nicht.«

Leicht vor­ge­neigt, mit fie­bri­gem Spiel der Fin­ger an der lan­gen Hals­ket­te, blick­te sie auf die Tür. Es klopf­te.

»Ge­hen Sie in den Sa­lon, bit­te. Ich kom­me gleich.«

Sie mach­te ei­ni­ge zor­ni­ge Schrit­te.

»Wa­rum muss ich auch grü­beln! Je­des Mal, wenn ich ge­grü­belt habe, bin ich schwach und gebe ihm dann An­lass, sich ein­zu­bil­den, was doch nicht wahr ist … Oh, heu­te Abend soll er kei­nen Vor­teil da­von­tra­gen!«

*

Sie hat­te sich be­ru­higt und ging hin­über. Mit of­fe­nem Lä­cheln be­grüß­te sie den Be­su­cher.

»Gnä­di­ges Fräu­lein – da ist al­les«, und er zeig­te nach dem Pa­ket auf dem Kla­vier. »Der Bote ist gleich mit mir ge­kom­men.«

»Ist al­les dar­in … und wird es mir pas­sen?«

An­statt nach dem Pa­ket zu se­hen, be­trach­te­te sie, und ihr Lä­cheln ward wi­der ih­ren Wil­len noch glück­li­cher, sein schö­nes, groß ge­mei­ßel­tes, fast bart­lo­ses Ge­sicht, in dem die Brau­en sich be­rühr­ten. Auch er ge­brauch­te sei­ne Wor­te nur als einen Vor­wand, sie an­zu­se­hen.

»Ich bin über­zeugt … Es sind ge­nau die Maße, die Sie mir ge­nannt ha­ben.«

Sie be­weg­te lei­se, wie ver­wun­dert, ih­ren lä­cheln­den Kopf. End­lich, sich los­rei­ßend:

»Es ist gut.«

Rasch er­griff sie das Pa­ket. Er stürz­te sich dar­auf.

»Ich tra­ge es Ih­nen hin­über.«

»Doch nicht«; ihr Lä­cheln ward schlau. »Sie blei­ben hier … und …«

Sie leg­te, un­ter der Tür, den Fin­ger auf die Lip­pen.

*

In ih­rem Zim­mer zog sie die Män­ner­klei­der an, die Da Sil­va mit­ge­bracht hat­te. Sie ver­barg die Brust in den Fal­ten des wei­chen Pi­quéhem­des, das Haar un­ter der halb­lan­gen Jüng­lings­pe­rücke, setz­te den run­den Hut auf, häng­te das Stöck­chen über den Arm und trat vom Spie­gel zu­rück, um sich zu mus­tern. Da stand im gut­sit­zen­den Abend­an­zug et­was wie ein ele­gan­ter Stu­dent, mit duf­ti­gen Ge­sichts­far­ben und glän­zen­den brau­nen Au­gen, ein sanft ver­we­ge­nes Lä­cheln auf den ro­ten Lip­pen und die ju­gend­lich ra­schen Wen­dun­gen ei­ner schi­cken Mü­dig­keit zu­lie­be ein we­nig ver­hal­ten, ein We­sen von be­un­ru­hi­gen­dem Reiz.

»Aber wie bin ich schön!« sag­te Lola ein­mal übers an­de­re. »Ich bin kei­ne Frau mehr! Jetzt erst sehe ich, wozu mei­ne große Nase gut ist. Die hohe Stirn kommt mir jetzt auch zu­stat­ten. Ach, ich kann mir Pais Fal­te zwi­schen den Brau­en ma­chen. Ob Pai je­mals so aus­ge­se­hen hat? Nicht ganz so, glau­be ich. Der dort im Spie­gel er­in­nert mich an eine Frau; aber nicht sehr leb­haft. Man wird den­ken: ›Er muss eine hüb­sche Schwes­ter ha­ben.‹ Für ein ver­klei­de­tes Mäd­chen hält so leicht kei­ner ihn.«

Sie räus­per­te sich, führ­te zwei Fin­ger an den Hu­trand und sprach mit tiefer Stim­me:

»Sie ge­hen in den Klub? Ich habe seit ges­tern Nacht kei­nen Hel­ler mehr. Nach­dem ich al­les ver­spielt hat­te, bin ich noch in die Schuld der Ge­li­da ge­kom­men …«

Dies ge­fiel ihr. Sie lief hin­über, und in der Tür des Sa­lons be­gann sie so­fort das­sel­be:

»Sie ge­hen in den Klub? Ich habe seit ges­tern Nacht …«

Da Sil­va hör­te sie, ans Kla­vier ge­lehnt und die Stirn in Fal­ten, bis zu Ende an. Er ließ sie nä­her kom­men und sich wen­den.

»Es ist ziem­lich in Ord­nung.«

Er warf noch die von Ver­ach­tung schwe­ren Wor­te hin:

»Bis auf die Kra­wat­te na­tür­lich.«

»Also bin­den Sie sie mir!«

Er mach­te sich dar­an.

»Hal­ten Sie’s so für bes­ser ge­lun­gen?«

»Nein, von vorn kann ich’s nicht. Ich kann’s nur, wenn ich die Kra­wat­te gra­de so hal­te wie bei mir selbst. So also, wenn Sie ge­stat­ten.«

Er trat hin­ter sie und schob die Arme über ihre Schul­tern. Sei­ne Arme be­rühr­ten sie kaum, und doch war sie dar­in ein­ge­schlos­sen und spür­te einen angst­vol­len Kit­zel. Sie muss­te auf sei­ne wei­ßen, star­ken Hän­de hin­ab­se­hen, die gleich un­ter ih­rem Kinn sich be­weg­ten. Wie er den Kno­ten an­zog, streif­te sei­ne Wan­ge ihre Schlä­fe.

»Ra­scher!« ver­lang­te sie, zwi­schen den Zäh­nen.

Er ließ los, ging um sie her­um und sah ihr in die Au­gen. Die sei­nen hat­ten wie­der das Düs­te­re, Be­sin­nungs­lo­se, das sie kann­te und das ihr so ge­fähr­lich war. Sei­ne Zäh­ne wa­ren in die Un­ter­lip­pe ge­drückt. Da be­gann er un­ver­mu­tet weich:

»Ihr An­blick tut mir weh! Nicht zwan­zig Stun­den sin­d’s, dass wir in die­sem sel­ben Raum bei­ein­an­der wa­ren, al­lein wie jetzt, und der Mond schi­en her­ein. Wir hat­ten mu­si­ziert, Ihre mär­chen­haf­ten Alt­tö­ne wa­ren ver­hallt, ich hat­te mich in großer Be­we­gung vom Kla­vier er­ho­ben, und den Kopf in der Hand be­trach­te­te ich Sie, die Sie, ein Knie auf den Stuhl­rand ge­stützt, das Ge­sicht nach dem of­fe­nen Fens­ter ge­wen­det hiel­ten. Ich war im Schat­ten; Ihre Ge­stalt ent­lang floss Mond­licht; es rann Ih­nen über die Lip­pen, die sich, Ih­nen un­be­wusst, von­ein­an­der lös­ten; es füll­te Ihre Au­gen – und mit der be­glänz­ten Hand, die Sie mir über­lie­ßen, zog ich zu mir hin, in mein Dun­kel und an mein Herz, die gan­ze tie­fe nächt­li­che Sü­ßig­keit, die durch Sie at­me­te, o Lola!«

Der jun­ge Bra­si­lia­ner hat­te beim Spre­chen den Hals hin und her ge­rückt, wie ein vom ei­ge­nen Ge­sang be­rausch­ter Vo­gel. Nun stand er noch und hör­te die Te­no­ra­rie sei­ner Sinn­lich­keit aus­klin­gen. Lola mach­te sich von sei­nem Ge­sicht los. Sie sah an ih­rem Dress hin­ab – und er­leich­tert auf­la­chend, warf sie sich ins Sofa.

»Nicht übel, mein Lie­ber. Et­was kit­schig zwar, und auf ein mo­der­nes Mäd­chen wer­den Sie, fürch­te ich, da­mit nicht wir­ken … Se­hen Sie, die Kra­wat­te muss ich mir nun doch selbst bin­den!«

In der Tür zeig­ten sich der Her­zog von Fin­ga­do und Herr Aguir­re. Beim An­blick des Ein­dring­lings blie­ben sie mit zu­rück­hal­ten­den Mie­nen ste­hen. Lola ver­such­te ihre feind­se­lig ab­war­ten­de Hal­tung nach­zuah­men: da platz­te sie aus. Die bei­den starr­ten sie an; dann wand­te ihr der mas­si­ge Vier­zi­ger mit an­ge­wi­der­ter Mie­ne den Rücken. Der un­jun­ge Zwan­zi­ger über­wand sei­nen Schre­cken und mach­te, den spit­zen, gelb­lich ge­fie­der­ten Schä­del her­aus­for­dernd im Na­cken, zwei Schrit­te ge­gen den Feind. Lola lach­te hef­ti­ger, und Da Sil­va klär­te die Her­ren auf, die in Rat­lo­sig­keit um­schlu­gen und dann in Be­wun­de­rung. Aber hin­ter ih­nen rausch­te es, und Frau Ga­bri­el brach, kaum dass sie ein we­nig ge­stutzt hat­te, in Jam­mern aus.

»Wie siehst du aus! Wer hat mir mein Kind so ver­un­stal­tet? Sie, Herr Da Sil­va! Ih­nen habe ich auch sonst Vor­wür­fe zu ma­chen! Dazu hat man nun eine hüb­sche Toch­ter!«

Die Her­ren er­klär­ten sich im Ge­gen­teil ganz ein­ver­stan­den mit Lo­las Ver­wand­lung. Fin­ga­do hat­te einen Ge­dan­ken.

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