Heinrich Mann - Zwischen den Rassen

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Lola stammt von einer brasilianischen Mutter und einem deutschen Vater ab, sie steht heimatlos zwischen den Rassen, gleich wie das südliche Blut der Mutter und die vom Vater ererbte Gewissenhaftigkeit Konflikte in ihr verursachen, die sie nicht auflösen kann. Mithin hieße der Roman besser «Zwischen den Temperamenten».Thomas Mann schrieb in einem Brief, dass sein Bruder Heinrich «nie so viel Hingabe gezeigt habe» und es «das gerechteste, erfahrenste, mildeste und freieste seiner Werke sei.»Null Papier Verlag

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»Ach, wie rei­zend wär’s«, mein­te sie und er­mun­ter­te sich, »wenn alle so däch­ten! Tat­sa­che ist, dass je­der sich zu­erst um mich be­müht; dann erst be­sinnt er sich und geht zu Mai.«

»Gut für ihn.«

»Dan­ke. Wa­rum bli­cken Sie mit sol­cher Wut auf dies arme hüb­sche Mäd­chen?«

»Kom­men Sie auf die an­de­re Sei­te: Sie wer­den se­hen.«

Das Mäd­chen, das ohne Beglei­tung war, trat in das weit of­fe­ne, er­hell­te Ge­wöl­be ei­nes Ta­ba­kla­dens. Alle Män­ner wand­ten den Kopf nach ihr; die Stut­zer, 1die am La­den­tisch lehn­ten, wi­chen kei­nen Schritt breit. Das Mäd­chen ver­lang­te et­was; aber so­oft sie den Mund öff­ne­te, ward ge­pfif­fen.

»Sie will Räu­cher­ker­zen, man sieht es«, sag­te Lola. »Was hat sie denn be­gan­gen, mein Gott?«

Das Mäd­chen er­rö­te­te plötz­lich tief; die Män­ner lach­ten scha­den­froh; der, der den Witz ge­macht hat­te, bläh­te sich. Das Mäd­chen stürz­te, die Au­gen ver­wirrt und nass, ins Freie. Wie sie nahe kam, stieß Da Sil­va einen Pfiff aus. Sie floh wei­ter. Lola rief:

»Das ist ab­scheu­lich! Ich will Sie nicht mehr ken­nen! Wenn die Ärms­te nie­mand hat, schlie­ße ich mich ihr an, ich!«

»Ver­ges­sen Sie, dass Sie ein Mann sind? Re­den Sie sie an, ists gra­de sol­che Be­lei­di­gung, wie wenn Sie pfei­fen.«

Lola blieb rat­los ste­hen. Zwei blon­de Da­men mit Spa­zier­stö­cken stelz­ten über das Pflas­ter und be­tra­ten ge­las­sen den­sel­ben La­den – wo al­les ih­nen Platz mach­te. Lola sag­te sich, dass je­der sie auf die Stu­fe die­ser bei­den stel­len, ihr die glei­chen Rech­te ein­räu­men wer­de; und doch war sie der Miss­hand­lung je­ner an­de­ren mit ei­ner Angst ge­folgt, als sei’s eine Dro­hung, die auch ihr gel­te.

»Es ist furcht­bar«, sag­te sie, »un­ter euch eine Frau zu sein. Bei uns ist der Mann un­ser Ka­me­rad.«

»Bei euch? Sie sind kei­ne Nord­län­de­rin. Sie ha­ben et­was von je­nem uns so er­bit­tern­den Reiz, ge­wiss. Wir Män­ner des Sü­dens fol­gen all­zu gern der zwei­deu­ti­gen Her­aus­for­de­rung, die von der be­frei­ten Frau aus­geht. Wozu kommt ihr her? Ihr ver­derbt un­se­re Frau­en, dass sie sich ohne un­se­ren Schutz auf die Stra­ße wa­gen und, wenn wir sie lie­ßen, sich im Café mit­ten un­ter uns set­zen wür­den. Ihr ver­derbt auch uns, dass wir den schlaf­fen Kit­zel der Ka­me­rad­schaft mit euch füh­len möch­ten wie eure her­un­ter­ge­kom­me­nen Män­ner. Ich will’s nicht. Ich will Ihr Herr wer­den.«

»Manch­mal re­den Sie wie das Al­ter, das Sie wirk­lich ha­ben.« Und Lola lach­te ge­zwun­gen.

»Nicht nur mei­ne Wor­te, auch mei­ne Mus­keln sind die ei­nes Fün­f­und­zwan­zig­jäh­ri­gen. Sie wer­den es füh­len.«

Lola hob schwei­gend die Schul­tern. Nach ei­ner Wei­le:

»Jetzt ge­hen wir drü­ben in das Café: ich will mich mit­ten un­ter euch set­zen.«

»Ich bin Ihr Beglei­ter, aber ich ver­las­se mich dar­auf, dass Sie selbst wis­sen, wie weit Sie ge­hen dür­fen.«

»Sie wer­den mich als einen jun­gen Po­len vor­stel­len, der in Pa­ris stu­diert.«

»Ich wer­de mich Ih­nen emp­feh­len und es Ih­nen über­las­sen, sich zu kom­pro­mit­tie­ren.«

Aber er trat mit ein.

»Welch Glück: da sitzt die Ge­li­da. Ma­chen Sie mich so­fort mit ihr be­kannt!«

»Und der Kreis um sie her? Da­bei sind Leu­te, die Sie ken­nen.«

»Sie wer­den kei­nen Skan­dal er­le­ben. Mut, ar­mer Freund!«

Sie wur­den auf­ge­nom­men und setz­ten sich. Die Un­ter­hal­tung ward zu Ehren der schö­nen Kur­ti­sa­ne ge­führt, die, hin­ter sich ihre Dueña und ihre Magd, de­nen, die gut spra­chen, ein we­nig von ih­rem Lä­cheln zu­teil­te. Lola be­gann dar­um zu wer­ben. Man wen­de­te die Stüh­le, um die­sen jun­gen Men­schen spre­chen zu se­hen. Wenn sie sei­ne klei­ne ko­ket­te Hand weich durch die Luft strei­chen und bei ei­ner sei­ner leich­ten, ra­schen Be­we­gun­gen sei­ne Tail­le sich bie­gen sa­hen, schi­en den Män­nern rings­um sein Geist fri­scher, be­le­ben­der. Er gab stür­mi­sche, jun­ge Mei­nun­gen zum Bes­ten: »Die Lie­be ist et­was sehr Ein­sei­ti­ges und ei­gent­lich ein Man­gel an Selbst­zucht« – wo­bei alle, die zu­hör­ten, sich, sie wuss­ten nicht warum, be­glückt fühl­ten. Lola sah die Mie­nen, die sie be­weg­te, das schö­ne Ge­sicht der Ge­li­da, aus dem ihr freund­li­che, wohl­klin­gen­de Zu­stim­mun­gen ka­men; und sie hat­te eine Emp­fin­dung von Leich­tig­keit und Frei­heit wie nie im Le­ben. Nie hat­te sie Da Sil­va so ru­hig an­se­hen kön­nen. Was küm­mer­ten sie nun sei­ne ge­fal­te­ten Brau­en. Bei al­lem, was sie sag­te, fühl­te sie ihn ne­ben sich als Be­sieg­ten; der Ge­nuss, den sie von ih­ren Wor­ten hat­te, kam da­her, dass sie gut wa­ren und dass er es hät­te leug­nen wol­len, und die­se Schau­er des Si­cher­he­bens, des Flie­gens und Be­sonnt­seins da­her, dass er so tief un­ten blieb.

Das Di­ner war her­ge­rich­tet. Da Sil­va be­haup­te­te, er und sein Freund hät­ten eine drin­gen­de Verab­re­dung. Wa­rum er heu­te so mür­risch sei, ward er ge­fragt. Lola for­der­te ihn auf, zu ge­hen und sie zu ent­schul­di­gen. Sie saß bei Tisch ne­ben der Ge­li­da. Ein Dich­ter re­zi­tier­te. Da Sil­va ver­such­te un­ge­schickt, ihn zu kri­ti­sie­ren. Lola lä­chel­te und sprach der Ge­li­da von dem Jüng­ling, dem in sei­nen ar­beit­sa­men Näch­ten manch­mal die Phan­to­me von Frau­en über die auf­ge­schla­ge­nen Sei­ten tän­zel­ten und der sol­chen be­klom­me­nen Stolz ge­nie­ße, wenn er die Au­gen weg­wen­de. Sie sah Da Sil­va sei­ne Lip­pe kau­en und in sich ver­sin­ken. Wie alle durch­ein­an­der re­de­ten, der Nacht­wind an der Tür lau­ter mit dem Per­len­vor­hang klim­per­te und eine Glo­cke elf­mal dröhn­te, sprang Lola auf, ließ die Frei­heit le­ben – und mit dem letz­ten Ruf war sie ent­schlüpft.

Sie be­fand sich in ei­nem Gäss­chen und sah am Ende der schma­len Häu­ser­flucht, wie durch ein Rohr, die große Ge­stalt des Ko­lum­bus von Ster­nen um­wogt. In trun­ke­ner Wal­lung er­hob sie bei­de Arme. Wie aber hin­ter ihr der Schritt, den sie er­kann­te, ver­nehm­lich ward, ver­wirr­te es sie pa­nisch, als bre­che auf ein­mal ein künst­li­cher Turm­bau in ihr zu­sam­men. Er­nüch­tert, kalt vor Furcht, ver­steck­te sie sich in ei­nem Por­tal; aber Da Sil­va fand sie. Wie un­vor­sich­tig sie sei. Ob sie glau­be, dass es den Hel­den der Nacht auf einen Mord an­kom­me. Lola, die an Da Sil­vas Sei­te wei­ter­ging, wünsch­te sich in­stän­dig, dass aus dem nächs­ten Schat­ten ein Be­frei­er sprin­ge und sie töte.

Denn sie hat­te er­kannt: al­les war um­sonst. Be­geis­tert mein­te sie zu sein, und war nur be­rauscht ge­we­sen. Den Geist, der sie von ihm er­lö­sen soll­te: eben der Drang nach ihm hat­te ihn ihr ein­ge­ge­ben; und nie hat­te er fes­ter sei­ne Hand auf ihr ge­hal­ten, als da sie ihn tief un­ter sich glaub­te.

Da­bei durch­ma­ßen sie den Quai.

»Wo­hin geht’s?« dach­te Lola ver­stört und: »Wenn ich den nächs­ten Stra­ßen­rand mit dem rech­ten Fuß er­rei­che, ent­kom­me ich ihm heu­te noch. Sonst nicht. Sonst nicht.«

Aber noch vor dem Ziel, das sie mein­te, rück­ten ihre bei­den Schat­ten nach vorn, und beim Her­auf­kom­men sei­ner brei­ten Schul­tern schloss Lola die Au­gen. Das Schwei­gen fol­ter­te sie. Wie ent­setz­lich ner­ven­stark und sei­ner si­cher er war! »Ich zäh­le bis zwan­zig, und hat er dann noch nichts ge­sagt, rufe ich um Hil­fe.«

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