Alfred Edmund - Reisen im Sudan

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Brehms Tierleben ist auch heute noch jedem ein Begriff – dass der Begründer eines der prominentesten zoologischen Nachschlagewerke die Tiere auch in freier Wildbahn studierte, wissen hingegen nur wenige. Die Faszination für die Zoologie gab Brehms Vater, selbst ein bekannter Ornithologe, an seinen Sohn weiter. Im Jahr 1847 bricht Alfred Brehm sein Architekturstudium ab, um den Vogelkundler Baron Johann Wilhelm von Müller auf eine Forschungsreise nach Afrika zu begleiten. Während der fünfjährigen Expedition reist er von Kairo, über Karthum bis nach Kurdufan durch Savanne und Urwälder und teilt mit gefährlichen Leoparden, Elefanten, wilden Löwen und Büffelherden einen Lebensraum. Die Ausbeute dieses Abenteuers ist ein sehr lebendiger, detaillierter und bisweilen äußerst humorvoller Bericht über die faszinierende Tierwelt Afrikas und die Menschen dieser Region.

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Wir durchwanderten die Stadt und erstiegen die hochgelegenen, starken und ausgedehnten Festungswerke. Diese wurden bekanntlich von den Engländern 2erbaut und sind trefflich angelegt; die Stadt dagegen ist winkelig und teilweise eng, obgleich sie auch freie Plätze besitzt. Der größte von ihnen ist parkartig gehalten und liegt vor dem Haus des Gouverneurs.

Von dem höchsten Fort der Festung, auf welchem sich der Leuchtturm und Signalstock befindet, hat man einen köstlichen Überblick der Insel. Sie liegt wie ein lachender Garten zu den Füßen ausgebreitet und setzt erst in einiger Entfernung von der Stadt durch ihre eigenen hohen Berge dem Auge Grenzen. Überall macht sich ein reges Leben der Natur bemerklich. Die Vegetation ist eine rein südliche und wegen der hier noch fallenden Regen sehr üppige; die Fauna ist die des gegenüberliegenden malerischen Gebirgslandes Albanien oder die des nahen Griechenlands. Wir besichtigten eine kleine Sammlung ausgestopfter Vögel, welche dies uns bestätigte.

Man hört auf Korfu Englisch, Griechisch, Italienisch, Französisch und Deutsch. Ebenso verschieden wie diese Sprachen sind die Bewohner. Zwischen den malerisch und faltenreich gekleideten Griechen und Türken sieht man den Europäer in seinem enganliegenden Kostüm; er kontrastiert mit seinem Frack und Glacéhandschuhen unangenehm mit dem ernsten Amtsgewand des griechischen Popen oder frauenhaften, farbenprächtigen Kleid des albanesischen Kriegers und zerstört durch seine nüchterne, prosaische Erscheinung das glühende Kolorit des südlichen Bildes.

Nachmittags verließ die »Mamuhdie« das liebliche Eiland, um ihre Reise fortzusetzen. Lange noch blieb Korfu in unserem Horizont. Gegen Abend fuhren wir an St. Maura, später an Ithaka vorüber; Zante blieb uns links liegen.

Gewöhnlich brauchen die Dampfschiffe zu der Fahrt von Korfu nach Syra nur 30–36 Stunden. Diesmal hielt uns ziemlich heftiger Gegenwind länger auf; wir kamen erst am Vormittag des 11. Juli in Syra an. Die meisten Passagiere waren von der Seekrankheit befallen worden und alle waren herzlich froh, den immer noch stark bewegten Hafen erreicht zu haben.

Am 12. Juli verließen wir den Ort mit dem kleinen, für den Dienst zwischen Syra und Athen bestimmten Dampfboot »Baron Kübeck«. Die aus zwei Teilen bestehende, steil den Berg hinauf gebaute Stadt war beleuchtet und gewährte einen sehr schönen Anblick. Noch lange schimmerten die Lichter wie ferne Sterne zu uns herüber; eins nach dem andern verlosch, und zuletzt blieb nur noch das Licht des Leuchtturms sichtbar. Viele Griechen reisten mit uns, die meisten als Passagiere des Verdecks. Sie schienen für ähnliche Reisen schon vorbereitet und hatten das Verdeck mit von ihnen selbst mitgebrachten Teppichen und Matratzen belegt.

Die Fahrt von Syra nach Athen dauert nur wenige Stunden. Wir sahen schon am folgenden Morgen die Spitzen des griechischen Festlandes vor uns und lagen nach anderthalb Stunden im Piräus. Von hier ist es noch eine Stunde nach Athen; das wusste ich noch aus den Zeiten her, wo Cornelius Nepos den lernbegierigen Knaben mit dem Land und den Taten seiner Helden bekannt macht. Wir nahmen in dem mehr und mehr erblühenden Hafenstädtchen einen Wagen und fuhren auf einer guten, neuerdings angelegten Hochstraße der Hauptstadt zu. Kaum konnten wir den Augenblick erwarten, der uns in sie einführen sollte. Unser Weg führte durch einen Olivenwald, welcher die ganze Ebene bedeckt. Die Berge zu beiden Seiten sind öde und kahl. Hitze und Staub quälten uns entsetzlich.

Ein Hügel hatte uns lange die Aussicht geraubt. Wir umfuhren ihn und kamen zu den Ruinen des Theseustempels. Die Akropolis lag vor uns, wir weideten unsere Augen an dem ersehnten Anblick. Dann fuhren wir in die Stadt. Mir kam sie wie ein elendes Bauerndorf vor, das sich um eine gut erhaltene, stolze Ruine gelagert hat. Die Häuser des heutigen Athen sind mit Ausnahme der königlichen, von deutschen Baumeistern aufgeführten Gebäude 3erbärmlich schlecht, die Straßen der Stadt sind krumm, eng und unregelmäßig, das Pflaster fehlt entweder oder ist so mangelhaft, dass man es kaum begehen kann. Das ist die Baukunst der heutigen Griechen.

Wie ganz anders erscheinen da die hehren Tempel der Akropolis! Wir besuchten sie am folgenden Tag, klommen auf der Nordseite den steilen Felsberg hinan, wandten uns dann westlich und gelangten durch den einzigen, von einem Invaliden gehüteten Eingang in den Tempelhof. Vandalismus und Egoismus haben sich vereinigt, um die erhabenen Monumente vergangener Zeiten zu zerstören. Ein Engländer nahm den größten Teil des Frieses vom Parthenon, »des schönsten Gebäudes in der schönsten Lage der Welt«, mit sich nach London und erbaute dafür einen schlechten Turm in der Stadt; die Türken brannten Kalk aus den Kapitälen der Säulen und fertigten Kanonenkugeln aus ihren Schäften. Jetzt sammelt die griechische Regierung die gefundenen Altertümer und versucht, die Monumente zu restaurieren. Es kann meine Absicht nicht sein, die Akropolis beschreiben zu wollen, zumal, da schon jeder Stein der Tempel durch Baukünstler und Maler gemessen und beschrieben wurde; ich begnüge mich, zu sagen, dass unsere Erwartungen von der Burg der Alten aufs Höchste gespannt waren und dennoch durch sie übertroffen wurden.

Nach einem Aufenthalt von mehreren Tagen stiegen wir eines Morgens sehr früh zu Pferde, um eine kurze Reise in das Innere des Landes anzutreten. Noch beleuchtete, als wir Athen verließen, der klare Sternenhimmel unseren steinigen Weg. Wir ritten eine Zeitlang in Olivenwäldern dahin und später in die Berge hinein. Zur Linken lag uns das Meer: ein nebelgrauer, ruhiger Streifen, den man schon recht wohl erkennen konnte. Viele Griechen begegneten uns und zogen mit ihren beladenen Eseln grüßend an uns vorüber. Durch eine steil abfallende Schlucht gelangten wir mit Sonnenaufgang in der Nähe der welthistorischen Bucht Salamis ans Meer, ritten eine Zeitlang der Küste entlang und dann über die triasianische Ebene wieder den Gebirgen zu. In einem Dorf hielten wir Rast und baten um Wasser. Nur mit Mühe erhielten wir einen Trunk brack und fade schmeckenden Zisternenwassers. Die Bewohner waren fast ohne Ausnahme hässlich; die Frauen schienen es wegen ihrer abschreckenden Tracht noch mehr als die Männer zu sein. Mit aller Anstrengung der Phantasie hätte man aus ihren Fratzen keine »griechischen Formen« herausfinden können.

Hinter dem Dorf begann ein Pinienwald, durch welchen uns die Straße führte. Wir waren in das Kerata-Gebirge eingetreten und hatten gehofft, hier wenigstens romantisch wilde Gegenden zu erschauen. Aber auch hier zeigte sich dieselbe Öde und Unfruchtbarkeit, Gleichförmigkeit und Dürre wie vorher in der Ebene. Wie ganz anders hatte ich mir Griechenland vorgestellt! Die grünbewaldeten Gebirge, mit ihren romantischen Schluchten und saftigen Wiesen im Talgrund sind wie die überall bebauten und belebten Ebenen mit den freundlichen roten Ziegeldächern der zwischen Obstwaldungen versteckten Dörfer dem Geist des Abendländers so vertraut geworden, dass er gar nicht glauben will, es könne woanders Berge und Täler, Dörfer und Städte geben, welche nicht ebenso beschaffen wären wie daheim. Und dass gerade Griechenland, das Land des milden Himmels, der Fruchtbarkeit und der segensreichen Erde, öder und trauriger sein könnte als Deutschland, hätte ich nie gedacht. Alle Reisenden schilderten seine Schönheit mit beredter Zunge, malten sein Bild mit glühenden Farben aus. Ich war überrascht, es nicht so zu finden, wie ich gehofft hatte.

Dazu kamen nun heute noch die ungewohnten Beschwerden der hier gebräuchlichen Art, zu reisen; das fremde, heiße Klima drückte uns, die Sonne versengte den Scheitel, kein Wasser erquickte die dürr gewordene Zunge. Wir erreichten missmutig und angegriffen eine Art von Schuppen, »Station« genannt. Die Baracke hatte neben der von drei Seiten offenen Vorhalle noch eine Spelunke für den Besitzer des ganzen Gebäudes. Dieser Kerl, ein schmutziger Grieche, wurde Wirt genannt, konnte aber außer schlechtem Branntwein und mit Pinien- und anderem Harz versetztem Wein nichts Genießbares anbieten. Wir genossen eine Tasse Kaffee und legten uns zur Ruhe nieder. Nach zweistündiger Rast ging es mit derselben Eile weiter wie früher. Die Straße führte uns bergauf, bergab durch öde, meist unbewohnte Gegenden. Nachmittags wurde noch einmal in einem kleinen Haus, in dessen Nähe gutes Wasser floss, gerastet. Die Hütte schien mehr der Hirten als der Reisenden wegen erbaut zu sein und war ebenso schlecht wie die frühere.

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