Alexander d. Kl. - Die Verwandlung

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Die Verwandlung – nicht von Kafka (oder doch?) – - – - – Als Georg Sammer eines Morgens aus bewegten Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem kleinen Jungen verwandelt. Leicht und fast gewichtslos lag sein mächtig geschrumpfter Körper unter der riesigen Decke, den ein nun übergroßer Schlafanzug umgab, den er sich gestern abend noch frisch angezogen hatte. Erschrocken bemerkte er zudem, daß das Nachtgewand sowie das Bettlaken um die Hüften herum naß waren. – - – - – Überstunden für den Chef – - – - – «So, und jetzt stell dich da hinter deinen Schreibtisch und tu so, als ob du was furchtbar Wichtiges zu verkünden hättest!» kommandierte seine Frau Susanne. Astrid, seine Sekretärin, kicherte. Mit rotem Kopf stellte er sich hin wie befohlen und ließ es geschehen, daß Astrid seine Anzughose so weit herunterzog, daß die Plastikhose mit Babymotiven darunter in voller Pracht sichtbar wurde. Was hätte er auch machen sollen? Mit diesen schmutzigen kleinen Betriebsgeheimnissen hatten sie ihn in der Hand … Susanne drückte ihm ein paar Blätter in die Hand: «Los, vorlesen! Und während du das tust, läßt du's einfach laufen, klar?» – - – «Ich habe heute diese Betriebsversammlung einberufen», verkündete er mit gewichtiger Stimme, «weil ich beschlossen habe, den Betrieb in Zukunft wesentlich frauenfreundlicher zu gestalten …» – Die sonore Stimme des Chefs wurde zeitweise übertönt von quackernden, furzenden und blubbernden Geräuschen. «Genug jetzt!» entschied Astrid, sich die Lachtränen aus den Augen wischend, und stopfte ihm den Mund mit dem bisher an einem Kettchen herabbaumelnden Schnuller in Erwachsenengröße. Dann gab sie ihrem Chef einen Schubs nach hinten, so daß er mit der nunmehr wohlgefüllten Windelhose schwer in seinen ledernen Chefsessel plumpste.

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»… und es kam zum Therapiewechsel«, ergänzte die Therapeutin, halb fragend, halb feststellend.

»Ja. Sie stellte fest, daß bei jedem dieser Stürze mein Wirbelsystem so erschüttert wurde, daß größte Gefahr bestand, daß auch noch der Rest zerbrechen und kaputtgehen würde. Daraus schloß sie, daß ich in Zukunft in meinem eigenen Interesse besser daran täte, den Rollstuhl nicht mehr zu verlassen, außer vielleicht für ganz kurze Momente und mit Unterstützung, etwa zum Windelwechsel im Bad.«

»Windelwechsel!« Die Therapeutin betonte es wie ein Stichwort.

»Ja, Windelwechsel.« Das Lächeln des Rollstuhlfahrers wirkte resigniert und ein wenig müde. »Das war die logische Konsequenz. Eine Überprüfung unserer häuslichen und finanziellen Lage hatte ergeben, daß eine rollstuhlgerechte Toilette schlicht und einfach nicht möglich war. Nicht nur daß es viel zu teuer gewesen wäre, es wäre auch vom Platz her nicht drin gewesen in unserem kleinen Häuschen. Und so blieb nur eine Alternative.«

Der Rolli-Fahrer seufzte schicksalsergeben. »Die Alternative lautete: Windeln und Gummihosen für mich und höchstens zweimal pro Tag der gestützte Weg in die Badewanne. Das geht gerade noch so, das schafft meine Frau, und das gefährdet mich nicht zu sehr. Aber mich alle zwei, drei Stunden zur Toilette zu führen, das wäre natürlich zu viel für sie, zumal sie ja auch halbtags arbeitet.«

»Schildern Sie mir doch mal Ihre häusliche Situation und wie sich seit dem … Ereignis verändert hat.«

Der Patient dachte einen Moment lang nach. »Ich konnte meine Arbeit erstaunlich rasch nach dem Unfall wiederaufnehmen. Sie wissen vielleicht, daß ich von zu Hause aus schriftstellerisch und journalistisch tätig bin. Und ob ich nun in einem Bürostuhl oder in meinem Rolli an Schreibtisch und PC heranfahre, das ist eigentlich ziemlich egal. Auch meine Kinder haben sich rasch daran gewöhnt. Wir haben eine achtjährige Tochter und einen zweieinhalbjährigen Buben. Meine Tochter paßt jetzt mehr auf ihren kleinen Bruder auf, wenn meine Frau weg ist – ich kann’s ja nicht mehr so –, und irgendwie hab ich den Eindruck, sie paßt stellvertretend für meine Frau auch auf mich auf, daß ich keine Dummheiten anstelle. Sie berichtet ihr auch immer alles brühwarm – eine richtige kleine Petze!« Der Rollstuhlfahrer lachte, und es war schwer zu entscheiden, ob es ein fröhliches oder ein sarkastisches Lachen war.

»Und ihre Frau? Paßt die auch auf Sie auf, wie Sie sich ausdrücken?« Die Therapeutin sah ihm aufmerksam ins Gesicht.

»Na ja … wie soll ich das ausdrücken … Meine Frau hat sich verändert. Zuerst war es nur eine Notwendigkeit, daß ich beim Sex auf dem Rücken liege; jetzt scheint sie es richtig zu genießen, mich zu reiten. Würde mich gar nicht wundern, wenn unsere zwei Kinder bald noch ein Geschwisterchen bekämen.« Er grinste breit. »Irgendwie hat sie so was … Krankenschwesternhaftes angenommen, wenn Sie verstehen, was ich meine …«

»Meinen Sie den Samariter-Effekt? Krankenschwester entbrennt in Liebe zu ihrem Patienten? So was gibt’s häufig.«

»Jein. Es ist mehr diese von oben herab betüddelnde ›So-nun-wollen-wir-mal-das-und-das-machen‹-Attitüde, und dabei ist sie die einzige, die was will – ich werde überhaupt nicht gefragt. Wie bei einem unmündigen Kleinkind.«

Der Blick der Therapeutin glitt über das Windelpaket, das sich deutlich unter der Hose des Rollstuhlfahrers abzeichnete. Dann blickte sie ihm wieder ins Gesicht. »Halten Sie es nicht für normal, daß Ihre Frau in dieser Situation die Zügel in die Hand nimmt?«

»Ich bin nicht entmündigt!« entrüstete sich der Patient. »Aber wenn ich abends noch am PC arbeite und noch ein drittes Bier will, blockiert sie die Bremse hinten an meinem Rolli so, so daß ich nicht rankomme, und sagt einfach: ›Du hast für heute genug Bier gehabt. Du verfettest. Und außerdem mußt du dann wieder so viel pinkeln.‹«

»Und stimmt das etwa nicht?«

»Ja, doch … Es stimmt. Aber ich find’s trotzdem anmaßend und bevormundend!«

»Aber im Grunde müssen Sie Ihrer Frau recht geben«, stellte die Therapeutin fest, nüchtern und möglichst ruhig, um den Patienten nicht gegen sich aufzubringen. »Sie kennen vielleicht das Sprichwort ›Tue gern, was du tun mußt‹. Wir sollten daran arbeiten – durch Rollenspiele und vielleicht durch Hypnose –, daß Sie dieses Handeln Ihrer Frau nicht nur als selbstverständlich empfinden, sondern als angenehme, wohlwollende Fürsorge dankbar begrüßen.«

»Na, da bin ich aber gespannt, wie Sie das bewerkstelligen wollen.« Der Patient machte aus seiner Skepsis keinen Hehl.

Die Therapeutin lächelte, runzelte aber zugleich auch die Stirn. »Sehen Sie, da haben Sie schon den ersten Fehler gemacht. Wer mit solchen inneren Vorbehalten an die Sache herangeht, der macht es sich nur selbst unnötig schwer. In der Hypnose werden wir darangehen müssen, auch die unbewußten inneren Blockaden zu beseitigen, damit Sie Ihr Leben wieder genießen können.«

»Wie soll man das Leben genießen können in vollen Windeln?« erwiderte der Rollstuhlfahrer mürrisch.

»Die mittlerweile übliche Behandlung mit den neuen Anti-Windel-Dermatitis-Pasten haben Sie aber bekommen?«

»Oh ja!« Der Patient lachte bitter auf. »Es macht mir nicht mehr das geringste aus, stundenlang in vollen Hosen am Computer zu sitzen. Physisch nicht. Psychisch schon.«

»Wie meinen Sie das?«

»Wie ich das meine?« Die betonte Ruhe der Therapeutin schien den Patienten eher aufzuregen als zu beruhigen. »Haben Sie schon einmal versucht, zum Beispiel ihre Abrechnungen zu machen, während die Matsche Ihnen unterm Po klebt?«

»Ich bin nicht in Ihrer Situation, das ist wahr, aber wäre ich es, dann würde versuchen, den Grundsatz ›Tue gern, was du tun mußt‹ konsequent zu verwirklichen«, erwiderte die Therapeutin.

»Ich komme mir wirklich vor wie ein Kleinkind.« Der Patient ging nicht auf die Worte seiner Therapeutin ein. »Allein schon wenn meine Tochter Elisabeth neben meinem Schreibtisch steht, einen Moment schnüffelt und dann quer durch die Wohnung brüllt ›Papa hat mal wieder die Hosen voll, genau wie klein Alex!‹, dann reicht es mir schon.«

»Alexander heißt Ihr kleiner Sohn, nicht wahr?«

»Ja. Er ist jetzt zweieinhalb. Und ich fühl mich in solchen Momenten, als wäre ich so klein und unmündig wie er.«

Die Therapeutin dachte einen Augenblick nach. »Und haben Sie den Eindruck, daß sich Ihr Sohn sich durch seinen … Knödel am Po sonderlich gestört fühlt beim Spielen?«

»Nein«, räumte der Patient ein. »Zum Glück nicht.« Er lachte. »Er muß nämlich genauso lange warten wie ich, bis er wieder frisch gewindelt wird. Der spielt weiter mit seinen Legosteinen, hat manchmal sogar einen schokoladeverschmierten Mund, und es scheint ihn kaum jemals zu stören, daß sein anderes Ende ebenfalls braun verschmiert ist. Und wenn er doch mal unruhig wird, verpaßt Mutti oder Elisabeth, unsere kleine Hilfspolizistin« – er lachte wieder kurz auf – »ihm einen Schnuller, und gut ist.«

Die Therapeutin nickte. »Und Sie glauben nicht, daß Sie etwas von der Fröhlichkeit, Unbekümmertheit und Gelassenheit Ihres Sohnes übernehmen könnten? Glauben Sie nicht auch, daß das zu einer ganz neuen emotionalen Nähe zwischen Ihnen, Ihrem Sohn und Ihrer Frau führen könnte?«

»Pffhh …« Ratlos machte er eine unbestimmte Geste. »Ich weiß nicht. Ich weiß es wirklich nicht.«

»Arbeiten wir daran, es herauszufinden!« Die Therapeutin schloß die dünne Akte und stand auf.

II

DER PLASTIKÜBERZUG DER LIEGE war mit »lustigen« Bärchen- und Micky-Maus-Motiven verziert; ebenso die Plastikhosen, die die Therapeutin übersichtlich vor dem Patienten ausgebreitet hatte.

Nackt und frisch gewaschen lag er auf der Liege in dem gut geheizten Raum, bereit, mit den von der Therapeutin gestellten Inkontinenzartikeln und den ihm von seiner Frau in einer Reisetasche mitgegebenen Kleidungsstücken frisch gewickelt und angekleidet zu werden.

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