Jürgen Roth - Das perfekte Wirtshaus

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Eine essayistisch-reportagenhafte Rundreise durch die letzten wahren Wirtshäuser Deutschlands und teilweise der Welt. Was macht ein perfektes Wirtshaus aus? Ein gutes süffiges Bier, eine schmackhafte Speise und geselliges Beisammensein? Ist es ein Ort, an dem die Zeit stehen bleibt, man sie vergisst und ewig sitzen bleiben möchte? Wo das Wort ›Glück‹ noch eine Relevanz hat? Jürgen Roth verbrachte in seinem Leben viele Stunden in mannigfaltigen Wirtshäusern, ob in Franken, wo er geboren ist, oder den anderen berühmten Biergegenden von Belgien bis Tschechien. Nach diversen Bierbüchern errichtet Jürgen Roth endlich auch dem besonderen Ort des Biertrinkens ein eigenes Denkmal.

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Draußen quaken und hantieren rund um eine gravitätische Linde diverse Senioren- und Familientrupps, gemischte Zusammenkünftler und anderweitige Einzelgestalten herum; und eine blonde Bedienung, die unzweifelhaft schönste Frau im Odenwälder Verzahnungsgebiet Bayern/Baden-Württemberg/Hessen.

»Hier ist es immer so ekelhaft entspannt«, meint ein Stammgast. »Blau, blau, blau ist der Sonnenschirm«, rumpelt derweil das unter Zugabe eines Haselnußgeistes oder eines Zitronenbirnenbrandes gentil wegrutschende Hirn, ja, »blau, blau, blau blüht die Bierblume, holdiglich hell, olé!«

Terrassiertes Terrain

Für den automobil Herumreisenden in Sachen Wirtshauswesen dürfte es sich prinzipiell schicken, südwestlich von Würzburg über die Siegfriedstraße einen neuerlichen und hartnäckigen, ja verbohrt erfolgsverliebten Auffindungsversuch zu unternehmen, einen weniger strategisch angelegten als eher der sommerlichen Free-Mind-Gesinnung und also Aleatorik gehorchenden Erkundungsversuch, der zwar nicht Großrinderfeld oder Tauberbischofsheim, aber dann bereits Königheim, Schweinberg oder – in harter Annäherung an den Odenwald vom Bayerischen her, das hier mit seinen weiten Weizen- und Gerstenfeldern fast ein bißchen amerikanisch anmutet – schließlich das einstige Limes-Städtchen Walldürn zum Ziel hat; respektive Schneeberg vor Amorbach, der bloßen namensmagischen Erfrischungsversprechen in jederlei Beziehung wegen.

Und weil die Sätze, insbesondere nach langer Fahrt, auch mal kürzer sein können, kommt jetzt ein ziemlich kurzer: Realiter fündig wird man wirtshausspezifisch in Boxbrunn. Erst. Das mag an der Abschottung der in Bayern gewöhnlich von Umgehungsstraßen großzügig umgürtelten Landortschaften liegen, was dem Fremden das Vordringen in Gasträume welcher Art auch immer nicht unbedingt erleichtert, beziehungsweise und folglich daran, daß der Bayerische Hof in Boxbrunn direkt an der B 47, der Nibelungenstraße, herumsteht, im Grenzgebiet des Bayerischen Odenwaldes, vermutlich sogar exakt zwischen Amorbach und Michelstadt, aber das müssen andere ausmessen.

Da liegt er halt, der Bayerische Hof . Man bremst, man parkt vor dem Haus, und man sitzt im Biergarten, allein, in einem Straßengarten an einem Samstagspätnachmittag, auf einem schlicht terrassierten Terrain. Sechs Tische, Gartenstühle, Sonnenschirme. Feierabend. Das reicht. Mehr braucht der Mensch »eigentlich« (K. Rehse) nicht.

Das Landstraßenlokal ist eine unterschätzte Variante des Wirtshauswesens. Früher diente es allen möglichen Hand- und Fuhrwerkern, die dahergewalzt kamen, heute dient es, wie im Bayerischen Hof , ein paar Mittagstischgästen, den Wanderern, den sonstwie motivierten Umherziehenden und Genossen unserer Sorte, die eine durch und durch altmodische Rast einlegen wollen.

Ich schätze diesen unterschätzten Typus des Gasthauses sehr. Das Landstraßenlokal entfaltet als Mischkonzept für eine Gesinnung zwischen Modernität, vulgo Mobilität, und Ausharrungsvermögen, als Mixtur aus Komplettruhe und intermediärem Zivilisationsstraßensound, als Agora der vita contemplativa und vita activa vital pur eine eigensinnig spröde Idyllik. Oft genügt da ein eher schäbiger Verschlag im Hunsrück oder ein Snackpoint in der Eifel.

Ideal getroffen hat man es allerdings im Bayerischen Hof , der seit 1880 von der Familie Hilbert geführt wird und neben dem – leider nicht bekiesten – Biergarten ein Gästehaus, eine souveräne Küche, einen grandiosen alten Wirtssaal und personalseits eine geradezu fundamentale Freundlichkeit in die Gunstschale wirft. Meine Zeugen sind, das Gästebuch verrät es, u. a. Rudolf Schock, Marie-Luise Marjan, Piet Krüger (zweimal), Miss Germany Anke S. und eine Abordnung der World Disco Queen Corporation.

Unterdessen rutscht die Sonne wieder durch Faser- und gestreifte Lappenwolken. Apfel-, Birn- und Nußbäume säumen die Wiesen. Am Horizont steht der Wald. Meine Bachstelze, eben noch durch einen kecken Hüpfer vor dem nahen Unfalltod bewahrt, wippt nun interessiert über den Mittelstreifen der kerzengeraden Straße. Im Kopf macht sich längst ein angenehm sachter Schwurbel und Schwabbel breit. Aha, ein Auto! denkt man, und schon fliegt die Fliege in die Fränkische Grünkernsuppe.

Es grillt, es zirpt. Ein tastender Wind haucht über die Anhöhe, ungezwungen zeigt sich das nächste Getränk, gelb wie der Geruch des Sommers. Nach Mockmühl will ich aber auch mal.

Faßbrause und Kühlungsbräu

Daß peu à peu immer mehr Bierführer erscheinen, ist das schlechteste nicht. Die Erweiterung des Gesichtskreises und der Abbau von Ignoranz können gerade den zu unsinniger Treue zum Supermarktbier neigenden Biertrinkern nicht schaden. Gose, Schwarzes, Kombinate – Die Biere des Ostens (Hamburg 2004) erschließt dem Neugierigen jenes Terrain, das nach 1990 von diversen westdeutschen Bierriesen zwangsflurbereinigt worden war und auf dem seit einigen Jahren eine stetig wachsende Zahl wiederbelebter oder neugegründeter Kleinbrauereien den geschmacklichen Verheerungen der Premiumbierseuche zu wehren versucht.

Exakt hundert Brauereien stellt das – und hier deutet sich das Unheil aber leider schon wieder an – vom Deutschen Brauer-Bund gesponserte Buch vor. Zwei ungenießbare Lobbyistenvorworte überschütten einen sogleich mit Phrasen aus dem Reich der Schönfärberei. Die Anfahrtsbeschreibungen jedoch sind übersichtlich, das Register ist brauchbar, die Karte auf den Innenklappen bietet einen guten Überblick, auch wenn man das brandenburgische Warnitz, wo im Gasthof Deutsche Eiche eigenständig gebraut wird, vergeblich sucht. Die Schilderungen umliegender Sehenswürdigkeiten laden zu bierunabhängigen Exkursionen ein, obschon die »Straße der Romantik« eher die »Straße der Romanik« ist, wie der auf den Osten spezialisierte Bierkundler Stefan Rehse zu Recht anmerkt. Zudem darf man sich fragen, weshalb die Ausflugstips in einem eklatanten Mißverhältnis zu den Biercharakterisierungen stehen.

Für viele der im Osten beheimateten Biere, darunter die weizenbierähnliche Gose und die traditionellen Schwarzbiere, fehlen schlicht die Worte. Man erfährt nichts über sie. Im Gegenzug wird der Leser seitenlang mit einer Brauerlyrik eingeseift, in der sich die »urige Gaststube« auf den »rustikalen Biergarten« reimt, garniert mit einem Werbeslang, der eine »Eventlocation« anzupreisen weiß, obwohl es sich um die Stralsunder Brauerei handelt.

Mögen auch die Ausführungen zur Geschichte der Brauhäuser durch ihre Genauigkeit überzeugen, sobald es doch mal um den Geschmack der Produkte geht, ergreifen Hopfen und Malz die Flucht. Da ist dann zuverlässig nichtssagend von »herb-spritzig«, »süffig-herzhaft«, »kräftig-würzig« oder »vollmundig-aromatisch« die Rede, und reicht es gelegentlich zu mehr als zum lästigen PR-Deutsch des Brauer-Bundes, dreht es einem spätestens bei der »Faßbrause« oder beim »leckeren Kühlungsbräu«, was immer das sein soll, die Zunge um – respektive bei einem solchen Satz: »Der cremige Schaum ist genau das Richtige für liebliche Zungen.«

Daß sich die zweifelhaften Biermixer der Klosterbrauerei Neuzelle eines vom Geschäftsführer verfaßten Gastbeitrages über sein ureigenes »Anti-Aging-Bier« erfreuen dürfen, erklärt der Werbeeinsatz des Hauses auf der Rückseite des Buches. Stefan Rehse gesteht anläßlich dieses unschätzbaren Elaborats: »Ich hätte mich entleiben können.« Zum Glück hat er’s nicht getan und kann deshalb darauf hinweisen, daß in Die Biere des Ostens diverse Brauereien schmerzlich vermißt werden: das Altstadtbrauhaus zu Bautzen zum Beispiel, der Stadtkrug in Schwerin, die Hausbrauerei Am Anger und Schwanenbräu in Erfurt oder die Demmert Brauerei aus Neuendorf bei Klötze, der pferdefreundlichsten Stadt Deutschlands.

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