Marcel Krueger - Island

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"Dies ist ein Buch über Bücher, um einen Ort zu ehren, an dem das geschriebene Wort geschätzt wird wie nirgendwo sonst."
Wofür steht Island – für raues Klima, wilde Natur, Elfen und Trolle? Richtig, aber darüber hinaus ist Island als Insel der Literaturbegeisterten und Bücherfreunde weltbekannt! Wenn sich in den langen Wintern kaum die Sonne zeigt, ziehen sich die Bewohner in ihre Häuser zurück – und lesen: mittelalterliche Sagas, Lyrik oder zeitgenössische Krimis. Kein Wunder, dass Island den weltweit höchsten Anteil an Schriftstellern in der Bevölkerung hat und pro Kopf mehr Bücher als in den meisten anderen Ländern der Welt erscheinen.
Marcel Krueger streift durch die Geschichte und die Literatur dieses faszinierenden Landes und führt an die zentralen Orte. Vom Eismeer über Geisterfjorde bis hin zu Vulkankratern und zum nassen Grab der Götter. Denn hinter jedem Gletscher oder Wasserfall verbirgt sich auf Island eine gute Geschichte.

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Brendan der Reisende wurde 484 n. Chr. in der Nähe von Tralee in der irischen Grafschaft Kerry geboren und reiste nach seiner Priesterweihe im Alter von 28 Jahren unermüdlich durch Irland und die umliegenden Meere, um Klöster zu gründen und zu erweitern. Der Mönch segelte nach Schottland, Wales und in die Bretagne in Nordfrankreich. Seine epischste Reise unternahm Brendan allerdings erst, als er bereits weit über 70 Jahre alt war. 40 Tage lang fastete und betete er auf einem Berg auf der zerklüfteten Dingle-Halbinsel. Er blinzelte auf die Wellen des Atlantischen Ozeans und wunderte sich, was da draußen war, bevor er sich entschied, den sagenumwobenen Garten Eden zu finden.

Brendan fertigte ein traditionelles irisches Curragh an, und zusammen mit einer 18 bis 150 Mann starken Besatzung (hier sind die mittelalterlichen Quellen nicht ganz so genau) stach er in See. Er begegnete hoch aufragenden Kristallsäulen im Ozean, Riesenochsen, Giganten, die das Schiff mit nach faulen Eiern riechenden Feuerbällen bewarfen, und sprechenden Vögeln, die Psalmen sangen. Schließlich landete das Boot auf einer Insel, die die Iren für das Paradies hielten, ein Land voller Blumen, Früchte und bunter Steine. Nach einem 40-tägigen Aufenthalt forderte ein Engel die Männer auf, nach Hause zurückzukehren. Als Brendan nach siebenjähriger Reise dann auf die eigene grüne Insel zurückkehrte, erzählte er allen Ordensbrüdern von den erlebten Abenteuern und prophezeite seinen baldigen Tod. Der später als Schutzpatron der Schiffer verehrte Heilige starb um 577 n. Chr.

Die Erzählung der Reise des Heiligen Brendan wurde mündlich über Generationen in ganz Europa weitergetragen (und ausstaffiert), bis ein irischer Mönch im 9. Jahrhundert ihn schließlich in einem lateinischen Text mit dem Titel Navigatio Sancti Brendani ( Die Reise von St. Brendan ) zu Papier brachte. Die meisten Gelehrten betrachten die Reise bis heute einfach als religiöse Allegorie. Es gibt aber auch Forscher, die der Meinung sind, dass der Erzählung eine wahre Reise zugrunde liegt, etwa der Historiker und Schriftsteller Tim Severin (1940–2020), der 1977 mit einem nachgebauten Curragh von Irland nach Neufundland gesegelt ist. Die fantastischen Erlebnisse von Brendan lassen sich mit tatsächlichen Zwischenstopps in Irland und Nordamerika auf einer Nordatlantikroute vergleichen: Die Kristallsäulen könnten Eisberge sein, auf den Färöern leben große Schafe und ein Chor kreischender Vögel, und die übelriechenden Feuerbälle könnten auf das Schwefeldioxid anspielen, das von Islands Vulkanen (ohne die Hilfe von Riesen) ausgestoßen wird.

Aber es gibt noch weitere Quellen über eine Insel im Nordmeer, die von der grünen Insel stammen. 825 verfasste der irische Mönch Dicuil, der sich als Astronom und Geograf betätigte, ein Buch namens Liber de Mensura Orbis Terrae (Über die Abmessung des Erdkreises), in dem Thule erneut auftauchte. In seinem Buch berichtet Dicuil von Gesprächen mit anderen irischen Mönchen, die behaupteten, dass sie bis zur Insel Thule gesegelt seien und Pytheas’ Erzählung bestätigten, dass das gefrorene Meer in einer Tagesreise in Richtung Norden von der Insel aus erreichbar sei. In Irland kannte man die Insel also bereits am Ende des 9. Jahrhunderts.

Während Tim Severin 1977 also bewies, dass eine transatlantische Reise zu St. Brendans Zeiten möglich war, wurden keine archäologischen Beweise für eine irische Siedlung in Island gefunden, bevor die Wikinger anfingen, die Insel zu besiedeln. Die Spuren der ersten Menschen auf dem Eiland finden sich (bis jetzt) nur in Geschichten und auf dem Papier wieder – und in den Namen der Orte.

Ein Beispiel ist Papey, eine kleine Insel im Südosten Islands. Die nur zwei Quadratkilometer große Felseninsel ist heute ein Vogelparadies und wird jeden Sommer von mehreren zehntausend Brutpaaren von Papageitauchern besucht, hat ihren Namen aber nicht von den Vögeln, sondern von irischen Einsiedlermönchen, die hier vor der Ankunft der Wikinger gewohnt haben sollen. Der Name leitet sich ab vom isländischen Wort papar , ein Lehnwort aus dem Lateinischen: Papa bedeutet Papst oder Vater und wird zum ersten Mal von Ari Þorgilsson hinn fróði (Ari der Gelehrte, um 1067/1068–1148), Islands erstem Historiker, der in der Landessprache schrieb, in seinem Íslendingabók ( Buch der Isländer ) von 1125 erwähnt. Nach den gängigen Theorien haben diese papar , dem Vorbild St. Brendans folgend, die irische Küste auf der Suche nach Einsamkeit und Einsiedelei verlassen, doch wie jüngste Untersuchungen zeigen, waren die Atlantikküsten Irlands, Schottlands und Islands in der Vergangenheit nie eine verlassene, von Stürmen gepeitschte Ödnis am Wasser, wie es lange Zeit von Schriftstellern und Historikern dargestellt wurde.

Aber egal, ob nun der Heilige Brendan selbst, andere irische Mönche oder tatsächlich die Wikinger zuerst nach Island kamen, die unbewohnte Insel, die sie vorfanden, war eine der Extreme. In einer Kurzgeschichte in seiner Comicbuchserie Northlanders fängt der amerikanische Autor Brian Wood (*1972) ein, welchen prägenden ersten Eindruck Island auf die Besatzung eines Wikinger-Handelsschiffs gemacht haben könnte. Die Nordmänner sind vom Kurs abgekommen, und just als sie die Insel erreichen, bricht ein Vulkan aus:

Der Wind flaute komplett ab, und die Männer hatten Blasen an den Händen, als sie das Schiff durch Wasser ruderten, das sich dick und zäh anfühlte wie Suppe, bis es wie das Ende der Welt selbst aus dem Meer aufstieg […]. Der Lärm war gewaltig, ein stetiges Brüllen, unterbrochen vom Krachen der Eisbrocken, die ins Meer krachten […]. Der faulige Gestank verstopfte unsere Nasenlöcher, die Hitze versengte unsere Wimpern […]. Wir waren sicherlich im Reich der Götter!

Die Mönche in ihren kleinen Booten müssen eine Erfahrung von ähnlicher Qualität gemacht haben.

Die Vulkaninsel: Geologie, Flora und Fauna

Island ist, geologisch gesehen, eine junge Insel. Sie entstand vor etwa 20 Millionen Jahren aus einer Reihe von Vulkanausbrüchen, die durch die nordamerikanischen und eurasischen tektonischen Platten verursacht wurden, welche sich bis heute mit einer Geschwindigkeit von 2,5 Zentimetern pro Jahr voneinander entfernen. Island wird also irgendwann in der Zukunft auseinanderreißen, und die tektonische Aktivität macht die Insel zu einem Vulkan-Hotspot. Es gibt hier 31 aktive Vulkane, von denen manche seit Tausenden von Jahren ruhen, andere jedoch, wie die Hekla oder der Grímsvötn-Vulkan, alle fünf bis zehn Jahre ausbrechen. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts ist kein Jahrzehnt ohne einen Ausbruch vergangen. Die dramatischen Landschaften der Insel mit ihren Ebenen und Stränden aus schwarzem Sand, ihren zerklüfteten Lavafeldern, heißen Quellen und bis zu 2100 Meter hohen Bergen sind das direkte Resultat dieser vulkanischen Aktivität. Und auch die Geysire, Lavahöhlen und Basaltklippen, die heute Besucher anlocken, sind die Folgen vergangener Ausbrüche.

Das zweite dominierende Element der isländischen Landschaft, eines, das widersprüchlicher nicht sein könnte, ist das Eis. Aufgrund der Lage am Polarkreis vergletscherte die Insel in der Eiszeit fast vollständig, und in den Jahrmillionen ihrer Existenz haben die isländischen Gletscher die vielen Fjorde und Täler der Insel geformt. Heute bedecken Gletscher immer noch über elf Prozent der Oberfläche – acht Prozent davon werden alleine vom größtem Gletscher Europas eingenommen, Vatnajökull. Dieser Gigant ist rund 8100 Quadratkilometer groß, hat ein Eisvolumen von über 3000 Kubikkilometern und eine Eiskappe, die an der breitesten Stelle bis zu 1000 Meter dick ist. Erwähnt werden sollte auch die Tatsache, dass sich viele der isländischen Vulkane wie Bárðarbunga und Grímsvötn direkt unter einem Gletscher befinden, was bei einem Ausbruch die Verheerung noch verstärkt: Ein Ausbruch unter einem Gletscher kann zu einer sogenannten Jökulhlaup führen, riesige Überschwemmungen durch geschmolzenes Gletschereis (s. Kap. 8). Aber die Gletscher haben natürlich auch eine Funktion im Tourismus der Insel, sind mittlerweile mit geeigneten Offroad-Jeeps sogar befahrbar, und ihre »Nebenprodukte« wie Eishöhlen und Gletscherlagunen sind beliebte Sightseeing-Spots.

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