Louise Penny - Auf einem einsamen Weg

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Ein geheimnisvolles Testament führt Armand Gamache zu einem verlassenen Bauernhaus. Zusammen mit Myrna, der Buchhändlerin von Three Pines, und einem jungen Mann ist er zum Nachlassverwalter einer gewissen Bertha Baumgartner bestimmt worden. Wer war diese verschrobene Frau, die von allen «Baronin» genannt wurde, aber als Putzfrau arbeitete? Ihren drei Kindern hat sie je 5 Millionen Dollar hinterlassen, die es allerdings nur in ihrer Phantasie gab. Wenig später wird eine Leiche in dem verfallenen Haus gefunden. Zeit für die Ermittlungen hat Gamache eigentlich nicht, obwohl er als Chef der Sûreté du Québec suspendiert ist. Denn Gamache hat zwar das größte Drogenkartell zerschlagen, dabei aber die Justiz manipuliert. Noch schlimmer ist allerdings, dass nicht das ganze Lager des Kartells sichergestellt werden konnte. Wie kann Gamache verhindern, dass der Stoff in Montréal seine tödliche Wirkung entfaltet, ganz ohne sein Team von der Sûreté? Für Gamache beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit – auf einem einsamen Weg.

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»Gut«, hatte er gesagt, und trotz ihrer Besorgnis lächelte sie.

Es war ein Code, den sie beide verstanden, eine Anspielung auf ihre Nachbarin in Three Pines. Ruth Zardo. Eine begnadete Dichterin. Eine der berühmtesten des Landes. Nur verbarg sich ihr Talent unter einer nicht gerade dünnen Schicht Wahnsinn. Der Name Ruth Zardo wurde mit ebenso viel Bewunderung wie Furcht ausgesprochen. So als beschwöre man ein Wesen herauf, das sowohl schöpferisch als auch zerstörerisch war.

Ruths letzter Gedichtband hieß Mir geht’s G.U.T. Das klang nicht schlecht, bis man, oft zu spät, mitbekam, dass »G.U.T.« für Gallig, Unsicher, Todtraurig stand.

Ja, Ruth Zardo war vieles. Unter anderem nicht hier, zu ihrer beider Glück.

Armand bückte sich und hob die Fäustlinge auf, die von Myrnas mächtigem Schoß in den Schnee gefallen waren. Er schlug sie gegen seinen Anorak, bevor er sie ihr zurückgab. Dann bemerkte er, dass seine Handschuhe ebenfalls verschwunden waren, ging zu seinem Auto und fand sie dort schon halb unter dem frisch gefallenen Schnee begraben.

Aus dem zweifelhaften Schutz des Hauses heraus beobachtete der Mann all das.

Ohne jemals ein Wort mit der Frau, die gerade eingetroffen war, gewechselt zu haben, mochte er sie nicht. Sie war groß und schwarz und eben eine Frau. Nichts davon fand er attraktiv. Aber schlimmer noch war, dass Myrna Landers fünf Minuten zu spät gekommen war und statt ins Haus zu eilen und Entschuldigungen zu stammeln, stand sie herum und plauderte. Als würde er nicht warten. Als hätte er keinen genauen Zeitpunkt genannt.

Denn das hatte er.

Allerdings wurde sein Ärger ein wenig von der Erleichterung gemildert, dass sie überhaupt aufgetaucht war.

Er musterte die beiden. Es war ein Spiel, das er gerne spielte. Beobachten. Sich vorstellen, was die Leute als Nächstes taten.

Fast immer lag er falsch.

Myrna und Armand zogen jeder einen Brief aus der Tasche.

Sie verglichen die beiden Schreiben. Identisch.

»Das ist –«, sie sah sich um, »– ein bisschen seltsam, findest du nicht?«

Er nickte und folgte ihrem Blick zu dem maroden Haus.

»Kennst du die Leute?«, fragte er.

»Welche Leute?«

»Na die, die hier wohnen. Gewohnt haben.«

»Nein. Du?«

»Nein. Ich habe keine Ahnung, wer das sein könnte oder warum wir hier sind.«

»Ich habe unter der Nummer angerufen«, sagte Myrna. »Aber es hat niemand abgehoben. Es gab keine Möglichkeit, mit diesem Laurence Mercier in Kontakt zu treten. Er ist Notar. Schon mal von ihm gehört?«

»Nein. Aber eins weiß ich.«

»Was denn?« Myrna ahnte, dass sie gleich etwas Unschönes hören würde.

»Er ist vor sechs Monaten gestorben. An Krebs.«

»Was soll dann –«

Sie wusste nicht, wie sie fortfahren sollte, und verstummte. Sie blickte zum Haus, dann zurück zu Armand. Beide waren fast gleich groß, und auch sie sah in ihrem Daunenanorak dick aus, aber in ihrem Fall war es keine Täuschung.

»Du weißt, dass der Mann, der dir diesen Brief geschrieben hat, vor Monaten gestorben ist, und kommst trotzdem her«, sagte sie. »Warum?«

»Neugier«, sagte er. »Und du?«

»Na, ich wusste ja nicht, dass er tot ist.«

»Aber komisch fandest du es auch. Warum bist du also gekommen?«

»Aus demselben Grund. Neugier. Was soll schon Schlimmes passieren?«

Das war eine reichlich dumme Bemerkung, dachte selbst Myrna.

»Sobald Orgelmusik ertönt, hauen wir ab, Armand. Abgemacht?«

Er lachte. Wobei er natürlich wusste, dass immer etwas Schlimmes passieren konnte. Hunderte Male hatte er daneben gekniet.

Myrna legte den Kopf in den Nacken und starrte hinauf zum Dach, das unter dem Gewicht des seit Monaten fallenden Schnees durchhing. Sie sah die gesprungenen und fehlenden Fensterscheiben und blinzelte, als große, sanfte, unerbittliche Schneeflocken auf ihr Gesicht fielen und ihre Augen trafen.

»Glaubst du, dass es gefährlich ist?«, fragte sie.

»Wahrscheinlich nicht.«

»Wahrscheinlich?« Ihre Augen weiteten sich ein wenig. »Du hältst es für möglich?«

»Vermutlich kommt die einzige Gefahr von dem Haus selbst.« Er deutete mit dem Kopf auf das durchhängende Dach und die schiefen Mauern. »Und nicht von jemandem darin.«

Sie gingen darauf zu. Als er den Fuß auf die erste Stufe setzte, brach sie durch. Er warf Myrna unter hochgezogenen Augenbrauen einen Blick zu, und sie lächelte.

»Das liegt eher an zu vielen Croissants als am morschen Holz«, sagte sie, und er lachte.

»Da hast du recht.«

Einen Moment lang hielt er inne, betrachtete die Stufen, dann das Haus.

»Du bist dir nicht ganz sicher, ob es nicht doch gefährlich ist, oder?«, fragte sie. »Entweder das Haus oder derjenige, der sich darin aufhält.«

»Nein«, gab er zu. »Ich weiß es nicht. Möchtest du lieber hier draußen warten?«

Ja, dachte sie.

»Nein«, sagte sie und folgte ihm hinein.

»Maître Mercier.« Mit ausgestreckter Hand kam ihnen der Mann entgegen.

»Bonjour«, sagte Gamache, der zuerst eingetreten war. »Armand Gamache.«

Mit einem raschen Blick musterte er seine Umgebung, beginnend mit dem Mann.

Klein, schlank, weiß. Mitte vierzig.

Lebendig.

Der Strom im Haus war abgestellt worden und damit auch die Heizung, sodass die Luft eisig und muffig war. Wie in einem Kühlraum.

Der Notar hatte seinen Mantel anbehalten, und Armand sah, dass er Schmutzränder hatte. Der Anorak von Armand allerdings auch. Im Québecer Winter war es nahezu unmöglich, in ein Auto zu steigen oder es zu verlassen, ohne sich mit Matsch und Salz zu beschmutzen.

Aber der Mantel von Maître Mercier hatte nicht nur Schmutzränder, er hatte auch Flecken. Und war abgetragen.

Der Mann wirkte etwas verwahrlost. So schäbig wie seine Kleidung. Zugleich umgab ihn jedoch etwas Gravitätisches, beinahe Hochmütiges.

»Myrna Landers«, sagte Myrna, trat vor und streckte ihm die Hand entgegen.

Maître Mercier nahm sie, ließ sie aber sofort wieder los. Es war eher ein kurzes Streifen als ein Händeschütteln.

Gamache bemerkte, dass sich Myrnas Haltung verändert hatte. Sie wirkte nicht mehr ängstlich, vielmehr sah sie mit einem fast mitleidigen Blick auf ihren Gastgeber.

Es gab Menschen und Tiere, die automatisch eine solche Reaktion hervorriefen. Diese Fähigkeit war genauso wirkungsvoll wie ein Abwehrpanzer, ein giftiger Stachel oder schnelle Beine.

Es war die Fähigkeit, so hilflos und bedürftig zu wirken, dass man keine Bedrohung in ihnen sah. Manchmal wurden sie sogar adoptiert. Beschützt. Versorgt. Aufgenommen.

Und fast immer bereute man es.

Es war noch zu früh, um zu sagen, ob Maître Mercier ein solcher Mensch war, aber er rief diese Reaktion hervor, selbst bei einer derart erfahrenen und scharfsinnigen Frau wie Myrna Landers.

Selbst bei ihm, bemerkte Gamache. Er spürte, wie seine Wachsamkeit in der Gegenwart dieses traurigen kleinen Mannes nachließ.

Aber nicht völlig.

Gamache nahm seine Mütze ab, strich über seine grauen Haare, sah sich um.

Die Haustür führte direkt in die Küche, wie es in Farmhäusern oft der Fall war. Das Mobiliar schien aus den Sechzigern zu stammen. Vielleicht sogar aus den Fünfzigern. Die Schränke waren aus Sperrholz, das in einem fröhlichen Kornblumenblau gestrichen war, das gelbe Laminat der Arbeitsflächen war zerschrammt und der Linoleumboden abgetreten.

Alles von Wert war verschwunden. Die Armaturen waren abmontiert, und bis auf eine mintgrüne Uhr über der Spüle, die vor langer Zeit stehen geblieben war, hing nichts an den Wänden.

Kurz stand ihm ein Bild vor Augen, wie der Raum vielleicht einmal ausgesehen hatte. Alles glänzte, nicht neu, aber sauber und gepflegt. Leute gingen hin und her, bereiteten ein Essen für Thanksgiving oder Weihnachten vor. Kinder jagten herum wie wilde Fohlen, und Eltern versuchten, sie zu zähmen. Um dann aufzugeben.

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