Marcel Krueger - Island

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"Dies ist ein Buch über Bücher, um einen Ort zu ehren, an dem das geschriebene Wort geschätzt wird wie nirgendwo sonst."
Wofür steht Island – für raues Klima, wilde Natur, Elfen und Trolle? Richtig, aber darüber hinaus ist Island als Insel der Literaturbegeisterten und Bücherfreunde weltbekannt! Wenn sich in den langen Wintern kaum die Sonne zeigt, ziehen sich die Bewohner in ihre Häuser zurück – und lesen: mittelalterliche Sagas, Lyrik oder zeitgenössische Krimis. Kein Wunder, dass Island den weltweit höchsten Anteil an Schriftstellern in der Bevölkerung hat und pro Kopf mehr Bücher als in den meisten anderen Ländern der Welt erscheinen.
Marcel Krueger streift durch die Geschichte und die Literatur dieses faszinierenden Landes und führt an die zentralen Orte. Vom Eismeer über Geisterfjorde bis hin zu Vulkankratern und zum nassen Grab der Götter. Denn hinter jedem Gletscher oder Wasserfall verbirgt sich auf Island eine gute Geschichte.

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Die isländische Sprache: Eine Einführung

Das heutige Isländisch geht auf das Altisländische zurück, das ab dem 11. Jahrhundert auf der Insel gesprochen wurde und sich aus dem Altnorwegischen entwickelt hatte, der ursprünglichen Sprache der ersten Siedler aus Festlandskandinavien. Durch die geografische Isolation Islands hat sich die Sprache in den letzten tausend Jahren allerdings kaum verändert, was es Isländern heute ermöglicht, mittelalterliche Texte wie die der Sagas im Original zu lesen. So sind die Sagas auch für heutige isländische Leser unmittelbar zugänglich, und die Gegenwartsliteratur bezieht sich immer wieder auf die Themen, Figuren und Orte, die zum ersten Mal in den Sagas auftauchen. Das isländische Alphabet ist dem deutschen sehr ähnlich und besteht aus 32 Buchstaben, von denen nur wenige entweder nicht im Deutschen vorkommen oder nur im Isländischen verwendet werden. Die drei wichtigsten Sonderzeichen sind þ, æ und ð. Þ/þ wird wie ein hartes englisches »th« (z. B. in thunder ) ausgesprochen, Æ/æ wie »ai«, und Ð/ð wie ein weiches englisches »th« (z. B. in that ). Namen und Begriffe wirken zunächst recht seltsam, erschließen sich aber leicht, da viele Begriffe den deutschen ähnlich sind, zum Beispiel dalur ›Tal‹, fjörður ›Fjord‹, Þorp ›Dorf / kleine Ortschaft‹.

Kleine Namenskunde

In Island kennt man keine Familiennamen in unserem Sinne, sondern es werden sogenannte Patronyme (bzw. Matronyme) verwendet: In der Regel wird an die Genitivform des Vornamens des Vaters (seltener auch an die Genitivform des Vornamens der Mutter) ein son (›Sohn‹) oder dottir (›Tochter‹) angehängt. Verwurzelt in der nordgermanischen und skandinavischen Sprachgeschichte, enthält der Nachname in der isländischen Sprache eine kurze Beschreibung der Herkunft, und das gilt bis heute. Die meisten Neugeborenen erhalten in Island den Namen des Vaters oder der Mutter als Nachnamen. Die wenigen Familiennamen, die es heute in Island gibt, stammen von Vorfahren ausländischer Herkunft. Seit 2019 gibt es übrigens ein Gesetz, das festlegt, dass Namen keinem Geschlecht mehr zugeordnet werden können – Männer führen also auch ein - dottir im »Nachnamen«. Ich folge dem isländischen Sprachgebrauch und beziehe mich, auch bei Autoren aus anderen Ländern, im Anschluss an die erste Nennung meist nur auf den Vornamen.

Ich bin prinzipiell sehr skeptisch gegenüber Reisebüchern, die einen real existierenden Ort auf dieser Welt als tatsächlichen Sehnsuchtsort vorstellen, als Ort, an dem »alles möglich« ist oder der »immer so ist, wie man sich fühlt«. Jedes Buch, das einem Leser erzählt, es gebe hier etwas Besseres, und man müsste nur hinfahren, um es zu finden, lügt buchstäblich wie gedruckt. Man wird ein anderes, faszinierendes Land vorfinden, aber sicher nicht die Lösung der Probleme, die man zu Hause gelassen hat. Und man tut besser daran, die Bücher von hier aufzuschlagen als Hochglanzbroschüren aus dem Reisebüro.

Aber wenn ich auch statt einer bunten eine schwarze Outdoorjacke tragen mag, bin ich doch nur Besucher in Island, einer der vielen Touristen; und genauso wie viele andere wegen einer Sache hier: dem Perspektivwechsel. Am Tag zuvor bin ich mit dem Bus in das Viertel Seltjarnarnes gefahren und den Küstenweg entlang zur Spitze der dortigen Halbinsel und zum Leuchtturm auf der Insel Grótta gelaufen. Die isländische Künstlerin Ólöf Nordal hat hier eine Basaltskulptur namens Kvika geschaffen, ein Heißwasser-Fußbad, das ich benutzen wollte, um mit meinen Füßen im wärmenden Thermalwasser in der eisigen Kälte zu sitzen und auf die Bucht und den schneebedeckten Berg Esja dahinter zu schauen. Ich ging an den Felsen an der Küste entlang, während Raben auf den Straßenlaternen am Wegesrand saßen. Die Sonne ging schnell unter, aber das Licht über Reykjavík und den Bergen hatte die Klarheit, die nur die Wintersonne hier oben im Norden hat. Als ich am Fußbad ankam, war es von einem großen Nordmann mit langen blonden Haaren besetzt, der sich vollständig in das kleine Bad gequetscht hatte, sein nackter Oberkörper und die Beine ragten in die Kälte und nur sein Bauch und sein Hintern waren mit dem heißen Wasser bedeckt. Die verpasste Gelegenheit für mein Fußbad machte mir nichts aus, und ich beobachtete stattdessen die Raben, die über dem Wasser spielten, an diesem außergewöhnlichen Ort nahe dem Polarkreis, und freute mich schon auf den Einkauf in meinem Lieblingsbuchladen Mál og Menning auf dem Rückweg, um mir neue Bücher für die Zeit zu besorgen, in der ich nicht auf der Insel sein konnte.

Dieses Buch basiert auf Literatur aus oder über Island, und das jeweilige Thema jedes Kapitels wird ergänzt mit Zitaten und Hinweisen auf weiterführende Bücher zu dem Thema. Dies ist kein typisches Landesporträt, sondern ich befasse mich mit der Literatur und der Buchverrücktheit der Isländer in der Vergangenheit und Gegenwart; bereits zuhauf behandelte Islandreisethemen wie heiße Quellen oder ausgefallene Speisen lasse ich bewusst aus. Die Auswahl der hier erwähnten und zitierten Werke, insbesondere der von zeitgenössischen Schriftstellern, ist höchst subjektiv. Auch nenne ich viele isländische Schriftstellerinnen, die von hoher Wichtigkeit für die Literatur des Landes waren und sind, aber deren Werke leider (noch) nicht in deutscher Übersetzung vorliegen. Wo möglich, sind Auszüge ihrer Werke direkt aus dem Isländischen oder aus dem Englischen übersetzt. Ich verwende für einen besseren Lesefluss das generische Maskulinum, das stellt aber dezidiert keine Vernachlässigung weiblicher Stimmen dar. Dieses Buch ist eine Sammlung von Geschichten von und über die Menschen, die in oder wegen Island die Feder aufs Papier gesetzt oder das Textdokument auf dem Rechner geöffnet haben. Dementsprechend finden sich hier Märchen, Sagas, Folklore, Gedichte, engagierte Literatur, True Crime, Kurzgeschichten und Romane, ohne dass eines dieser Genres bevorzugt würde. Es gibt jedoch tatsächlich einen hohen Anteil an Gedichten in diesem Buch, was einfach der Tatsache geschuldet ist, dass Lyrik in der Vergangenheit und Gegenwart der isländischen Literatur eine weitaus wichtigere Rolle spielt als in der deutschsprachigen. Das liegt zum einen daran, dass fast alle Isländer, auch solche, die sich nicht als Dichter sehen, bis heute täglich kleine Alltagsgedichte und Reime verfassen, und zum anderen daran, dass die Schlüsselszenen aus isländischen Literaturklassikern wie den Sagas in Versform vorliegen und den Isländern von klein auf vermittelt werden.

Ich versuche mit diesem Buch einen schmackhaften Eindruck von der außergewöhnlichen und vielseitigen Literatur dieser einzigartigen qualmenden Insel im Nordatlantik zu vermitteln, der hoffentlich dazu führt, dass noch mehr Menschen es sich mit einem Islandbuch im Sessel bequem machen. Neueinsteiger in die Literatur der Insel finden hier viele Anregungen aus den letzten tausend Jahren, und ich hoffe, dass auch Islandfreunde und -kenner sich von den vielen Querverweisen zwischen Autoren und Materialien unterhalten lassen und vielleicht noch etwas Neues entdecken. Dies also ist ein Buch über Bücher, um einen Ort zu ehren, in dem das geschriebene Wort geschätzt wird wie nirgendwo sonst.

Mein besonderer Dank gilt den scharfen Augen von Eymelt Sehmer und Ólafur Örn Arnarson, ohne die dieses Buch wieder einmal ein grausames Durcheinander deutscher, englischer und isländischer Schreibweisen von Orten und Menschen geblieben wäre; Kai Müller, ohne den ich diese Insel niemals entdeckt hätte und dessen Blick durch die Linse seiner Kamera mir oft dann weiter den Weg weist, wenn mir die Worte fehlen. Und ohne die Unterstützung und textliche Hilfe meiner Frau Anne Mager wäre auch dieses Buch, wie so viele andere, nie fertiggestellt worden.

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