Gundolf S. Freyermuth - Der Ausweg

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Kein Geld, nur die große Liebe und ein Traum: Leben wie ein Rock'n'Roller! Ein Thriller aus den letzten Monaten vor dem Mauerfall.
"Der Ausweg" erzählt von den unmoralischen Abenteuern eines bundesdeutschen Helden: Harry Mann, 38 Jahre alt und ohne Lebensunterhalt, ergreift die Gelegenheit, von der er glaubt, dass es seine letzte ist – ein Mord, zu begehen aus Liebe zu Frau und Geld.
Doch seine Tat hat unerwartete Konsequenzen: Aus dem tristen Berliner Hinterhof-Alltag wird Harry Mann in eine schöne weite Welt aus politischer Korruption, Erpressung und Attentaten katapultiert … Was in Berlin als privates Verbrechen begann, endet in Los Angeles mit einem hochpolitischen Showdown.
Von Mord zu Mord verstärkt sich dabei der Verdacht: Unter allen Beteiligten ist Harry Mann vielleicht sogar der unschuldigste …
Der Roman erschien zuerst 1989 und wurde damals im «stern» vorabgedruckt.
Alle in diesem Roman genannten Personen und Ereignisse sind fiktiv. Jede Übereinstimmung mit lebenden Personen oder tatsächlichen Ereignissen wäre daher rein zufällig.

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„An deiner Stelle hätte ich da mehr Zweifel,“ sagte Peter, viel zu ernst, und platschte durch den langen Flur zurück zu der stählernen Eingangstür.

„An meiner Stelle! Dass ich nicht lache!“ Jetzt war es Mann, dem das Lächeln verunglückte. „Du hättest dich von mir nie in so ’ne Situation quatschen lassen.“

„Was is’n an der Sache so fürchterlich?“ Peters Stimme klang wenig verständnisvoll. Die Probleme seines Freundes schienen ihn nicht recht zu berühren. Es war offensichtlich, dass er ihn möglichst schnell loswerden wollte.

„Mein Gott, stell dir doch nur mal die Gespräche vor!“

Mann wandte sich zum Gehen. Sicher hatte Peter in der Sauna nicht allein geschwitzt, und sicher wartete auf der Sonnenterrasse davor ein Stück Fleisch, das er seinem Freund ganz bestimmt nicht vorstellen wollte. Irgend so ein halbprofessionelles Dummchen, für das er sich schämte, eine seiner Kellnerinnen wahrscheinlich. Mann öffnete die Tür und trat hinaus in den Hausflur.

„Dumpfe Scheiße“, sagte er, und was er sagte, hallte durch den Aufgang, „den ganzen Abend lang. Und die Leute erst!“

„Sind doch vielleicht ganz nett ...“

„Du kennst die Sorte nicht.“

„Sei nicht albern.“ Peter lächelte spöttisch. „Außerdem, was die Qualität meines Umgangs betrifft, wär’ ich mir nicht so sicher.“

Zwanzig Minuten später lenkte Harry Mann den Golf langsam und ein wenig ziellos gen Norden, entlang der sich endlos ziehenden Reihen von Laternen und Jägerzäunchen. Der gewölbte Teerbelag der Vorstadtstraßen schimmerte noch weich von der Hitze der untergegangenen Sonne, und die Reifen des Cabrios summten auf den Geraden und gingen quietschend in jede der sanften Kurven. War der Tag zu schön und zu warm gewesen für einen deutschen Spätsommer, so lag nun über dem Abend ein Hauch von Unwirklichkeit, der gut zu Manns Erwartungen passte.

Er atmete den Fahrtwind.

Links und rechts der schmalen Straßen schienen die Einfamilienhäuser festgeklammert wie Wäsche an der Leine, und die menschenleeren Bürgersteige glänzten so sauber, als würden sie täglich gewischt. Dies war ein Teil von Berlin, wo die Hauptstadt der Flippies und der halbseidenen Subventionskünstler jede Dumpfheits-Konkurrenz mit der fernsten Provinz im fernen Wessieland gewann.

Nicht gerade Manns Milieu. Je näher er seinem Ziel kam, desto mehr versprach es einer dieser Abende zu werden, die man am besten überstand, indem man immer mehr trank und immer weniger Worte machte.

„Bla-bla-bla“ ging es durch seinen Kopf, bis ihm die Melodie dazu einfiel und er es leise in die heiße Abendluft sang: „Bla-bla-bla, Ba-Bar-bra-Ann, I love you more than you ever can.“

Das war natürlich Stuss.

Eine Barbara hatte er nie gekannt, Anne liebte er schon lange nicht mehr, und auf das Bla-Bla, das Kelling über ihn ergießen würde, hatte er verdammt wenig Lust.

Keine Ahnung, was der Alte von ihm wollte. Nur dass er etwas im Schilde führte, daran konnte es keinen Zweifel geben. Mit seinem mal großmäuligen, mal verschwörerischen, immer aber gönnerhaften Gerede war er ihm so lange auf die Nerven gefallen, bis Mann den geplanten Wochenendtrip nach Hamburg verschoben und Kellings Einladung angenommen hatte.

Allmählich wurden die Häuser größer und die Auffahrten länger. Unter zwei Garagen bekam man hier wahrscheinlich keine Baugenehmigung.

Harry Mann war von ganzem Herzen unzufrieden.

Anfang der Woche hatte er in der weisen Einsicht, dass es so nicht weiterging, den ersten Arbeitsvertrag seines langen arbeitslosen Lebens unterzeichnet. Fünf Tage später wurde ihm bereits die Rechnung präsentiert. Von heute an würde er nicht mehr drum herum kommen, zu öden Abendgesellschaften in neudeutsche Nobelvorstädte zu pilgern und zwischen Flachbungalows, Bonsai-Gärtchen, Rasensprengern und Hollywoodschaukeln für den Verrat an den Idealen seiner Jugend zu büßen.

Derlei Horrortrips gehörten nunmehr zu seinen erweiterten Berufspflichten.

Je länger er darüber nachdachte, desto mehr begann er sich selbst auf die Nerven zu gehen, also drehte er das Radio an und wandte seine Aufmerksamkeit wieder der Suche nach dem richtigen Straßenschild zu. Bis jetzt hatte der Freitagabend nach Holzkohlenfeuer und gegrilltem Fleisch gerochen. Die Gegend hier stank nach Geld. Was zumindest jeden ärgern musste, der keins besaß.

Es wurde neun Uhr, eine nölige Stimme verlas die Nachrichten. In Spanien hatte eine Chartermaschine den Kamikaze gemacht, woran man sehen konnte, dass immer noch Urlaubszeit war, und in Afghanistan spielten die Russen halbherzig Vietnam, wie um zu beweisen, dass sie auch wirklich in allem zwanzig Jahre hinter den Amis herhinkten.

Die Katastrophen dieser Welt interessierten Harry Mann herzlich wenig. Seine eigenen Schwierigkeiten reichten ihm vollauf.

Die zweite Hälfte der Nachrichten nahmen langatmige Meldungen über die Bonner Korruptions-Arie ein. Selbst die Skandale waren langweilig. Er erklärte dem Radio-Heini in Gedanken zum xten Mal, dass er damit nichts zu tun haben wollte, weshalb er ihn mal könne, schaltete aus und sah im Rückspiegel zu, wie die elektrische Antenne im Heck des Cabrios versank.

Alle drei-, vierhundert Meter ging eine weitere saubere Teerstraße ab. Ein Weg namens Am Rehwinkel war schon seit einer Viertelstunde nicht dabei.

„Also, wir sehen Sie um acht“, hatte Kelling gesagt, bevor er heute Mittag direkt vom Arbeitsessen in die Freizeit geglitten war. „Meine Frau freut sich, Sie kennenzulernen. Und nicht nur sie kann’s kaum erwarten ...“

Harry Mann hasste den aufgeräumten Ton seines zukünftigen Chefs, diese immer etwas zu laute Mischung aus Stabsoffizier und Feldwebel. Wie viele Leute kamen, hatte Kelling nicht verraten, und er hatte versäumt, danach zu fragen. Er war spät dran. Wenn es eine kleine Einladung war, schlichen alle schon eine Weile mit gierigen Blicken um den gedeckten Tisch herum und verfluchten den säumigen Gast.

Ein paar Sekunden spielte er mit dem Gedanken, einfach umzukehren. Auf seinem zerfledderten und verfalteten Faltplan ließ sich der Winz-Weg, in dem Kelling wohnte, nicht finden. Zudem war Wochenende, und er würde wenig Mühe haben, in einer der Bafög-Discos eine Frau für die Nacht aufzutun. Am Montag konnte er dann Kelling im Büro anrufen und behaupten, den Zettel mit der Adresse verloren zu haben; im ordinären Telefonbuch stand der wichtige Herr ja nicht.

Aber bevor er sich zu einem Entschluss aufraffte, der sein vertrautes Dasein hätte retten können, entdeckte Harry Mann das richtige Straßenschild.

Natürlich war es eine kleine Einladung. Vor dem Haus Am Rehwinkel Numero sieben, einem beige verputzten Flachbau, der von einem überraschend weitläufigen Grundstück umgeben war, parkte nur ein Wagen, ein dunkelblauer Jaguar mit US-Kennzeichen.

Auf den Vordersitzen der Limousine lümmelte sich ein dottergelbhaariger Punkjunge. Er hatte die Fenster heruntergelassen und beschallte das ausgestorbene Villenviertel mit englischsprachigem Lärm. Seine hochhackigen Schuhe bearbeiteten das Armaturenbrett. Jemand stellte unmelodisch die Frage, wer Bambi abgeknallt habe. Auch nicht mehr das Neueste vom Neuen, aber die Begeisterung des Punkie war ungebrochen.

Den Golf parkte Mann bescheiden hinter dem Jaguar. Das Verdeck ließ er offen. Mit ziemlicher Sicherheit war heute einer der zehn Tage, an denen es in diesem Jahr östlich der Elbe nicht regnete.

Im Vorbeigehen nickte er dem Punkie in der Limo zu, was der geflissentlich nicht bemerkte. Er trug eine blaugrüne Chauffeursuniform im strengen Military-Stil, garantiert nach Maß geschneidert.

Aus den Augenwinkeln beobachtete Mann den abschätzigen Blick, mit dem der Junge seine Durchschnittsklamotten streifte. Das Urteil konnte Mann ihm ansehen: Opa hatte einfach nicht die richtige Klasse, zu schluffig und zu billig. Für die In-Kids war hartes Styling angesagt, die brutale Schlichtheit des Luxus.

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